Montag, 21. Januar 2019

Postkartenquilt - Zwischenstand

Ein halbes Jahr lang lagen die genähten Postkarten für das Projekt Postkartenquilt im Schrank. Andere Projekte schoben sich dazwischen, der geplante Rückseitenstoff wurde für etwas anderes verwendet, neuer Stoff musste bestellt und nach St. Petersburg geliefert werden - und so weiter. Jetzt aber ist endlich die Zeit gekommen, den Quilt fertigzustellen.

Um die einzelnen Blöcke auf das exakt gleiche Maß zu bringen, habe ich mir eine Schablone aus Karton hergestellt. Damit war das Zuschneiden ganz einfach. Ich arrangierte die Blöcke in vier Reihen à sechs Karten, mit jeweils acht Zentimeter breiten Zwischenstreifen aus dunkelgrauem Baumwollstoff mit weißem Handschriftdruck. Der neutrale Farbton bringt die anderen Farben schön zur Geltung, finde ich.

Das Nähen des Tops ging flott von der Hand, und ebenso zügig auch das Basting. Die Zwischenlage besteht aus Baumwollquiltvlies. Als Rückseitenstoff habe ich dunkelgrauen Fleece gewählt. Nachdem ich alle Postkarten entlang der Ränder mit der Maschine gequiltet habe, muss ich jetzt entscheiden, wie die Zwischenbereiche und die Postkarten selbst gequiltet werden. Vielleicht von Hand? Ich überlege noch...

Freitag, 18. Januar 2019

Mehr Hexies

Mein derzeitiges Nebenbei-Projekt: Die schwarz und weiß gemusterten Stoffstückchen, die ich von Euch per Post bekommen habe, verarbeite ich nach und nach zu Hexies. Liebe Tauschpartnerinnen, erkennt Ihr etwas wieder? Ich hoffe, meine Briefe sind mittlerweile auch alle bei Euch angekommen; wenn nicht, meldet Euch bitte.

Was aus dem Ganzen wird, erzähle ich Euch später - es braucht noch Zeit..

Dienstag, 15. Januar 2019

Ein Latzkleid (und Schnee und ziemlich lange Eiszapfen)

Mit Mitte Vierzig sollte man vermutlich keine Latzkleider mehr tragen, aber das Interessante an Mitte Vierzig ist, (zumindest kann ich das für mich sagen) dass es immer weniger wichtig wird, was man tragen soll und was nicht. Und das Schöne am Nähen ist ja, dass man nicht das tragen muss, was gerade als Mode verkauft wird, sondern das tragen kann, worauf man Lust hat.

Also ein Latzkleid. Aus schwarzem Breitcord. Als Schnitt hat Monstera Deliciosa aus der Ottobre 1/2017 gedient. Das ist eigentlich ein Kinderschnitt (meine Tochter hat auch so ein Kleid), aber ich habe einfach die 170 gewählt und nochmal um eine Größe vergrößert. Dazu trage ich ein selbstgenähtes dunkelgraues Shirt und einen Fleece-Loop. Die hellgraue Wollstrickjacke ist gekauft.

Das Nähen des Kleides hat einige Tage gedauert. Der Schnitt besteht immerhin aus 11 Teilen, die teilweise verstärkt oder geheftet werden müssen. Eigentlich sollen klassische Knopflöcher ins Oberteil gearbeitet werden, aber ich habe nach wie vor Respekt vor dem Knopflochnähen. Stattdessen habe ich Klettverschlüsse angebracht und die Knöpfe (selbstbezogen mit schwarz-weißem Pünktchenstoff) nur aufgenäht.

Das Nähen hat Spaß gemacht, noch mehr Spaß macht aber das Tragen. Ich wusste gar nicht, wie schrecklich gemütlich so ein Latzkleid ist. Nichts drückt, nichts engt ein. Ein Shirt und Leggings drunter, und man ist angezogen. Durch die gedeckte Farbe passen alle möglichen Oberteile dazu. Ein zweites Kleid nach diesem Schnitt ist schon in Arbeit...


Samstag, 12. Januar 2019

12 von 12 im Januar

Es ist Samstag, der 12. Januar 2019. Und wie in den letzten sieben Jahren gibt es heute am 12. die 12 Bilder des Tages. Heute scheint die Sonne, und wir haben zum ersten Mal seit langem einen wolkenlosen Himmel.

Nach dem Frühstück brechen wir auf. Raus aus St. Petersburg, den Tag genießen, ans Meer! Wir fahren auf die Autobahn Richtung Nordwesten. Bei Sonnenschein sieht alles gleich viel freundlicher aus.

Eigentlich hatten wir nach Солнечное fahren wollen, aber eine der Straßen dorthin war gesperrt und eine andere nicht geräumt und aufgrund der Schneemassen für unser nicht geländetaugliches Auto ungeeignet.

