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Dienstag, 20. Juni 2023

Alte Jacke, neuer Zweck


Spontan nähen bringt manchmal die besten Ergebnisse. Eine in St. Petersburg genähte Jacke aus Crêpe, die ich sehr mochte, aber so gut wie nie getragen habe, ist kurzentschlossen zu einer Umhängetasche umgearbeitet worden. Sie misst ca. 25 x 21 cm und ist 4 cm breit. Den Schnitt habe ich selbst erstellt. Als Träger verwende ich das schmale schwarze Lederband einer gekauften Tasche, das mit Karabinern an zwei D-Ringen befestigt wird. Die Klappe auf der Vorderseite wird mit einem Magnetverschluss geschlossen. Alles, was es brauchte, gab es in meinem Fundus. 
 

Weil der Crêpe nicht reichte, habe ich ihn mit einem Stück handgequiltetem Jersey/Double Gauze ergänzt, einem Überbleibsel vom Kürzen dieser Jacke. Alle Teile aus Crêpestoff sind mit Quiltvlies und Baumwollstoff unterlegt, damit sie mehr Volumen und Festigkeit bekommen. Braunes Paspelband in gerade ausreichender Länge war vorhanden. Zwei messingfarbene Kunstoff-Reißverschlüsse habe ich neulich für je $1 in einem Laden in Manhattan gefunden. Die Innenseite des Deckels besteht aus dunkelgrauem Softshell, einem Rest eines Anoraks, und das Taschenfutter aus Kona Cotton Pepper, einem Rest dieses Quiltprojekts.




Mir gefällt diese Tasche! Ich finde, sie sieht gar nicht nach Recycling und Zusammengestückelt aus - oder?

Freitag, 3. Februar 2023

Ein Ginkgoblatt, gestickt


Irgendwoher kam auf einmal der dringende Wunsch, mir eine zweite Ginkgo-Tasche zu nähen. Den Schnitt habe ich selbst erstellt. Das Ginkgoblatt ist dieses Mal in hellen Türkis-, Grün-, Blau- und Gelbtönen gestickt, nicht appliziert. Meine neue Tasche misst 27 x 37 cm und ist 2 cm breit. Der Trageriemen ist knapp 1,20 m lang, so dass man sie quer über den Körper tragen kann.
 

Die Außenseiten bestehen aus Denim. Dafür habe ich eine alte, vielgetragene, mehrfach nachgefärbte Jeans zerschnitten, in die ich bei bestem Willen nicht mehr hineinpasste. Ich musste stückeln, damit es aufging. Den Denim habe ich mit einem Polyestervlies hinterlegt und matchstick-gequiltet. Ich mag es, wenn man etwas auf schöne Art wiederverwenden kann.


Die hellgrauen Reißverschlüsse gab es bei einem Sale in meinem Lieblingsnähzubehörladen in Manhattan für einen Dollar pro Stück. Für das Futter der Taschen habe ich zwei Fat Quarters verwendet. Einen dunkelblauen Stoff mit Goldsprenkeln und einen grafisch gemusterten in Weiß und Schwarz. Welche Fächer ich wo möchte und in welche Richtungen die Reißverschlüsse öffnen sollen, weiß ich mittlerweile genau.
 

Dienstag, 23. November 2021

Noch mehr bunte Täschchen

Immer mal wieder nähe ich Täschchen nach einem selbst gemachten Schnitt - mal etwas größer, mal noch etwas größer, mal etwas kleiner. Diese hier sind für das Weihnachtsfest der Schule. Mal gucken, ob die Leute sie mögen.

Mittwoch, 21. April 2021

Ein Reste-Rucksack

Seit wir in NY leben, gehe ich viel öfter als in den letzten Jahren spazieren oder wandern. Was mir bislang dabei fehlte, war ein Wanderrucksack - kein großer, geräumiger, funktionaler, in dem Jacken und Proviant und sonstiges transportiert werden können, sondern ein kleiner mit gerade genug Platz für Schlüssel, Telefon und eine kleine Wasserflasche.

