Eine gekaufte dunkle Jeansjacke, ein bisschen bunter gemacht. Mit handgenähtem Patchwork aus Baumwollstoffen in verschiedenen Blau- und Aquatönen und Grün. Im Nahtschatten handgequiltet mit Vorstichen aus schwarzem Stickgarn, mit untergelegtem Quiltvlies. Ein wenig harlekin-esk, aber es gefällt mir ganz gut...
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Dienstag, 7. November 2023
Montag, 23. Oktober 2023
Grau und Aquarell
Eine weitere Quiltjacke ist fertig geworden. Dafür habe ich nur Überbleibsel von anderen Nähprojekten verwendet. Die Außenseite besteht aus grauem Chambray und Nani Iro Double Gauze in aquarelligen Türkistönen. Die Innenseite besteht aus drei verschiedenen Fleeceresten: hinten dunkelblau, vorne gelb und graugemustert in den Ärmeln. Auch den dunkelblauen Bündchenstoff hatte ich im Fundus.
Der Schnitt ist Ottobre Japanese Inspired 2/2015. Die Ärmel sind allerdings auf volle Länge verlängert und schmaler als im Original.
Mit der rückwärtigen Ansicht bin ich nicht hundertprozentig zufrieden. Eigentlich soll für diesen Schnitt ein dünner, fließender Stoff verwendet werden. Meine Jacke steht hinten seltsam kastig ab. Ich hätte sie vor dem Quilten noch einmal auftrennen und das Rückenteil unten verschmälern sollen, aber das habe ich nicht getan. Vorerst habe ich mich beholfen, indem ich hinten unten zwei Gummifäden eingezogen habe, die die Jacke zusammenziehen und ihr ein blouson-artiges Aussehen geben. Ob mir das wirklich gefällt, weiß ich noch nicht.
Gequiltet habe ich von Hand, mit weißem Sashikogarn. Die vertikalen Linien habe ich mit einem hitzelöslichen Stift vor dem Zusammennähen auf die einzelnen Schnittteile aufgezeichnet. Auf dem fertig genähten Kleidungsstück wäre das Markieren viel komplizierter und ungenauer geworden...
Montag, 9. Januar 2023
Blau, warm und etwas unförmig
Hundertprozentig überzeugt bin ich nicht von meinem jüngsten Quiltmantel. Die Idee war, sich einen dicken, warmen, kuscheligen Hausmantel zu nähen. Im Winter braucht unser amerikanisches Holzhaus morgens mehrere Stunden, um auf 19° oder 20° zu kommen. Ich wollte ein Kleidungsstück, das man über dem Pullover tragen kann, bis es warm genug ist.
Der Schnitt ist Earth Stones aus der Ottobre 5/2022. Ich habe ihn
deutlich verlängert und große schräge Eingriffstaschen hinzugefügt.
Einen Verschluss gibt es nicht, aber ich habe in den Seitennähten zwei
Gürtelschlaufen eingenäht. Die Außenseite besteht aus Baumwollstoffen unterschiedlicher Farben und
Qualitäten, die ich im Sommer in Berlin gekauft habe, und ein paar
kleineren Stücken Kona Cotton.
Die einzelnen Schnittteile bestehen aus
Improv-Patchwork. Es wäre besser gewesen, sie vorher zu
designen, denn richtig glücklich bin ich mit der
Rückseite und den Ärmeln nicht. Eine Zwischenlage aus Polyesterbatting macht den Mantel ein bisschen bauschig. Die Innenseite
besteht aus blauem Fleece, auch das aus Polyester. Dadurch wird das lange und weite Kleidungsstück nicht zu schwer.
Das Quiltmuster besteht wieder mal aus kleinen
Kreuzchen in einem Raster von 2 x 2 cm. Auf den Fotos seht Ihr noch die
aufgezeichneten Hilfslinien. Noch unfertig und daher wellig und nicht schön anzusehen ist der Vorderkantenstreifen. Ich habe noch keine Ahnung, wie ich ihn quilten werde (dichter vermutlich, aber wie?), und vor allem momentan überhaupt keine Lust darauf...
