Montag, 22. April 2019

Aller guten Dinge sind drei

Das Abpausen hat sich gelohnt: nach einem Schnitt sind hier gleich drei Softshell-Jacken entstanden, eine graue, noch eine graue und diese dunkelblaue fürs Mädchen. Es handelt sich um "Geocoaching" aus der Ottobre 4/2011, Größe 146, wieder ohne aufgesetzte Taschen, dafür mit selbstgebastelten Eingrifftaschen.

Und mit einer weiteren Änderung. Dem Mädchen gefiel die Kapuzenform nicht so, sie war ihr zu "zwergenmützig". Deshalb habe ich sie verkleinert und statt der Mittelnaht einen Mittelstreifen hinzugefügt. Auch bei dieser Jacke ist die Kapuze nicht abnehmbar. Dieses Mal sitzt sie auf der Innenseite des Kragens.

Als Futter und Taschenhintergrund habe ich einen mintfarbenen Baumwollstoff mit Schwanenprint verwendet, den ich wunderschön finde, insbesondere zum Dunkelblau. Die Ärmel bekamen einen flutschigen Futterstoff. Die Paspel an den Taschen reflektiert, genau wie die Reflektorbandstücke an Ärmeln und Kapuze.


Freitag, 19. April 2019

Prächtig

Mein Mädchen, zehneinhalb Jahren alt, trägt mittlerweile zwar meistens Jeans und T-Shirts, hat aber immer noch ein Faible für Gold und Glitzer. Diesem Kleid liegt der T-Shirt-Schnitt C'mon aus der Ottobre 1/2014, Größe 140, zugrunde. Ich habe ihn einfach etwas gekürzt und zwei Rechtecke, oben in kleine Fältchen gelegt, als Rockteile angesetzt. Prächtig, nicht wahr...?


Mittwoch, 17. April 2019

Vorbereitungen für den Me Made May

Noch zwei Wochen, dann ist Mai! Auch dieses Jahr möchte ich wieder beim Me Made May mitmachen. Das Durchsehen meines Kleiderschranks hat ergeben, dass ich mittlerweile so viele selbstgenähte Stücke habe, dass ich jeden Tag des Monats etwas anderes Selbstgemachtes tragen kann.

Der Kleiderschrank ist also gut gefüllt. Es fehlten nur zwei Dinge: eine schwarze Tasche und eine schwarze Jacke. Taschennähen macht mir Spaß, also habe ich mir eine schlichte Tote Bag aus schwarzem Jeansstoff genäht. Von außen ist sie völlig unspektakulär, aber innen habe ich ein paar Lieblingsstoffe verarbeitet.

Jetzt arbeite ich an der schwarzen Jacke. Mehr dazu demnächst...

Montag, 15. April 2019

Grau geht immer (Teil 2)

Nach der ersten grauen Jacke kommt hier die zweite. Wieder nach dem Schnitt "Geocoaching" aus der Ottobre 4/2011, Größe 146, dieses Mal ohne aufgesetzte Taschen, dafür mit selbstgebastelten Eingrifftaschen.

Dieses Mal habe ich die Jacke ohne Thermovlies genäht, für schon etwas wärmere Frühlingstage. Wind- und wasserabweisend ist sie trotzdem: der Oberstoff ist ein grauer Softshell mit schöner Struktur.

Die Kapuzenweite ist verstellbar. Wie bei der ersten Jacke habe ich dafür eine goldene Gummikordel verwendet, die von irgendeiner kostbaren Pralinenkastenverpackung stammt.

Innen ist die Jacke mit blaugemustertem Ninja-Stoff, vom Jungen ausgesucht, gefüttert. Die Kapuze besteht innen aus grauem Baumwollstoff, und die Ärmel haben ein graues Flutschfutter bekommen.


Freitag, 12. April 2019

12 von 12 im April

Es ist Freitag, der 12. April. Und auch wenn heute ein ganz normaler Tag war und mir nichts Besonderes passiert ist, gibt es hier wie an jedem 12. des Monats 12 Bilder des Tages. Der beginnt heute mit Bananenmilch für die ganze Familie. Der Mann und die Kinder frühstücken und verlassen dann das Haus. Ich gehe rüber ins Arbeitszimmer.

Gestern habe ich meine heißgeliebte Tasche mit den Riesenpunkten aufgetrennt. Ich hatte damals beim Nähen eine Stecknadel in ihrem Inneren vergessen, die sich ab und zu durch den Stoff schob und piekte. Weil ich schon dabei war, habe ich kurzentschlossen ein paar Verbesserungen vorgenommen - den Oberstoff mit Baumwollvlies verstärkt, einen neuen festeren Träger genäht, ein paar Streifen Reflektorfolie eingefasst. Jetzt gefällt sie mir ganz und gar.

Die Sonne scheint, die Tage werden länger, hier im hohen Norden hat die schöne Zeit begonnen.

