Donnerstag, 26. März 2020

Und noch mehr Lieder

Neue Blöcke für mein Projekt Playlist 2020 Quilt. Von oben links nach rechts unten:

"Bullet The Blue Sky" von U2 | "New Moon" von Almunia | "Under The Bridge" von Red Hot Chili Peppers | "Hedonism - Just Because You Feel Good" von Skunk Anansie | "Ex-Factor" von Lauryn Hill | "Always Remember Us This Way" von Lady Gaga | "Mr. Jones" von Counting Crows | "Eternal Flame" von The Bangles | "Princess Crocodile" von Gry, FM Einheit

Es ist gar nicht so einfach, mit den zugeschnittenen Stoffstücken aus den Charm Packs zu arbeiten. Sie messen ca. 12,5x12,5 cm und meine fertigen Blöcke 10x10 cm (zzgl. Nahtzugaben). Jeder kleine Schnipsel wird aufgehoben, um womöglich im nächsten Block benutzt werden zu können. Ständig mache ich Fehler - ich schneide Spitzen ab, nähe Teile falsch zusammen, muss auftrennen, verkalkuliere mich beim Zuschnitt. Kein Wunder in dieser momentanen Situation, in der man einfach verrückt werden könnte, oder? Nichtsdestotrotz ist es schön, sich mit diesem Projekt zu beschäftigen. Musik zu hören. Etwas Kleines, Überschaubares zu machen. Spotify, CDs, alte Mixtapes zu durchstöbern auf der Suche nach weiteren Liedern...

Dienstag, 24. März 2020

Noch mehr Lieder

Neue Blöcke für mein Projekt Playlist 2020 Quilt. Von oben links nach rechts unten:

"Be.Angeled" von Jam & Spoon (Liedzeile: "Love is just a kiss away") | "Back To Black" von Amy Winehouse | "Une Belle Histoire" von Michel Fugain & Le Big Bazar | "Turn Off The Light" von Nelly Furtado | "Weather With You" von Crowded House | "White Trash Beautiful" von Everlast | "Pipeline" von The Alan Parsons Project | "Mia Cara" von Freak n' Traveller | "(I've Had) The Time Of My Life" von Bill Medley, Jennifer Warnes

Montag, 23. März 2020

Ein Zeichen

Wir betreiben Social Distancing. Vor 11 Tagen habe ich das letzte Mal andere Leute getroffen. Seit 10 Tagen werden die Kinder zu Hause unterrichtet. Seit 6 Tagen arbeitet mein Mann von zu Hause, Die meiste Zeit sind wir in der Wohnung. Einmal am Tag gehen wir nach draußen, um uns draußen an der frischen Luft die Beine zu vertreten. Wer weiß, wie lange das noch möglich sein wird. Dabei machen wir einen großen Bogen um alle, die uns begegnen. Leider gibt es immer noch viele Menschen, bei denen keine Vorsicht erkennbar ist, die eng zusammenstehen und plaudern, die einem auf der Straße nicht genug Raum lassen, die selbst Fremden viel zu nah kommen.

Die Masken, die ich uns heute nach dem Tutorial von Kerry Goulder genäht haben, schützen uns nicht vor dem Virus, das wissen wir. Da hilft nur mindestens anderthalb, besser zwei Meter Abstand halten, außerhalb der Wohnung möglichst nichts anfassen, viel und gründlich Hände waschen, nicht das Gesicht berühren. Aber vielleicht setzen wir mit den Masken ein Zeichen. Die Pandemie ist Wirklichkeit. Sie wird auch hier ein enormes Problem werden. Und wir müssen alle zusammen die Regeln einhalten, damit es nicht noch viel schlimmer wird.

Freitag, 20. März 2020

Schräge Mischung

14 Blöcke für mein neues Projekt Playlist 2020 Quilt sind fertig, zwei weitere in Arbeit. Von oben links nach rechts unten:

"China In Your Hand" von T'Pau | "Grand Le Ciel" von Art Mengo | "River" von Marcus Gad, Tamal | "Circle" von Be Svendsen | "Wish You Were Here" von Pink Floyd | "La Mer" von Charles Trenet | "Solsbury Hill" von Peter Gabriel | "Connected" von Stereo MC's | "One" von U2 | "Unfinished Sympathy" von Massive Attack | "Night Calls" von Joe Cocker | "Tabula Rasa" von Mellowbag & Freundeskreis | "Goodbye Yellow Brick Road" von Elton John | "Darjeeling Train" von Dole & KOM | "Weather With You" von Crowded House | U-Turn (Lili) von AaRON

Es ist übrigens nicht so, dass ich die Songs alle in einer einzigen Playlist habe und so wild zusammen gemixt hören würde. Das wäre schon eine schräge Mischung. Aber jeder Song bedeutet mir etwas. Der eine mehr, der andere weniger. Der eine gehört zum Soundtrack meiner Jugend, den anderen habe ich erst vor kurzem entdeckt. Vielleicht findet ja die Eine oder Andere von Euch einen Song, der ihr auch gefällt...?

