Freitag, 20. April 2018

Minimalistisch

Die April-Königin der russischen Quilting Bee Импровизация ist Olga. Als Thema hat sie "Minimalismus + Farbe + Geometrie" vorgegeben. Die Blöcke, 8x8 Zoll groß, sollen aus geraden oder gebogenen Linien, Kreisen oder Kreissegmenten, Quadraten oder Rechtecken bestehen. Als Farben sind Weiß, Lila, Fuchsia, Dunkelblau, Limettengrün und Senf vorgegeben. Davon soll man zwei bis fünf benutzen. Mein Block ist ganz minimalistisch - in Weiß und Dunkelblau.

April's Queen of the Russian Quilting Bee Импровизация is Olga. Her theme is called "Minimalsim + color + geometry". The blocks, 8x8" in size, shall consist of straight or curved lines, circles or circle segments, squares or rectangles. The color palette consists of white, purple, fuchsia, ultramarine, lime green, mustard. The participants can choose two to five of them. My block is very minimalistic - in white and ultramarine.

Mittwoch, 18. April 2018

Monstera Deliciosa

Allein wegen der manchmal etwas holperigen, aber immer originellen Schnittmusternamen mag ich die Ottobre. Das hier ist ein Latzkleid für das Mädchen nach dem Schnitt Monstera Deliciosa aus der Ottobre 1/2017 in Größe 146, Länge 152, nicht aus einem Stoff mit hippem Pflanzenprint sondern aus dem gleichen dünnen Jeansstoff mit Stretchanteil wie meine Bleistifthose.

So ein Schnitt mit Latz und Trägern und Taschen und seitlichen Öffnungen und Belegen ist schon viel aufwendiger zu nähen als ein einfaches Flatterkleidchen, macht aber auch besonders Spaß.

Nur auf den Schein-Reißverschlussschlitz im vorderen Rockteil habe ich verzichtet - der macht nun wirklich überhaupt keinen Sinn. Oder?




Montag, 16. April 2018

Psychedelisch blumig

In diesen Stoff habe ich mich verliebt, auch wenn er fast schon psychedelisch blumig ist. Für ein Kleidungsstück reichte die gekaufte Menge nicht. Für eine meiner Standardtaschen schon. Der selbstentworfene, einfach zu nähende Schnitt ist der Gleiche wie bei der grauen gepunkteten und der bunten Patchworktasche. Die Abmessungen betragen ca. 35 cm x 44 cm. Zwischen Außenstoff und Futter liegt eine Zwischenschicht aus Baumwollvlies, damit der Stoff nicht so knittert.

Auf der Rückseite gibt es, wie bei den anderen Taschen auch, eine große Außentasche mit Reißverschluss für Portemonnaie, Schlüssel und Telefon. Der Tragegriff besteht wieder aus Gurtband, das ich auf 3 cm Breite zugeschnitten, mit dem Außenstoff der Tasche umnäht und mit Hilfe von messingfarbenen Vierkantringen an extra verstärkten Laschen befestigt habe. Auch die in die Seitennähte der Tasche eingenähten schmalen Streifen aus reflektierendem Band habe ich wiederholt.


Donnerstag, 12. April 2018

12 von 12 im April

Es ist Donnerstag, der 12. April, und deswegen gibt es hier, wie an (fast) jedem 12., wieder 12 Bilder des Tages. Auch wenn heute nicht viel Aufregendes passiert. Es ist ein netter normaler alltäglicher Donnerstag. An dem ich morgens Pausenbrote schmiere und mich über das leuchtende Orange der Paprika freue.

Der Himmel über St. Petersburg leuchtet blau. Dieses Jahr hatten wir schon viele schöne sonnige Tage - klirrend kalt mit Eis und Schnee in den ersten Monaten und jetzt milde mit demnächst zweistelligen Temperaturen. Auch wenn die Natur noch schläft, fühlt es sich für uns nach Frühling an.

Als alle aus dem Haus sind, frühstücke ich. Zum Kaffee und Marmeladenbrot lese ich in "Unterwerfung" von Houllebecq, dem Meister der Tristesse, von einem Freund empfohlen. Als Lesezeichen, deutlich optimistischer als das Buch (zumindest bisher), dient mir die Kirschblüten-Postkarte von Svea.

