Sonntag, 16. Juni 2019

Riesenblumen

Die letzten Sachen, die ich mir genäht habe, waren schlicht und unifarben. Aber bei diesem Stoff mit unregelmäßigem Riesenblumen-Print konnte ich einfach nicht widerstehen. Ich liebe solch große Muster. Genäht habe ich daraus ein Top nach dem Schnitt Earth & Stone aus der Ottobre 2/2019, das dritte nach einem aus grauem Chambray und einem aus weißer Viskose.

Der Stoff ist etwas zu fest für eine Bluse und fällt deswegen nicht so schön, aber ich mag das Top trotzdem...

Mittwoch, 12. Juni 2019

12 von 12 im Juni

But first: Coffee! 12 von 12 heute ohne viel Worte. Die Tasse hat meine Cousine aus Korea mitgebracht.

Mittwochmorgen bedeutet: Ballett. Die Lehrerin kommt etwas später, ich warte im Treppenhaus.


Der Mann muss heute nicht arbeiten. Er holt mich vom Training ab.

Wir essen gemeinsam zu Mittag. Das Restaurant ist leer, wir sind die Einzigen.

Dafür gibt es viele hübsche Details zum Fotografieren.

Ich esse einen Burger. Nach dem Ballett habe ich immer einen Riesenappetit.

Bis die Kinder abgeholt werden, ist noch Zeit. Ich finde einen Stoffladen. Einen ganz wundervollen!


Das Mädchen hat heute eher Schluss. Wir gehen zu dritt ein wenig spazieren.

Dann holen wir auch den Jungen ab, der noch etwas Fußball spielen möchte.

Am Nachmittag sind wir mit einer befreundeten Familie im Park um die Ecke verabredet.

Wir unterhalten uns nett und beschließen dann spontan, abends zusammen essen zu gehen.


Auf dem Weg ins Restaurant finden wir ein paar Straßenfreskos. Das Essen ist wunderbar, und wir haben einen schönen Abend. Und wie war Euer Tag? Mehr 12 von 12 gibt es bei Caro.

12 von 12 im Juni 2018
12 von 12 im Juni 2017
12 von 12 im Juni 2016

Montag, 10. Juni 2019

Siebenhundertdreiundzwanzigtausendundfünf

Neues vom Projekt Ausflug zum Park Quilt: Das fertige Quilttop, ein dünnes Baumwollquiltvlies als Batting und ein lila-weiß gestreifter Baumwollstoff als Rückseite wurden erst mit Nadeln zusammengesteckt und dann mit langen Stichen aneinander geheftet. Das ist die Methode, die sich für mich bisher als die beste herausgestellt hat. So bekommt man ein schön flaches "Sandwich" und beim Quilten stören keine Nadeln.

Ich hatte zuerst überlegt, die grauen Flächen mit der Maschine zu quilten, mit einem Matchstick-Muster zum Beispiel. Aber dann habe ich mich doch für das Quilten von Hand entschieden. Der Linienabstand beträgt 1cm. Und der größte Teil des Quilts ist grau. Nein, ich habe nicht gezählt, wieviele Stiche es insgesamt werden, aber es fühlt sich an wie [siehe Überschrift]...


Freitag, 7. Juni 2019

So ein Mädchending

"Love" sollte hinten drauf stehen, war der Wunsch meiner 10-Jährigen. Das ist wohl so ein Ding bei Mädchen in diesem Alter. Ich war, wenn ich mich erinnere, früher auch so. Neben dem auch sehr beliebten Schnörkeln des eigenen Namens kritzelt man "Love" - überall hin, auf lose Zettel, Federmäppchen, Schreibhefte.

Sweatjacke nach dem Schnitt "True Friends" aus der Ottobre 4/2014 (eigentlich ein Schnitt für ein Kapuzenshirt ohne Reißverschluss) aus petrolfarbenem Sweat mit Applikation aus der linken Seite des Stoffs, umstickt mit türkisfarbenen Pailletten.


Mittwoch, 5. Juni 2019

Me Made Mittwoch: Weißes Peplum-Top

Es ist der erste Mittwoch im Monat, und das bedeutet: Es ist wieder Me Made Mittwoch. Ich zeige heute ein sommerliches Kurzarm-Oberteil aus weißer Viskose. Dafür habe ich den Schnitt Earth & Stone aus der Ottobre 2/2019 verwendet, nach dem ich mir schon ein Oberteil aus grauem Hanf-Baumwoll-Chambray genäht habe. Dieses Mal habe ich den Originalausschnitt verändert und stattdessen einen hohen ovalen Ausschnitt, mit Belegen versehen, genäht.

Das Oberteil ist nur bis zur Taille zugeschnitten. Unten habe ich ein Schößchen aus zwei rechteckigen Reststücken des Stoffs angenäht. Dieses ist nicht eingekräuselt, sondern von Hand in Falten gelegt. Das war etwas mehr Arbeit, aber ich hatte Sorge, den zarten Stoff durch Kräuselfäden zu beschädigen. Perfekt wäre das Oberteil geworden, wenn ich mich dazu aufgerafft hätte, das Overlockgarn zu wechseln, und Weiß statt Hellgrau benutzt hätte - aber ich gebe zu, dazu war ich zu faul. Außerdem sieht man es nicht so. Oder?

Was Andere an selbstgemachter Kleidung tragen, seht Ihr auf dem Me Made Mittwoch Blog.


