Samstag, 12. September 2020

12 von 12 im September

Heute ist Samstag, der 12. September. Meine 12 Bilder des Tages kommen schon wieder von einem neuen Ort: Am 12. August wohnten wir noch in einer Übergangswohnung in Manhattan, aber vor einer Woche sind wir endlich in unserem endgültigen Zuhause angekommen. Wir leben jetzt in einem kleinen Ort in Westchester County, nördlich von New York City, eine Dreiviertelstunde Zugfahrt vom Grand Central entfernt.

Unsere Möbel werden noch ein paar Wochen unterwegs sein. Die neuen Sitzsäcke werden deshalb erstmal nicht in den Kinderzimmern, sondern im Wohnzimmer gebraucht.

Darauf kann man aber auch wunderbar rumlümmeln. Mein aktuelles Projekt, noch lange nicht fertig, dient momentan je nach Bedarf als Kuschelquilt, Sitzkissen oder Schlafdecke.


Wochenendfrühstück!

Noch fühlt sich unser leeres Zuhause wie ein Ferienhaus an. Aber mit jedem Tag wird es wohnlicher. Wir haben paar Küchensachen gekauft, um kochen und essen zu können.

Unser Vermieter kommt vorbei, um ein paar Sachen zu erledigen. Dann läuft der Mann zur Post, und die Kinder und ich gehen raus aufs Deck und essen dort Joghurt mit Cerealien zu Mittag.

Um uns herum ist es ruhig und grün. Hier gibt es viele Eichhörnchen, und auch Hirsche sieht man ab und zu. Was für ein Kontrast zu New York City und St. Petersburg...

Das Mädchen puzzelt.

Dann baut sie mit mir die drei neuen Lampen zusammen, die heute geliefert worden sind. In den Schlafzimmern gibt es keine Deckenleuchten.

Am Nachmittag fahren wir mit einem Uber in einen Nachbarort, um eine Besorgung zu machen. Es ist wunderschön, sonnig und eher kühl, anders als die letzten Tage.


Der Mann - wie so oft am 12. des Monats - kocht das Abendessen.

Und wie war Euer Tag? Mehr 12 von 12 gibt es wie immer bei Caro.

12 von 12 im September 2019
12 von 12 im September 2018
12 von 12 im September 2017
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12 von 12 im September 2014
12 von 12 im September 2013
12 von 12 im September 2012

Mittwoch, 12. August 2020

12 von 12 im August

Es ist Mittwoch, der 12. August 2020, und deswegen gibt es hier wieder 12 Bilder des Tages. Dieses Mal kommen sie aus einer anderen Stadt und einem anderen Land - vor dreieinhalb Wochen sind wir von St. Petersburg nach New York gezogen!

Momentan leben wir in einer temporären Wohnung in Midtown Manhattan. Dort werden wir aber nicht auf Dauer bleiben. Wir sind auf der Suche nach einem Zuhause. Nach dem Frühstück brechen wir zu einer weiteren Besichtigungstour auf.

Zu Fuß durch die Stadt. Es ist heiß und schwül, und unter unseren Stoffmasken atmet es sich schwer. Wir tragen sie natürlich trotzdem - wie 90 oder 95 Prozent der New Yorker. Ich finde es toll, wie diszipliniert die Menschen hier sind.

Der Blick nach oben ist atemberaubend. Die ersten 14 Tage haben wir in Quarantäne verbracht und unsere Wohnung nicht verlassen. Erst danach konnten wir damit anfangen, die Stadt zu erkunden. Sie ist leer und ganz anders als früher, sagen die, die hier leben.

Wir laufen zu Fuß zum Grand Central Terminal. Das wurde laut Wikipedia im Jahr 1913 eingeweiht und ist der Bahnhof mit den meisten Gleisen weltweit. Ich mag die schöne Halle mit dem Sternenhimmel-Deckengemälde.

Wir nehmen von dort den Zug nach Norden, ins Westchester County.

Unterwegs spielen wir das Kartenspiel, das der Junge gestern gebastelt hat.

Am Bahnhof werden wir von unserer Maklerin abgeholt.

Nach der Besichtigungstour besprechen wir das weitere Vorgehen. Dann machen wir uns auf den Rückweg in die Stadt. Neben den Gleisen sieht man immer wieder umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste, Folgen des Tropensturms, der letzte Woche übers Land gefegt ist.

Von der Bronx geht es über den Harlem River zurück nach Manhattan.

Es regnet, als wir nach Hause laufen...


Wir kommen durchnässt nach Hause. Vorher holen wir uns aber noch ein Eis. Der Mann kocht ein leckeres Abendessen und ich bearbeite meine Fotos und klebe sie in Caros virtuelles Fotoalbum. Schön, dass Ihr vorbei gekommen seid! Wie war euer Tag?

