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Mittwoch, 29. Juni 2016

Me Made Mittwoch [Jerseykleid mit Riesenblumen]

In letzter Zeit habe ich mit Zeit und Genuss für mich selbst genäht - und daher ist jetzt auch das Projekt Nr. 7 meiner Projekt Lieblingsstücke Liste fertig. Die Inspiration dafür war dieses Kleid, ein Vintagekleid aus den 1940ern. Daran gefiel mir die schlichte Form (auch wenn ich es etwas zu hochgeschlossen finde), vor allem aber die riesigen, lässig über den dunkelblauen Stoff verteilten Blumen.

In meinem ersten Post hatte ich geschrieben, dass ich aus so einem großgemusterten Stoff ein Wickelkleid nähen wollte, aber ich habe mich anders entschieden. Die Wickelung hätte die Blumen geknautscht und verdeckt. Es musste ein schlichterer Schnitt her, auf dem das Muster besser zur Geltung kommt. Ich habe daher den japanischen Kleiderschnitt verwendet, den ich schon hier, hier und hier vorgestellt habe.

Der Stoff ist ein schwerer, gut fallender Jersey. Anders als bei den bisherigen Kleidern gibt es bei diesem einen schmalen Taillenstreifen mit Tunnel auf der Innenseite für ein schmales Gummiband. Das Kleid kommt ohne Reißverschluss aus und sollte trotzdem in der Taille anliegen. Der Halsausschnitt wird einfach umgeschlagen und abgesteppt. In den Seitennähten habe ich wieder Nahttaschen eingefügt.

Die Blumen sind anders als bei dem Inspirationskleid. Grafischer und zackiger. Ein bißchen erinnern sie mich an Weihnachtssterne, was nicht geplant war. Ich hätte vorher noch mehr skizzieren sollen, um eine schöne Form zu finden - aber ich wollte unbedingt loslegen. Nach meinem Frühlingspost-Impro-Druck konnte ich es kaum abwarten, endlich mal mit einem richtigem Sieb drucken.

Aus Freezer Papier habe ich zwei Schablonen angefertigt. Auf die zugeschnittenen Stoffstücke wurden zuerst die breiten Umrisse aufgedruckt und später, als alles gut getrocknet war, darüber die schmalen. Dafür habe ich weiße Deka Permanent Stoffmalfarbe verwendet. Es fasziniert mich nach wie vor, dass man das Sieb nach dem Druck aufheben und an anderer Stelle wieder auflegen kann, ohne dass etwas verwischt.


Das Blüteninnere habe ich mit brauner Stoffmalfarbe und einem Stempel gedruckt, den ich schon für den Schwarze-Punkte-Rock verwendet habe. Was meint Ihr: Schreit das Kleid "Selbstbedruckt!" oder ist es nicht sofort zu bemerken? Ich hoffe doch, letzteres. Beim nächsten Mal probiere ich ein feineres, kleinteiligeres Muster aus...

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Mittwoch, 15. Juni 2016

Me Made Mittwoch [Hängerchen aus zweierlei Jersey]

Das Projekt Nr. 8 meiner Projekt Lieblingsstücke Liste ist fertig geworden. Die Inspiration dafür war dieser Rock, an dem ich nur an zweiter Stelle die Midi-Länge mochte - an erster Stelle den breiten gelben Saumstreifen. Wie man sieht, ist mein neues Stück weder ein Rock geworden, noch besteht es aus gelbem Stoff. Ich habe einfach keinen schönen gefunden. Auch ist der angesetzte Streifen so breit, dass die beiden verwendeten Stoffe ziemlich gleichwertig sind - aber egal. Gemütlich ist es, denn es besteht aus zweierlei Jersey: Einem Rest von meinem letzten Balloon-Dress, von dem ich die linke, ungemusterte Seite verwendet habe, und festem schwarzem Jersey mit weißen Kreuzen. 

Was genau das Stück darstellt, weiß ich selbst nicht genau. Entstanden ist es spontan und in kurzer Zeit nach einem schon mehrfach genähten japanischen Kleiderschnitt, von dem ich den oberen Teil verwendet und nach unten, leicht ausgestellt, verlängert habe. Für eine Tunika ist es lang, für ein Kleid für meinen Geschmack eigentlich zu kurz. Auch die Form spricht nicht unbedingt für ein Kleid - von vorn sieht es meiner Meinung nach gut aus, von der Seite wirkt es ziemlich unförmig. Mit meiner kuscheligen hellgrauen fast knielangen Strickjacke getragen fällt das aber nicht so auf. Für zu Hause mag ich's.

