Freitag, 1. September 2023

Was ist hässlich?



Im September und Oktober bin ich die Königin unserer deutschen Improv Bee "Bee Off The Cuff". Mein Thema für Alex (hexenweib), Andrea (quiltingandy), Claudia (anna_macht), Eva (wirth.eva), Mara (malous_potpourri) und Petra (sewingp) heißt "Toxic / Nice". Falls es Euch interessiert - dies sind die Vorgaben, die ich ihnen gemacht habe:
 
Bei meinem Thema geht es nur in zweiter Linie um Formen. In erster Linie geht es um Farben. Mich interessiert, welche Farben Menschen als hässlich empfinden. Subjektiv sind dieses Gefühle sicher nicht. Vielleicht ist eine Farbe, die ein Mensch nicht ausstehen kann, eine, die ein anderer sehr mag? Ich begann mich zu fragen, ob man aus hässlichen Farben einen schönen Quilt machen kann. Von diesen Gedanken kam ich auf Beziehungen zwischen Menschen. Es ist doch so, dass man manche Menschen als unangenehm, abstoßend, toxisch empfindet, während andere als sympathisch, wohltuend, nett wahrgenommen werden. Liegt das an dem jeweiligen Menschen? Oder am Zusammenspiel? 
 

Die Aufgabe für meine Bee-Kolleginnen ist, zwei Blöcke mit den Maßen 15x15 cm + umlaufende NZG in jeweils zwei Farben zu nähen. Unten befindet sich bei beiden „Farbe 1“. Im ersten Block soll „Farbe 1“ mit „Farbe 2“ kombiniert werden, einer Farbe, die die Macherin überhaupt nicht leiden kann. Die Kombination aus beidem soll schrecklich sein, hässlich, ekelhaft sein. Man soll sich nicht zurückhalten, ich will keine nur ein bisschen unangenehme Kombination, sondern eine, bei der Andere fragen, ob man noch alle Tassen im Schrank hat, eine, die fast körperlich weh tut. 
 

Im zweiten Block soll „Farbe 1“ mit „Farbe 3“ kombiniert werden, einer Farbe, die die Macherin mag. Das Ergebnis soll angenehm und nett anzusehen sein. Wie die Stoffe aufeinander treffen und das Mengenverhältnis der Farben kann die Macherin selbst entscheiden. Man kann gerade, eckige oder gerundete Formen nähen und alle Techniken außer offenkantiger Applikation verwenden.
 
Was bei diesem Experiment wohl herauskommt? Ich kann es kaum erwarten...

Mittwoch, 30. August 2023

Mondrian-esk


Die aktuelle Aufgabe unserer noch ziemlich neuen Improv Bee "Bee Off The Cuff" kam von Eva (wirth.eva). Sie bat uns, einen von Piet Mondrian inspirierten Block zu nähen. Ich hoffe, mein Beitrag gefällt dir, Eva!

Donnerstag, 24. August 2023

Ein erstes Video

Es war ein ganz besonderer Moment für mich, als die Modern Quilt Guild fragte, ob ich Interesse hätte, ein Video zum Thema „Quilting Improvisationally“ zu machen. Dass sie meine Quilts kannten und dachten, dass auch Andere meine Art des Quiltens interessant finden könnten, ließ mich mich als echten Teil dieser wunderbaren Community fühlen. Ich war glücklich und geehrt - bis die Zweifel und Ängste kamen. Nach mehreren Jahren des Quiltens fühle ich mich manchmal immer noch wie eine, die ihre Fähigkeiten nur vortäuscht. Außerdem hatte ich noch nie ein derartiges Video gemacht - erst recht nicht auf Englisch. Aber ich hab trotzdem Ja gesagt.

Wenn es euch interessiert, ist hier der Link zu dem Video. Es ist Teil der MQG Resource Library, kostenlos für Modern Quilt Guild Mitglieder.

Mittwoch, 23. August 2023

12 von 12 im August


Zurück aus der Sommerpause mit den 12 von 12 im August. Den 12. August haben wir dieses Jahr in San Francisco verbracht. In unserem Hotel gibt es keinen Frühstücksraum. Man holt sich unten in der Lobby etwas, und gegessen wird auf dem Bett. Dafür gibt es Croissants und Blaubeeren.
 