Stattdessen landen wir in Сестрорецк im парк Дубки (den Park der Eichen). Dort ist es herrlich winterlich und weitläufig. Die Leute gehen spazieren, fahren Ski oder ziehen ihre Kinder auf Schlitten hinter sich her.

An einem Stand kaufen wir eine Kleinigkeit zu essen. Blini mit Ingwermarmelade für das Mädchen und mich, einen Hot Dog (der hier French Dog heißt) für den Jungen. Der Mann probiert überall mal.

Die Ostsee ist zugefroren. Manche gehen auf dem Eis spazieren. Es ist wunderschön, am Ufer entlang zu wandern und das Gesicht in die Sonne zu halten. Es ist ein paar Grad unter Null, nicht zu kalt.

Die Kinder beschließen aus Quatsch, sich "ein Andenken" mitzunehmen. Sie schleppen ihre Schneeklumpen ein paar hundert Meter mit sich, lassen sie dann aber am Wegrand liegen.

Am frühen Nachmittag sind die Schatten schon wieder ganz schön lang. Wir kehren zum Ausgangspunkt zurück. Dieser Park war eine tolle Entdeckung; wir werden sicher bald zurückkommen.

Nach dem langen Spaziergang haben alle Hunger. Wir finden ein italienisches Restaurant in der Nähe und essen zu Mittag. Ich nehme Ravioli mit Spinat. Dazu gibt es Oblepicha Chai, Sanddorn-Tee mit Orange.

Bevor es zurück in die Stadt geht, kaufen wir in einem nahegelegenen Supermarkt ein. Brot, Salat, Mandarinen, Zitronen, Saft, Milch und so weiter. Dann geht es im Dämmerlicht nach Hause.



Zum Abendessen gibt es Brot, Salat und dazu Knoblauch-Garnelen mit Avocado - das appetitliche Bild auf der Knäckebrotpackung, die auf unserem Küchenregal steht und mich immer anguckt, hat mich dazu inspiriert.

Nach dem Essen werden Fotos bearbeitet und Zeitschriften und Comics gelesen, und nachdem das 500-Teile-Puzzle weggeräumt ist, wird vielleicht ein neues angefangen, mit 1000 Teilen, mal sehen, gerade puzzeln wir gern. Und wie war Euer Tag? Mehr 12 von 12 gibt es wieder bei Caro.

Mittwoch, 9. Januar 2019

Schokolade im Schnee

Liebe Leser und Leserinnen, ein gutes gesundes glückliches Jahr 2019 wünsche ich Euch allen! Ich melde mich zurück aus dem winterlich-weißen St. Petersburg mit meinem letzten Quilt des vergangenen Jahres, von dem ich bisher noch keine fertigen Fotos gezeigt habe. Er heißt "You're My Chocolate" (mehr dazu hier) und besteht aus Baumwollstoffen in Braun-, Blau- und Aquatönen.

Gequiltet habe ich auf meiner normalen Nähmaschine. Das Rautenraster habe ich vorab mit einem wasserlöslichen Stift aufgezeichnet, das funktionierte wunderbar. Die Rückseite besteht aus dunkelbraunem Fleece. Als Binding habe ich Kona Cotton im Farbton Wasabi verwendet - seit meinem Zou Bisou Bisou Quilt liebe ich diese Farbe und verwende sie immer wieder...


Freitag, 21. Dezember 2018

Zurückgeblickt

Das Jahr 2018 ist bald um, und wie immer gibt es hier einen Rückblick auf das, was in den letzten 12 Monaten auf bimbambuki passiert ist. Wie schon letztes Jahr war das Hauptthema Patchwork. Fünf Quilts sind entstanden: Der Super Blue Blood Moon Quilt, der Piter Map Quilt, der Hexie Quilt, der You're My Chocolate Quilt. Der 44 Steps Quilt war mein allererster Quilt, der auf einer Ausstellung zu sehen war. Es war ein großartiges Erlebnis, ihn hier in St. Petersburg neben vielen anderen Patchworkarbeiten der Quilters Guilde in einem öffentlichen Ausstellungsraum hängen zu sehen.

Im Frühling fanden lauter Patchworkfreundinnen zusammen, um sich gegenseitig genähte Postkarten zu schicken. Ein kunterbuntes Projekt, das fertigzustellen auf meiner To-Do-Liste 2019 steht. Auch mit der russischen Sewing Bee Импровизация ging es weiter - im September war ich Königin und durfte ein Thema vorgeben. (Übrigens: Der Micro in Macro Quilt von Tanya, für den ich diese zwei Blöcke genäht habe, wird auf der QuiltCon 2019 zu sehen sein!) Toll war auch das Petersburger Gemeinschafts-Projekt Hexie Quilt, bei dem mehr als 20 Frauen einen Quilt nähten, der zugunsten wohltätiger Organisationen versteigert wurde.