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Mittwoch, 8. Juni 2016

Me Made Mittwoch [Graues Jerseykleid]

Das fünfte Projekt meiner Projekt Lieblingsstücke Liste ist fertig geworden. Die Inspiration dafür war dieses Kleid aus grauem Sweat. Als Grundlage habe ich den Schnitt Jona von Schnittchen genommen, nach dem ich schon mein Joghurt-mit-Mohn-Kleid genäht habe. Entstanden ist ein ganz schlichtes Kleid aus mitteldickem grauem Jersey. Das Rückenteil habe ich zwei Zentimeter weniger breit zugeschnitten, und eigentlich hätte ich das auch vorne machen können - es rafft sich da eine Menge Stoff für eine so schmale Person wie mich, aber andererseits bringt der auch ein bißchen gern gesehenes Extravolumen.


Den Tunnel für das Gummiband habe ich wieder von der Hüfte auf die Taille verlegt. Auch dieses Mal habe ich Taschen in den Seitennähten vorgesehen, weil ich immer, immer Taschen brauche. Das Ergebnis gefällt mir gut - ein luftiges Sommerkleid, das ich mir gut zu leicht gebräunter Haut, nackten Beinen und Sandalen vorstellen kann. In den letzten Tagen war es hier aber gar nicht sommerlich, bedeckt und ziemlich kühl, deswegen gibt es Fotos mit Strumpfhose und Stiefeln. Mit Schal und Strickjacke kann man es vielleicht auch im Herbst tragen...

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Mittwoch, 4. Mai 2016

Me Made Mittwoch [Rock+Bluse=Kleid]

Das vierte Projekt meiner Projekt Lieblingsstücke Liste ist fertig geworden. Statt eines weißen Kleides aus Voile (Nr. 6) habe ich ein schwarzes mit unregelmäßigen weißen Pünktchen aus Jersey genäht - wobei es sich gar nicht um ein Kleid handelt, sondern eine Kombination aus Oberteil und Rock.

Der Rock ist ohne Schnitt nach meinen Maßen entstanden. Ich habe ihn mit einem Formbund, in den zwei Gummibänder eingezogen sind, seitlichen Nahttaschen und einem pinkfarbenem Futter genäht. Das Rockteil ist etwas ausgestellt und wird durch den elastischen Bund leicht gekräuselt.

Das Oberteil ist (wie schon diese Tuniken: 1, 2, 3) nach dem Schnittmix von Modell M aus "Japanisches Modedesign zum Selbernähen - Kleider und Tops zum Kombinieren" und Leo Bohemian aus der Ottobre 5/2013 entstanden. Dieses Mal habe ich das Vorder- und Rückenteil aber etwas gerader zugeschnitten und die Ärmel umgeschlagen und dort Gummibänder eingezogen. Der Halsausschnitt ist nicht mit Schrägband eingefasst, sondern mit Belegen genäht, weshalb auch das Bindeband fehlt. Vielleicht nähe ich dort noch eine kleine Schlaufe mit Knopf an.




Zusammen getragen sehen die beiden Stücke aus wie ein Kleid mit blusigem Oberteil. Es trägt sich leicht und angenehm. Leider pillt der Stoff nach der ersten Wäsche schon etwas, was ich fürchterlich ärgerlich finde. Falls Ihr Tipps habt, wo man Jerseys bekommt, der schön bleibt, würde ich mich freuen, sie zu hören.


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Mittwoch, 20. April 2016

Me Made Mittwoch [Schwarzblauer Blouson]

Das dritte Projekt meiner Projekt Lieblingsstücke Liste ist fertig geworden - ein Blouson nach dem Modell 117 aus der Burda Style 11/2012. Weil ich groß und ein H-Figur-Typ bin, musste ich wie immer einige Änderungen vornehmen. Die Größe 36 habe ich in der Taille auf 38 verbreitert und die Vorder-, Rücken- und Seitenteile sowie die Ärmel um je zwei cm verlängert. Da der Blouson sehr kurz ist, habe ich auch den Bundstreifen einen Zentimeter höher zugeschnitten.

