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Samstag, 22. Februar 2020

Stoffspielereien: XXL

Herzlich willkommen bei den Stoffspielereien im Februar! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Ich freue mich, Euch heute das Februarthema vorstellen zu dürfen. Es lautet "XXL" - ganz abstrakt und weit gefasst! Was ist Euch dazu eingefallen? Schreib mir einen Kommentar oder schick mir eine E-Mail an mond[at]berlin[punkt]com mit dem Link zu deinem Beitrag, und ich füge ihn im Laufe des Tages hier ein. Bevor ich zeige, was ich gemacht habe, kommen hier aber erst einmal die Stoffspielereien der Anderen:

- Ute [Textile Werke] hat Jeans zu einer nachhaltigen XXL-Tasche für den Rieseneinkauf recycelt.
- Tyche [Tyche's touch] zeigt selbst entworfene Tischsets, in zeitaufwendige Hardanger-Technik gestickt
- Martina [machwerk] hat in Kooperation mit ihrem holzarbeitenden Sohn einen Brotkorb mit den Fingern gestrickt.
- Susanne [nahtlust] arbeitet an einem bedruckten und bestickten Nadelbrief in XXL, aus dem ein Gästebuch wird.
- Christiane [Schnitt für Schnitt] hat ein Foto in Pixel aufgelöst, in über 1000 Stoffquadrate verwandelt und zu einem Wandbild zusammengesetzt.
- Auf dem Blog Handarbeitstagebuch gibt es einen XXL-Nähring als Armreif zu sehen - inspiriert von der letzten Stoffspielerei.
- Kerstin [Stoffnotizen] hat einen großen Vorhang von Hand mit sechs Volants benäht.
- Marietta [H-M&C] ist zum ersten Mal bei den Stoffspielereien dabei (Willkommen!) und zeigt zwei aus XXL-Wolle gestrickte Kissen.
- Gabi [made with Blümchen] strickte einen Gartenzaun. Sie STRICKTE. EINEN. GARTENZAUN!
- Mirella [Mirellchen] arbeitet mit dicken Nadeln an einem Pullunder.
- Gabi [Langer Faden] hat einen übergroßen Log-Cabin-Quilt und ein Quilttop aus großen Stoffstreifen genäht.
- Elvira [Zwischendurch] strickt eine warme XXL-Decke mit Musterpatchwork und bunten Einsprengseln.
- Ute [123-Nadelei] hat die Riesen-Stoffbanner, die durch Zufall zu ihr gefunden haben, in einzigartige Beutel verwandelt.
- Annette [Augensterns Welt] ist zum ersten Mal dabei (Willkommen!) und zeigt uns Taschen mit selbstgenähter XXL-Zackenlitze.
- Mara [Malou] hat aus sieben abgelegten Jeans plus Stoffresten einen enormen Sitzsack zum Rumlümmeln genäht.
- Karen [feuerwerk by KAZE] häkelte aus mercerisiertem XXL-Garn erstmal keine Hängematte, sondern einen Untersetzer für eine Auflaufform.

Mein Beitrag sollte zwei XXL-Themen vereinen. Zum einen hatte ich mich schon vor einer Weile in überlange Mäntel wie diesen oder diesen verliebt, die mehr oder weniger bis zum Boden reichen und entweder offen über normaler Kleidung getragen oder als Morgenmantel verwendet werden können. Zum zweiten mag ich große Prints sehr gern und wollte mich an einem Muster in XXL versuchen.

Als Grundlage für meinen Mantel habe ich den Schnitt Spruce Green aus der Ottobre 6/2018 verwendet. Das ist eigentlich ein Kinderschnitt, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir die Ottobre-Größe 170 gut passt. Vorder- und Rückenteil wurden etwas mehr ausgestellt und um einiges verlängert. Als Stoff habe ich einen festen grauen Jersey verwendet, der schön fällt und hoffentlich nicht die Form verliert.

Inspiriert von diesem wunderschönen Kleid (Mitte oben) habe ich zuerst mit Kreide auf die beiden Vorderteile und einen Ärmel aufgezeichnet, wo das Muster verlaufen soll. Entlang der Ränder der zu bedruckenden Fläche wurde dann Freezer Papier aufgebügelt, teilweise zusätzlich mit Malerkrepp fixiert. Als erste Schicht habe ich mit einem Schwamm weiße Stoffmalfarbe aufgetupft und trocknen lassen.

