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Mittwoch, 30. November 2022

Fliegenpilz-Nostalgie

Es ist schon verrückt. Als ich mit dem Nähen angefangen habe, war meine Tochter zwei Jahre alt. Damals habe ich meinem kleinen Rotkäppchen süße T-Shirts und Kleider genäht, gern in Rot-Weiß, gern mit Punkten und immer wieder mit applizierten Fliegenpilzen. Jetzt ist meine Tochter 14 geworden. Zum Geburtstag hat sie sich neue Kissenbezüge gewünscht, und zwar im Indie-Stil. Auf einmal gibt es das wieder: kunterbunte Farben, Smileys, Fliegenpilze. Beim Nähen bin ich ein bisschen wehmütig geworden. 
 
Das gehäkelte Kissen habe ich nicht selbst gemacht, sondern auf Etsy gekauft - ist das nicht schön?

Montag, 4. Januar 2021

Vermischtes


Hallo Ihr Lieben, ein gutes Jahr 2021 wünsche ich Euch! Hier beginnt ganz allmählich wieder der Alltag. Meinen Stoffschrank habe ich noch im alten Jahr aufgeräumt, ich habe einige Ideen für neue Nähprojekte.

Das war ein Weihnachtsgeschenk für meinen Mann: eine neue Hülle für einen alten Ofenhandschuh. In der Farbe von Pauls Augen (na, fast zumindest) und mit typischem Zitat bestickt. Wer weiß, worum es geht?
 
Von meinem Weihnachtsgeschenk-Gutschein habe ich mir unter anderem ein paar Solids von Kona Cotton bestellt, in für mich teils ganz neuen Farben. Neues Jahr, neue Palette. Wie geht es Euch?

Freitag, 18. Dezember 2020

23 Tannenbäumchen



Für den Adventskalender unserer Schule habe ich eine Nähanleitung für eine einfache weihnachtliche Tannenbaum-Girlande erstellt, die ich Euch heute zeigen möchte. Vielleicht habt Ihr ja Lust, Euch auch eine zu nähen? 
 
Für eine Girlande mit 23 Tannenbäumen braucht Ihr:
- Verschiedene Baumwollstoffe in Grün- und Weißtönen
- ca. 40x30 cm weißen Filz oder Kunstfilz
- ca. 2 m dünnes weißes Band 
 
Zeichnet den Umriss eines Tannenbaums auf kariertes Papier und schneidet ihn aus. Das ist Eure Schablone. Der hier gezeigte Baum ist 5 Zentimeter breit und 7,5 Zentimeter hoch. Bügelt die Stoffe. Da die Tannenbäume nicht sehr groß sind, kann man gut Stoffreste verwenden.


Legt die Schablone auf die Rückseite eines Stück Stoffs, zeichnet die Umrisse mit einem Stift nach und schneidet den Tannenbaum aus. Ihr braucht 12 grüne und 11 weiße Bäume. Legt sie mit etwas Abstand zueinander mit der Vorderseite nach oben auf den weißen Filz.
 
Näht die Tannenbäume knapp entlang der Außenkante auf den Filz. Wer keine Nähmaschine hat, kann das auch mit großen Stichen von Hand machen. Schneidet die Bäume dann so aus, dass umlaufend ein schmaler weißer Rand bleibt.
 
Steckt die Spitze eines grünen Baums mit einer Stecknadel auf die Mitte des Bandes und arrangiert dann die eine Hälfte der Bäume links und die andere rechts davon. Achtet darauf, dass immer ein weißer Baum neben einem grünen liegt. Der Abstand beträgt ca. 8 Zentimeter.
 
Näht nun die Spitzen der Bäume auf dem Band fest. Fertig ist eure Tannenbaum-Girlande! Je nach Lust und Laune könnte man so eine Girlande auch aus weihnachtlich gemusterten Stoffen in Rot und Grün nähen... oder Silber und Gold... oder fröhlichen kunterbunten Farben... Viel Spaß!