Sonntag, 12. Juli 2020

12 von 12 im Juli

Es ist Sonntag, der 12. Juli, und deswegen gibt es hier wieder 12 Bilder des Tages. Es sind die letzten aus St. Petersburg, dieser schönen Stadt, die mir so ans Herz gewachsen ist.

Frühstück mit Schinken- und Käsebroten, Ei, Kaffee und Kirschen. Danach bricht der Mann auf, um einer Bekannten etwas vorbeizubringen.

Mein täglicher Lieblingszeitvertreib ist gerade die NYT Spelling Bee. Ich finde insgesamt 18 20 verschiedene Wörter, das ist doch gar nicht schlecht.

Die Koffer müssen noch gepackt werden. Beim Rauslegen der Kleidungsstücke denke ich: So viel Selbstgenähtes, schön! Die Kimonojacke aus Crêpe, die graue Hose, das Sommertop mit Blumen, das weißgemusterte und das mit French Knots bestickte T-Shirt, die gequiltete Weste und so weiter...

Ich nehme die Kinderzeichnungen ab, die fünf Jahre lang an unserem Badezimmerspiegel gehangen haben. Als wir nach St. Petersburg kamen, ging das Mädchen erst in die erste Klasse und der Junge noch in den Kindergarten.

Zum Mittagessen koche ich - wie bei den letzten 12 von 12 - Linsensuppe, dieses Mal mit Kartoffeln und Möhren und gelbem Curry, aber ohne Kokosmilch. Dazu gibt es äußerst leckeres кельтский хлеб, ein schwarzes Vollkornbrot, das wir vermissen werden.

Am frühen Nachmittag gibt es erstmal nichts weiter zu tun. Also beschäftige ich mich ein bisschen mit einer kleinen Strickerei. Linke Maschen stricken kann ich noch aus meiner Kindheit.

Der Mann und der Junge gehen Fahrrad fahren. Das Mädchen und ich machen einen Spaziergang. Der Taurische Garten ist wieder geöffnet und - auch wenn es auf dem Bild nicht so aussehen mag - voller Menschen.

Wir weichen den Massen aus und suchen uns die einsamsten Wege. Ich erinnere mich daran, wie ich vor vielen Jahren einmal den Jungen aus diesem See klauben musste, als der beim Angeln (mit Stock und Bindfaden) reingeplumpst war.

Beim Suppekochen habe ich nebenbei letzte Mehl-, Butter- und Zuckerreste verbacken. Die Zitronenmuffins gibt es nachmittags zum Kaffee.

Später am Nachmittag gehen wir ein letztes Mal in die Sauna. Der Junge ist als Erster mit dem Duschen fertig und kümmert sich um das Abendbrot. Salat machen kann er gut. 

Jetzt heißt es erst einmal tief Luft holen und die nächste Zeit überstehen. Ein Umzug von einem Land in ein anderes in Zeiten einer weltweiten Pandemie ist nicht gerade ein Picknick. Es wird zweifelsohne nervenaufreibend und stressig - aber hoffentlich auch spannend und schön. Drückt mir bitte die Daumen, dass alles gut über die Bühne geht. bimbambuki verabschiedet sich jetzt in eine lange Sommerpause. Vielleicht lasse ich zwischendurch mal auf Instagram von mir hören. Bleibt gesund und munter und habt einen schönen Sommer!

Mehr Bilder vom 12. gibt es wieder bei Caro.

Donnerstag, 9. Juli 2020

Sommerlich praktisch

Gabi vom Blog made with Blümchen näht praktische Sommertaschen und genau das tue ich gerade auch. Neben einer Tasche für Masken und zwei Gürteltaschen für Pass, Geld und Telefon ist noch eine für mein Notebook entstanden. Sie hat die Abmessungen 40x28x4 cm und passt gut - ohne viel Luft drumherum.

Der Reißverschluss war erst nur auf der Oberseite. Aber beim ersten Versuch, das Notebook hineinzustecken, merkte ich, dass das dumm war und nicht funktionierte. Ich musste die entsprechenden Nähte auftrennen und den Reißverschluss bis auf eine Seite hinabführen. Zum Glück war er lang genug.

Der feste Riesenblumenstoff (von Marimekko aus Finnland) ist mit Quiltvlies und Fleece verstärkt und mit einem freihändigen Raster gequiltet. So schützt die Tasche hoffentlich etwas gegen Stöße. Gefüttert ist sie mit taubenblauem Baumwollstoff. Netzteil und Maus passen allerdings nicht hinein. Ob die eine eigene Tasche brauchen...?