Dann habe ich aus Gummi einen Stempel geschnitzt und mit schwarzer Stoffmalfarbe ein kleinteiligeres Muster auf den weißen Untergrund gedruckt. Dabei hat es sich als günstig erwiesen, dass die Flächen daneben großzügig abgedeckt waren. So konnte ich unbesorgt stempeln, ohne dass etwas daneben geht. Spaß macht es, später das Freezerpapier abzuziehen und die scharfen Ränder des Musters zu sehen.

Die Farben wurden durch Bügeln fixiert, einige offenkantige Applikationen aus gelber Baumwolle hinzugefügt und die bedruckten Stoffteile dann zum Mantel zusammengenäht. Die Schulternähte sind mit Vlieseline verstärkt, damit sie nicht ausleiern. Auf Taillenhöhe habe ich in den Seitennähten zwei Schlaufen aus grauer Kordel für den Gürtel vorgesehen. Der Saum des Mantels reicht tatsächlich bis fast auf den Boden.

Als Knöpfe, damit der Mantel auch geschlossen getragen werden kann, habe ich kleine silberne, unauffällige Druckknöpfe verwendet. Mit den Applikationen hadere ich etwas, vielleicht trenne ich sie wieder ab. Als Morgenmantel hat sich das Stück schon bewährt - jetzt bin ich gespannt, ob ich mich traue, es tatsächlich auch irgendwann auf der Straße zu tragen.

Jetzt wünsche ich Euch erst einmal einen schönen Sonntag. Ich freue mich schon darauf, heute Abend in Ruhe alle Beiträge zu lesen. Liebe Grüße aus St. Petersburg!

Die nächsten Themen der Stoffspielereien lauten:
29.03.2020: "Draht und Stoff" bei Nahtlust
26.04.2020: "Visible Mending" bei 123-Nadelei
31.05.2020: "Blumen" bei Petersilie & Co
28.06.2020: "Monogramme" bei made with Blümchen 
27.09.2020: "Texturen aus der Natur" bei Schnitt für Schnitt 
25.10.2020: "Textile Behältnisse" bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020: "Skandinavien" bei Nähzimmerplaudereien

Donnerstag, 31. Januar 2019

Spontan zerschnitten und bemalt

Gestern Nachmittag habe ich kurzentschlossen ein altes Jersey-Oberteil meines Mannes zerschnitten, um mir daraus ein kurzärmeliges T-Shirt nach dem Schnitt Statement aus der Ottobre 2/2017 zu nähen. Weil die Vorderseite hässlich bedruckt war, reichte der Stoff allerdings nicht. 

Ein Rest eines etwas festeren Jersey in einem leicht dunkleren Grauton war noch vorhanden. Spontan kam mir die Idee, diesen mit weißer Stoffmalfarbe zu bemalen. Gedacht, getan. Mit einem breiten Pinsel habe ich unregelmäßige Striche getupft, nach dem Trocknen gebügelt und dann vernäht.  Fertig ist das T-Shirt...


Montag, 17. Dezember 2018

Jute, Feder, Schneebesen

Markmaking heißt das Thema der diesjährigen Adventspost vom Post-Kunst-Werk. Michaela und Tabea schreiben dazu: "Ob mit Tusche oder gedruckt, collagiert oder geschrieben, es ist eine ursprüngliche Herangehensweise, aus dem Bauch, grobmotorisch und direkt. Spuren und Bewegung, Rhythmus, Aleatorik und Überraschung, keine Perfektion, zelebrierte Ungenauigkeit. Hinterlasst eure Spuren, setzt Zeichen, wählt ungewöhnliche Werkzeuge zum Malen, Schreiben und Drucken, setzt eure individuellen und einzigartigen Marken."

Als Format war Postkarte Din-Lang (210 x 105 mm) vorgegeben und als Farbe Schwarz und Weiß bzw. Zwischentöne. Ich habe mit schwarzem Karton und weißer Gouache-Farbe gearbeitet.

Meine Werkzeuge fürs Spurenhinterlassen waren ein Schneebesen, eine Feder, ein Stückchen Jute und ein selbstgeschnitzter Stempel. Farbe auf einen Teller gegossen - und dann einfach gemacht.

Nach dem Zuschneiden waren mir die Karten noch zu leer. Deswegen habe ich eine weiteren Layer hinzugefügt, dieses Mal mit Pinsel und schwarzer Farbe. Spontan und intuitiv. Mir gefällt's.