Die Farbpalette wird mir beim Nähen immer klarer - Grundlage sind die zwei Kona Cotton Charm Packs, die ich mir vor kurzem geleistet habe. Jeder Block ist 10x10 cm groß. Die Motive stelle ich kontrastarm in einer zum Hintergrund passenden Farbe dar (eine Ausnahme ist der "Wish You Were Here" Block, der auch nicht den Titel des Songs, sondern eine Zeile daraus darstellt: "We're just two lost souls, swimming in a fish bowl, year after year"). Ich arbeite viel mit Needle Turn Applique. Das ist momentan das, was am besten geht, während ich mich nebenbei mehr oder weniger ständig mit den Kindern beschäftige, die wegen der Corona-Krise zu Hause Unterricht haben. Habt ein schönes Wochenende und bleibt gesund!

Dienstag, 17. März 2020

Lieder in allen möglichen Farben

Yulya @fabric__creation überlegt, einen #andratuttobene Rainbowquilt, zu nähen, inspiriert von Anzhelika @anjelika_loskut,  und ich, inspiriert von Yulya, möchte ein neues Projekt beginnen, das zwar nicht in allen Farben des Regenbogens, aber nichtsdestotrotz bunt und optimistisch ist: den #playlist2020quilt. Jeder Block soll eins meiner Lieblingslieder zeigen: „Wish You Were Here“ by Pink Floyd, „Grand Le Ciel“ by Art Mengo, „Darjeeling Train“ by Dole & Kom, „River“ by Marcus Gad, Tamal, „Solsbury Hill“ by Peter Gabriel, „Mia Cara“ by Freak n’ Traveller, „Mad About You“ by Sting, „White Trash Beautiful“ by Everlast... und viele mehr. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, wie ich das umsetze!

Montag, 16. März 2020

Die drei letzten

Dies sind die drei letzten Blöcke für unsere russische Improv Bee. Damit habe ich für jede der 10 Frauen, die mir einen Block für den Leaving Marks Quilt genäht haben, auch einen Block zu ihrem jeweiligen Thema genäht. Jetzt werde ich mich - zumindest für den Rest des Jahres - aus dem Projekt zurückziehen. Es war eine wunderbare Erfahrung, und ich werde immer gerne daran zurückdenken.

November-Block:
Königin: Nelli. Thema: Tanz ("Versucht, im Block die Silhouette einer Dame dazustellen, die einen Paartanz tanzt, mit Schwerpunkt auf dem Rock, der bis auf den Boden reicht. Achtet darauf, die Bewegung des fließenden Stoffes eines Ballkleides oder Sari zu zeigen. Emotionen: Freiheit, Leichtigkeit, Bewegung"). Farben: Hintergrund schwarz, ansonsten für jede Teilnehmerin unterschiedlich (z.B. rosenrot, lotusblau, die Farben von Pfauenfedern, Regenbogenfarben usw.), für mich: weiß. Methode: frei. Größe: 30-35 cm.

Dezember-Block:
Königin: Valerija. Thema: Konstruktivismus. Suprematismus. Bauhaus ("Diese wunderbaren Kunsttrends des frühen 20. Jahrhunderts sind heute lebendiger als alle Lebewesen, und ich schlage vor, sie in den Dezember-Patchworkblöcke zu interpretieren"). Farben: Nach den Anweisungen und dem Beispiel von Kandinsky, Malevich, Lissitzky und anderen: Weiß (Hintergrundfarbe), schwarz, rot, blau, gelb. Formen: Linie, Kreis, Quadrat, Rechteck (Wenn man wirklich will: ein Dreieck). Methode: frei, Applikationen nicht offenkantig, optional: Verwendung eines Lineals. Größe: 15-40 cm, rechteckig oder quadratisch. 

Januar-Block:
Königin: Anjelika. Thema: Kreise auf Gelb ("Da wir immer noch Urlaub und Spaß haben, möchte ich ein einfaches Thema vorgeben"). Farben: Hintergrund gelb, ggf. mit unauffälligem Muster, Kreise weiß und schwarz, Größe und Anzahl nach Wunsch. Methode: Applikationen nicht offenkantig, nur mit der Maschine genäht. Größe: 35-40 cm.