Ich trenne den kaputten Reißverschluss aus der Herbstjacke des Jungen und nähe einen neuen ein - eine wenig erfreuliche aber notwendige Arbeit. Dann vereinbare ich einen Termin in einer wichtigen Angelegenheit und schreibe zwei Rechnungen. Oben auf der Galerie wartet ein kleiner Wäschehaufen darauf, gefaltet und weggeräumt zu werden.

Mittags treffe ich mich mit meinem Mann und mehreren seiner Kollegen in einem nahe gelegenen Café. Die meisten bestellen das günstige und schnelle Business Lunch. Heute klappt's nicht recht. Der Kellner braucht ewig und vergisst die Hälfte. Ich warte fast eine Stunde auf den Salat zu meiner kleinen Suppe und bekomme stattdessen irgendwann ein Sandwich.

Nach dem Essen laufen die Anderen zurück zur Arbeit. Ich mache mich auf den Weg zum nicht weit entfernten Fitnessstudio. Von Bekannten, die aus unserer Gegend wegziehen mussten, haben wir die letzten zwei Monate eines Jahres-Abos übernommen. Ich gehe regelmäßig zum Schwimmen hin.

Ich ziehe mich um, schwimme in Ruhe zehn Bahnen und probiere dann zum ersten Mal das Dampfbad aus. Wundervoll. Es ist ein absoluter Luxus, so etwas mitten am Tag machen zu können. Ich genieße es auch. Aber wenn ich wählen könnte, würde ich doch gern wie früher arbeiten gehen.

Zu Hause setze ich mich für eine Stunde an meinen Piter Map Quilt. Zur Zeit bin ich dabei, von Hand die Hauptstraßen und Brücken aus weißem Band aufzunähen. Wenn das getan ist, kann der Quilt zugeschnitten und gebunden werden. Im Hintergrund, mehr Hörbuch als Film, läuft "Die üblichen Verdächtigen".

Als die Kinder wieder zu Hause sind, holen sie sich jeder aus der Tiefkühltruhe ein Erdbeer-Bananen-Apfelsaft-Eis, das wir gestern aus den Resten eines Smoothies gemacht haben. Das Mädchen liest auf dem Sofa ihr Enid Blyton-Buch zu Ende und übt danach - völlig freiwillig - Klavier.

Der Junge verzieht sich währenddessen ins Kinderzimmer und spielt mit Lego. Polizei gegen Räuber. Als ich dem Mädchen im Wohnzimmer auf Spotify die "Ode an die Freude" vorspiele, die sie noch nicht kennt, kommt er aber neugierig angetrottet und fragt: "Wer jodelt denn hier so?"


Woran merkt man, dass der 12. ist? Wenn der Junge vor dem Abendessen ein Fladenbrot essen will, ihm beim Kramen im Vorratsschrank eine offene Packung Spaghetti herausfällt, lauter Nudeln auf dem Boden liegen und seine Mutter ruft: "Warte, noch nicht aufsammeln, ich will das erst fotografieren!" ;-)

Und wenn der Mann sich, wie meist am 12., ums Abendessen kümmt, während ich meine Bilder des Tages in Caros virtuelles Fotoalbum klebe. Es gibt Brot, Käse, grünen Salat und Tomaten mit Mozzarella.
Und was habt Ihr heute gemacht?

12 von 12 im April 2017
12 von 12 im April 2016
12 von 12 im April 2015

Mittwoch, 11. April 2018

Meister Yoda - und noch eine U-Bahn

Neue T-Shirts für den Jungen, Teil 2. Nach den Polizeihubschraubern und Dinosauriern wurden explizit ein U-Bahn-Shirt (ähnlich dem von vor vielen Jahren, als der kleine Mann gerade mal drei Jahre alt war, das wir neulich in einer Kommode wiedergefunden haben) und eins mit Meister-Yoda-Motiv gewünscht.

Für das Meister-Yoda-Shirt habe ich ein im Netz gefundenes Motiv auf Freezerpapier gezeichnet, mit dem Skalpell ausgeschnitten, auf den Stoff gebügelt und mit Stoffmalfarbe und Schwämmchen übertragen. Der T-Shirt-Schnitt mit der besonderen Ärmelform ist Steam Punk aus der Ottobre 6/2015, Größe 140.