Die Beiträge aller Teilnehmer werden auf dem Post-Kunst-Werk Blog gesammelt. Und wen es interessiert: Meine Adventspostbeiträge der letzten Jahre findet man hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Sonntag, 9. September 2018

Im Streetfood-Muster-Birkenwald

Im Sommer gibt es immer Sommerpost, organisiert von Michaela und Tabea vom Post.Kunst.Werk. Dieses Jahr lautete das Thema "Traumreise-Collagen". Acht Teilnehmer gestalteten jeweils acht Collagen zum Thema und schickten sieben davon in einer bestimmten Woche an die anderen Teilnehmer des Projektes. Als Format war 15x15 cm und als Technik, wie der Name schon sagt, Collage/Mixed Media vorgegeben.

Für meine Collagen brauchte ich unterschiedlich gemusterte Papiere. Also habe ich mit Schulmalfarbe Tupfen gepinselt und Flächen gemalt, mit schwarzem Tintenschreiber Linien gezogen und Wörter geschrieben, schwarz-weiße Zeitschriftentexte und Kreuzworträtsel zusammengesucht. Aus den Papieren wurden viele schmale Streifen und schlanke Bäume geschnitten. So entstand mein Muster-Birkenwald.

Der Hintergrund besteht aus einer dünnen MDF-Platte. Hinten scheint eine hellgelbe Wintersonne und auf fast allen Collagen auch ein fahler russischer Busfahrschein-Mond. Zusätzlich hatte ich ein Foto ausgedruckt, auf dem in kyrillischen Buchstaben "стритфуд", Streetfood, zu lesen war, und auch wenn es inhaltlich unmöglich passt, schweben nun einzelne Lettern davon zwischen den Musterbäumen herum.

Mittlerweile sind die Collagen hoffentlich alle gut bei den anderen Teilnehmerinnen der Gruppe 3 angekommen. Es war ein tolles Projekt. Vielen Dank fürs Organisieren, Michaela und Tabea! Und herzliche Grüße an Heike, Sabine, Katrin, Liliane, Susanne, Carola und Lisa - Eure wunderschönen Collagen werden nächste Woche hier auf dem Blog vorgestellt.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Sézane- und Marimekko-eskes Recycling

Das hier war einmal ein langärmeliges weißes Hemd meines Mannes. Es hatte durchgescheuerte Kragenecken und ein, zwei hartnäckige Flecken und lag deshalb schon eine Weile auf dem Recycling-Stapel.
Mindestens genauso lange, wie das alte Hemd auf eine neue Bestimmung wartete, hatte ich vorgehabt, irgendwann einmal die folgenden Dinge auszuprobieren: 

1. ein Männerhemd zu einem Frauenoberteil umzuarbeiten
2. einen Stoff marimekko-esk mit Pinselstrichen zu bemalen (vielleicht so oder so)
3. eine Bluse im Sezane-Stil zu nähen (vielleicht so oder so oder so)

Alles gleichzeitig in einem einzigen Teil umzusetzen, war nicht geplant gewesen - es ergab sich einfach.

Ich schnitt das alte Hemd auseinander, legte die Schnittteile von Accordion (Ottobre 02/2014) so darauf, dass sie irgendwie passten (wobei fast alle Falten und Abnäher daran glauben mussten), schnitt die einzelnen Stoffteile aus und bemalte sie nacheinander mit Hilfe eines dünnen Pinsels mit schwarzer Stoffmalfarbe. Das dauerte zugegebenermaßen ziemlich lange. Aber das Ergebnis gefällt mir richtig, richtig gut.

Nachdem die Farbe getrocknet und alles lange gebügelt worden war, nähte ich das Hemd zusammen. Die Knöpfe liegen nun auf der Rückseite, und inspiriert von diesem Sezane-Oberteil habe ich einen rückwärtigen V-Ausschnitt genäht. Vor dem ersten Waschen war mir etwas bange, aber die Farbe hält! Das Oberteil gefällt mir sehr - und spornt mich an, noch weitere Hemden zu recyclen... und weiteren Stoff zu bemalen...

Montag, 10. April 2017

Kleiner geht es kaum

Der Winter ist mittlerweile auch hier in Russland vorbei, und wie jedes Jahr gibt es bei Michaela Müller und Tabea Heinicker Frühlingspost zum Mitmachen. Das Thema lautet diesmal "Frühlingsbücherei". Zehn Gruppenmitglieder gestalten zehn Mini-Büchlein im Hochformat 37x52 mm und verschicken neun davon in einer bestimmten Woche an die anderen Teilnehmerinnen. Die Technik ist freigestellt. Während die Ummantelung mit selbstgestaltetem Papier erfolgen soll, sind im Inneren dieses Mal auch Fotos, Kopien und Ausdrucke erlaubt.