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Donnerstag, 20. Oktober 2022
Lang, blau, warm
Nach dem Quilten kommt das Kleidungnähen und nach dem Kleidungnähen kommt das Quilten... und manchmal geht beides ineinander über. Aus Berlin hatte ich mir im Sommer ein paar Stücke gewebten Baumwollstoff in verschiedenen Farben mitgebracht.
Daraus nähe ich mir gerade einen Patchworkmantel, und zwar zum ersten Mal frei improvisiert, wie ich es auch bei meinen Quilts oft tue. So schön der Herbst hier im Bundestaat New York ist, so empfindlich kalt wird es in unserem Haus, sobald die Temperaturen fallen.
Der Schnitt "Earth Stones" stammt aus der Ottobre 5/2022 und ist eigentlich für eine kurze Jacke gedacht. Ich habe ihn auf ungefähr Knielänge verlängert, unten weiter ausgestellt und große Taschen hinzugefügt. Mein Mantel besteht aus drei Schichten: der gepatchten Oberseite aus Baumwolle, einer Zwischenschicht aus leichtem mitteldicken Polyester-Batting und einer Innenseite aus blauem Fleece. Alle Schnittteile sind zusammengefügt. Fehlt noch das Zusammenquilten - mit kleinen Kreuzen von Hand, wie schon so oft, aus blauem Stickgarn...
Dienstag, 25. Januar 2022
Improvisieren mit Resten
Diese und diese Patchworkjacke habe ich nach dem Schnitt Schnitt Scarab aus der Ottobre 5/2018 genäht, aber für mein neuestes Projekt wollte ich etwas anderes ausprobieren. Dieser Schnitt heißt Bomber und stammt aus der Ottobre 2/2017. Es handelt sich um eine Bomberjacke, wie der Name schon sagt, mit Reißverschluss, Futter und Bündchenabschlüssen.
Entstanden ist die Jacke nach meiner Lieblingsmethode: ich habe die Beutel mit Stoffresten und Jeansresten ausgekippt, mir Stücke genommen, die mir gefielen, und drauflos improvisiert. Nichts wurde im Vorfeld entworfen oder geplant, alles entstand während des Machens. Mir gefällt, dass es sich um ein echtes Recycling-Projekt handelt. Sogar das Futter besteht aus Resten.
Das Patchwork der mittleren Vorderteile ist spiegelsymmetrisch und das des Rückenteils und der Ärmel auch. Ich mag, dass die Jacke wild ist, aber zu chaotisch sollte sie nicht werden. Die seitlichen Vorderteile und die hinteren Ärmel sind deshalb schlicht schwarz. Wenn ein Patchwork-Teil eine gewisse Größe hatte, habe ich das entsprechende Schnittteil darüber gelegt und geguckt, wo ich noch anstückeln muss.
Die Jacke besteht aus Karostoffresten dieser Tunika, Cordresten dieses Latzkleids, Jeansresten dieser Latzhose, Sweatresten dieses Hoodies meines Mädchens, Denim von löcherigen Jeans meines Jungen, schwarzem Stoff einer alten Hose meines Mannes, Überresten eines vor Ewigkeiten geschenkt bekommenen schwarz-weißen Sommerkleids, Stücken eines Tauschstoffs usw...
In den Nähten der Vorderteile sind Eingriffstaschen versteckt. Innen besteht die Jacke aus smaragdgrünem Sweat (Rückenteil), dunkelgrauem Baumwollfleece (Vorderteile) und grauem Futterstoff (Ärmel). Der Saum und die Ärmel haben Bündchen aus dunkelgrauem Bündchenstoff. Auch der Kragen besteht daraus. Warm oder winddicht ist die Jacke nicht, aber das muss sie auch nicht sein.