Montag, 6. April 2020

Das Chamäleon in seiner Umgebung

Der Chameleon In A Bag Of Skittles Quilt ist fertig und schmückt jetzt das Bett des Mädchens, zusammen mit den ebenfalls selbstgenähten Kissen. Der Quilt misst ca. 119x222 cm und hat damit das perfekte Tagesdeckenmaß für ihr Bett.

Das Aufnähen der losen Wollfäden war nicht kompliziert und hat Spaß gemacht. Ich möchte diese Technik demnächst mal auf einem T-Shirt oder einem Pullover probieren - vielleicht mit einem dünnen Band statt mit Wolle und mit einer anderen Schriftart.

Am oben und unteren Ende habe ich ein paar dezente Stickereien in Hellgelb, Lila, Orange, Hellblau, Apfelgrün, Rot und Pink hinzugefügt - ein paar bunte Skittles, schließlich der Grund für all die Verwirrung. Den Quilt in Gänze könnt Ihr hier sehen.

Freitag, 24. Mai 2019

Krumme Kringel

Das vor fünf Jahren handgenähte Kissen aus 210 Dreiecken begann sich an vielen Stellen aufzulösen. Schweren Herzens habe ich es entsorgt und ein neues genäht. Aus schwarzem Baumwollstoff, den ich mit krummen Kringeln bedruckt habe. Mit Hilfe von aufgebügeltem Freezerpapier und zwei Schichten weißer Stoffmalfarbe, mit einem Pinsel aufgetupft. Macht Spaß und geht schnell...

Eine Sammlung aller bimbambuki-Kissen findet Ihr hier.

Donnerstag, 25. April 2019

Drei plus drei

Von der Idee zum fertigen Projekt geht es manchmal ganz schnell. Neue Kissen für die Kinder wollte ich nähen, denn die werden älter und machen sich nicht mehr so viel aus Rot mit weißen Punkten. Kissen also, drei für jedes Kind. Wie sie aussehen, habe ich aber nicht allein entschieden...

Das Design wurde eng mit dem jeweiligen Klienten abgestimmt. Klient A, Mädchen, 10 Jahre, entschied sich für schwarz-weißes Patchwork, einen senfgelben Bär (inspiriert von bloggaibagis) und ein graues Sweatstoff-Kissen mit einer Applikation ihrer Initiale.

Klient B, Junge, 8 Jahre, riesengroßer Star Wars Fan, wollte eigentlich ein Kissen mit einem Klonkrieger oder Darth Vader, bekam aber statt dessen eins mit dem ultimativen Star Wars Zitat. Da unser Drucker nicht funktioniert, habe ich die Buchstaben selbst konstruiert.

So sieht das Jungs-Ensemble aus: Graues Sweatstoff-Kissen mit applizierter Initiale, petrolblaues Sweatstoff-Kissen mit aufgenähtem Zitat, Jersey-Kissen mit Löwen-Print. Verschlossen werden alle Kissen auf der Rückseite mit KamSnaps - das ist schnell und einfach zu nähen und man braucht keine Reißverschlüsse...

Montag, 15. Januar 2018

Abschied vom Hahn


Dort, wo letztes Jahr der Wandhänger mit Hahn hing, sollte dieses Jahr (das war zumindest der Plan) ein Miniquilt mit Hund hängen. Schließlich beginnt am 16. Februar 2018 das chinesische Jahr des Hundes. Aber was ich kurz vor Weihnachten spontan genäht habe, hat überhaupt nichts mit Hunden zu tun.

Es erinnert stattdessen an meinen Zou Bisou Bisou Quilt vom letzten Sommer. Der Hintergrund besteht wieder aus dem tollen Baumwollstoff "Sketch" von Timeless Treasures. Für die Linsen habe ich verschiedene Kona Cottons in leuchtenden Farben verwendet. Kein Hund also. Mir gefällt der Miniquilt trotzdem...

Mittwoch, 21. Juni 2017

Weiße Nächte

Die weißen Nächte sind da. Hier in St. Petersburg geht die Sonne momentan um 03:37 Uhr auf und um 22:24 Uhr unter, und selbst um Mitternacht ist es im Norden nicht richtig dunkel. Auf den Straßen tummeln sich nachts die Menschen, und eigentlich möchte man am liebsten gar nicht schlafen gehen.