So einen kleinen Rucksack habe ich mir jetzt aus lauter Resten genäht. Er ist ca. 24 cm breit, 26 cm hoch, 7 cm tief und ganz leicht. Den Schnitt habe ich beim Machen entwickelt. Ich mag es, bei jedem Teil zu überlegen, wie es idealerweise aussehen sollte, ob es dort eine Tasche geben und in welche Richtung der Reißverschluss öffnen sollte, und es dann entsprechend zu nähen.

Die Klappe auf der Vorderseite läuft nach unten leicht schmal zu. Das Patchwork habe ich - wieder improvisiert - aus vielen bunten Schnipseln zusammengesetzt, auf einen Rest Soft Shell geklebt, damit es wasserabweisend wird, und mit einer Rückseite aus dunkelbraunem Cord (Rest einer Hose) matchstick-gequiltet. Eingefasst ist die Klappe mit grauem Baumwoll-Schrägband.

Ansonsten besteht der Rucksack aus dunkelgrauem Funktionsstoff (Resten dieses Parkas), den ich rückseitig mit Soft Shell (Resten dieser Jacke) verstärkt habe. Gefüttert ist er mit grünem Baumwollstoff. Innen gibt es weitere Druckknopf-, Reißverschluss- und offene Taschen, einen Karabiner für die Schlüssel und ein breites Gummiband, das eine Wasserflasche hält. Auf der Rückseite habe ich oben und unten mit blauem Gurtband je zwei D-Ringe angebracht, an denen die Träger befestigt werden. Die muss ich noch nähen - bis dahin trage ich den Rucksack mit einem Lederband aus dem Fundus als Umhängetasche, das geht auch gut.

Donnerstag, 9. Juli 2020

Sommerlich praktisch

Gabi vom Blog made with Blümchen näht praktische Sommertaschen und genau das tue ich gerade auch. Neben einer Tasche für Masken und zwei Gürteltaschen für Pass, Geld und Telefon ist noch eine für mein Notebook entstanden. Sie hat die Abmessungen 40x28x4 cm und passt gut - ohne viel Luft drumherum.

Der Reißverschluss war erst nur auf der Oberseite. Aber beim ersten Versuch, das Notebook hineinzustecken, merkte ich, dass das dumm war und nicht funktionierte. Ich musste die entsprechenden Nähte auftrennen und den Reißverschluss bis auf eine Seite hinabführen. Zum Glück war er lang genug.

Der feste Riesenblumenstoff (von Marimekko aus Finnland) ist mit Quiltvlies und Fleece verstärkt und mit einem freihändigen Raster gequiltet. So schützt die Tasche hoffentlich etwas gegen Stöße. Gefüttert ist sie mit taubenblauem Baumwollstoff. Netzteil und Maus passen allerdings nicht hinein. Ob die eine eigene Tasche brauchen...?

Montag, 6. Juli 2020

Magisch

Auf Instagram gibt es ja den Hashtag #nähenistwiezaubernkönnen - und manchmal kommt es mir wirklich so vor, als hätten wir Näherinnen magische Kräfte. Auf der Großen Reise könnten der Junge und ich noch eine Gürteltasche benötigen? Expecto Gürteltasche! Den Schnitt entwerfen wir selbst, die Abmessungen legen wir nach unserem Gutdünken fest, das Aussehen und das Innenleben werden bis ins kleinste Detail bestimmt.

Die Tasche des Jungen besteht aus Jeansstoff mit einem gekauften Star-Wars-Aufnäher, meine aus fester Marimekko-Baumwolle. Beide sind ca. 29 cm breit, 15 cm hoch und 3 cm tief. Das Hauptfach wird mit einem Reißverschluss geschlossen. Die Tasche des Jungen hat hinten, meine vorne aufgesetzt eine weitere Reißverschlusstasche. Schmale Stücke Reflektorband sorgen dafür, dass man im Dunkeln gesehen wird.

Beide Taschen sind mit Baumwollstoffen gefüttert. Innen gibt es weitere, teilweise mit KamSnaps zu verschließende Unterteilungen. Das graue Gurtband ist 25 mm breit. Um die Hüfte geschlossen werden die Taschen mit Steckschnallen aus Kunststoff. So, fertig. "Magic!" wie meine Tochter gerade ziemlich oft zu sagen pflegt. Was zaubere ich als Nächstes...?