Mittwoch, 8. Juli 2020

Mit in den Koffer

Das Playlist-2020-Sandwich aus Top, Baumwollquiltvlies und Rückseite aus grauem Baumwoll-Fleece ist mit langen Stichen geheftet und fertig, um in den Koffer gepackt zu werden, damit ich unterwegs eine Handarbeit dabei habe. Ich möchte ein gleichmäßiges, möglichst zurückhaltendes Muster quilten, das die unterschiedlichen Motive und Farben zusammenbringt und zu einem Ganzen macht. Einfache Linien? Ein quadratisches Raster? Mini-Kreuze, wie beim Leaving Marks Quilt? Noch keine Ahnung.

Eine Übersicht aller genähten Songs findet Ihr hier, und alle Blogposts zu diesem Projekt unter dem Label Playlist 2020 Quilt.

Montag, 6. Juli 2020

Magisch

Auf Instagram gibt es ja den Hashtag #nähenistwiezaubernkönnen - und manchmal kommt es mir wirklich so vor, als hätten wir Näherinnen magische Kräfte. Auf der Großen Reise könnten der Junge und ich noch eine Gürteltasche benötigen? Expecto Gürteltasche! Den Schnitt entwerfen wir selbst, die Abmessungen legen wir nach unserem Gutdünken fest, das Aussehen und das Innenleben werden bis ins kleinste Detail bestimmt.

Die Tasche des Jungen besteht aus Jeansstoff mit einem gekauften Star-Wars-Aufnäher, meine aus fester Marimekko-Baumwolle. Beide sind ca. 29 cm breit, 15 cm hoch und 3 cm tief. Das Hauptfach wird mit einem Reißverschluss geschlossen. Die Tasche des Jungen hat hinten, meine vorne aufgesetzt eine weitere Reißverschlusstasche. Schmale Stücke Reflektorband sorgen dafür, dass man im Dunkeln gesehen wird.

Beide Taschen sind mit Baumwollstoffen gefüttert. Innen gibt es weitere, teilweise mit KamSnaps zu verschließende Unterteilungen. Das graue Gurtband ist 25 mm breit. Um die Hüfte geschlossen werden die Taschen mit Steckschnallen aus Kunststoff. So, fertig. "Magic!" wie meine Tochter gerade ziemlich oft zu sagen pflegt. Was zaubere ich als Nächstes...?

Freitag, 3. Juli 2020

Blaue Tropfen, orangefarbene Knötchen

Zwei Ausschnitte eines Miniquilts zu einem besonderen Thema. Blaue Tropfen. Orangefarbene Knötchen. Mehr dazu in ein paar Wochen. Habt ein schönes Wochenende!


Mittwoch, 1. Juli 2020

Zur Erinnerung

Wir sind dabei, Abschied zu nehmen. Das hier ist ein kleines Geschenk für die beste Freundin des Mädchens. Den Marimekko-Stoff haben wir letzten Sommer in Helsinki gekauft (nein, ich werde von denen nicht gesponsert, ich mag die Prints einfach schrecklich gern). Und der blaue Sweat ist ein Überrest dieses Kleides.

Sonntag, 28. Juni 2020

Stoffspielereien: Monogramme


Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken gesammelt - auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch. Das Thema der Stoffspielereien im Juni lautet "Monogramme", und Gabi vom Blog Made with Blümchen sammelt alle Beiträge.

Ein Monogramm war laut Wikipedia ursprünglich ein Einzelbuchstabe. Später wurden oft die Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamens kombiniert. Mein Beitrag besteht nicht nur aus dem "C" für meinen Vornamen (Clara), sondern auch aus den Anfangsbuchstaben der Namen meines Mannes, meiner Tochter und meines Sohnes. Zusammen ergibt das NCNB.

Dargestellt habe ich sie als Negativ-Buchstaben, die intuitiv umstickt wurden. Kennt Ihr die Stickkünstlerinnen Maricor/Maricar aus Sydney, Australien? Ich bin ein großer Bewunderer ihrer atemberaubenden Werke. Mein Monogramm ist definitiv von ihren Stickereien inspiriert, wenn auch bei weitem nicht so fein und kunstvoll. Ich glaube kaum, dass ihre Rückseiten so chaotisch aussehen wie meine...


Aus der bunten Stickerei habe ich ein eindeutig und unverwechselbar unserer Familie zugehöriges, ca. 26x17 cm großes Täschchen genäht. Darin werden wir auf unserer demnächst anstehenden großen Reise unsere Stoffmasken aufbewahren. Vielen Dank für das anregende Thema, Gabi!

Die nächsten Themen der Stoffspielereien lauten:
27.09.2020: “Texturen aus der Natur“ bei Schnitt für Schnitt 
25.10.2020: „Textile Behältnisse“ bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020:  [Thema noch offen] bei Nähzimmerplaudereien