Sonntag, 26. Januar 2020

Stoffspielereien: Textiler Schmuck

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken gesammelt - auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch. Das Thema der Stoffspielereien im Januar lautet "Textiler Schmuck", und auf dem Blog Siebensachen zum Selbermachen werden alle Beiträge gesammelt.

Für meinen Beitrag benötigte ich einen Kunststoffring (Teil eines Mini-Stickrahmens), einen silbernen D-Ring, ein Stück Leinen und Stickgarn in verschiedenen Farben. Aus dem Leinen wurde ein Kreis, etwas größer als der Kunststoffring, ausgeschnitten, versäubert und dann mit Hilfe eines Einreihfadens um den Ring gespannt.

French Knots zum Zweiten - nach dem Anfang der Woche gezeigten bestickten T-Shirt. Dieses Mal benutzte ich helle Blautöne, leuchtendes Rot, Flieder- und Lilatöne, Orange, Rosa, Pink und Apfelgrün. Die Technik macht mir wirklich Spaß. Absolut gleichmäßig sind die Knötchen nicht, aber das stört keinen großen Geist.


Allmählich füllte sich der runde Leinenhintergrund mit French Knots, außen dicht nebeneinander gesetzt, innen loser. Durch die Stiche wurde der Leinenstoff noch enger um den Kunststoffring gezogen, so dass er zum Schluss perfekt anlag. Dass sich der Ring nun erkennbar abzeichnet, gefällt mir besonders.


Auf der Rückseite habe ich den D-Ring befestigt und ein paar Stiche kreuz und quer gespannt, die verhindern sollen, dass lose Fäden über den Rand ragen. Im Nachhinein denke ich, dass man das schöner machen müsste - ab und zu dreht sich der Anhänger beim Tragen. Und eine lange silberne Kette bräuchte ich noch...

Die Themen der Stoffspielereien 2020 lauten:
26.01.2020: “Textiler Schmuck” bei Siebensachen
23.02.2020: „XXL” bei bimbambuki
29.03.2020: “Draht und Stoff“ bei Nahtlust
26.04.2020: “Visible Mending“ bei 123-Nadelei
31.05.2020: „Blumen“ bei Petersilie & Co
28.06.2020: „Monogramme“ bei made with Blümchen 
27.09.2020: “Texturen aus der Natur“ bei Schnitt für Schnitt 
25.10.2020: „Textile Behältnisse“ bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020:  [Thema noch offen] bei Nähzimmerplaudereien

Mittwoch, 22. Januar 2020

Zwischen Kobalt, Lapislazuli und Frühlingshimmel

Dieses Blau leuchtet. Es macht gute Laune. Es erinnert mich an ein wunderhübsches Kleid, das ich vor fünf Jahren für meine Tochter genäht habe. Aber welches Blau ist es? Kobalt, Lapislazuli oder doch Himmelblau? Keine Ahnung. Der Sweatshirtstoff trägt sich auf jeden Fall sehr angenehm, und damit fällt das Kleid in die Kategorie "Secret Pajamas". Der Schnitt ist, zum wiederholten Mal, das Balloon Puff Sleeve Raglan Dress von Tamanegi-kobo.

Montag, 20. Januar 2020

Französische Knoten

Dieses T-Shirt (nach einem Ottobre-Schnitt) habe ich mir letztes Jahr als Basic-Teil genäht, aber als es fertig war, fand ich es ziemlich langweilig. Deshalb wurde es kurzerhand bestickt. Dafür habe ich mit Hilfe einer Schüssel einen Kreis auf die Vorderseite gezeichnet, Stickvlies unterlegt und außerhalb der Kreislinie mit fünf Farben Stickgarn jede Menge French Knots gestickt. Das geht sogar ohne Stickrahmen. Klingt aufwendiger, als es ist - nach einer gemütlichen Zugfahrt von Herford nach Berlin war ich beinahe fertig...


Donnerstag, 16. Januar 2020

BB-8 unterm Weihnachtsbaum

Star Wars ist immer noch das Größte für ihn. Ein Weihnachtsgeschenk für meinen 9-jährigen Jungen war deshalb dieses T-Shirt nach dem Schnitt Linear aus der Ottobre 4/2013 in Größe 146 aus hell- und dunkelgrauem Jersey und dunkelgrauem Bündchenstoff mit Droiden-Applikation aus verschiedenfarbigen Baumwollstoffen. 

