Donnerstag, 5. Juli 2018

Fertig: Der 44 Steps Quilt

Mehr oder weniger in letzter Minute ist er fertig geworden, mein Treppen- bzw. 44 Steps Quilt. Gestern habe ich mit dem Binding begonnen und heute die letzten Stiche von Hand genäht. Ab heute Nachmittag soll es regnen, und ich wollte ihn unbedingt fertig bekommen, fotografieren und bloggen, bevor ich in die Sommerpause gehe. Meine Kinder haben mir dabei geholfen. Es hat geklappt.
 
Mittlerweile bin ich einfach nur froh, dass dieser Quilt fertig ist. Er ist mir zu nahe - gerade kann ich ihn nicht mehr sehen und weiß überhaupt nicht, ob ich ihn noch mag. Unzählige Stunden Arbeit stecken darin, viel Herzblut und viele einzigartige, schöne, lustige, aufwühlende und traurige Erinnerungen. Es war eine wilde Zeitreise. Jetzt darf er ein paar Wochen unbeachtet im Schrank liegen.




Die einzelnen Entstehungsschritte dieses Quilts könnt Ihr hier nachvollziehen:

Treppenquilt | Treppenquilt Zwischenstand I | Treppenquilt Zwischenstand II | Treppenquilt Zwischenstand III | Treppenquilt IV | Treppenquilt V | Treppenquilt VI | Treppenquilt VII
 
Ich verabschiede mich jetzt in die Sommerpause. Habt eine schöne Zeit, erholt Euch, erlebt viel und kommt gesund und munter zurück! Wir lesen uns irgendwann im August...


Mittwoch, 4. Juli 2018

Im Wald

Die Juni-Königin der russischen Quilting Bee Импровизация ist Elena @niilit_cat. Als Thema hat sie "Wald" vorgegeben. Die Blöcke, 12x12 Zoll groß, sollen aus warmen Grün- und Brauntönen, Unistoffen und zum Teil unauffälligen Muster oder Batikstoffen bestehen. 

June's queen of the Russian Quilting Bee Импровизация is Elena @niilit_cat. Her theme is "Forest". The blocks, 12x12" in size, should be made in warm greens and browns, solids as well as discreet patterns or batik fabric.

Montag, 2. Juli 2018

Lauter Tiere mit Schal

Von Astrid, die für ihre Enkel die schönsten Kleidungsstücke (klick, klick, klick) näht, habe ich neulich erfahren, wo man solche tollen Jerseys bestellen kann - hier in St. Petersburg findet man so etwas nicht.

Aus zwei Jersey-Panels entstanden zwei schmale Raglan-T-Shirts für das Mädchen nach dem Schnitt Ruler aus der Ottobre 4/2013 in Größe 152, eins davon mit gedoppelten Ärmeln.

Einmal ist es ein cooler Hund mit Wollmütze und Nerd-Brille, einmal sind es gleich alle möglichen Tiere. Gemeinsam haben sie alle das Hippster-Schalpaket um den Hals.

Kombiniert habe ich die Panels mit grauem bzw. petrol-weiß gestreiftem Jersey, rotem bzw. braunem Bündchenstoff und ein paar Paillettenmotiven zum Aufbügeln.

Mittwoch, 27. Juni 2018

Blau gedruckt

Eine Hilfsorganisation, die sich um verwaiste Jugendliche kümmert, die mit 17 Jahren die staatliche Fürsorge verlassen müssen, bietet hier in St. Petersburg kunsthandwerkliche Workshops an. Dort werden verschiedene Techniken vorgestellt, die man ausprobieren kann, und der zu errichtende Beitrag kommt der Hilfsorganisation zugute. Eine tolle Sache. Heute habe ich zum ersten Mal an einer derartigen мастеркласс teilgenommen. Es ging um Cyanotypie oder Eisenblaudruck.

Mitgebrachte Stoffstücke wurden mit einer grünen Lösung aus Ammoniumeisen(III)-Citrat und Kaliumferricyanid bestrichen. Allerdings mussten sie erst einmal komplett trocknen und konnten daher nicht sofort verwendet werden. Auf bereits grundierten Stoffstücken haben wir dann nach Belieben getrocknete Pflanzen, Gräser, Federn usw. verteilt (was mich an meinen Beitrag zur Sommerpost 2017 erinnert hat). Es gab auch die Möglichkeit, Fotos als Negativ auf Folie zu drucken und zu verwenden.

Einige aus unserer Gruppe, die an einem Keramik-Workshop teilgenommen hatten, haben sogar ihre getöpferten Stücke mit der lichtempfindlichen Lösung bestrichen und bedruckt. Sowohl die Keramiken als auch die Stoffe wurden mit Glas abgedeckt und 15 Minuten unter einer UV-Lampe belichtet. Nach dem Ausspülen unter fließendem Wasser und dem anschließenden Bad in 0,3%-iger Wasserstoffperoxid-Lösung kam dann die ganze Pracht des Blaudrucks zu Tage. Ein schönes Experiment!


Montag, 25. Juni 2018

Zwischenstand

Neues vom Treppenquilt: Nachdem Top, Zwischenlage aus Baumwollvlies und Rückseite aus gemustertem Baumwollstoff zusammengeheftet waren, habe ich mir eine Schablone mit einem Raster von 2x2 cm aus festem Transparentpapier hergestellt und dieses mit Hilfe eines spitzen Buntstiftes auf den gesamten Quilt übertragen. Das Handquilten der kleinen Kreuzchen dauerte viele Stunden, war aber eine angenehme Arbeit. Nebenbei laufen dazu immer Filme, die ich mehr höre als gucke. Vielleicht sollte ich es mal mit Podcasts versuchen.


