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Freitag, 20. Mai 2022

So oder so

Zwei neue Oberteile aus der aktuellen Ottobre 2/2022: Links seht ihr das Wickeloberteil Aisha mit geändertem Halsausschnitt und etwas gekürzten Ärmeln in Größe 36 aus einem Rest dieses geblümten Baumwollstoffs. Obwohl ich es um vier Zentimeter verlängert habe, ist es immer noch sehr kurz. Deshalb passst es wohl eher meiner Tochter, die mit dreizehneinhalb Jahren die gleiche Größe trägt wie ich. Rechts seht ihr das Top Naeemah in Größe 36 aus dünnem schwarz-weiß gestreiften Jersey. Dies war von Anfang an für meine Tochter bestimmt - aber ich kann es mir problemlos ausleihen und selber tragen...

Montag, 21. März 2022

Schwarz und Grau

In solchen Zeiten ein normales Leben leben und normale Dinge tun zu können, kommt mir wie Luxus vor. Selbstgenähte Kleidungsstücke auf meinem Blog zu präsentieren, erscheint mir unglaublich oberflächlich. Nach einigem Grübeln tue ich es aber doch. Denn wenn wir schon nichts ändern können, können wir uns wenigstens ein bisschen ablenken. Das zu sehen, was Andere geschaffen haben, hat mich in den letzten Tagen und Wochen zumindest kurzzeitig auf andere Gedanken gebracht.

In dieser Latzhose aus schwarzem Breitcord steckt einiges an Arbeit und Anpassung. Bei meiner Jeanslatzhose hatte ich vergessen, die Oberteile zu verlängern, weswegen sowohl der Latz als auch die Träger zu kurz waren. Das habe ich dieses Mal berücksichtigt. Weite Hosenbeine wie beim ersten Modell wollte ich dieses Mal nicht. Deshalb habe ich den Schnitt - Babette aus der Ottobre 5/2020 - mit dem Hosenschnitt Loungewear aus der Ottobre 2/2017 kombiniert. Den Übergang von Hose zu Latz habe ich mit einigen Extrazentimetern zugeschnitten und vor dem Zusammennähen gesteckt anprobiert.



Die Knopflöcher im Latz wollte meine Maschine einfach nicht nähen. Nach zweimal Garnwulst und Auftrennen habe ich sie letztlich von Hand genäht.
 
Die seitlichen Eingriffstaschen des Hosenschnitts habe ich übernommen, aber wie immer den Taschenbeutel vergrößert. Auf der Rückseite habe ich aufgesetzte Potaschen hinzugefügt.
 
Anders als im ursprünglichen Latzhosenschnitt vorgesehen, habe ich nicht nur auf einer Seite, sondern auf beiden kurze Reißverschlüsse eingenäht, die ein paar Zentimeter oberhalb der Eingriffstaschen enden. Unsichtbare wären noch eine bessere Wahl gewesen, aber ich habe diese aus dem Fundus genommen. 

Das Oberteil ist eine weiteres Exemplar nach dem Schnitt Batik Look aus der Ottobre 2/2019. Davon habe ich auf dem Blog schon diese, diese und diese Variante gezeigt. Dieses T-Shirt besteht aus weichem, ziemlich dünnen grauen Jersey. Andere mögen sagen, was sie wollen. Ich mag Grau und ich mag Schwarz und ich komme immer wieder darauf zurück.

Mittwoch, 27. Oktober 2021

Es schimmert



Als ich vor ein paar Wochen zum Stoffkauf in Manhattan war, blieb ich - zu meiner eigenen Überraschung - an einem silbrigen Samtstoff hängen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, wann immer möglich natürliche Materialien zu verwenden, aber bei diesem Stoff musste ich eine Ausnahme machen. Entstanden ist erst einmal ein T-Shirt nach dem Schnitt Fog aus der Ottobre 2/2016 (da es der Rest auf der Rolle war, bekam ich noch einen knappen Meter geschenkt - es schimmert demnächst noch mehr auf bimbambuki). Zu einer schwarzen Hose und der dunkelgrauen Wolldecken-Kimonojacke gefällt es mir ganz gut. Wie findet Ihr diesen silbrigen Samt - gruselig oder okay?

Freitag, 25. Juni 2021

Trompeten und Kräusel


Noch gar nicht gezeigt: Zwei Oberteile, die schon vor einiger Zeit fertig geworden sind. Das linke ist ein T-Shirt nach dem Schnitt Jaimee aus der Ottobre 5/2020, genäht aus einem dünnen dunkelblauen French Terry. Das Besondere sind die angesetzten gekräuselten Trompetenärmel. Praktisch sind sie natürlich nicht, dafür liegt ein bisschen Extravaganz und Hippie-Flair in der Luft, wenn man es trägt.
 
Das zweite Oberteil ist All My Loving aus der Ottobre 2/2021 aus einer feinen Viskose von Atelier Brunette. Dieses Teil, beim Me Made May gezeigt, hat mich einige Nerven gekostet. Im Rücken gibt es ein eingesetztes gesmocktes Mittelteil, und meine Nähmaschine weigerte sich aber einem gewissen Punkt, den elastischen Unterfaden vernünftig zu verarbeiten. Auf dem Bild seht Ihr, dass nur jede zweite Smock-Naht schön ist. Aber so etwas sehen nur wir Näherinnen, oder?