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Pier 33. Heute steht eine Tour nach Alcatraz, dem berüchtigten ehemaligen Hochsicherheitsgefängnis, an. Die Felsinsel liegt ungefähr 2 km vor dem Festland in der Bucht von San Francisco. Die Überfahrt mit der Fähre dauert nicht lange.

Der Wasserturm von Alcatraz erinnert an einen kulturellen Protest: Ab November 1969 wurde die Insel 19 Monate lang von Aktivisten amerikanischer Ureinwohner besetzt. Sie gründeten eine gemeinnützige Organisation namens „Indians of All Tribes“ und protestierten gegen die Auflösung von Stämmen und den Verkauf ihres Landes durch die Regierung. Nach der Sanierung des Wasserturms vor gut zehn Jahren wurde die Schrift mit Hilfe eines damaligen Bewohners sowie Nachkommen eines Anführers der Bewegung wiederhergestellt.

Wir laufen die Straßen der Insel hinauf bis zum Gefängnisgebäude.

Mit Hilfe von Audio-Guides werden wir durch das Gebäude geführt. Wir laufen durch den Duschraum, die Bibliothek, die Zellblöcke. Die Atmospäre ist beklemmend.

Die Zellen messen gerade mal 1,52 × 2,74 Meter, und die Gefangenen, erfahren wir, verbrachten die allermeiste Zeit des Tages darin. Selbst Arbeiten wurde als Sondervergünstigung angesehen.
 
Das Essen war allerdings außergewöhnlich - bis zu seiner Schließung im Jahr 1963 war Alcatraz dafür bekannt, das beste Essen im gesamten US-amerikanischen Gefängnissystem zu haben. Täglich wurden frische Zutaten aus San Francisco verschifft, um schmackhafte Gerichte zuzubereiten, die die gefährlichsten und gewalttätigsten Gefangenen des Landes ruhig halten sollten.
 
Nach der Führung machen wir uns mit der Fähre auf den Rückweg. Die Hoffnung, endlich einmal die Golden Gate Bridge in Gänze zu sehen, hat "Karl the Fog" zerstört. Nebel ist so typisch für San Francisco, dass er einen Namen hat. Andere Stadtviertel haben heute blauen Himmel und Sonnenschein, aber die Brücke liegt ständig im Nebel.





Wir gucken uns - wie hunderte andere Touristen auch - Fisherman's Wharf an. Am Pier 39 kann man Seelöwen beim Faulenzen, Schwimmen und sich gegenseitig ins Wasser schubsen beobachten. Das freut vor allem meinen Mann und die Kinder.

Wir teilen uns ein paar mitgebrachte Brote und fahren dann mit dem Bus zum Alamo Square. Dort setzen wir uns im Park auf eine Mauer und gucken uns die "Painted Ladies" an, diese hübschen Häuser.

Den späten Nachmittag verbringen wir ruhig im Hotel. Abends gehen wir in einem italienischen Restaurant namens "Roma Antica" essen, das wir an unserem ersten Tag in San Francisco entdeckt haben. Ich nehme die Ravioli mit Pilzen, sie schmecken köstlich.

Danach laufen wir zurück zum Hotel. Wir machen es uns gemütlich und gucken - aus gegebenem Anlass - den Film "Flucht aus Alcaztaz" mit Clint Eastwood. Am nächsten Tag reisen wir weiter - die kalifornische Küste hinunter nach Monterey und später San Simeon, Simi Valley und San Diego.

Mehr 12 von 12 gibt es wie immer bei Caro.

Freitag, 30. Juni 2023

Sommerpause


bimbambuki macht eine Pause. Ich wünsche euch einen schönen und entspannten Sommer. Erholt euch gut, bleibt gesund, und bis irgendwann im August!

Dienstag, 27. Juni 2023

Splitter in Schwarz und Blau

Ich freue mich, bei einer neuen deutschen Improv Bee dabeizusein. Sie heißt "Bee Off The Cuff" und besteht aus Alex (hexenweib), Andrea (quiltingandy), Claudia (anna_macht), Eva (wirth.eva), Mara (malous_potpourri), Petra (sewingp) und mir. Petra ist die Bienenkönigin der Monate Mai und Juni. Sie hat das Thema "Less is more" gewählt und sich minimalistische Blöcke in Weiß mit Akzenten in Schwarz, Dunkel- und Mittelblau gewünscht. Dies ist mein Block - ich hoffe, er gefällt dir, Petra.