Die anderen Blöcke, die ich für diese Bee genäht habe, findet Ihr hier, hier und hier.

Donnerstag, 12. März 2020

12 von 12 im März

Es ist Donnerstag, der 12. März, und das bedeutet, dass es hier auf dem Blog wieder 12 Bilder des Tages gibt. Als der Mann und die Kinder aus dem Haus sind, gibt es für mich Kaffee und Müsli mit Birne zum Frühstück, und nebenbei lese ich, wie immer in letzter Zeit, die Nachrichten.

Dann gehe ich ins Arbeitszimmer und beginne ein neues Projekt: einen Quilt für den Jungen, den er auch als Tagesdecke für sein Bett nutzen können soll. Dafür zerschneide ich einen Satz in die Jahre gekommene braungestreifte Bettwäsche, die schon etwas zerschlissen ist.


Um zehn Uhr treffe ich zwei andere deutsche Frauen zum Laufen im Park. Es ist das erste Mal seit langem, dass ich wieder Sport mache. Die letzte Woche habe ich angeschlagen mit einem krankem Kind zu Hause verbracht. Obwohl es nieselt und ein kalter Wind weht, fühlt es sich gut an.


Wir haben den Park fast für uns allein. Beim Laufen unterhalten wir uns - wie vermutlich sehr viele Menschen überall auf der Welt gerade auch - über das Coronavirus und seine Folgen. In Russland gibt es momentan 28 dokumentierte Fälle, davon zwei hier in der Stadt.


Die Landesgrenze zu China ist geschlossen worden. Wer aus einem Risikoland wie Deutschland nach Moskau fliegt, muss sich in 14-tägige Selbstquarantäne begeben. In Moskau sind Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern verboten worden. Das Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg wurde abgesagt. Bestimmte Flüge wurden ausgesetzt. Aber sonst scheint das Virus hier in St. Petersburg noch nicht so richtig angekommen zu sein. Dabei wird hier genausoviel international gereist wie in anderen Großstädten. Können die Zahlen stimmen? Wie wird es weitergehen?


Nach dem Laufen gehe ich nach Hause, dusche und treffe mich dann mit meinem Mann beim Belgier um die Ecke zum Mittagessen. Wir waren eine Weile nicht mehr zu zweit aus. Das Laufen im Nieselregen hat mir Appetit gemacht. Ich bestelle Pfeffersteak und Pommes frites, es schmeckt köstlich.


Unser Gespräch kommt immer wieder auf das Coronavirus zurück. Die Vorstellung, ernster krank zu werden, ist noch beklemmender, wenn man im Ausland lebt. Das Gesundheitssystem hier ist nicht berühmt, und ich gehöre zur Gruppe der Personen mit erhöhtem Risiko.

Aber zu viel darüber nachzudenken bringt nichts. Der Mann geht wieder zur Arbeit, ich gehe nach Hause. Draußen wird der Himmel immer trüber. Es nieselt wieder. Ich schneide die restlichen Streifen für den Quilt zu. Mit den Händen zu arbeiten beruhigt mich. Ich mag das.

Als die Kinder zu Hause sind, liest das Mädchen auf ihrem Bett in alten Girlie-Zeitschriften. Der Junge schnappt sich ein Smoothie-Eis und einen Asterix-Comic und macht es sich an seinem Lieblingsort, auf dem Teppich neben dem Wohnzimmertisch, gemütlich.



Mein Mann hat heute bei einem Arbeitstreffen einen Strauß Cake-Pop-Tulpen geschenkt bekommen. Jetzt werden die ersten davon verspeist. Danach geht erst das eine Kind und dann das andere in die Badewanne. Ganz allmählich wird es dunkel. Jetzt fehlt nur noch der Mann, der noch einkaufen gefahren ist.



Zum Abendessen gibt es Knäckebrot, Tomaten mit Mozzarella und Sellerie mit Frischkäse. So dargeboten verschwinden die Selleriesticks schneller, als man "Esst noch Gemüse, Kinder" sagen kann. Nach dem Essen gucken wir die zweite Hälfte des Films, den wir gestern angefangen haben: "Big" aus dem Jahr 1988.

So verläuft unser Abend, ganz gemütlich. Und bei euch? Herzliche Grüße aus St. Petersburg, bleibt gesund! 

Mehr 12 von 12 gibt es wieder bei Caro.

12 von 12 im März 2019
12 von 12 im März 2018
12 von 12 im März 2017
12 von 12 im März 2016
12 von 12 im März 2015
12 von 12 im März 2014
12 von 12 im März 2013
12 von 12 im März 2012