Mit dem Ergebnis, dass der Blouson zu Kleidern oder hoch geschnittenen Röcken und Hosen passen mag, aber zu einer normal bis tiefer sitzenden Hose - zumindest für meinen Geschmack - immer noch zu kurz ist. Vielleicht habe ich auch einen überlangen Oberkörper. Was tun? Einen noch höheren Bund vorzusehen kam nicht in Frage, dann hätten die Proportionen nicht mehr gestimmt und die Jacke wäre unten seltsam kastig geworden. Ich grübelte und grübelte (abends vorm Einschlafen zum Beispiel...) und hatte dann folgende Idee:

Auf der Innenseite des Bundes habe ich KamSnaps angebracht, an denen - von außen nicht sichtbar - bei Bedarf eine Art Verlängerungsstreifen aus dem gleichen Stoff wie die Jacke angebracht werden kann. Das ist übrigens ein schöner schwarzblauer Wollstoff mit etwas Elastan, der sich toll anfasst und näht. Da die zwei Meter, die ich gekauft hatte, für die Innenseite des Verlängerungsstreifens nicht mehr gereicht haben, besteht diese jetzt aus blau-weißen Shibori-Baumwollstoff.



Vor den Knopflöchern habe ich mich gedrückt. Irgendwann muss ich mich dem Thema stellen, ich weiß. Aber dieser Blouson gefällt mir gut, es steckt einiges an Arbeit darin, und ich wollte ihn nicht im letzten Arbeitsschritt womöglich verschandeln. Dieses Mal habe ich daher noch geschummelt: innen gibt es Druckknöpfe und außen reine Zierknöpfe.

Auf den 50 (!) Seiten des PDF-Schnitts von Burda sind auch die Schnittteile für einen Mantel enthalten. Von dem habe ich die Riegel auf den Ärmeln übernommen. Auf die in der Anleitung vorgesehenen Handzierstiche habe ich  verzichtet und stattdessen mit der Maschine abgesteppt. Was jetzt noch fehlt, ist eine Schnalle, mit der man das überstehende Bundende befestigen kann - auf den Fotos ist es nur festgesteckt.

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Mittwoch, 16. März 2016

Me Made Mittwoch [Kimonojacke]

Das zweite Projekt meiner Projekt Lieblingsstücke Liste ist fertig geworden - eine Kimonojacke nach dem Schnitt Japanese Inspired aus der Ottobre 2/2015. Nach der Nähanleitung soll sie eigentlich aus leichten, gewebten, gut fallenden Stoffen genäht werden, aber wie das manchmal so ist: Als ich den Schnitt abgepaust hatte, juckte es mich so in den Fingern, dass ich sofort losnähen wollte, aber im Fundus waren keine passenden Stoffe vorhanden. Dafür ein Rest von dem leuchtend blauen Fleece, den ich als Rückseite der grünen Decke verwendet habe, und außerdem ein nur 55x50 cm großes Stückchen dunkelblauer Baumwollstoff, mit goldenen Punkten bedruckt. Ein Mitbringsel von unserem Berlinbesuch im Dezember.

Diese Stoffkombination war nicht geplant, sondern hat sich spontan ergeben. Mir gefällt die Jacke sehr - manchmal sind schnelle Ideen die besten. Sie ist leicht und bequem und ich mag die etwas ungewöhnliche Form. Dadurch, dass alle Schnittteile geteilt werden, konnte ich alles, was ich brauchte, aus meinem schmalen Reststück Fleece schneiden. Und das kleine Stück Baumwollstoff reichte für die schmückenden Streifen auf dem Rücken-, dem Vorderteil und den Ärmeln. Den Schnitt habe ich etwas geändert. Die Ärmel sind bei mir nicht ausgestellt, sondern gerade. Am vorderen Ausschnitt gibt es keinen angesetzten Streifen, und auch auf den Gürtel und die Schrägbandversäuberung habe ich verzichtet.



Dafür habe ich Belege zugeschnitten - aus buchstäblich den allerletzten Resten, die von beiden Stoffen noch vorhanden waren. Die Belege für die Vorderteile bestanden notgedrungen aus zwei geraden Streifen Fleece, innenseitig an die geschwungenen Vorderkanten genäht. Das ist das Einzige, was mir an der Jacke nicht gefällt - diese beiden Kanten sind labberig und werfen Falten. Ich werde das nochmal auftrennen und mit neuen, dieses Mal geschwungenen und eventuell auch leicht verstärkten Belegen neu nähen - selbst, wenn ich dafür nochmal eine Handbreit Stoff nachkaufen muss. Für ein echtes Lieblingsstück lohnt sich der Aufwand, finde ich. Auch die Pünktchenbluse habe ich im Nachhinein nochmal geändert...