Sonntag, 28. Juni 2020

Stoffspielereien: Monogramme


Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken gesammelt - auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch. Das Thema der Stoffspielereien im Juni lautet "Monogramme", und Gabi vom Blog Made with Blümchen sammelt alle Beiträge.

Ein Monogramm war laut Wikipedia ursprünglich ein Einzelbuchstabe. Später wurden oft die Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamens kombiniert. Mein Beitrag besteht nicht nur aus dem "C" für meinen Vornamen (Clara), sondern auch aus den Anfangsbuchstaben der Namen meines Mannes, meiner Tochter und meines Sohnes. Zusammen ergibt das NCNB.

Dargestellt habe ich sie als Negativ-Buchstaben, die intuitiv umstickt wurden. Kennt Ihr die Stickkünstlerinnen Maricor/Maricar aus Sydney, Australien? Ich bin ein großer Bewunderer ihrer atemberaubenden Werke. Mein Monogramm ist definitiv von ihren Stickereien inspiriert, wenn auch bei weitem nicht so fein und kunstvoll. Ich glaube kaum, dass ihre Rückseiten so chaotisch aussehen wie meine...


Aus der bunten Stickerei habe ich ein eindeutig und unverwechselbar unserer Familie zugehöriges, ca. 26x17 cm großes Täschchen genäht. Darin werden wir auf unserer demnächst anstehenden großen Reise unsere Stoffmasken aufbewahren. Vielen Dank für das anregende Thema, Gabi!

Die nächsten Themen der Stoffspielereien lauten:
27.09.2020: "Texturen aus der Natur" bei Schnitt für Schnitt 
25.10.2020: "Textile Behältnisse" bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020: "Skandinavien" bei Nähzimmerplaudereien
 

Donnerstag, 28. November 2019

Rutscht nicht von der Schulter

Hier in St. Petersburg wird es gerade winterlich, und wenn ich meinen dicken Mantel trage, rutscht mir immer wieder der Träger meiner schwarzen Jeanstasche von der Schulter, was ich enervierend finde. Für jemanden, der gerne Taschen näht, ist das Grund genug, sich eine neue zu machen. Genäht habe ich wieder nach eigenem Schnitt, wie meistens.

Diese ist aus einem Baumwollstoff mit grafischem Print, der nicht optimal ist, weil er weich und ziemlich dünn ist. Ich habe ihn, wie bei meinen meisten Taschen, mit einem Baumwollvlies hinterlegt. Etwas Form bekommt die Tasche durch Filzstreifen, die zusätzlich die Seiten und den Boden verstärken. Sie hat eine Klappe, die mit einem Magnetverschluss geschlossen wird.

Wo ich welche Reißverschlussfächer haben möchte, wie groß sie sein und in welche Richtung sie öffnen sollen, weiß ich mittlerweile, ohne groß nachzudenken. Das Fach auf der Rückseite habe ich mit Kona Cotton in Gelbgrün mit der schönen Bezeichnung "Wasabi" gefüttert. In die Seiten sind kleine Schnipsel Reflektorband eingearbeitet. Das mache ich mittlerweile grundsätzlich.

Das Innenleben besteht aus weißem Baumwollstoff mit hellgrauem Textdruck. Die Reißverschlüsse sind recycelt, sie stammen von meiner geliebten Punktetasche, die leider etwas zerschlissen war. Der Tragegurt ist verstellbar, so dass man die Tasche quer oder einfach über der Schulter tragen kann. Er ist mittig gepolstert und mit dem Außenstoff ummantelt. Mein Label darf auch nicht fehlen...

Mittwoch, 4. September 2019

Allerlei zum Geburtstag

Diese Tasche sieht fast so aus wie die, die ich meinem Mann letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt habe, ist aber eine überarbeitete und verbesserte Version davon - Tasche 2.0 sozusagen. Die erste Tasche hatte keinen Reißverschluss unter der Klappe (weswegen leicht etwas herausfallen konnte) und im Laufe der Zeit einen dicken Fettfleck auf der Rückseite bekommen und einen Magnetverschluss verloren.