Freitag, 23. Juni 2023

Geschafft


Die unliebsamsten Aufgaben bei diesem Projekt waren eindeutig das Nähen der Rückseite für den Quilt und das Basting. Letzteres hätte ich ohne die Hilfe meiner Tochter nicht bewältigen können. Nach ein paar Projekten sind wir mittlerweile ein eingespieltes Team, wenn es ums Aufrollen, Sprüh-Kleben und Glattstreichen geht. Dieser Teil ist nun, zum Glück, geschafft.

Projektvorstellung | Zusätzliche Erläuterung | Dinge 1 | Dinge 2 | Dinge 3 | Dinge 4 | Dinge 5 | Dinge 6 | Übersicht über aller Dinge | Layout Vorbereitung | Quilt Top Zwischenstand

Dienstag, 20. Juni 2023

Alte Jacke, neuer Zweck


Spontan nähen bringt manchmal die besten Ergebnisse. Eine in St. Petersburg genähte Jacke aus Crêpe, die ich sehr mochte, aber so gut wie nie getragen habe, ist kurzentschlossen zu einer Umhängetasche umgearbeitet worden. Sie misst ca. 25 x 21 cm und ist 4 cm breit. Den Schnitt habe ich selbst erstellt. Als Träger verwende ich das schmale schwarze Lederband einer gekauften Tasche, das mit Karabinern an zwei D-Ringen befestigt wird. Die Klappe auf der Vorderseite wird mit einem Magnetverschluss geschlossen. Alles, was es brauchte, gab es in meinem Fundus. 
 

Weil der Crêpe nicht reichte, habe ich ihn mit einem Stück handgequiltetem Jersey/Double Gauze ergänzt, einem Überbleibsel vom Kürzen dieser Jacke. Alle Teile aus Crêpestoff sind mit Quiltvlies und Baumwollstoff unterlegt, damit sie mehr Volumen und Festigkeit bekommen. Braunes Paspelband in gerade ausreichender Länge war vorhanden. Zwei messingfarbene Kunstoff-Reißverschlüsse habe ich neulich für je $1 in einem Laden in Manhattan gefunden. Die Innenseite des Deckels besteht aus dunkelgrauem Softshell, einem Rest eines Anoraks, und das Taschenfutter aus Kona Cotton Pepper, einem Rest dieses Quiltprojekts.




Mir gefällt diese Tasche! Ich finde, sie sieht gar nicht nach Recycling und Zusammengestückelt aus - oder?

Donnerstag, 15. Juni 2023

Mit Hilfslinien, Dreisatz und Augenmaß



Mein aktuelles Projekt ist nun, endlich, Der Quilt mit Dingen, die uns Freude machen. Das Herumprobieren mit den Papier-Miniaturen hat zu der Idee geführt, die Objekte im Kreis anzuordnen. Als das Layout feststand, habe ich es in meinem Bildbearbeitungsprogramm nachgebaut und verkleinert ausgedruckt. Dann habe ich mir eine Viertelkreisschablone aus Papier in Orignalgröße hergestellt. Mit ein paar Hilfslinien, Dreisatzrechnungen und Augenmaß ließen sich die Positionen der Objekte recht gut übertragen.
 

Das Aneinandernähen der einzelnen Blöcke ging schneller, als ich gedacht hatte. Es kostete nur etwas Überwindung, in Eure schönen Nähwerke reinzuschneiden. Nachdem ein Viertel fertig war, nähte ich das nächste und zum Schluss alle vier Viertel aneinander. Jetzt warte ich auf Stoffnachschub, um den Kreis in der Mitte zuschneiden und einsetzen zu können. Das Piecing von Viertelkreisen wäre einfacher gewesen, aber warum einfach, wenn man es sich auch kompliziert machen kann?
 


Außen herum werde ich das Quilttop noch vergrößern, damit die Objekte nicht zu sehr am Rand hängen. Es wird vermutlich in jeder Richtung über zwei Meter messen. Deswegen kommt eigentlich nur Handquilting in Frage, denn meine kleine Nähmaschine kann solche Abmessungen nicht mehr gut bewältigen. Habt Ihr Vorschläge?

Montag, 12. Juni 2023

12 von 12 im Juni

Es ist Montag, der 12. Juni. Seit den verrückten Tagen letzte Woche, als die Luft hier aufgrund der Waldbrände in Kanada so rauchig und schadstoffbelastet war, dass man nicht rausgehen sollte, schaue ich morgens als Erstes nach dem Luftqualitätsindex. Er liegt heute bei "Mittel".
 