Zum zweiten Mal habe ich dieses Jahr am Me Made May teilgenommen. Neue Kleidung habe ich mir nicht viel genäht. Vielmehr habe ich meinen Kleiderschrank gesichtet, Unpassendes aussortiert und auch mal die Kleidungsstücke getragen, die sonst die meiste Zeit auf dem Bügel hängen. Einige nette Stücke sind trotzdem entstanden. Das aus einem abgelegten Männerhemd genähte, von Hand betupfte Blusenshirt mag ich sehr, wie auch die gemusterte Kimono- und die kanariengelbe Herbstjacke.

Für meine Familie habe ich auch ein wenig genäht - und geflickt. Meine Lieblingsstücke sind die auf Boro-Art reparierten Jeans für meinen Jungen, dessen Knie liebend gern Löcher in Hosen reißen, ein dunkelblaues Latzkleid für mein Mädchen (so eins nähe ich mir auch mal) und eine Umhängetasche für meinen Mann, der sich ab und zu beschwert, dass er so selten etwas von mir Genähtes bekommt. Unter den Labels für Mädchen und für Jungs sind die aktuellsten Kindersachen zu finden.

Gedruckt wurde dieses Jahr nur ausnahmsweise. Zum ersten Mal habe ich Cyanotypie ausprobiert. Sehr interessant und voller spannender Möglichkeiten! Mit Hilfe von Freezer Papier und Stoffmalfarbe habe ich ein Motiv auf ein T-Shirt für meinen Sohn gedruckt, Yedi-Meister Yoda. Diese Techniken machen so viel Spaß - hoffentlich finde ich im neuen Jahr mehr Zeit dafür. Und auch fürs Experimentieren mit Pailletten: Der gestickte Glitzermond ziert ein T-Shirt für meine Tochter, würde mir aber auch gefallen.

Unter dem Label 12 von 12 gab es dieses Jahr zum siebten Mal an fast jedem 12. des Monats 12 Bilder des Tages. Das ist mir eine liebe Tradition geworden, auf die ich mich Monat für Monat freue. Schön waren auch wieder die Post Kunst Werk Aktionen: Im Sommer wurden quadratische Collagen verschickt und jetzt im Advent Mark Making Postkarten. Auch gestickt habe ich ein wenig - ein Täschchen, ein Gesicht für die Stoffspielereien und meine eigenen Boro-Jeans.

Mein Fazit: 2018 war ein schönes Jahr mit lauter Projekten, die mich glücklich gemacht haben. Und mein Kopf ist voll neuer Ideen, ich weiß gar nicht, womit ich zuerst weitermachen soll. Euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, möchte ich herzlich für Eure vielen netten Kommentare, E-Mails, Briefe und Päckchen danken. Es ist schön, dass es Euch gibt. Habt fröhliche Festtage mit Euren Lieben und rutscht gesund und munter ins Neue Jahr! Hier auf dem Blog lesen wir uns erst wieder im Januar. Bis dann!

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Spuren in Schwarz und Weiß

Mark Making lautete das Thema der diesjährigen Adventspost vom Post Kunst Werk. Als Format war Din-Lang (210 x 105 mm) vorgegeben und als Farbe Schwarz und Weiß bzw. Zwischentöne. Diese Postkarten habe ich von den anderen Teilnehmerinnen der Gruppe 1 bekommen (auf Instagram zu finden unter #adventpost2018_gruppe1. Herzlichen Dank für Eure Post, Eure Karten sind wunderschön und Ihr habt mir damit viel Freude gemacht!

Eva vom Blog verfuchstundzugenäht @verfuchst.insta
Elke vom Blog federpinselschere
Sandra @spielsandra
Marjukka @zsarenn

Christiane @momi_machts
Uta @uta.creativa
Bhupali @bhupaligupte
Carmen @mein_wintergartenatelier

Kristina @machtkunstschoen
Charlotte @Charlotte.und.das.chaos
Katja vom Blog nozdesign @nozdesign
Jutta

Tabea @tabeaheinicker
Martina
Heike @buntewerkelei
Angelika vom Blog Gedankenklang @gedankenklang_angelika

Maren vom Blog Wüstenkinder
Maike vom Blog FrauGäbel @fraugaebel
Elvira vom Blog Atelier zum See
Bärbel @Snigelpapper

Luitgard
Ulrike @wamprechtulrike
Veronika vom Blog Kreativhäxli's kleine Welt @kreativhaexli
Andie @regnitzflimmern

Wie meine eigenen Postkarten entstanden sind, habe ich hier berichtet. Es war wieder einmal eine ausgesprochen schöne und inspirierende Adventszeit dank Eurer Aktion, Michaela und Tabea, herzlichen Dank dafür...