Die Tasche 2.0 besteht aus einem olivgraugrauen Cordstoff, dessen linke Seite ich als Außenseite verwendet, imprägniert und mit Baumwollvlies gepolstert habe. Sie ist etwas größer, hat ein offenes Fach und ein Reißverschlussfach außen und ein weiteres Reißverschlussfach, ein Klettverschlussfach und einen Schlüsselkarabiner innen. Der graue Gurt ist verstellbar und im Schulterbereich gepolstert.

Zusätzlich bekam der Mann aber auch etwas Selbstgenähtes zum Anziehen. Nach wie vor beschwert er sich, dass ich ihm zu selten etwas nähe. Zum einen bekam er dieses T-Shirt nach dem Schnitt Every Man's Basic aus der Ottobre 7/2017 aus hellgrauem Jersey mit Bananenprint. Zum Anderen, für Drunter, eine Shorts nach dem Schnitt Urban Classic aus der selben Zeitschrift, aus einem Rest vom Sternenjersey...


Mittwoch, 17. April 2019

Vorbereitungen für den Me Made May

Noch zwei Wochen, dann ist Mai! Auch dieses Jahr möchte ich wieder beim Me Made May mitmachen. Das Durchsehen meines Kleiderschranks hat ergeben, dass ich mittlerweile so viele selbstgenähte Stücke habe, dass ich jeden Tag des Monats etwas anderes Selbstgemachtes tragen kann.

Der Kleiderschrank ist also gut gefüllt. Es fehlten nur zwei Dinge: eine schwarze Tasche und eine schwarze Jacke. Taschennähen macht mir Spaß, also habe ich mir eine schlichte Tote Bag aus schwarzem Jeansstoff genäht. Von außen ist sie völlig unspektakulär, aber innen habe ich ein paar Lieblingsstoffe verarbeitet.

Jetzt arbeite ich an der schwarzen Jacke. Mehr dazu demnächst...

Montag, 11. Februar 2019

Damals im Park

In meinem dritten Monat hier in St. Petersburg habe ich eines Nachmittags diese Tasche, die mich viele Jahre begleitet hat, an einen Baumstamm gelehnt im Park vergessen. Als es mir zwanzig Minuten später einfiel, war sie schon nicht mehr da.

Seitdem habe ich immer mal wieder daran gedacht, mir eine dunkelbraune Tasche zu nähen. Diese besteht, anders als ihr Vorbild, nicht aus echtem Leder, sondern aus Kunstleder, ist hoch- statt querformatig, hat keine Klappe und einen kürzeren Trageriemen - kurz: sie sieht ganz anders aus.

Nichtsdestotrotz erinnert sie mich ein bißchen an die alte Tasche. Mal gucken, wie lange das Kunstleder hält (es ist sehr weich und eher dünn) und ob ich diese auch im Park vergesse. Ich hoffe, nicht!

Montag, 4. Februar 2019

Dunkelbraun auf dunkelbraun

Kurzentschlossenes Nähen scheint gerade mein Ding zu sein. Heute habe ich mir am späten Nachmittag einen schnellen Schnitt für eine einfache Tasche gemacht und den dunkelbraunen Kunstwildlederstoff angeschnitten, der seit einiger Zeit auf dem Nähtisch lag und vor sich hin wartete.

Die Bilder sind alles andere als ansprechend, so dunkelbraun auf dunkelbraun, aber ich dachte, es interessiert sich vielleicht jemand für den Entstehungsprozess. Ich mag es sehr, Anderen beim Machen über die Schulter zu gucken. Wenn so eine Tasche erstmal fertig ist, kann man das Innenleben ja auch nicht mehr zeigen.

Dünne Stoffe wie dieses dünne Kunstleder werden bei mir immer mit einer Lage Baumwollvlies verstärkt - für mehr Volumen und weniger Knitterfalten. Für den Tragegurt habe ich ein festes Webband verwendet, das einseitig mit Baumwollvlies belegt und dann vom Taschenstoff ummantelt wurde. So weit bin ich heute gekommen. Wenn es Euch interessiert, zeige ich Euch auch Fotos von den nächsten Arbeitsschritten.

Dienstag, 28. August 2018

Happy Birthday, N.!

Zum Geburtstag habe ich meinem Mann (der sich immer beschwert, dass er viel zu selten etwas von mir genäht bekommt) eine Umhängetasche aus festem jeansartigen braungrauen Stoff (mit Zwischenlage aus Vlies und Baumwollfutter) genäht. Die Taschenklappe wird mit einem Magnetverschluss geschlossen.