Frühstück: Ein hartgekochtes Ei von gestern, ein Käsebrot, Trauben und Sellerie.

Die meiste Zeit verbringe ich heute in meinem Arbeitszimmer. Vor den Sommerferien würde ich gern das Top des Quilts mit Dingen, die uns Freude machen, fertig bekommen. Gestern habe ich mir eine Riesenschablone fürs Layout gebastelt. Ich glaube, das klappt! Mehr zu diesem Projekt demnächst.

Am späten Vormittag mache ich ein kleines Workout. Dann arbeite ich weiter, bis fast die Hälfte des Quilttops fertig ist.

Zum Mittagessen gibt es eine Schüssel griechischen Joghurt mit Banane, Haferflocken und Knusperflakes. Später, beim Kaffee, spiele ich ein Sudoku in der New York Times App.

Ich nähe bis zum frühen Nachmittag weiter. Die Kinder kommen von der Schule nach Hause. Ich mache einen kleinen Spaziergang zum Supermarkt, um ein Brot zu kaufen. Es ist schwül-warm geworden.
 

Zu Fuß oder mit dem Fahrrad geht hier kaum einer einkaufen.

Die Auswahl ist beeindruckend - aber die Preise sind heftig.

Am frühen Abend bringe ich die Kinder zum Taekwondo-Training.

Auf dem Rückweg wird es immer düsterer. Heute soll es noch regnen.

Während die Kinder trainieren, bereite ich das Abendessen vor: Knuspriger Ofen-Tofu mit Sesam und Erdnusssauce, Reis und Gurkensalat.


Mittwoch, 7. Juni 2023

Der LeCrue Eyebrows Quilt - fertig

Der LeCrue Eyebrows Quilt ist fertig. LeCrue Eyebrows ist ein New Yorker Künstler aus Queens. Er gestaltet Murals und malt mit Acryl auf Canvas, in Mixed-Media-Technik auf Papier oder auf Kleidung. Seine schwarz-weißen Werke zeigen kleine Geschichten mit einfachen, plakativen Figuren und Formen, die teils absurd, immer aber poetisch und kraftvoll wirken und an Szenarien aus Träumen oder an moderne Höhlenzeichnungen erinnern. Viele Menschen fühlen sich unmittelbar davon angesprochen. 
 
Lange habe ich die Faszination für seine Kunst still in mir getragen. Eines Tages aber kam mir spontan eine Idee, und ehe ich mich versah, hatte ich LeCrue über Instagram eine Nachricht geschrieben, in der ich mich kurz vorstellte und fragte, ob ich eins seiner Werke in einen Quilt verwandeln dürfte. Ich konnte es kaum glauben und war überglücklich, als ich eine positive Antwort bekam. Das Motiv ist LeCrue Eyebrows' "Her Breath in Time", 121,9 × 144,8 cm, Acryl auf Canvas, aus dem Jahr 2022. 
 
Der Quilt misst 122 x 122 cm. Ich habe verschiedene Techniken benutzt: Maschinenpiecing, EPP und Handapplikation, je nachdem, welche Technik sich für einen bestimmten Ausschnitt eignete. Die Rückseite besteht aus weißen Baumwollstoff, als Zwischenlage habe ich ein Baumwollquiltvlies verwendet. Die weißen Flächen sind weiß gequiltet, teils mit der Maschine, teils von Hand mit Sashikogarn. Die schwarzen Flächen sind mit dünnem schwarzen Garn und kurzen sichtbaren Stichen handgequiltet.





Allen, die den Quilt sehen, sage ich als Erstes, dass das Motiv nicht von mir stammt, sondern von LeCrue Eyebrows. Es war mir wichtig, das auch auf dem Quilt festzuhalten. Was für ein wunderbares Projekt das war. Es hat mich inspiriert und beflügelt, und ich liebe das Ergebnis. Danke, LeCrue.
 
Für die Hilfe beim Fotografieren des Quilts (auf der 42th Street beim Haupteingang von Grand Central Station, vor dem Seagram Building sowie auf der Seagram Building Plaza mit Blick auf die Park Avenue bedanke ich mich herzlich bei T., K. und M.


