Die
monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente.
Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren
möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema
soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links
mit den neuen Werken gesammelt - auch misslungene Versuche sind gern
gesehen,
zwecks Erfahrungsaustausch. Das Thema der Stoffspielereien im März lautet "Sashiko", und bei 123 Nadelei werden alle Beiträge gesammelt.
Mein Beitrag ist rein funktionaler Natur. Es klaffte ein Riesenloch in
einer Jogginghose meines Sohnes, der sich beim Fußballspielen oft auf
den Boden wirft. Ich
habe gar nicht erst versucht, es unsichtbar zu flicken, sondern den Riss grob zusammengesteckt, ein
Stück Jersey untergelegt, mit Hilfe einer Schablone neun
Kreise aufgezeichnet und diese dann mit unregelmäßigen Vorstichen aus weißem Sashikogarn gefüllt.
Ist das überhaupt Sashiko? Ich denke bei diesem Begriff an gleichmäßige Stiche und schöne, dekorative, geometrische Muster. Wörtlich heißt Sashiko „kleine Stiche“, sagt Wikipedia, und gemeint sei damit eine traditionelle japanische Stickerei, die zur dekorativen und/oder funktionalen Verstärkung von Stoffen und Kleidungsstücken verwendet wird. Was ich gemacht habe, fällt wohl eher in die Kategorie Boro-inspiriert. Boro ist ein japanischer Begriff, der mit Handstichen zusammengesetzte und/oder geflickte Kleidungsstücke bezeichnet.
So oder so. Die Farbigkeit (Weiß auf Dunkelblau) passt auf jeden Fall zum Thema. Auf dem letzten Bild präsentiert mein Sohn das Ergebnis, mit dem neulich entstandenen Hoodie aus alten Jeans kombiniert. Bei beiden Teilen wurde zerschlissenen, schon aussortierten Kleidungsstücken neues Leben eingehaucht.
Danke für das schöne Thema! Die Beiträge der Anderen findet Ihr bei 123 Nadelei.