Diese Zeit ist magisch, eine wundervolle Entschädigung für die lange Dunkelheit des Winters. Die Terrassenmöbel vom Schweden, die die meiste Zeit des Jahres drinnen stehen, werden endlich herausgeholt. Wenn das Wetter es zulässt, sitzen wir abends auf der Dachterrasse und genießen das Licht.

Nur die gekauften Polster (unterschiedlich breite Streifen in Weiß und Beige) gefielen mir gar nicht. Aus blauen und aquafabenen Kona Cotton Fat Quarters und einem weiß-türkis gemusterten Baumwollstoff habe ich deswegen neue Bezüge genäht, die statt mit Bindebändern mit Kam Snaps befestigt werden.

So schön kann es sein - aber leider regnet es zur Zeit viel...

Montag, 18. April 2016

Kuriose kindliche Kissenkreationen

An einem Nachmittag am Wochenende habe ich neulich dieses Patchwork-Kissen genäht, passend zum White Stripes und Susi-the-bear-Kissen. Schlicht, schwarz-weiß und aus Kindersicht absolut langweilig. "Ihr könnt ja eure eigenen Kissen entwerfen", meinte ich zu den Kindern, "und ich nähe sie dann." Der Vorschlag gefiel ihnen, sie waren Feuer und Flamme.

Die große Restetüte wurde ausgeschüttet, und die Kinder suchten sich Stoffe aus, die ihnen gefielen. Das Mädchen entschied sich für Eulen, Schmetterlinge, Cupcakes in rot, rosa, blau, türkis (was ich bei einer 7-jährigen gar nicht mehr erwartet hätte), während der Junge "jungenhafte" Stoffe wollte. Dicke Punkte zum Beispiel (aha) und knalliges Orange.

Es wurde ein bißchen geschnitten und gelegt - den Rest musste ich dann aber alleine machen.

Dies wird das Kissen für den Jungen. In der Mitte liegt das graue Stück Stoff, wie von ihm entworfen.

Und drum herum die andere Stoffreste, die er sich ausgesucht hatte. Wie es gerade kam, ohne vorherigen Plan. Ich mag so ein intuitives Nähen.

Zum Schluss musste ich zugeben, dass mein eigenes Kissen tatsächlich das langweiligste der drei ist...

Dienstag, 23. Februar 2016

Schwarze Krähe

Was macht man, wenn man gerade an mindestens zwei großen Projekten gleichzeitig arbeitet? Genau, man schiebt ein drittes, kleineres dazwischen. In meinem Fall war da auf einmal die fixe Idee, auszuprobieren, ob man den Eames House Bird (oder eine ihm zumindest ähnlich sehende Krähe) als kleines Patchwork nähen und als Bild rahmen könnte.

Es handelt sich nicht um eine Applikation. Ich habe mir den Vogel auf ein entsprechend großes Stück Papier gezeichnet und dieses dann, wie man oben sieht, entlang der Umrisse des Vogels und zusätzlich in weitere Stücke zerteilt. Zerschnitten, um es wieder zusammen zu fügen. Der Unsinn und die Freude des Patchworkens ;-)

Nachdem das Bild aus schwarzem und weißem Baumwollstoff zusammengefügt war, habe ich es (mit einer Zwischenschicht aus dünnem Volumenvlies und weißer Rückseite) mit der Maschine gequiltet, zunächst entlang der Verbindungsnähte. Die Flächen habe ich mit parallel laufenden Linien ausgefüllt. Weil das Weiß ein, zwei hartnäckige Flecken aufwies, habe ich das fertige Bild zum Schluss in der Maschine gewaschen, was ich eigentlich nicht wollte. Daher hat es jetzt den typisch crinkligen Quilt-Look...

Donnerstag, 19. November 2015

Beruhigend

Stoffe nebeneinander legen, wieder fortnehmen, neu zusammenfügen, zusammenstecken, nähen, quilten. Sich auf die Farben und die Linien konzentrieren. Musik hören. Und irgendwann wieder etwas langsamer atmen. Wieder ein bißchen Licht im Nebel sehen.

