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Mittwoch, 8. Oktober 2014

Sommerbücher

Der Herbst hat begonnen, aber ein bißchen Sommer bleibt. Schon das dritte Jahr in Folge durfte ich mich über Post von anderen Mail Art Freundinnen freuen. Dieses Mal lautete das Thema Sommerbücher. Und was die Anderen aus meiner Gruppe mir zugeschickt haben, ist mit so viel Liebe gemacht worden, so voller schöner Details, so unterschiedlich und jedes für sich fabelhaft, dass ich nur staunen konnte. Schaut Euch die Bilder an... 






Mein Dank geht an Tabea Heinicker (für das Regentropfen- und das minikleine Sonnen-Buch), Petra Paffenholz, (für das Gelbe mit den blauen Wellen), Eva von Jaegerschnipsel, (für das Riesenkonfetti-Buch) Martina von Mottenkönig (für das Apfel-Buch) und Dania von Krokodilina (für das blizzard-gebundene Trauerweidenbuch).

Herzlichen Dank auch Euch, liebe Frau Wien, liebe Michaela, liebe Tabea. Fürs Ausdenken, Organisieren und Sammeln. Es hat sehr viel Freude gemacht.

Sonntag, 7. September 2014

In der Buchbinderwerkstatt


Sommertagebücher lautet das Thema der diesjährigen Sommerpost. Wie schön! dachte ich, als ich mich anmeldete. Ich liebe Blankobücher und schreibe seit vielen Jahren Tagebuch. Aber spätestens, als es konkreter werden sollte, wurde mir etwas mulmig. Selbst ein Buch binden, das hatte ich noch nie gemacht. Und dann gleich sechsfach, denn so viele Teilnehmer gibt es in jeder Sommerpostgruppe...

Aber es machte viel Spaß, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Ich las die gut gemachten und sehr hilfreichen Anleitungen von Lost im Papierladen, bestellte Pappe, Leim und Buchbinderzwirn, fand einen wunderschönen Stoff im Volksfaden (denn eine Mischung aus Papier und Stoff sollte das Sommertagebuch werden, eine Verbindung von zwei meiner Leidenschaften) und probierte drauflos.


Das Papier für die Büchlein wurde von Hand zugeschnitten: 190 g schwerer Zeichenkarton und dünnes weißes Papier mit ab und zu einem darauf kopierten Vögelchen. Gewählt habe ich ein Querformat, 21x12 cm, das sich aus A3 schneiden und falten ließ. Für Skizzen mit Tintenstift den Karton, für Notizen mit Kugelschreiber das Papier, dachte ich mir. Aber nochmal würde ich so dünnes Papier nicht verwenden, denn nach den weiteren Arbeitsschritten wellte es sich.


Mit dem Buchbinderzwirn wurden abwechselnd Karton- und Papierseiten zu zwei Heften mit insgesamt 16 Blättern oder 32 Seiten zusammengebunden. Perfekt geworden ist es nicht, weil ich zwischendurch ein bißchen improvisierte. Das nächste Mal werde ich mich strikt an die Anleitungen halten. Egal - den Spalt zwischen den beiden Heften habe ich einfach unter Masking Tape versteckt.


Dann wurden die Pappen der Vorder- und Rückseiten auf den Stoff geleimt. Und die Hefte in die stoffbezogenen Buchdeckel geklebt. Zwischendurch gab es immer wieder Pausen, denn nach jedem Arbeitsschritt musste der Leim trocknen. Da ich weder eine Presse noch Zwingen hatte, mussten dafür ein paar schwere Bücher herhalten. Nichts für Ungeduldige, lernte ich: Buchbinden erfordert ein bißchen Zeit.


Nach dem letzten Warten war es dann endlich soweit - die Sommertagebücher waren fertig! Wie gesagt: Perfekt sind sie nicht. Aber es hat Spaß gemacht, sie zu machen, ich habe einiges gelernt und freue mich über das Ergebnis. Sie sind doch hübsch geworden, oder...? Schnell wurden noch Karten bestempelt, bekritzelt, beschrieben - und ab ging die Post. Je ein Buch bekamen Tabea Heinicker, Petra Paffenholz, Eva von Jaegerschnipsel, Martina von Mottenkönig und Dania von Krokodilina. Eins behalte ich selbst.

Sommerpost ist eine immer wieder schöne Idee von Michaela Müller und Tabea Heinicker, und ausgerichtet wird sie dieses Jahr von Frau Wien. Vielen herzlichen Dank Euch dreien für die wunderbare Anregung und die Organisation! 

Und wer mehr sehen möchte: Die gesammelten Werke aller Teilnehmerinnen findet Ihr hier.

Samstag, 19. Juli 2014

Ein Sommermorgen


Ein Sommermorgen. Der Mann räumt die Wassermelone in den Kühlschrank, das Fräulein malt ein türkisgrünes Pferd mit blauer Mähne und der kleine Mann hat die Polizeimütze auf, die Handschellen an der Hose und fängt im Kinderzimmer Verbrecher. Draußen sind es 27° und es wird noch heißer. Deswegen gibt es zum Samstagskaffee bei Ninja heute keinen Kaffee, sondern kühles Wasser. Und einen Blick ins Arbeitszimmer. Da seht Ihr

Die erste Sommerpost, von Petra in schönem Sonnengelb. Und ein Patchworkkissen aus lauter kleinen Dreiecken, mit der Maschine genäht. (Zum ersten und letzten Mal, weil ich es furchtbar anstrengend und gar nicht entspannend finde, wenn man ständig stecken, ein paar Zentimeter nähen, bügeln, wieder stecken und wieder ein paar Zentimeter nähen muss. Das nächste Projekt dieser Art wird wieder von Hand genäht, das macht mehr Spaß...)