Für das U-Bahn-Shirt habe ich den etwas lockerer sitzenden Schnitt Rosy Grey aus der Ottobre 4/2015 in Größe 134, Länge 140 verwendet. Die Applikation besteht aus gelbem Bündchenstoff, schwarzem Jersey (aufgestickt die Fahrtrichtung: "U2 Pankow"), grauem Fleece und reflektierender Folie.


Montag, 9. April 2018

Tschüss, Winter...

Zurück in St. Petersburg. Die letzten Schneereste schmelzen, und die nächsten Tage versprechen, frühlingshaft zu werden: blauer Himmel, Sonnenschein und Temperaturen über 10°. Mit frischem Schwung mache ich mich wieder an die Arbeit. Die ersten Karten für das Projekt Postkarten-Quilt werden genäht.

Zum zweiten Mal möchte ich beim Me Made May mitmachen. Wie letztes Jahr habe ich mir vorgenommen, einen Monat lang jeden Tag mindestens ein selbstgemachtes Kleidungsstück tragen. Wieder werde ich versuchen, möglichst verschiedene Stücke anzuziehen, nicht immer nur die selben Lieblingsteile.

Beim Osterbesuch in Ostwestfalen habe ich endlich geeignetes weißes Band für meinen Piter Map Quilt gefunden, den ich jetzt hoffentlich bald fertig nähen kann. Für den noch nicht angefangenen Treppen-Quilt sammele ich Material. Dieses Stoffpäckchen habe ich mir dafür gegönnt - hübsch, nicht wahr?

Donnerstag, 22. März 2018

Kleine Pause

bimbambuki macht eine kleine Osterpause. Macht es gut! Wir lesen uns im April.

Mittwoch, 21. März 2018

Me Made Mittwoch [Bleistifthose und graues Pünktchen-Shirt]

Neu und bequem: Eine Bleistifthose nach dem Schnitt Pencil Shape aus der Ottobre 5/2015. Weil ich fast 1,80 bin, habe ich die Schnittteile um 7,5 cm verlängert. Der Bundstreifen wurde 1,5 cm höher zugeschnitten. Außerdem habe ich aufgesetzte Po-Taschen hinzugefügt. Die Hose besteht aus einem nicht sehr festen Jeansstoff mit Elastananteil. Steppnähte gibt es keine, da es sich nicht um einen Jeanshosenschnitt handelt. Bis auf den Hosenreißverschluss war der Schnitt einfach und gut zu nähen (was ist bloß mit dem Reißverschluss? Ich habe beim Nähen immer einen Knoten im Kopf. Oder ist die Ottobre-Anleitung so schlecht?)

Alt und bequem: Das weiche hellgraue Pünktchenshirt aus dem Jahr 2012. Anfangs sah es so aus, dann habe ich die vorderen Falten wieder aufgetrennt. Lange wurde es als Nachthemd getragen, dann habe ich den mittlerweile gerissen Halsausschnitt neu umgeschlagen, ein Gummi eingezogen und den Saum gekürzt, und jetzt trage ich es wieder als Oberteil. Ein absolutes Lieblingsstück.


Montag, 19. März 2018

Sich erinnern, sammeln, vorbereiten

Gerade sprudeln die Ideen fröhlich vor sich hin - neben meinem Piter Map Quilt ist da das neue Gemeinschaftsprojekt Postkarten-Quilt, auf das ich mich freue, und bis September habe ich Zeit, einen Beitrag zum Thema  Treppe [лестница] der Modern Quilt Gruppe der russischen Quilters' Guild nähen. In meinen ersten Ideen zum Thema Treppe habe ich das Thema noch sehr wörtlich genommen, aber nach und nach wurde mir klar, dass ich etwas anderes versuchen möchte.

Inspiriert wurde ich durch Spontaneousthreads und ihr Februar-Thema Timeline für die Quiltergruppe Beesewcial. Die genähten Zeitstrahlen finde ich wunderbar - lauter Momente des Lebens, festgehalten in einem Code aus Farben und Formen.

Mein Treppenquilt soll mein bisheriges Leben abbilden, von der Geburt bis zum Hier und Jetzt. Jede Stufe steht für ein Jahr, und jede Stufe soll ein Patchwork aus verschiedenen Stoffen sein, die für Familie, Liebe, Schule, Studium, Arbeit, Wohnorte, Reisen, fröhliche und traurige Ereignisse stehen. 

