Mittwoch, 4. Dezember 2013

Ein Zwölftel - Novemberdezember


Es sollte nicht sein. Ein ganzes Jahr lang habe ich nicht viel mehr als das Befinden eines Bauzauns (zweier Altkleidercontainer) und des immer höher wachsenden Unkrauts dokumentiert. Es rollten keine Bagger, es drehte sich kein Kran, es wurde kein Beton gegossen oder Stahl geschraubt. Stattdessen wiegte sich wildes Grün im Wind. Zettel wurden geklebt. Der Baum grünte und verlor sein Laub. Es wurde ein bißchen guerilla gegärtnert. Hunde rannten übers Feld. 

Zum Schluss war endgültig der Wurm drin. Der November verstrich, ohne dass ich dort im Hellen vorbei kam. Und wenn es noch hell war, hatte ich die Kamera nicht dabei. Im Dezember wird es wohl nicht besser werden. Deshalb gebe ich auf und liefere ein Novemberdezember-Nachtbild als Abschluss meiner 12tel-Blick-Serie.


Tabea hatte die Idee, jeden Monat dasselbe Motiv im Wandel der Jahreszeiten zu fotografieren, und sammelt auf ihrem Blog unsere 12tel-Blicke.

Kommentare:

  1. Dein 12tel Blick ist denke ich bezeichnend für so viele Baustellen (in jeglicher Hinsicht), die begonnen und dann aufgegeben oder auf unbestimmte Zeit aufgeschoben werden. Hier in Stuttgart kämpft man ja bekanntlich gegen eine ganz große...wobei hier tatsächlich etwas geschieht und trotz immer noch anhaltender Proteste gebaut wird.
    Liebe Grüße, Dani

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  2. Spannende Einblicke

    Liebste Grüße zu dir :-)

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  3. ja, was den baufortschritt angeht, ist's ein bisschen dröge für deinen 12tel blick gewesen, der trotzdem nicht langweilig wurde ;-). aber die vorstellung, dass sich dort hunderte bienen ungefragt und uneingeschränkt verlustieren durften und fleißig berliner honigtöpfchen gefüllt und für nachwuchs der pflanzenwilden sorgen konnten, ist mir ganz weihnachtlich... lieben gruß ghislana

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  4. das abschlussbild ist ein würdiges! das tüpfelchen auf dem i.
    herzliche grüße
    dania

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  5. ein guter abschluss! und doch bleibt ein bisschen neugier, was wohl eines tages daraus werden wird. schöne grüße, wiebke

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  6. Oh.... da musste ich trotz der Tristesse etwas grinsen... Und wenn der Cocacola-Weihnachtstruck dort parkt? Oder der echte Rentierschlitten dort seinen Landeplatz findet? Gibt's dann noch ein Bild?
    Liebe Grüsse!

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    1. ... auja :)
      Aber komisch ist es schon, dass eine Baustelle mitten in der Stadt ein ganzes Jahr lang brach liegt. Da hast du irgendwie die Nadel im Heuhaufen gefunden...
      herzliche Grüße...

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  7. Ich finde deine Durchhaltekraft auch bei fehlender Bauaktion bewundernswert und vielleicht schärft das ja gerade den Blick für die wirklich kleinen, feinen Dinge ;) ..Bienen…Hunde…wildes gärtnern …..

    Herzliche Grüße von Tine

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  8. Irgendwie schade...dass sich nichts getan hat...aber das erlebe ich auch hinter so manchem Bauzaun hier...;-) LG Lotta.

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  9. Das ist ja verrückt. Da sucht man sich extra eine Baustelle mit der Vermutung, dass es dort einiges zu dokumentieren gibt und dann so was. Schade um das Bauland, aber auch faszinierend, wie die Natur versucht das Grundstück zurück zu erobern. Ich finde der 12tel Blick hat sich doch geloht.

    LG Anja

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  10. Ich habe damals auch gedacht, na Klasse ne Baustelle, da ist ja echt immer was los.
    Deine Novemberbild ist trotz Tristess sehr stimmungsvoll. Novembergrüße von kaze

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  11. Immerhin - bei uns hat es noch nichtmal zur Baustelleinrichtung gereicht und dabei sollten eigentlich wenigstens die Abbruchbagger arbeiten ... mein 12tel Blick geht auf jeden Fall weiter, deiner vielleicht auch?

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  12. ich komme reichlich spät vorbei. und oh, der erste offizielle 11tel blick! dann wünsche ich deinem plätzchen alles gute für die zukunft! kannst ja mal berichten, wenn sich was tut ;) ich bin ehrlich gesagt sehr froh, keine bagger in menem blick entdeckt zu haben ;) ho ho

    liebe grüße . tabea

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