Samstag, 12. September 2026

12 von 12 im September

Es ist Samstag, der 12. September. Dies ist ein besonderer Monat für mich. Zwischen zwei Jobs. Mit viel Zeit zum Reflektieren. Und vor allem mit meiner ersten großen Quiltausstellung. In ein paar Tagen reise ich zum Carrefour Européen du Patchwork nach Frankreich, wo 13 Quilts von mir zum Thema New York | Berlin zu sehen sein werden.

Der Junge war frühmorgens schon laufen, aber das Mädchen schläft am Wochenende immer lang. Der Mann nutzt die Zeit, um Schuhe zu putzen.
 
Um zehn frühstücken wir zusammen. Dann macht jeder seins, bis es für den Mann und mich Zeit ist, zum Tempelhofer Feld aufzubrechen. Dort findet heute das Festival der Riesendrachen statt, und wir haben uns dort mit Freunden verabredet.



Dass so viele Menschen kommen würden, hätte ich nicht gedacht. Es ist herrliches Spätsommerwetter und die Drachen sind schön anzusehen, aber auf dem Feld ist es sehr voll. Es dauert eine Weile, bis wir unsere Freunde im Gedränge gefunden haben. Wir beschließen, irgendwo anders einen Kaffee trinken zu gehen.  

Bis wir vom Tempelhofer Feld runter sind, dauert es. Auch in den Straßen der Umgebung sind massenweise Menschen unterwegs. Der Mann und ich laufen eine ganze Weile, bis wir eine ruhigere Ecke finden. Und haben dann noch Glück, dass in einem Café gerade ein Tisch für vier frei wird.
 
Wir unterhalten uns bei Cappuccino, Mango-Matcha und Cookies. Dann machen sich unsere Freunde mit ihren Fahrrädern auf den Heimweg. Der Mann und ich gehen zur nächsten Bushaltestelle, aber der Bus hat Verspätung. Wir überlegen kurz und laufen dann los. Bis zur nächsten großen Straße, zu einer anderen Bushaltestelle - aber statt zu warten, wollen wir dann doch lieber weiter laufen. 

Und als wir hier sind, passt einfach alles zu gut, um nicht weiterzulaufen.

Es war nicht geplant gewesen, dass wir heute an diesem Ort vorbei kommen, den ich erst dieses Frühjahr so richtig kennengelernt habe. Aber es ist schön, dass es so ist.

Wir laufen. Über diese Brücke, die Straße entlang, über die nächste Brücke, bis zur U-Bahnstation. Aber jetzt mit der U-Bahn fahren? Ich frage meinen Mann, ob er noch laufen kann. Und wir laufen einfach weiter, den ganzen Weg bis nach Hause. Insgesamt waren wir heute 10,2 km zu Fuß unterwegs.

Zu Hause sitzen das Mädchen und eine Freundin am Wohnzimmertisch und lernen Bio. Der Junge ist unterwegs. Ich bearbeite meine Bilder und schreibe diesen Post. Der Mann kümmert sich, wie oft am 12. des Monats, um das Abendessen. Nach unserem langen Marsch freue ich mich jetzt auf einen ruhigen Abend. Wie war Euer Tag?

Mittwoch, 9. September 2026

Mittwochs-Interview mit Michaela und Susanne


Heute ist nicht der 12. des Monats, aber das hat einen extra Blogpost verdient: Michaela vom Müllerin Art Studio und Susanne von Nahtlust haben zum Mittwochsinterview eingeladen, und nach einigem Zögern (ich stehe lieber hinter der Kamera als davor) habe ich zugesagt. Wir unterhalten uns unter Anderem über meinen Playlist 2020 Quilt und den gerahmten Mini aus silbernem Samt, der von Agnes Martins Gemälde "Friendship" inspiriert wurde.


Michaela kenne ich schon fast 15 Jahre, aus den guten alten Bloggerzeiten. Mit Tabea zusammen hat sie die Postkunst-Aktionen ins Leben gerufen, bei denen ich oft mitgemacht habe (z.B. hier oder hier oder hier), ich habe Muster für ihren Mustermittwoch beigesteiert, sie hat mir feinen Fischstoff geschickt, mich mit einem wunderschönen selbstgebundenen Büchlein überrascht und sich ein Rätsel für mein Freitags | Rebus ausgedacht. Nachdem wir so lange immer nur geschrieben haben, haben wir uns nun endlich einmal gesprochen!

Susanne ist mir vor allem durch die Stoffspielereien bekannt, und das auch schon seit vielen Jahren. Ich habe zum Beispiel bei ihren Themen Risse und Schlitze oder Heimat mitgemacht. Sie hat unter anderem einen übergroßen Nadelbrief zu meinem Stoffspielerei-Thema XXL beigesteuert. Apropos: Das ist auch etwas, wofür sie steht. Schaut euch ihre herrliche Sammlung selbstgemachter Nadelbriefe an!

Herzlichen Dank für das freundliche, angenehme Gespräch, Ihr Lieben, es hat mir Spaß gemacht. Hier geht es zu den Beiträgen von Michaela und Susanne und hier zum Interview.

Sonntag, 16. August 2026

12 von 12 im August

Mit ein paar Tagen Verspätung kommen hier meine 12 von 12 von Mittwoch, dem 12. August 2026. Wir sind gerade aus dem Urlaub in Holland (genauer gesagt: in Fryslân) zurückgekommen. 

Zum Frühstück gibt es Blaubeeren, Kaffee, Orangensaft und Gevulde Koeken. Der Junge hat sie uns gezeigt, und seitdem sind drei von uns Vieren ihnen verfallen.
 
Den Vormittag verbringen wir ganz gemütlich in der "Suvelfabryk", wo wir eine Ferienwohnung gemietet haben.