Das Design habe ich von Hand skizziert und dann mit Hilfe eines CAD-Programms am Computer gezeichnet. 1:1 ausgedruckt werden mir die Stufen als Schablonen dienen.

Auf einer Fensterbank im Arbeitszimmer habe ich mit Wollfäden ein Raster gespannt, in dem ich bunte Stoffstücke sammle, die zu bestimmten Jahren passen. 

Ich möchte mir Zeit lassen mit diesem Projekt. In alten Tagebüchern blättern, Musik aus der Zeit hören, mich erinnern, die Jahre wieder lebendig werden lassen. Die wichtigsten Ereignisse notieren und in Farben und Mustern umsetzen. Den Code verstehen können werden Andere nur mit Erklärung - aber für mich wird dieses Projekt, denke ich, eine schöne Bestandsaufnahme sein.

Freitag, 16. März 2018

Ananas gegen Benachteiligung

Mein Mann beschwert sich ab und zu, dass ich für mich und die Kinder, aber so gut wie nie für ihn nähe. Ich erwidere dann, dass es mir keinen Spaß macht, nadelgestreifte Business-Hemden oder langweilige Uni-Shirts zu nähen, und dass es schwierig ist, passende Stoffe für Männer zu finden. Würde er etwa ein T-Shirt mit Dinosaurier-Druck tragen? (Ja, würde er. Behauptet er zumindest.)

Ein Freizeithemd (oh, dieses schreckliche Wort) war der Kompromiss. Man braucht nicht soviel Stoff dafür, und wenn man sich für kurze Ärmel entscheidet, kommt man immerhin um Manschetten mit Schlitz und so weiter herum. Der Schnitt ist Four Fellows aus der Ottobre 7/2017.


Statt Dinosauriern gibt es für den Mann jetzt - etwas dezenter - Ananas. Für ein richtig wild gemustertes Hawaihemd, wie Constanze vom Blog Nahtzugabe eins für ihren Mann genäht hat, reichte der Mut nicht. Der Baumwollstoff ist ziemlich dünn, trägt sich bei warmen Temperaturen aber sicher sehr angenehm.

Auf Taschen habe ich verzichtet. Der Kragen, die doppelte Passe, die Knopfleisten und die seitlichen Einsätze unten nähten sich leichter, als ich befürchtet hatte. Auch vor Knopflöchern gruselt es mich nicht mehr so. Mal sehen. Vielleicht nähe ich irgendwann noch eins...

Donnerstag, 15. März 2018

Einmal Dinosaurier, einmal Hubschrauber

Es ist eine Weile her, dass ich Langarmshirts für den Jungen genäht habe - bei diesen werden die Ärmel allmählich etwas kurz. Der neue Standartschnitt ist Rosy Grey aus der Ottobre 4/2015 in Größe 134, Länge 140. Neben einem Batman- und einem Skatershirt gibt es wieder mal ein Dinosaurier- und ein Polizei-Shirt. Das letzte Thema steht hier immer noch hoch im Kurs.

Wie findet Ihr meine neuen Labels? Ich mag sie, nur leider sind sie nicht gewebt wie meine bisherigen...

Mittwoch, 14. März 2018

Piter Map Quilt - Zwischenstand V

Das ist seit dem letzten Zwischenstand mit dem Piter Map Quilt geschehen: Die noch fehlenden Teile wurden mittels English Paper Piecing hergestellt und von Hand zusammengenäht.

Die Inseln wurden in der Needle Turn Technik appliziert. Darin bin ich noch ein ziemlicher Neuling, aber allmählich komme ich rein. Man kann damit schöne Formen herstellen.

Damit das Weiß auf dem Grau schön leuchtet und die Inseln so erhaben sind wie das Festland, habe ich sie mit Baumwollvlies unterlegt. Ich wollte nicht, dass die Nahtzugaben durchschimmern.

Leider zeigte sich im Weiteren, dass der Quilt sich dort, wo kein Vlies unterlegt war, leicht verschob und in sich zusammensackte. Also wurden diese Bereiche auf der Rückseite mit Vlies unterfüttert.

Die U-Bahnlinien wurden aufgezeichnet und mit dünnen schwarzem Stickgarn nachgestichelt. Die grauen Wasserflächen wurden ebenfalls von Hand gequiltet, allerdings ganz fein mit grauem Nähgarn.