Auf dem Bild oben trage ich nur Selbstgemachtes: Grundlage für den grauen Fleece-Pullover war der Schnitt Rosy Grey aus der Ottobre 4/2015. Der Schnitt für die Hose aus dickem schwarzem Baumwollsweat ist Loungewear aus der Ottobre 2/2017 (danach habe ich schon mal eine Jeans-Patchworkhose genäht). Diese Hose ist nicht nur unheimlich gemütlich, sondern auch schön warm und wird hier im Winter oft getragen.
Freitag, 17. September 2021
Von Wolldecken und Wassermelonen
Früher, als es in diesem Haushalt noch keinen Stapel selbstgemachter, weicher, warmer Quilts gab, hatten wir eine dunkelgraue Wolldecke. Sie stammte aus dem schwedischen Möbelhaus und passte farblich gut in unsere Wohnung, war allerdings eher kratzig und ungemütlich. Irgendwann wurde sie im Stoffschrank verstaut, wo sie lange auf einen neuen Verwendungszweck wartete. Neulich kam mir die Idee, daraus eine weitere Kimonojacke zu nähen - wieder verlängert und mit großen Taschen, wie bei diesem Modell. Eine Jacke aus eher kratzigem Wollstoff? Das macht nicht unbedingt
Sinn. Aber den Gedanken wurde ich einfach nicht mehr los.
"Baby's Jacke!" meinte meine Tochter, als sie sie zum ersten Mal sah - wir haben vor kurzem zusammen "Dirty Dancing" geguckt. Und auch wenn die Strickjacke im Film hellblau ist und eine andere Form hat, finde ich diese Assoziation hübsch. Das war schließlich der Film meiner Jugend. Ich präsentiere heute also: die Baby-Jacke. Und weil es sich anbot und ich schon viel zu lange nicht mehr mit Obst posiert habe, habe ich fürs Foto extra eine Wassermelone getragen.
P.S.: Im wahren Leben trage ich eine Wolljacke nicht mit Shorts und kurzem T-Shirt - es war ein heißer Tag.
P.P.S.: So schrecklich kratzig ist sie übrigens gar nicht.
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Montag, 17. Mai 2021
Riesige kleine Mohnblumen
"Pieni Unikko", habe ich gerade gelernt, heißt Kleine Mohnblume auf Finnisch. Dabei sind die Blumen auf diesem Marimekko-Baumwollstoff alles andere als klein. Mehrere Tage lang habe ich überlegt, was ich aus den zwei Yards nähen könnte, die ich bei Entropy Always Wins und Finnstyle gewonnen habe. Der Riesenprint sollte gut zur Geltung kommen, von daher fielen kleinteilige Schnitte mit vielen Teilungsnähten aus. Entschieden habe ich mich für die Outdoorjacke Ruth aus der Ottobre 5/2020.
Wie immer habe ich die Größe 36 genommen und das Vorder- und Rückenteil und die Ärmel verlängert. Eigentlich wird die Jacke nur mit Belegen genäht, aber ich mag es gefüttert lieber. Der hellgraue Futterstoff fühlt sich gut an und macht die Jacke hoffentlich auch ein bisschen winddichter. Die Innenseite der Kapuze besteht aus dünnem weißen Baumwollstoff. Auf die Bandtunnel habe ich verzichtet.
Der Schnitt hat eigentlich vorne zwei aufgesetzte Taschen mit Klappen, aber ich mag seitliche Eingrifftaschen lieber, in denen man beim Laufen seine Hände vergraben kann. Diese hier, mit rotem Bündchenstoff eingefasst, habe ich mir einfach selbst konstruiert. Die Rückseite der Taschen besteht aus einem Rest eines festen weißen Baumwollstoffs, aus dem ich mir neulich eine Hose genäht habe (zeige ich demnächst).
Auf der linken Innenseite habe ich eine Reißverschlusstasche ins Futter genäht. Verschlossen wird die Jacke mit weißen Plastikdruckknöpfen. Das sollte sie zumindest - die Knöpfe, die ich hier in NY gekauft habe, sind ärgerlicherweise von schlechter Qualität und haben sich beim Reindrücken so verformt, dass sie sich teilweise nicht schließen lassen. So was ist mir vorher nie passiert. Ich werde sie wohl wieder raustrennen müssen.