In den letzten Wochen habe ich keinen Sport gemacht, aber vorgestern war ich beim Ballett, gestern beim Yoga und heute sind - wie ich es im Februar täglich gemacht habe - hundert Squats dran. Nach dem Duschen frühstücke ich. Dunkles Brot mit Hummus, Birne und Kaffee mit Milch.

Nach dem Frühstück nähe ich eine Jacke für das Mädchen zu Ende. Dann gehe ich raus, einkaufen. Hier in St. Petersburg ist noch nichts vom Frühling zu spüren. Aber immerhin ist der Schnee verschwunden.

Als wir vor zwei Wochen in Deutschland waren, blühten dort Schneestolz, Magnolien und Forsythien und die Büsche waren schon grün. Das vermisse ich.

Nach dem Einkaufen setze ich mich in ein Café in der Nähe, trinke einen Tee und schreibe einen Brief an einen alten Freund. Wir korrespondieren seit einem Vierteljahrhundert miteinander, mal regelmäßig, mal jahrelang gar nicht. Ich liebe es, Briefe zu schreiben und zu bekommen.

Als ich wieder zu Hause bin, sind der Mann und eine Kollegin von ihm schon da. Als die Kinder kommen, machen sich die beiden zusammen mit dem Mädchen auf den Weg zum Reitunterricht. Der Junge und ich bleiben da. Ich durchsuche aus einer plötzlichen Laune heraus das Sideboard im Wohnzimmer, finde ein paar alte Kassetten, die ich früher gerne gehört habe, und speichere mir die Lieder in Spotify-Playlists. "Supplique pour être enterré à la plage de Sète" zum Beispiel, eine Ewigkeit nicht mehr gehört.

Ich schlage dem Jungen vor, sich heute ums Abendessen zu kümmern. Er macht sich ein Hörspiel an und macht dann, ganz allein, einen grünen Salat mit Tomaten und Mozzarella. Mit acht Jahren konnte ich das nicht, ich finde es toll.

Als der Mann und das Mädchen vom Reiten zurück sind, will der Junge noch ein bißchen mit seinem Papa Fußball spielen. Unser langer Flur ist wie dafür gemacht. Den weichen Stoffball kann man gegen Wände und Türen schießen, ohne dass etwas kaputt geht.

Dann gibt es Abendessen. Ich bearbeite meine Fotos und klebe sie dann in Caros virtuelles Fotoalbum.


Die Kinder sind im Bett und wir gucken jetzt "The Paper" mit Glenn Close, Michael Keaton und Robert Duvall...

12 von 12 im April 2018
12 von 12 im April 2017
12 von 12 im April 2016
12 von 12 im April 2015

Mittwoch, 10. April 2019

Entwerfen an der Wand

Zum 13. Hochzeitstag hat mir mein Mann eine Designwall geschenkt. Sie besteht aus einer OSB-Platte mit einer aufgeklebten 4 cm dicken Lage Styropor. Mit Hilfe von Stecknadeln kann man darauf ganz einfach entwerfen, Farbkombinationen ausprobieren, arrangieren, aufbewahren. Ich habe mich riesig gefreut.

Vielleicht beziehe ich die Wand noch mit weißem Baumwollstoff. Gerade habe ich einen möglichen Hintergrundstoff auf das Styropor gepinnt und die ersten zusammengesetzten Dreiecke für den Ausflug zum Park Quilt...

Montag, 8. April 2019

Grau geht immer

Seit wir hier in St. Petersburg sind, nähe ich keine Winterjacken mehr für meine Kinder - sie müssten bis unter -20° warm halten, absolut wind- und wasserdicht sein und Schlittenfahren und Toben im Schnee aushalten. Ich bezweifle, dass mir das gelingen würde. Aber Jacken für die Übergangszeit, die kann ich nähen.


In den letzten Wochen sind gleich zwei graue Jacken für den Jungen entstanden. Ich mag Grau. Grau geht immer, oder? Als Schnitt habe ich "Geocoaching" aus der Ottobre 4/2011, Größe 146, verwendet. Diese Jacke besteht aus dünnem grauen Outdoorstoff und hat eine Zwischenlage aus Thinsulate.

Die aufgesetzten Taschen werden mit messingfarbenen KamSnaps geschlossen. Auf die im Schnitt vorgesehenen oberen Zierklappen habe ich verzichtet. Eigentlich soll die Kapuze abnehmbar sein, aber hier im hohen Norden braucht man sie immer wieder. Ich habe sie daher fest angenäht.

Die Jacke ist mit dunkelgrauem Fleece und einem gemusterten Baumwollstoff gefüttert. In den Ärmeln habe ich orangefarbenes Futter verwendet. Ein paar in die Nähte eingefasste Streifen Reflektorfolie sorgen für bessere Sichtbarkeit im Dunkeln. Wie die andere Jacke aussieht, zeige ich in ein paar Tagen...