Mittwoch, 31. Mai 2023

Me Made May - vorbei

Zum 7. Mal war ich auf Instagram beim Me Made May dabei. Zoe (So Zo... What Do You Know?) hat diese Aktion ins Leben gerufen. Es geht darum, einen Monat lang täglich selbstgemachte Kleidungsstücke zu tragen - und, wenn man möchte, auch täglich zu zeigen. Auch dieses Mal habe ich das durchgezogen, auch wenn die Lust dazu gegen Monatsende spürbar sinkt. Man sieht sich auf einem Foto anders, als wenn man in einen Spiegel guckt, und erkennt besser, ob ein bestimmtes Kleidungsstück zu einem passt oder ob irgendetwas am Schnitt, an der Farbe oder der Stoffqualität nicht gut für einen ist. Wie die meisten Näherinnen möchte ich nur noch Kleidung nähen, die ich auch tatsächlich trage. Die Me Made May Challenge ist gut, um den Blick dafür zu schärfen.

Meine drei Lieblingsoutfits. Links: Improv-Patchwork-Shorts aus Stoffresten (Ottobre Summer Safari 2/2017, geändert) und ein gekauftes weißes T-Shirts. Mitte: Patchwork-Jacke aus alten Hosen und Kona Cotton (Ottobre Scarab 5/2018, geändert), gekauftes schwarzes T-Shirt und gekaufte schwarze Hose. Rechts: Leichte Jacke mit Kimono-Ärmeln aus einem Rayon von Nerida Hansen (Ottobre Kimono Style 2/2015, geändert), ein gekauftes weißes Top und eine Hose aus dunkelblauem Denim (Ottobre Pencil Shape 5/2015). 
 
Lektion 1: Alle drei Outfits enthalten Rottöne, die bisher nicht so häufig in meiner Garderobe auftauchten. Ich werde verstärkt nach schönen Stoffen in Rot Ausschau halten. Lektion 2: Alle drei Outfits enthalten Patchwork (bzw. erinnern vom Muster an Patchwork). Eine Symbiose aus meiner Freude am Kleidungnähen und meiner Leidenschaft fürs Quilten. Lektion 3: Ich mag es, wild gemusterte Stücke mit schlichten Basics in Weiß, Dunkelblau oder Schwarz zu kombinieren. Das dürfen auch langlebige gekaufte Kleidungsstücke sein.


Mit diesen Outfits habe ich gehadert. Links: Wickelkleid aus Leinen/Viskose mit dunkelblau-weißem Print (Helena Wrap Dress von Just Patterns).  Mitte: Schwarzes T-Shirt (eigener Schnitt) und eine gekaufte schwarze Hose, die beim Waschen eingelaufen war und durch einen eingesetzten Patchwork-Streifen verbreitert und unten verlängert wurde. Rechts: Gekauftes weißes T-Shirt und Hose aus dunkelgrau-hellgelb gemustertem Wax Print (Ottobre Gardener 2/2021). 
 
Lektion 1: Wenn man sich in etwas nicht hundertprozentig wohl fühlt, trägt man es kaum. Beim Wickelkleid hatte ich von Anfang an ein Problem mit den wuchtigen Ärmeln. Ich werde sie verschmälern. Lektion 2: Man kann auch mehrmals ändern. Der Patchwork-Streifen gefällt mir, aber eng und kurz ist die Hose immer noch. Da muss ich nochmal ran. Lektion 3: Die richtigen Farben sind alles. Das Wickelkleid werde ich dunkelblau färben, weil das tropische Muster einfach nicht meins ist. Ich bin mir sicher, dass ich es uni mehr mögen werde. Dass mich die rechte Hose derart müde und blass aussehen lässt, hätte ich nicht gedacht, aber vielleicht nehme ich das in Kauf. Sie trägt sich sehr gemütlich.
 
Vielleicht greife ich demnächst tatsächlich öfter zu leuchtenden Farben? Dies war mein erster Me Made May, seit ich aufgehört habe, mir die Haare zu färben. Die ersten grauen Strähnen machen sich breit, und ich bin noch nicht hundert Prozent mit diesem neuen (älteren) Anblick im Reinen. Ich hoffe, das wird sich mit der Zeit ändern. Herzlichen Dank allen, die mir nette Kommentare geschrieben und Herzchen geschenkt haben! Und falls es jemanden interessiert: Hier sind die Collagen der vergangenene drei Me Made Mays...