Tragen werde ich meinen Mohnblumenmantel trotzdem, offen. Er ist ja sowieso eher zierend als wärmend...
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Donnerstag, 29. April 2021
Ganz vergessen
Aus irgendeinem Grund habe ich diese Jacke noch nie auf dem Blog gezeigt, und dabei ist sie schon letztes Jahr entstanden, nach meiner ersten Quiltjacke überhaupt und vor meiner Seventies-Patchwork-Jacke. Der Schnitt ist Scarab aus der Ottobre 5/2018. Anders als ihre Vorgängerin besteht sie nicht aus drei Lagen, sondern
aus zweien. Außerdem ist die Innenseite kein gewebter Baumwollstoff,
sondern Fleece. Dadurch fällt die Jacke weicher und trägt sich
angenehmer.
Solche Quilt-Kreuzchen kennt Ihr von meinem Lemon und meinem Leaving Marks Quilt. Genau wie dort habe ich auch hier von Hand gequiltet. Ich liebe die Textur, die dadurch entsteht. Damit die Jacke nicht zu langweilig wird, habe ich an den Ärmeln einen Streifen Marimekko-Stoff angesetzt. Sie passt daher gut in die Me Made May Challenge #memademaymarimekko von Entropy Always Wins...
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Donnerstag, 21. Januar 2021
Bereit für Hogwarts
Baby, it's cold outside. Außentemperaturen von 3 Grad fühlen sich in einem amerikanischen Holzhaus ungemütlicher an als -20 in einer Stadtwohnung in St. Petersburg. Manchmal trage ich sogar Fleece über Fleece. Der dunkelblaue Pullover ist schon ein paar Jahre alt. Neu ist die gemütliche, wenn auch etwas unförmige Jacke nach dem Schnitt Scarab aus der Ottobre 5/2018, nach dem schon diese, diese und diese Quiltjacke entstanden sind. Dieses Mal habe ich den Schnitt verlängert und vorne riesige Taschen hinzugefügt. Falls ich jemals einen Brief aus Hogwarts bekomme, werde ich am 1. Schultag diese Jacke tragen - ich komme mir daran immer so vor, als müsste ich jeden Moment meinen Zauberstab zücken.
Die alte, im Boro-Stil geflickte Jeans habe ich bereits hier gezeigt.
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Montag, 21. Dezember 2020
Gelbe Blumen auf hellgrauem Sand
Meine Quiltjacke ist fertig. Grundlage war der Schnitt Scarab aus der Ottobre 5/2018, den ich allerdings stark verändert habe (Vorder- und
Rückenteile
wurden verlängert, Brustabnäher hinzugefügt, die Ärmel
verschmälert und verlängert, die Schulterlinien geändert).
Der Außenstoff ist ein Double
Gauze von Nani Iro mit gelbem Blumendruck auf blassem Untergrund,
irgendetwas zwischen Hellgrau und Sandfarben. Gerne hätte ich, wie bei meiner Patchwork-Jacke, große Taschen hinzugefügt, aber ich war beim Stoffkauf zu sparsam gewesen.
Der Nani Iro Stoff ist sehr fein. Dadurch, dass zwei dünne Stoffe miteinander verbunden wurden, bekommt die Jacke mehr Festigkeit, ohne zu steif zu werden. Mit einem hitzelöslichen Stift habe ich vertikale Linien vorgezeichnet, die dann von Hand gequiltet wurden.
Das Material war so knapp, dass ich die Rückseite der Jacke aus zwei Stücken zusammensetzen musste und auf einem der Vorderteile die am Rand aufgedruckte Kennzeichnung des Herstellers zu sehen ist. Ich werde einfach behaupten, dass das so geplant war.
Die Innenseite besteht aus
dunkelgrauem French Terry Knit. Wie Ihr seht, bin ich noch gar nicht komplett fertig. Auf der Innenseite gibt es noch viele Fadenenden zu vernähen. Wenn das einigermaßen sauber wird, könnte man die Jacke auch wenden und mit dieser Seite außen tragen...