Am späten Vormittag gehen wir in den netten Aufenthaltsraum, wo die Männer Tischtennis und Dart spielen und das Mädchen auf dem Sofa sitzt und zeichnet.
 
Ich habe das Geschicklichkeitsspiel "Sjoelen" für mich entdeckt. Es macht mir viel Spaß. 

Um die Mittagszeit brechen wir zu einem kleinen Ausflug über Land auf. Ich mag es hier. 
 
An einer Brücke müssen die Autos kurz warten, bis das Schiff unter der Brücke durch ist.

Nach kurzer Fahrt sind wir in dem kleinen Städtchen Kollum angekommen, wo wir zu Mittag essen.

Danach die Frage: "Ijsje?" Oh ja. Das Mädchen bekommt nebenbei Besuch von einem Marienkäfer.

Den Nachmittag verbringen das Mädchen und ich mit Faulenzen und Lesen. Der Mann und der Junge machen einen Spaziergang und kaufen ein. Dann fahren wir zum Deich. Auf diese Idee sind heute Einige gekommen.

Die Meisten sind auf das Ereignis des Tages vorbereitet und wollen die heutige Sonnenfinsternis beobachten. Wir haben keine Schutzbrillen und schauen daher nicht in die Sonne. Das ist nicht schlimm - das Licht ist golden und die Stimmung ist schön. Wir sitzen auf unseren Decken und machen ein feines Picknick. 
 
Auch als wir zurück in der Ferienwohnung sind, ist das Licht noch magisch. Ein schöner Tag war das.
 
Mehr 12 von 12 gibt es wie immer bei Caro.
 

Montag, 13. Juli 2026

12 von 12 im Juli

Es ist Sonntag, der 12. Juli. Hier kommen meine 12 Bilder des Tages. Dieses Mal von einem besonderen und sehr geschätztem Ort: dem "Entenhaus" im Tecklenburger Land.

Zum dritten Mal bin ich dabei beim Nähwochenende mit den Mittwochs-Frauen. Mechthild hat eingeladen, und Ute, Constanze, Gabi, Heike und ich sind gerne gekommen.

Der Tag beginnt mit einem schönen Frühstück unterm Walnussbaum.

Dann wird gewerkelt. Gabi macht weiter, womit Ute angefangen hat: sie entwirren mir liebenswürdigerweise das Sashikogarn.

Heike stickt.

Mechthild probiert zum ersten Mal Sashiko aus. Dies wird eine Tasche für eine neue Jeanshose, die sie nähen möchte.

Ich bin momentan mit den Vorbereitungen für meine Ausstellung auf dem Carrefour Patchwork im September beschäftigt. Solch handgequiltetes Mini-Patchwork möchte ich dort zum Verkauf anbieten.

Um die Mittagszeit gibt es Reste von gestern: Gabi hat leckere Nudeln mit Gemüse gekocht.

Am Nachmittag werden Constanze und ich zum Bahnhof gebracht. Sie fährt zurück nach Berlin, ich fahre noch für ein paar Tage zu meinen Eltern in Ostwestfalen, wo auch mein Mann und die Kinder sind.

Dort angekommen, spiele ich ein paar Runden Patience mit meiner Tochter. Wir verlieren meist.

Ich drehe eine Runde durch den Garten.

Und danach noch eine Runde im Wäldchen mit dem mir mittlerweile über den Kopf gewachsenen Jungen - der sich aus irgendeinem Grund geweigert hat, Schuhe anzuziehen und barfuß geht...

Mehr Fotos des Tages findet Ihr wie immer bei Caro.

Freitag, 12. Juni 2026

12 von 12 im Juni

Es ist Freitag, der 12. Juni. Hier kommen meine 12 Bilder des Tages - auch, wenn heute nicht viel Fotogenes passiert ist. Morgens mache ich mich zur normalen Zeit auf den Weg zur Arbeit. Die kürzeren Freitage gibt es bei uns leider nicht mehr.
 
Für neun Uhr ist eine Besprechung mit einem Bauherren angesetzt. Ich notiere mir, welche Themen offen sind (es sind einige).
 
Es geht ohne Pause bis zum frühen Nachmittag. Zum Glück habe ich mir morgens beim Bäcker ein Brötchen gekauft. 
 
Etwas Büroarbeit, dann noch eine Besprechung, dieses Mal mit meinen Kollegen A. und C. Die bunten Post-Its müssen besprochen werden.
 
Dann mache ich mich auf den Heimweg. Alles ist grün, aber sonderlich sommerlich ist es nicht.
 
Der Aufzug in unserem Haus funktioniert schon seit Wochen nicht. Also heißt es: Treppen steigen.
 
Der Junge macht sich gerade auf den Weg zum Taekwondo. Nächste Woche ist die erste Prüfung im Berliner Studio (den braunen Gürtel hat er bekommen, als wir noch in New York lebten).
 
Ein bisschen die Füße hochlegen und New York Times Spelling Bee spielen, das tut gut.
 
Dann gibt es Hausarbeit zu tun: die Spülmaschine muss ausgeräumt und eine Waschmaschine angemacht werden.
 
Zum Abendessen gibt es Chili con carne von gestern. Dann trudeln nach und nach die Anderen ein: Das Mädchen und ihre mallorquinische Freundin, die gerade bei uns zu Besuch ist. Der Junge vom Training. Fehlt nur noch der Mann, der nach der Arbeit bei seinen Eltern vorbeigeschaut hat.
 
Ich bearbeite meine Fotos, während die Jugend isst, quatscht, singt, scrollt und Taekwondo-Übungen macht.
 

Es fängt an zu regnen und wird allmählich dunkel. Endlich Wochenende... 
 
Mehr Fotos des Tages findet Ihr wie immer bei Caro