Den Schnitt habe ich selbst entworfen. Eine große Tasche für die Arbeit hat der Mann, deshalb sind die Maße dieser Tasche (h=29 cm, b=23 cm, t=5 cm) so, dass nur das Nötigste - das aber bequem - hineinpasst: Portemonnaie, Telefon, Schlüssel, Brille. Auf der Rückseite gibt es ein Reißverschlussfach.

Unter der Taschenklappe gibt es eine magnetverschlossene Vordertasche. Das vier Zentimter breite graue Gurtband hat in der Mitte eine Ummantelung aus einer Lage Baumwollvlies und dem Taschenstoff. Angebracht ist das Band an Messing-Vierkantringen. Die Länge lässt sich verstellen.

Das Futter besteht aus gemustertem Baumwollstoff. Innen gibt es eine weitere Reißverschlusstasche, ein großes Fach und einen Karabiner zum Anhängen von Schlüsseln. Die fertige Tasche habe ich mit Spray imprägniert, damit sie etwas wetterfester wird. Ich glaube, sie gefällt. Herzlichen Glückwunsch, N.!

Montag, 16. April 2018

Psychedelisch blumig

In diesen Stoff habe ich mich verliebt, auch wenn er fast schon psychedelisch blumig ist. Für ein Kleidungsstück reichte die gekaufte Menge nicht. Für eine meiner Standardtaschen schon. Der selbstentworfene, einfach zu nähende Schnitt ist der Gleiche wie bei der grauen gepunkteten und der bunten Patchworktasche. Die Abmessungen betragen ca. 35 cm x 44 cm. Zwischen Außenstoff und Futter liegt eine Zwischenschicht aus Baumwollvlies, damit der Stoff nicht so knittert.

Auf der Rückseite gibt es, wie bei den anderen Taschen auch, eine große Außentasche mit Reißverschluss für Portemonnaie, Schlüssel und Telefon. Der Tragegriff besteht wieder aus Gurtband, das ich auf 3 cm Breite zugeschnitten, mit dem Außenstoff der Tasche umnäht und mit Hilfe von messingfarbenen Vierkantringen an extra verstärkten Laschen befestigt habe. Auch die in die Seitennähte der Tasche eingenähten schmalen Streifen aus reflektierendem Band habe ich wiederholt.


Sonntag, 28. Januar 2018

Stoffspielereien: Biesen

Am letzten Sonntag im Monat finden die Stoffspielereien statt, eine immer spannende und inspirierende Aktion für textile Experimente mit monatlich vorgegebenem Thema. Das Thema im Januar lautet "Biesen", und Gastgeberin ist dieses Mal Griselda vom Blog Machwerk. Sie zeigt, wie gut man eine Zwillingsnadel zum Biesennähen verwenden kann, und probiert verschiedene Materialien aus.

Ich wollte ausprobieren, wie sich andersfarbige Biesen machen. Dafür habe ich zwei Baumwollstoffe in unterschiedlich breite Stücke geschnitten und immer abwechselnd aneinander genäht. Aus den schmalen helllila Streifen wurden die Biesen - links auf links geklappt und im Nahtschatten zusammengenäht. Ein Sonderling von Biese hat sich auch zwischen all das Violett geschmuggelt, das musste einfach sein.

Daraus entstanden ist ein Täschchen im seltsamen Format 30 x 10 cm. Und gerade als es fertig war, hatte ich noch eine hübsche Idee, die ich aber so schnell nicht mehr umsetzen konnte. Ein Oberteil aus gut fallendem dunklen Stoff mit vielen schmalen Biesen - und einer einzelnen kunterbunten Miniatur-Patchwork-Biese am Rand! Das muss ich irgendwann mal ausprobieren.


Zum Vormerken: Dies sind die nächsten Termine für die Stoffspielereien...

25.2.2018: Gesichter  (Nahtlust)
25.3.2018: Falten (Schnitt für Schnitt)
29.4.2018: Schlipse  (FeuerwerkbyKaze)
27.5.2018: Japan  (madewithBlümchen)
24.6.2018: Thema noch offen  (Nahtzugabe)