Die applizierten runden Stoffstücke habe ich im nächsten Schritt mit konzentrischen Kreisen gequiltet (links sieht man ein gequiltetes, rechts ein noch unfertiges Stück). Ich hatte sie mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebt und dann entlang der Außenkante von Hand aufgenäht. Nie wieder! In Zukunft werde ich Applikationen entweder mit Heftstichen oder einem normalen Klebestift befestigen. Es war jedes einzelne Mal unglaublich mühsam und kräftezehrend, mit der Nadel durch das Klebeband zu stechen, das dazu noch auf unangenehme Weise die Nadel verklebte.

Als Nächstes habe ich vor, einzelne besondere Ereignisse mit farbigen Stichen hervorzuheben. Und dann geht es ans Binding. Mit etwas Glück schaffe ich es, den Quilt vor der Sommerpause fertig zu nähen!

Donnerstag, 21. Juni 2018

Die letzten Postkarten - und wie es weitergeht

Alle Postkarten für das Gemeinschaftsprojekt Postkartenquilt sind mittlerweile in St. Petersburg angekommen, und als Teilnehmerin in beiden Gruppen bin ich damit stolze Besitzerin von 23 Karten. Liebe Uta, Mara, Babette, Cathrin, Daniela, Dörte, Gabi, Ines, Jessica, Stella, Hala, Katrin, Margit, Marietta, Bianca, Susanne K., Karen, Cornelia, Susanne R., Inga und Christina - ich freue mich riesig, dass Ihr mitgemacht und Euch so schöne Karten ausgedacht und genäht habt.

Alles hat wunderbar geklappt, kein Brief ist verloren gegangen (soweit ich weiß), die Größen stimmen - und ergeben die Blöcke zusammen nicht ein tolles buntes und fröhliches Gesamtbild? Ich kann mich daran gar nicht satt sehen. Ein herzliches Dankeschön Euch allen!

Wer etwas über die Entstehungsprozesse erfahren möchte: Ines vom Blog Nähzimmerplaudereien zeigt, wie ihr Spatz hergestellt wurde, und bei Malou erfährt man, wie ihr Block mit dem Elbsandsteingebirge entstanden ist. Marietta zeigt auf ihrem Blog H-M&C alle Beiträge der Gruppe 2. [Weitere Beiträge verlinke ich gern; bitte schreibt mir eine kurze E-Mail, falls ich sie nicht sehe...]

Und wie geht es jetzt weiter? Auf dem Bild oben habe ich die Karten so arrangiert, wie sie in meinem Quilt erscheinen könnten. Die Reihenfolge kann sich aber noch ändern. Eine Karte kommt noch. Ein Platz ist leer - dafür werde ich mir selbst noch eine Karte nähen. Als Hintergrundstoff werde ich wahrscheinlich diesen weißen Baumwollstoff mit grauem Handschrift-Druck verwenden. Ich finde, dass er sehr gut zum Thema Postkarten passt. Zum Nähen werde ich aber erst im September, nach der Sommerpause, kommen. Ich bin sehr gespannt, was die anderen Teilnehmerinnen aus ihren Karten machen. Auf Instagram findet Ihr ihre Beiträge unter den Hashtags #postkartenquilt #postkartenquiltgruppe1 und #postkartenquiltgruppe2.

Jetzt aber zu den noch nicht gezeigten restlichen Postkarten:

Dörte (lachendeshuehnchen) schickte dieses entzückende Schaf. Ein Schaf! In Rosa! Wie könnte man diese Karte nicht lieben. Dörte schreibt, dass sie sechs Schafe besitzen und dieses Jahr zum 1. Mal Lämmer bekommen haben. Wie die Eine oder Andere auch hat sie noch nie zuvor mit der Foundation Paper Piecing Methode gearbeitet. Wenn ich diese Postkarte sehe, will ich es sofort auch mal probieren. Dankeschön, liebe Dörte!

Von Gabi made with blümchen (madewithbluemchen auf Instagram) stammt diese Postkarte. Sie zeigt den Samitzteich kurz vor Sonnenaufgang in der Nähe von Graz, wo sie mit ihrer Familie viele Wochenende verbringt. "Das Bild enthält das Versprechen auf einen weiteren wolkenlosen, heißen, großartigen, vollen, lauten Sommertag mit fröhlichen Kindern", schreibt sie. Lieben Dank für diese schöne, stimmungsvolle Karte!

Mara vom Blog Malou (malous_potpourri auf Instagram) hat diese wunderschöne Karte geschickt. Sie behauptet, dass sie nicht besonders genau arbeite und die Karte aussähe wie in den Regen gekommen, aber das ist Quatsch. Die Farben leuchten, und die Landschaft (der Lilienstein im Elbsandsteingebirge) scheint zu wogen und zu rollen. Ein tolles Motiv, das Lust macht, diese Gegend kennenzulernen. Mara, lieben Dank!

Diese schöne Karte stammt von Bianca (roehrigbianca auf Instagram). Sie zeigt den Vierwaldstätter See mit dem Salondampfer Gallia und mit Brunnen und Mythen. Letztere sind, wie ich gelernt habe, ein Bergmassiv der Schweizer Alpen, vorletzteres ist ein Ort am See. Bianca hat ein vorhandenes Foto mit Hilfe der Foundation Paper Piecing Methode umgesetzt. Es ist dir wunderbar gelungen, herzlichen Dank dafür!

Und zu guter Letzt: Christina (frau_berger_liest auf Instagram) schickte diese tolle Karte in soften Pastellfarben. Dargestellt ist darauf das sogenannte Saar Polygon. Dies ist, wie ich recherchiert habe, ein 30 Meter hohes begehbares Denkmal zur Erinnerung an den Steinkohlebergbau im Saarrevier. Liebe Christina, vielen lieben Dank, sie gefällt mir sehr!