Freitag, 31. Mai 2019

Me Made May - ein Rückblick

Mein dritter Me Made May ist vorbei - die von Zoe vom Blog So Zo... What Do You Know? ins Leben gerufene Aktion, bei der es darum geht, einen Momat lang täglich (oder öfter als sonst) Selbstgemachtes zu tragen. Mittlerweile ist mein Schrank so gut gefüllt, dass mir das nicht schwer fällt. Kurz vorher habe ich mir noch einige Basics genäht, die zur vorhandenen Garderobe passen und gut zu kombinieren sind: einen Fake-Jumpsuit aus grauem Chambray, eine schwarze Jacke, eine Tote Bag aus schwarzem Denim und ein Peplum-Shirt aus weißer Viskose, das ich nächsten Mittwoch auf dem Blog zeigen werde.

Wichtiger als das Neunähen ist mir bei dieser Aktion aber, die vorhandenen Kleidungsstücke zu beurteilen. Die Me Made May Challenge hilft mir, meinen eigenen Stil zu finden und Sachen, die nicht passen, auszusortieren. Selbst, wenn ich an ihnen hänge. Schließlich möchte ich keine Unmengen von Klamotten, sondern lieber eine übersichtliche Anzahl möglichst hochwertiger, langlebiger, zeitloser Stücke, in denen ich mich ganz und gar wohlfühle. Mittlerweile gefallen mir fast alle meiner selbstgenähten Kleidungsstücke, und ich trage sie auch gern. Klingt das eingebildet? Soll es nicht, es war ein langer Weg bis hierher...



Das Schönste am Me Made May war wie immer Euer Feedback. Vielen lieben Dank für all die Herzen und netten Kommentare! Sie spornen mich an und machen mir viel Freude. Am meisten Herzchen gab es von Euch für diese Outfits: das Rautenkleid mit der hellgrauen Fleecejacke, das dunkelblaue Jerseykleid (nie auf dem Blog gezeigt) mit der Zakka Style Tasche sowie das Jeanslatzkleid mit dem schwarzen Shirt, der schwarzen Jacke und der gepunkteten Tasche

Mir persönlich gefielen diese Outfits am besten: das schwarze Pünktchentop (aus einem vor 20 Jahren in Frankreich gekauften, sich allmählich auflösenden Kleid entstanden) mit der grauen Chambray-Hose, das Nussknackerkleid (mit mittlerweile gekürzten Ärmeln) mit der schwarzen Denim-Tasche sowie das mittlerweile gekürzte und schwarz gefärbte Balloon-Dress mit der Zakka Style Tasche. Unter Euren Favoriten sind drei Kleider und unter meinen zwei - es scheint, ich sollte im Alltag häufiger Kleider tragen.

Mir persönlich hilft es, mich so aus der Entfernung zu betrachten. Ich finde, dass man einfacher beurteilen kann, ob einem ein Schnitt oder eine Farbe steht, wenn man sich selbst wie eine andere Person sieht. Für meine Fotos brauche ich nicht immer jemanden, der mir hilft. Oft habe ich meine kleine Kamera irgendwo abgelegt und mit einer Fernbedienungs-App geknipst (deswegen das Telefon...) Mittlerweile geht das ziemlich schnell, und es ist mir nicht mehr so arg unangenehm, wenn ich dabei gesehen werde.

Zum Schluss - wie auch in den vergangenen Jahren - ein bißchen Statistik, die mich für zukünftige Nähprojekte interessiert:

An 23 Tagen habe ich eine selbstgenähte Jacke oder einen Mantel getragen,
an 23 Tagen ein selbstgenähtes Oberteil,
an 8 Tagen ein selbstgenähtes Kleid,
an 6 Tagen selbstgenähte Hosen,
an 2 Tagen einen selbstgenähten Jumpsuit,
an 1 Tag selbstgenähte Shorts.

An 20 Tagen habe ich ein selbstgenähtes Kleidungsstück in (überwiegend) Schwarz getragen,
an 17 Tagen in Dunkelblau oder Blau,
an 12 Tagen in Grau,
an 7 Tagen in Weiß,
an 3 Tagen in Gelb
an 4 Tagen in anderen Farben (Türkis, Olivgrün, Graublau, Cremeweiß).

41 der selbstgenähten Kleidungsstück waren unifarben,
5 hatten Punkte oder Tupfen,
4 hatten Streifen,
3 hatten Blumen,
3 hatten Karos,
7 hatten ein sonstiges Muster (Rauten, Dreiecke, Kraniche, Schwalben, Patchwork).

Interessiert Euch, was die Anderen gemacht und getragen haben? Dann stöbert mal auf Instagram durch die Beiträge mit dem Hashtag #memademay2019...

Mittwoch, 29. Mai 2019

Nicht der richtige Zeitpunkt

Die sieben Flying Geese sind zusammengesetzt, die Seitenstreifen mit der Maschine angenäht. Als Nächstes müsste ich einen passenden Rückseitenstoff finden und Top, Batting und Backing zusammenheften. Aber irgendetwas in mir sträubt sich dagegen. Kennt Ihr das, wenn einen ein Projekt "ruft" - oder aber das Gegenteil tut, abweisend und lustlos in der hintersten Ecke rumlungert und einen nicht mit dem A. anguckt (wie der Berliner sagt)? Jetzt ist wohl nicht der richtige Zeitpunkt, damit weiterzumachen. Aber irgendwann kommt dieser Moment, das weiß ich.