Mein Büchlein enthält lauter Eindrücke aus St. Petersburg. Dafür habe ich Papier, ein paar Zeitungs- und Zeitschriftenausschnitte und Ausschnitte von Postkarten gefaltet und zusammengebunden.

Die Heftlein wurden mit dem Cutter nochmal begradigt. Die Buchdeckel wurden aus Pappe geschnitten und mit Hilfe eines Abstandshalters und Washi Tape zusammengeklebt.

Die noch leeren Seiten wurden dann gefüllt. Mit handschriftlichen Einträgen und allerlei eingeklebtem: einem Busfahrschein, Tafelfolie, selbstgefärbtem Papier zum Beispiel.

Es wurde gemalt, gekleckst, gedruckt, vergoldet (was wäre St. Petersburg ohne Gold?) Für letzteres habe ich Nagellack verwendet, den ich durch Zufall gefunden habe. Ich finde, er passt perfekt.

So sehen sie aus, meine fertigen Minibüchlein. Am schönsten ist bei den Mail Art Projekten immer der Moment, wenn alle zehn (oder zwölf oder vierundzwanzig...) Werke nebeneinander liegen.

Gefüllt mit Ausschnitten von Gemälden aus der Eremitage, dem russischen Alphabet, einem Metroplan, Stadtkarten, Zeitungsseiten, Fotos, den Farben des Winterpalastes und der weißen Nächte...

Die fertigen St. Petersburg-Büchlein wurden mit einer selbstgemachten Karte und einer kurzen Erläuterung eingepackt, von liebem Besuch auf dem Rückweg nach Deutschland mitgenommen und von dort aus an die anderen Teilnehmerinnen meiner Gruppe verschickt. Mittlerweile sind sie hoffentlich gut bei Ulrike, Gabi, Eva, Jorin, Katinka, Edelgard, Andrea, Alexandra und Uta angekommen...

Mittwoch, 15. Februar 2017

Ein bißchen wie gewebt

Eine weitere kleine Handstickerei. Raute und Kreis habe ich vorgezeichnet, der Rest ist improvisiert. Lange horizontale Stiche aus Blau-, Braun-, Grün- und Gelbtönen.
 
Das Farbspiel gefällt mir. Sieht ein kleines bißchen aus wie gewebt, finde ich, ein Thema, das mich seit einiger Zeit fasziniert. Kennt Ihr die umwerfend schönen Sachen von pidgepidge?

Das Ergebnis wurde dann noch digital zu einem Muster vervielfältigt. Mehr Rautenmuster gibt es diesen Februar bei Müllerin Art.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Projekt Acapulco Quilt - Zwischenstand

Neuigkeiten vom Projekt Acapulco Quilt: Die drei Teile, aus denen das Top zusammengesetzt wird (der Quilt wird wieder nach der Streifenmethode genäht, mit der ich Nicht-Langarmnähmaschinenbesitzerin immer versuche, große Stoffmengen zu bewältigen, ohne beim Quilten zu verzweifeln) sind fertig und liegen erwartungsvoll und quietschbunt zur weiteren Verarbeitung auf dem Boden meines Arbeitszimmer. Und so sind sie entstanden:

Die geplante Decke wurde gedanklich in drei Teile unterteilt: Oberes Drittel, mittleres Drittel, unteres Drittel. Jedes Drittel wurde wiederum in eine obere und eine untere Hälfte geteilt, da es auf diese Art leichter war, die Rauten herzustellen. Als erstes wurden die horizontal verlaufenden Streifen jedes Bereichs aneinander genäht. Gesteckt werden musste dabei nichts, es reichte, die Streifen sorgfältig aufeinander zu legen. Der nächste Schritt war reine Fleißarbeit: nähen, bügeln, nähen, bügeln, nähen, bügeln...

Dann wurden die Rauten hergestellt - genauer gesagt vorerst nur halbe Rauten. Dafür habe ich an jedes farbige Dreieck erst den einen, dann den zweiten weißen Steifen und schließlich die weiße Spitze angenäht. Die gestreiften Hintergründe wurde so zerschnitten, dass die Dreiecke dazwischen passten. Im nächsten Schritt habe ich die einzelnen Teile gemäß meinem Entwurf aneinandernäht, so dass ich zum Schluss sechs Streifen hatte: die obere und die untere Hälfte des oberen, des mittleren und des unteren Drittels.

