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Dienstag, 7. Februar 2017

Projekt Acapulco Quilt - Fertig


Zum Schluss ging es schnell. Der Acapulco Quilt ist fertig. Die Außentemperatur hier in St. Petersburg beträgt gerade frostige -22°, und wenn ich die Fenster zum Lüften öffne, habe ich jetzt etwas, in dem ich mich gemütlich vergraben kann.

Der Quilt ist im Großen und Ganzen wie mein Entwurf geworden (ich finde es faszinierend, Zeichnung und Ergebnis zu vergleichen - so genau habe ich noch nie einen Quilt geplant und umgesetzt). Er wurde bloß um insgesamt vier Reihen verkürzt und ist jetzt ca. 1,28 x 2,01 m groß.

Er ist ziemlich quietschbunt geworden. Aber da unsere Möbel eher zurückhaltend sind, passt es, wie ich finde. Auch ist er dicker und plüschiger geworden als geplant (flachere Quilts mag ich eigentlich lieber). Aber dafür hält er warm.

Für diejenigen, die es interessiert, zeige ich, wie ich den Quilt zu Ende genäht habe (die vorherigen Arbeitsschritte findet Ihr hier). Die drei Drittel der Decke mussten noch aneinander gefügt werden. Dafür habe ich mit Heftnähten die Linien markiert, auf denen später genäht werden sollte, die jeweiligen Teile aufeinander gesteckt und nochmal geheftet, da sich die dicken Stoffschichten leicht gegeneinander verschieben.

Die Rauten hatte ich vorab schon gequiltet, jetzt wurden noch die Bereiche zwischen den Rauten gefüllt. Dafür habe ich KaZes Vorschlag aufgegriffen. Lieben Dank für die Idee :-)

Da auf der Rückseite ja noch die drei aneinandergesetzten Teile sichtbar waren, habe ich das fertige Top nun auf ein entsprechend großes Stück grünen Fleece gelegt und gesteckt. Top und Unterseite wurden nur an wenigen Stellen miteinander verbunden: umlaufend außenherum und jeweils durch die vorher noch nicht fixierte Mittelnaht der Rauten, die ich von Hand in der jeweiligen Rautenfarbe nachgenäht habe. Das Binding ist schlicht weiß.

Ein paar fast schon obligatorische Bilder im Schnee gibt es auch noch...

Linked with Creadienstag.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Projekt Acapulco Quilt - Zwischenstand

Neuigkeiten vom Projekt Acapulco Quilt: Die drei Teile, aus denen das Top zusammengesetzt wird (der Quilt wird wieder nach der Streifenmethode genäht, mit der ich Nicht-Langarmnähmaschinenbesitzerin immer versuche, große Stoffmengen zu bewältigen, ohne beim Quilten zu verzweifeln) sind fertig und liegen erwartungsvoll und quietschbunt zur weiteren Verarbeitung auf dem Boden meines Arbeitszimmer. Und so sind sie entstanden:

Die geplante Decke wurde gedanklich in drei Teile unterteilt: Oberes Drittel, mittleres Drittel, unteres Drittel. Jedes Drittel wurde wiederum in eine obere und eine untere Hälfte geteilt, da es auf diese Art leichter war, die Rauten herzustellen. Als erstes wurden die horizontal verlaufenden Streifen jedes Bereichs aneinander genäht. Gesteckt werden musste dabei nichts, es reichte, die Streifen sorgfältig aufeinander zu legen. Der nächste Schritt war reine Fleißarbeit: nähen, bügeln, nähen, bügeln, nähen, bügeln...

Dann wurden die Rauten hergestellt - genauer gesagt vorerst nur halbe Rauten. Dafür habe ich an jedes farbige Dreieck erst den einen, dann den zweiten weißen Steifen und schließlich die weiße Spitze angenäht. Die gestreiften Hintergründe wurde so zerschnitten, dass die Dreiecke dazwischen passten. Im nächsten Schritt habe ich die einzelnen Teile gemäß meinem Entwurf aneinandernäht, so dass ich zum Schluss sechs Streifen hatte: die obere und die untere Hälfte des oberen, des mittleren und des unteren Drittels.

Dann wurde die untere und obere Hälfte jedes Drittels aneinander genäht. Dabei war sorgfältiges Stecken wichtig, damit die Rauten zusammenpassen. Früher fand ich so etwas grauenvoll, aber mittlerweile macht es mir Spaß. (Auf irgendeinem Blog habe ich von dem simplen Trick gelesen, auf den es ankommt: Man muss mit der Stechnadel exakt durch die beiden Punkte stechen, die aufeinander treffen sollen. Wenn man das befolgt, klappt es. Fast immer. Klingt furchtbar banal, war aber eine welterschütternde Erkenntnis für mich).

In einem Petersburger Stoffladen habe ich ein Vlies gekauft, das ich als Zwischenlage zwischen Oberseite und Rückseite aus weißem Baumwollstoff erwenden will - die Decke soll warm und kuschelig werden. Weil meine langen Stecknadeln verschwunden sind und ich nicht genug Sicherheitsnadeln habe, bin ich gerade dabei, die Schichten von Hand zusammenzuheften. Die Rauten werden knappkantig mit weißem Garn gequiltet. Aber wie quilte ich dazwischen?? Ich habe noch überhaupt keine Idee - und hoffe auf Vorschläge von Euch!

Mehr Rautenmuster gibt es heute übrigens beim Mustermittwoch von Müllerin Art...

Montag, 16. Januar 2017

Projekt Acapulco Quilt - Idee und Planung

Ob es am langen grauen Winter liegt oder daran, dass das letzte Quiltprojekt nur aus den Farben Schwarz und Weiß bestand - kurz nach Neujahr bekam ich plötzlich unbändige  Lust auf 1.) ein neues Quiltprojekt und 2.) leuchtendes Rot, Pink, Hellblau, Zitronengelb, Grün und Orange. Ich bestellte rasch einen Stapel unifarbener Baumwollstoffe und arbeitete ein paar Tage mit großem Vergnügen an dem Entwurf für eine neue Patchworkdecke.

Als die Stoffe angekommen waren, überlegte ich, ob diese Decke wirklich knallig bunt werden sollte und entschied dann: ja, sie soll! In einer Wohnung, in der Eichenholz und Weiß, Edelstahl und Grau überwiegen, geht das schon. Von irgendwo her flog mir auch ein passender Name für dieses Projekt zu - der Acapulco Quilt. Mich erinnern die Farben an den Acapulco Chair, den mexikanischen Stuhl aus den 50-er Jahren, den es in vielen leuchtenden Farben gibt.

Das Design steht jetzt fest (12 unterschiedlich farbige Rauten auf gestreiftem Untergrund, siehe rechte Zeichnung), die Abmessungen auch (ca. 1,30 x 2,20 m). Damit der Quilt zwar farbenfroh, aber nicht völlig quietschbunt wird, habe ich mich für sechs Farben entschieden: Kräftiges Grasgrün, helles Apfelgrün, Hellblau, Orange, Rot und leuchtendes Pink. Dabei stehen Grün und Blau im Vordergrund - die rötlichen Töne sollen etwas zurückhaltender verwendet werden.

Dieses Jahr möchte ich gerne mehr Bilder vom Arbeitsprozess zeigen, nicht nur von fertigen Ergebnissen. Wenn Euch interessiert, wie es weiter geht, dann schaut gerne wieder vorbei! Jetzt auch auf Instagram: bimbambuki_blog