Dienstag, 1. Dezember 2020
Vorher und Nachher
Weiter geht es mit der gequilteten Kimono-Jacke. Zum Vorzeichnen der Linien verwende ich einen Stift, der sich wegbügeln lässt. Außen- und Innenjacke habe ich an den Schulter- und Seitennähten und an den Vorderkanten zusammengeheftet. Mehr heften oder stecken war dieses Mal nicht nötig - da die Innenjacke aus Jersey besteht und ein wenig kleiner ist als die Außenjacke, lässt sie sich während des Arbeitens mit etwas Fingerspitzengefühl einfach in die richtige Position bringen. Ich quilte erst außen und in der Mitte, dann jeweils dazwischen und fülle dann nach und nach die restlichen Linien.
Auf diesem Bild sieht man schön den Kontrast zwischen Vorher und Nachher. Ich liebe die Struktur von Handgequiltetem...
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Freitag, 30. Oktober 2020
Es eilt nicht
"Slow stitching" ist etwas, das mir Freude bereitet. Nachdem ich in letzter Zeit mehrere schnelle neue Kleidungsstücke für mich genäht habe, ist das hier ein langsames Projekt, das einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Der Schnitt ist derselbe wie bei meiner gequilteten Kimonojacke, Scarab aus der Ottobre 5/2018 mit vielen Änderungen (Vorder- und Rückenteile
verlängert, Brustabnäher hinzugefügt, Schulterlinie geändert, Ärmel
verschmälert und verlängert). Außen besteht die Jacke aus einem Double Gauze von Nani Iro. Aus einem ähnlichen Stoff habe ich mir vor Jahren ein T-Shirt genäht, das ich immer noch sehr gerne trage. Dieses Material hier ist allerdings noch feiner und dünner. Die Innenseite besteht aus dem gleichen Stoff wie der gerade gezeigte French Terry Knit Mantel. Beide Schichten möchte ich wieder mit Handquilting verbinden. Wie, weiß ich noch nicht, aber es eilt ja nicht...
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Dienstag, 27. Oktober 2020
Eine Zwiebelschicht
Gemütlich muss es sein, das ist gerade mein Motto beim Kleidungnähen. Das hier ist ein verschlussloser Mantel nach dem Schnitt Gorgeous Grey aus der Ottobre 5/2015. Genäht habe ich ihn aus einem dunkelgrauen Frotteejersey aus Baumwolle und Kunstfaser, der hier French Terry Knit heißt. Die im Schnitt vorgesehene Rollkante konnte ich mir bei diesem Material nicht so gut vorstellen, deshalb habe ich den Schalkragen mit Beleg genäht. Der Mantel an sich wärmt nicht sehr, funktioniert aber gut als Schicht im Zwiebellook. Zu Hause trage ich ihn zum Beispiel so, über einem T-Shirt und Shorts mit Strumpfhose. Und das ist wirklich gemütlich.
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Dienstag, 16. Juni 2020
Gequiltete Kimonojacke
Meine gequiltete Kimonojacke ist fertig. Hier und hier hatte ich von dem Projekt erzählt. Das Handquilten hat einige Zeit in Anspruch genommen, was mich aber nicht gestört hat. Handarbeiten kann so entspannend sein. Einzig das allmähliche Verblassen der mit Blei- und Buntstift aufgemalten Linien war unangenehm.
Wie schon gesagt - das Farbspektrum ist ganz anders als meine sonstigen Farben, aber die Jacke gefällt mir gut. Sie ist ganz leicht und bequem. Und die Taschen sind toll. Ich kann mir gut vorstellen, bald noch mal ein ähnliches Projekt anzufangen. Vielleicht ganz in Schwarz? Oder aus blauem Denim? Mal sehen...
Edit: Eine Nahaufnahme der Taschen für Siebensachen. Die aufgesetzten Taschen mit schräger Oberkante sieht man erst auf den zweiten Blick. Ich habe sie erst gequiltet und dann aufgenäht. Auf dem Foto sieht man auch das Futter der Jacke, eine schöne vergissmeinnichtblaue Viskose(?), in Begleitung von Mechthild in Gütersloh gekauft. Die schlammbraunen Dreiecke stammen übrigens aus zwei alten Hosen meines Mannes - die Jacke ist also zur Hälfte ein Recyclingprojekt.