Jetzt warte ich auf eine Materiallieferung aus Deutschland. Es fehlen nur noch die Hauptstraßen und Brücken. Dann kann der Quilt zugeschnitten und gebunden werden. Mehr dazu - hoffentlich - bald.

Montag, 12. März 2018

12 von 12 im März

Es ist Montag, der 12. März, und wie an fast jedem 12. des Monats gibt es hier 12 Bilder des Tages. Heute sitzen wir nur zu dritt am Frühstückstisch. Als der Junge gefrühstückt hat, kommt er zu mir auf den Schoß gekrabbelt (obwohl er schon sieben und meist cool und groß ist), und ich lese noch ein bißchen aus einem alten Lieblingsbuch von ihm vor: "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt".

Als der Mann und der Junge das Haus verlassen, schläft das Mädchen noch. Sie hat eine Ohrenentzündung und muss seit zwei Tagen ein Antibiotikum nehmen. Als sie aufgestanden ist und gefrühstückt hat, brechen wir auf. Hier in St. Petersburg ist der Frühling noch weit entfernt, aber es ist milder geworden, um die 1 Grad.


Nach einer knappen Viertelstunde Fahrt sind wir angekommen. Bei Physiotherapeutin A., die in der Bolshaya Konyushennaya ulitsa wohnt, gibt es jeden Montagvormittag Pilates. Wir begrüßen die freundliche ältere Concierge im Eingangsbereich und gehen die schöne Treppe hoch bis in den dritten Stock.

Das Training dauert anderthalb Stunden. Das Mädchen hat es sich mit einem Buch auf dem Sofa gemütlich gemacht, liest und guckt uns manchmal zu.

Um zwölf Uhr sind wir mit sieben anderen deutschen Frauen zum Mittagessen in der Biblioteka verabredet, einem Restaurant am Nevski Prospekt (mit hübschem Fußboden im Erdgeschoss).

Im Obergeschoss scheint die Sonne durch die Fenster herein, es ist ruhig und gemütlich, und das Licht ist so schön. Man könnte denken, dass es bald Frühling wird.

So einen Apothekerschrank wie diesen, der hier in einem Nebenraum steht und die ganze Wand bedeckt, hätte ich liebend gern. Er erinnert mich an deinen, Svea. Was man darin alles unterbringen könnte!

Das Mädchen isst Pide mit getrockneten Tomaten, ich das бизнес-ланч (kleiner Salat und Penne mit Zuccini und Hühnchen). Wir unterhalten uns über Sanddorntee (облепиховый чай), Hundereisekörbe für Rottweiler, zu enge Badekappen, zebrastreifenüberquerende Polizisten und Ferienhäuser in Finnland. So verbringen wir zwei nette Stunden.


Dann fahren wir wieder nach Hause. Der Mann kommt früh von der Arbeit, muss allerdings gleich packen - er bricht noch heute zu einer kurzen Dienstreise auf. In der Zwischenzeit gehe ich um die Ecke einkaufen. So sehen die Straßen zur Zeit aus: Matsch und jede Menge Eis, das von den Dächern über die Fallrohre auf die Gehwege ruscht.



Ich kaufe Gemüse, Eier, Joghurt und Käse. Und zwei Kilo rot-weiß-gepunktetes Mehl. Dieser hübschen Verpackung konnte ich einfach nicht widerstehen. Sie erinnert mich an vergangene Zeiten, als das Mädchen noch so süße kleine Kleider wie dieses, dieses oder dieses trug. Der Mann holt den Jungen ab und macht sich dann auf den Weg zum Bahnhof.

Es müssen die Reste aus den Brotdosen gegessen und Hausaufgaben gemacht werden, und danach lesen die Kinder Comics, während ich diesen Post vorbereite. Später liest der Junge 10 Minuten laut vor und verdient sich so eine Unterschrift für seinen Lesepass.

Dann gibt es Abendessen. Wenn die Kinder im Bett sind, würde ich ja zu gerne ein, zwei Folgen "Jane the Virgin" gucken, aber ich habe meinem Mann versprochen, dass ich damit auf ihn warte (wir sind gerade große Rogelio-Fans)... Und wie war Euer Tag?

Mehr 12 von 12 gibt es wieder bei Caro.

12 von 12 im März 2017
12 von 12 im März 2016
12 von 12 im März 2015
12 von 12 im März 2014
12 von 12 im März 2013
12 von 12 im März 2012