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Mittwoch, 2. März 2016

Me Made Mittwoch [Pünktchenbluse und graue Hose]


Das erste Projekt meiner Projekt Lieblingsstücke Liste ist fertig geworden, eine Bluse nach dem Schnitt Tova von Wiksten. Inspiration dafür war ja die Punkte-Tova von Flora Fadenspiel, und mein weißer Baumwollstoff ähnelt ihrem auch ein wenig, nur dass die Pünktchen viel kleiner sind. Die Bluse gefällt mir gut - aber ein 100%iges Lieblingsstück ist sie nicht geworden. Vielleicht ändere ich sie noch einmal...
Die Bluse trage ich zu der Hose Loose Fit aus der Ottobre 2/2015, hier schon gezeigt, die sich, weil sie so gemütlich ist, als Zuhause-Kleidungsstück sehr bewährt hat. Wie auch die Leopardenkuschelsocken, die ich beim Fotos machen gerade anhatte und die Ihr bitte einfach übersehen müsst.

Bis ich den Stehkragen angenäht hatte, gefiel mir der Schnitt sehr gut. Ich habe einen dünnen Hals, und mir ist der Kragen zu groß. Ich hatte nicht daran gedacht, das nachzumessen und vielleicht zu ändern. Geschlossen sieht er komisch aus und offen springt er zu weit auf (daher auch das T-Shirt darunter) und ich fühle mich nicht wirklich wohl damit. Bei einem nächsten Modell würde ich darauf verzichten, mit Belegen arbeiten und außerdem vielleicht ein, zwei Knöpfe oder ein Bindeband vorsehen.

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Edit: Das ist der neue Ausschnitt - ohne Kragen, mit zwei kleinen Abnähern im Rücken, mit Schrägband eingefasst. Gefällt mir.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Projekt Lieblingsstücke

Wie vielen von Euch geht es auch mir so, dass ich, seit ich nähe, nur noch sehr wenig Kleidung kaufe. Im letzten Jahr habe ich mir, wenn man Schuhe, Strümpfe und Unterwäsche außer acht lässt, einen dicken wasser- und winddichten Daunenmantel für den russischen Winter, einen Pullover, zwei kurzärmelige T-Shirts und ein schwarzes Kleid gekauft. Den Rest meiner Kleidung habe ich selbst genäht. Dieses Jahr möchte ich damit weitermachen und weitere Stücke nähen, die zeitlos sind, gut in meinen Kleiderschrank passen und mit etwas Glück Jahre lang halten. Manches fehlt, manches wünsche ich mir.

Die oben skizzierten 10 Lieblingsstücke würde ich gerne im Laufe dieses Jahres nähen - entweder so wie die Originale, die mich inspiriert haben, vielleicht abgeändert oder womöglich auch ganz anders:

1. eine dunkelblaue Tunika wie diese, mit weißer Stoffarbe bemalt oder eventuell von Hand bestickt
2. ein gemütliches graues Kleid wie dieses aus weichem Sweat- oder Strickstoff
3. eine Frühlingsjacke mit großem Kragen (Schnitt und Stoff noch offen)
4. eine weiße Tunika mit kleinen schwarzen Punkten, ähnlich der von Flora Fadenspiel
5. eine graue Strickjacke wie diese - falls ich dieses Jahr irgendwann wieder mit dem Stricken anfange
6. ein luftiges weißes Sommerkleid wie dieses
7. ein Wickelkleid nach einem Schnitt wie diesem, aber aus großgemustertem Stoff wie bei diesem Kleid
8. ein ausgestelltes Longshirt mit breitem kontrastfarbenem Saumstreifen wie bei diesem Rock
9. ein schmaler Mantel mit großem Kragen, Gürtel und Taschen (Schnitt und Stoff noch offen)
10. eine Kimonojacke nach dem Schnitt aus der Ottobre 02/2015 aus japanischem Stoff

Wieviel ich von dieser Liste im Laufe der nächsten Monate tatsächlich umsetzen werde, bleibt zu sehen, ich werde berichten. Wie sehen Eure Nähpläne für dieses Jahr aus? Was möchtet Ihr Euch nähen? Und kennt Ihr vielleicht einen passenden Jacken- bzw. Mantelschnitt für meine Projekte Nr. 3 und Nr. 9?