Mehr Star Wars Sachen gab es schon hier, hier, hier und hier.

Sonntag, 12. Januar 2020

12 von 12 im Januar

Ein glückliches und gesundes Jahr 2020 Euch allen und willkommen zurück! Drei Wochen lang war ich unterwegs. Schön war es und auch anstrengend, weil so viel passiert ist. Weihnachten bei der Familie in Ostwestfalen, Silvester bei guten Freunden in Berlin, Besuch bei meinem Bruder und seiner Freundin, Brunch in Kreuzberg, Kürbissuppe in Köpenick, Bier in Friedrichshain, Roularden in Pankow, Tapas in Krefeld, Zugfahrten, Spaziergänge, Stoffkäufe, Star Wars in 3D, ein wunderbarer Tangoabend mit Susanne und Ellen, ein Nachmittag mit alten Kita-Freunden der Kinder, ... aber seit gestern sind wir zurück, und weil Sonntag der 12. Januar ist, gibt es hier wie immer 12 Bilder des Tages.

Um neun Uhr ist es in St. Petersburg noch düster. Was gibt es nach einer langen Reise Schöneres, als es sich - ganz faul - mit einem Quilt und einem Buch gemütlich zu machen?


Der Junge liest ihn auf deutsch, ich auf englisch: den letzten Harry-Potter-Band. Es ist einige Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe, ich kann mich nicht mehr richtig an alles erinnern.


Frühstückshunger haben die Kinder und ich nicht, deshalb gibt es nur einen Bananenmilchshake. Danach helfen sie mir, den Weihnachtsschmuck abzunehmen und zu verstauen.


Der Mann leiht sich eine Nadel und Garn und stopft seine löchrigen Socken. Ganz professionell mit Glühbirne im Strumpf und Taschenlampe auf der Stirn. Ich finde es großartig.

Auch ich erledige einiges an Hausarbeit: Es gibt eine Menge Wäsche zu waschen und trocknen und legen. Allmählich schrumpft der Berg.




Zum Mittagessen gibt es Nudeln mit Tomaten-Erbsen-Soße und geriebenem Käse. Es schmeckt lecker. Wir haben uns wie immer einige Stücke Käse aus Deutschland mitgebracht.


Nach dem Essen drehen wir draußen eine Runde. Es regnet. Als ich den gelben Schirm entdecke, kann ich nicht anders, als ihn zu fotografieren. Erinnert sich noch jemand? 


Meine Tochter und ich spazieren zusammen und unterhalten uns nebenbei über einen ausstehenden Theaterbesuch und Alexa Chung und das Projekt 12 von 12 und rosafarbene Knallerbsen.


Dann schwindet das bißchen Tageslicht auch schon wieder. Das Mädchen guckt eine Folge ihrer neuen Lieblingsserie, der Junge und der Mann spielen, ich verziehe mich ins Arbeitszimmer.


Ich pause den Schnitt für einen Jumpsuit ab, "Fall Colors" aus der aktuellen Ottobre. Es sind eine Menge Schnittteile - aber nach dreiwöchiger Pause macht auch das Spaß.


Am frühen Abend gehen wir alle zusammen in die Sauna, dann gibt es Abendbrot, und danach machen wir es uns gemütlich, bevor Schule und Arbeit wieder losgehen. Und wie war Euer Tag? 

Mehr 12 von 12 gibt es wieder bei Caro.

12 von 12 im Januar 2019

Freitag, 20. Dezember 2019

Zurückgeblickt

Das Jahr 2019 ist bald um, und wie immer gibt es hier einen Rückblick auf das, was in den letzten 12 Monaten auf bimbambuki passiert ist. Patchwork war wieder ein großes Thema. Fünf Quilts sind entstanden: der Postkartenquilt, der My Name Quilt, der Ausflug zum Park Quilt, der Diamond Quilt und der Leaving Marks Quilt. Letzterer war ein gemeinschaftliches Charity-Projekt von 12 Frauen aus Russland, Argentinien, China, Italien, Dänemark, Peru, den Niederlanden, England und Deutschland.