Edit: Eine Nahaufnahme der Taschen für Siebensachen. Die aufgesetzten Taschen mit schräger Oberkante sieht man erst auf den zweiten Blick. Ich habe sie erst gequiltet und dann aufgenäht. Auf dem Foto sieht man auch das Futter der Jacke, eine schöne vergissmeinnichtblaue Viskose(?), in Begleitung von Mechthild in Gütersloh gekauft. Die schlammbraunen Dreiecke stammen übrigens aus zwei alten Hosen meines Mannes - die Jacke ist also zur Hälfte ein Recyclingprojekt.
Montag, 25. Mai 2020
Ein bisschen Seventies
Fortschritt der Quiltjacke. Die Farben sind außerhalb meiner Komfortzone und eigentlich auch nicht 100% geeignet für einen Wintertyp wie mich. Ein bisschen Seventies-Flair haben sie, finde ich. Das Quilten ist zeitaufwendig, macht mir aber wirklich Spaß. Ich kann diese meditative Arbeit gerade gut gebrauchen.
Auf diesem Bild sieht man, wie ich die Nähte der Außenjacke und des Futters aufeinander gesteckt und die Nahtzugaben festgeheftet habe, damit sie richtig liegen. Die Vorderteile und Ärmel sind mittlerweile fertig, und von der Rückseite habe ich ungefähr ein Drittel geschafft - vielleicht kann ich die fertige Jacke beim nächsten Me Made Mittwoch zeigen.
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Montag, 18. Mai 2020
Womöglich die zweitfurchtbarste Idee
Das hier wird keine Patchworkdecke, sondern eine Jacke. Ich experimentiere ja schon seit einer Weile mit gequilteter Kleidung (wie zum Beispiel hier, hier oder hier). Neulich ist mir eingefallen, dass ich mich als Studentin mit Mitte Zwanzig mal an einer Patchworkhose versucht habe, die allerdings nie fertig geworden ist. Was eventuell daran lag, dass damals ein Freund zu mir meinte, diese Hose sei die furchtbarste Idee, die ich je gehabt habe. Ich frage mich, was er wohl zu diesem Projekt sagen würde...
Schnitt: Scarab aus der Ottobre 5/2018 mit so vielen Änderungen, dass es fast ein neuer Schnitt geworden ist: Vorder- und Rückenteile verlängert, Brustabnäher hinzugefügt, Schulterlinie geändert, Ärmel verschmälert und verlängert, Taschen hinzugefügt.
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Montag, 9. März 2020
Pentimenti
"Pentimenti (Mehrzahl, von italienisch pentimento, „Reue“; deutsch „Reuestriche“, eingedeutscht auch Pentiment)
sind Veränderungen die während des künstlerischen Schaffensprozess an
Grafiken, Gemälden oder Wandmalereien vorgenommen wurden. Pentimenti
entstehen, weil der Künstler während dieses Prozesses mit der Linie, der
Form und der Farbe um die nach seiner Meinung ideale Wiedergabe seines
»Bildgedankens« ringt." sagt Wikipedia.
Der Schnipselkreis, der manche von Euch an ein Fernseh-Testbild erinnerte, fühlte sich nicht richtig an. Nach langem Überlegen habe ich noch einmal, dieses Mal in einem anderen Farbspektrum, mit Stoffresten improvisiert und mit Sashiko-Stichen gequiltet und den neu entstandenen Kreis mit Handstichen über den vorhandenen genäht. Verrückt? Vielleicht. Aber mein Ziel ist, nur noch wirklich geliebte Kleidungsstücke im Schrank zu haben. Vielleicht entdeckt ja ein textiler Archäologe/Restaurator in ein paar Jahrzehnten das verborgene Testbild unter der neuen Schicht. Das wäre doch was...
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