Schöne Stoffstückchen vom letzten Stofftausch. Und wieder mit einem ganz besonderen Stück, Fischsternen, handgedruckt von Müllerin Art.


Montag, 26. Oktober 2015

Unterm Obstsalat


Die letzte Oktoberwoche. Draußen gibt es mittlerweile mehr Grau als Blau und mehr Braun als Grün. Für die eigene kleine Teezeit am Vormittag habe ich mir einen Tischbedecker genäht, in eher herbstlichen Farben - und Sonnengelb. Ohne geht es irgendwie nicht. Von wem die schöne Fischblume ist, muss ich nicht sagen, oder? (Genau, von Müllerin Art.) Auch einige der anderen Stückchen stammen vom letzten Stofftausch, lieben Dank Euch dafür.


Damit der Tisch nicht friert, liegt zwischen den oberen Stoffen und dem unteren eine Lage Thinsulate. Eingefasst habe ich den Tischbedecker mit dunkelgrauem Schrägband. Gestern morgen wurde er zum ersten Mal benutzt. Es stand eine Schüssel Obstsalat darauf. Und ein kleines Schälchen mit Nüssen. Auch okay.




Mehr Tischbedecker gab es schon hier und hier zu sehen.

Dienstag, 22. September 2015

Herbstbeginn


Es ist Herbst geworden. Der Regen plätschert, die Möwen kreisen am wolkengrauen Himmel. Beim abendlichen Vorlesen kuschelt sich die ganze Familie gerne in eine große Decke ein, und weil die Streifen-Schollen-Polkadots-Decke auf der Hopsematratze gebraucht wird, habe ich flugs eine neue genäht.


Wieder nach der Streifenmethode vom letzten Mal, nur leicht geändert. Für diese Decke habe ich Stoffe unterschiedlicher Art in unterschiedlichen Längen auf eine Breite von 25 geschnitten und aneinander genäht. Der fertige lange Streifen wurde dann auf ein ebenso langes Stück Baumwollstoff gesteckt und mit parallelen Nähte mit diesem verbunden. Das müssen nicht lauter einzelne Nähte sein. Man kann die Nahtzugabe nutzen, um - ohne abzusetzen - bis an die nächste angezeichnete Linie zu nähen. Später sieht man das nicht mehr.


Die einzelnen gequilteten Streifen habe ich dann aneinander genäht. Das fertige Top wurde auf ein entsprechend großes Stück Fleece gelegt, gesteckt und jeweils entlang der Längsnähte mit der Unterseite verbunden.


Schön finde ich an der Methode, dass man dadurch nie zuviel Stoff unter der Nähmaschine hat und das Quilten ganz leicht von der Hand geht. Den Rand habe ich mit schmalem grauen Schrägband eingefasst. Die fertige Decke hat ein Maß von ca. 1,35 x 1,80 m.


Verarbeitet habe ich die unterschiedlichsten Stoffe, die ich im Schrank gefunden habe. Grauen Sweat und japanischen Baumwollstoff.


Hellgelben Feincord, dünnen hellgrauen Strickstoff (mit Vlies verstärkt), dunkelgraue Baumwolle und diesen schönsten aller schönen japanischen Stoffe, den ich auf dem letzten Stoffmarkt in Potsdam gekauft habe. Goldene Reiskörner auf Türkis. Ich liebe ihn.


Ausgesucht habe ich die Farben der Stoffe nach den Farben, die bereits in unserem Wohnzimmer vorkommen. Auf Bildern, Kissen oder Möbeln. Ist doch ein netter bunter Lichtblick geworden im schmuddeligen Herbst, oder? Heute abend lesen wir weiter. Madita von Astrid Lindgren.

Sonntag, 21. Juni 2015

Das gelbe O


Quilts, so schöne Quilts. Auf meiner virtuellen Pinnwand zu diesem Thema hängt auch das Bild des Quilts The Big 'O' aus den Latifah Saafir Studios (schlicht, modern und wirkungsvoll), der die Inspiration zu diesem Kissen mit dem Namen Das gelbe O war. Kanariengelber Sweat auf dunkelgrauem Sweat. 


Und die Kissen daneben auf dem Sofa: White stripes und Susie the bear.