Besonders schön näht es sich halt in Gesellschaft. Die Motive des Postkartenquilts stammen von 22 Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die russische Improv Quilting Bee #russianimprov, die mich so nett aufgenommen hat, ging dieses Jahr in die zweite Runde. Der in gemeinschaftlicher Arbeit entstandene Leaving Marks Quilt wurde gemeinsam mit meinen schon 2018 entstandenen Quilts Super Blue Blood Moon und Piter Map für die QuiltCon2020 ausgewählt - ich freue mich riesig!


Neben Quilts gab es auch wieder selbstgemachte Kleidung sehen. Meine Lieblingsstücke des Jahres sind der Cordlatzrock, das Rautenkleid und der schwarze Jumpsuit. Entstanden sind vor allem Basics wie das weiße Peplum-Top oder die schwarze Jacke, aber auch auffälligere Sachen wie der Schwanenpulli oder das kornblumenblaue Sommerkleid. Beim Me Made May (meinem dritten) wurde das tägliche Outfit in Bildern dokumentiert - für mich eine gute Methode, um zu beurteilen, ob mir etwas steht.

Was ich gern genäht habe, sind Taschen: die Tasche 2.0 für den Mann, ein Turnbeutel mit Star Wars Zitat, eine schwarze Jeans Tote Bag, eine aus dunkelbraunem Kunstleder und eine zum Umhängen. Meine Kinder tragen nach wie vor gern bimbambuki-Kleidung - sowohl der Junge (z.B. seine T-Shirts oder die Bulli-Jacke), als auch das Mädchen (z.B. die Frühlingsjacke, das Expecto Patronum T-Shirt oder das Holzfällerhemd). Gefreut haben sie sich auch über die neuen Kissen fürs Kinderzimmer.

Spaß macht es mir nach wie vor, unterschiedliche Techniken auszuprobieren. Aus mit weißer Stoffmalfarbe betupftem Jersey wurde ein T-Shirt, löchrige Jeans wurden mit der Boro-Technik geflickt, und aus Stoffresten, Tüll und Zickzackstichen entstand ein buntes Stoffpaneel, das zu einem Oberteil weiterverarbeitet wurde. Mit Hilfe von Freezer Papier wurde ein Kissen mit krummen Kringeln oder ein T-Shirt mit einem Logo bedruckt. Ich habe gemalt, appliziert und schabloniert.

Bei den Stoffspielereien habe ich dieses Jahr oft und mit großem Vergnügen teilgenommen. Besonders mag ich das Heimat-Tattoo und die mit der Kombinationsschrift gedruckten Worte. Im Februar darf ich das Thema für die Stoffspielerei vorgeben - ich hoffe, es gefällt euch und ihr macht mit! Unter dem Label 12 von 12 gab es dieses Jahr zum achten Mal an fast jedem 12. des Monats 12 Bilder des Tages. Diese liebgewonnene Tradition möchte ich ebenfalls im neuen Jahr fortführen. 

Mein Fazit: 2019 war ein nicht immer einfaches, teils frustrierendes und anstrengendes, letztlich aber auch gutes Jahr. Euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, möchte ich herzlich für Eure netten Kommentare, E-Mails und Briefe danken. Habt schöne entspannte Festtage mit Euren Lieben und rutscht gesund und munter ins Neue Jahr. Vielleicht gibt es zwischendurch etwas auf Instagram zu lesen, aber hier auf dem Blog geht es erst im Januar weiter. Macht es gut!

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Große Steine

Ein weiterer Marimekko-Stoff, ein Canvas mit dem malerischen Namen Isot Kivet (Große Steine), im Sommer beim Kangasmyynti (Stoffverkauf) in Helsinki erstanden, hat es auf ein Oberteil geschafft, obwohl er eigentlich viel zu fest für Kleidung ist. Der Schnitt heißt Kimono Top und stammt aus der Ottobre 6/2016. Genäht habe ich es gestern Abend, ganz spontan. Ein passender Jersey war nicht zur Hand. Deshalb besteht die Vorderseite aus blaugrauem und die Rückseite aus blauschwarzem Bündchenstoff, und der ist auch noch quer zur Faser zugeschnitten, weil es sonst nicht gereicht hätte. Ob das Top irgendwann ausleiert, bleibt abzuwarten. Erst einmal freue ich mich, den schönen Print zu tragen.