Dann wurde die untere und obere Hälfte jedes Drittels aneinander genäht. Dabei war sorgfältiges Stecken wichtig, damit die Rauten zusammenpassen. Früher fand ich so etwas grauenvoll, aber mittlerweile macht es mir Spaß. (Auf irgendeinem Blog habe ich von dem simplen Trick gelesen, auf den es ankommt: Man muss mit der Stechnadel exakt durch die beiden Punkte stechen, die aufeinander treffen sollen. Wenn man das befolgt, klappt es. Fast immer. Klingt furchtbar banal, war aber eine welterschütternde Erkenntnis für mich).

In einem Petersburger Stoffladen habe ich ein Vlies gekauft, das ich als Zwischenlage zwischen Oberseite und Rückseite aus weißem Baumwollstoff erwenden will - die Decke soll warm und kuschelig werden. Weil meine langen Stecknadeln verschwunden sind und ich nicht genug Sicherheitsnadeln habe, bin ich gerade dabei, die Schichten von Hand zusammenzuheften. Die Rauten werden knappkantig mit weißem Garn gequiltet. Aber wie quilte ich dazwischen?? Ich habe noch überhaupt keine Idee - und hoffe auf Vorschläge von Euch!

Mehr Rautenmuster gibt es heute übrigens beim Mustermittwoch von Müllerin Art...

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Gemeinsame Spuren

Bei Müllerin Art gibt es heute wieder Mark Making zu sehen, und eben fiel mir ein, dass ich mit einem gemeinsamen Projekt von meinen Kindern und mir mitmachen könnte. Eigentlich hatte sich das Mädchen bloß eine Jeans mit Löchern gewünscht, worauf ich mir ihre alte hellblaue Hose vorgenommen und sie mit Reibeisen und Nahttrenner bearbeitet hatte - aber dann kam sie auf die Idee, sie zusätzlich mit Stoffmalfarbe zu bemalen. Das hörte der Junge, der sofort und auf der Stelle das gleiche mit einer alten Hose von ihm tun wollte... 

Wir breiteten Zeitungen auf dem Arbeitszimmerboden aus, und die Kinder machten sich ans Werk. Es wurde gepinselt und mit dem Radiergummistiel eines Bleistifts getupft, und als sie fertig und die Hosen getrocknet und gebügelt waren, machte ich mich - mit ihrem Einverständnis natürlich - daran, auch noch meine Spuren auf den Hosen zu hinterlassen. Mit Nadel, Stickgarn und den roten, rosafarbenen und silbernen Pailletten, die mir Mano mal geschenkt hat und die wundersamerweise genau zu den roten und glitzernden Klecksen auf der Tochterhose passten (darauf haben sie nur gewartet, danke, Mano!)



Mehr Mark Making gibt es heute wieder bei Müllerin Art. Und nicht das Fotografieren vergessen - heute ist der 12.!

Mittwoch, 22. Juni 2016

Es blüht und sprießt im Paradies

Bei Müllerin Art ist Muster Mittwoch, und das Thema lautet immer noch "Paradies". Wie bei meinem letzten Beitrag habe ich wieder etwas gestickt. Kein Muster, nur ein Stück vom Paradies, in dem es kräftig blüht und sprießt, sich aber nichts wiederholt. Laut Wikipedia ist das ein Rapport - die kleinste abgeschlossene Einheit eines Musters. Daraus habe ich am Rechner das letzte Bild zusammenbastelt.



Verwendet habe ich die Stickerei - wieder mal - für ein etwas folkloristisch angehauchtes kleines Täschchen. Dieses soll meine Mutter bekommen, in derem Garten es auch paradiesisch blüht und sprießt.

Mittwoch, 1. Juni 2016

In Farben schwelgen...

Bei Cozy Things dieses wunderschöne Muster gefunden und sofort Lust gehabt, es nachzumachen.

Die große Tüte mit den Stickgarnen hervorgeholt und angefangen. Einfach drauflos.

In Farben geschwelgt. Die Struktur des Gewebes macht das Sticken so einfach.

Den Kontrast von weichem Garn auf grober Jute mochte ich schon damals.

Das Ergebnis ist ein schmales Täschchen, ca. 22x12 cm groß, mit Reißverschluss und hellblauem Baumwollfutter. Für die Kordel am Reißer werde ich mir noch eine Alternative ausdenken, vielleicht eine dünne Lederschlaufe oder einen metallenen Reif, damit man das Täschchen am Handgelenk tragen kann.

Zählt das als "paradiesisches" Muster? Zumindest die Farben finde ich paradiesisch - und damit passt es vielleicht auch zum aktuellen Monatsthema von Michaelas Mustermittwoch...