Montag, 16. November 2020

Flatterhaft

Es gibt Stoffe, die ich gar nicht wirklich vernähen mag. Stoffe, die hauchdünn sind, Stoffe, die kaum mehr wiegen als Luft, die schon beim genauen Hingucken verrutschen, in denen die Stecknadeln nicht halten, deren Säume von Hand geheftet werden müssen und die beim geringsten Nähfehler beleidigt mit Löchern reagieren. (Bei gekaufter Kleidung sind das gerne die Stücke, bei denen die Seitennaht eines Ärmels vorne mittig auf dem Unterarm endet.)

Das Ergebnis trägt sich allerdings sehr angenehm: wie ein Hauch von Nichts. Das hier sind ein Fledermaus-Shirt nach dem Schnitt Fly Away in Größe 170 aus der Ottobre 2014 aus grau und gelb gestreiftem Jersey und ein T-Shirt nach dem Schnitt Fog in Größe 36 aus der Ottobre 2/2016 aus hellgrauem Jersey mit schwarzen Sprenkeln. Das erste ist für mein bald 12-jähriges Mädchen, das zweite für mich. Groß, wie sie ist, können wir mittlerweile aber auch tauschen...

Montag, 20. Januar 2020

Französische Knoten

Dieses T-Shirt (nach einem Ottobre-Schnitt) habe ich mir letztes Jahr als Basic-Teil genäht, aber als es fertig war, fand ich es ziemlich langweilig. Deshalb wurde es kurzerhand bestickt. Dafür habe ich mit Hilfe einer Schüssel einen Kreis auf die Vorderseite gezeichnet, Stickvlies unterlegt und außerhalb der Kreislinie mit fünf Farben Stickgarn jede Menge French Knots gestickt. Das geht sogar ohne Stickrahmen. Klingt aufwendiger, als es ist - nach einer gemütlichen Zugfahrt von Herford nach Berlin war ich beinahe fertig...


Donnerstag, 19. Dezember 2019

Große Steine

Ein weiterer Marimekko-Stoff, ein Canvas mit dem malerischen Namen Isot Kivet (Große Steine), im Sommer beim Kangasmyynti (Stoffverkauf) in Helsinki erstanden, hat es auf ein Oberteil geschafft, obwohl er eigentlich viel zu fest für Kleidung ist. Der Schnitt heißt Kimono Top und stammt aus der Ottobre 6/2016. Genäht habe ich es gestern Abend, ganz spontan. Ein passender Jersey war nicht zur Hand. Deshalb besteht die Vorderseite aus blaugrauem und die Rückseite aus blauschwarzem Bündchenstoff, und der ist auch noch quer zur Faser zugeschnitten, weil es sonst nicht gereicht hätte. Ob das Top irgendwann ausleiert, bleibt abzuwarten. Erst einmal freue ich mich, den schönen Print zu tragen.


Mittwoch, 4. September 2019

Allerlei zum Geburtstag

Diese Tasche sieht fast so aus wie die, die ich meinem Mann letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt habe, ist aber eine überarbeitete und verbesserte Version davon - Tasche 2.0 sozusagen. Die erste Tasche hatte keinen Reißverschluss unter der Klappe (weswegen leicht etwas herausfallen konnte) und im Laufe der Zeit einen dicken Fettfleck auf der Rückseite bekommen und einen Magnetverschluss verloren.

Die Tasche 2.0 besteht aus einem olivgraugrauen Cordstoff, dessen linke Seite ich als Außenseite verwendet, imprägniert und mit Baumwollvlies gepolstert habe. Sie ist etwas größer, hat ein offenes Fach und ein Reißverschlussfach außen und ein weiteres Reißverschlussfach, ein Klettverschlussfach und einen Schlüsselkarabiner innen. Der graue Gurt ist verstellbar und im Schulterbereich gepolstert.

Zusätzlich bekam der Mann aber auch etwas Selbstgenähtes zum Anziehen. Nach wie vor beschwert er sich, dass ich ihm zu selten etwas nähe. Zum einen bekam er dieses T-Shirt nach dem Schnitt Every Man's Basic aus der Ottobre 7/2017 aus hellgrauem Jersey mit Bananenprint. Zum Anderen, für Drunter, eine Shorts nach dem Schnitt Urban Classic aus der selben Zeitschrift, aus einem Rest vom Sternenjersey...


Mittwoch, 5. Juni 2019

Me Made Mittwoch: Weißes Peplum-Top

Es ist der erste Mittwoch im Monat, und das bedeutet: Es ist wieder Me Made Mittwoch. Ich zeige heute ein sommerliches Kurzarm-Oberteil aus weißer Viskose. Dafür habe ich den Schnitt Earth & Stone aus der Ottobre 2/2019 verwendet, nach dem ich mir schon ein Oberteil aus grauem Hanf-Baumwoll-Chambray genäht habe. Dieses Mal habe ich den Originalausschnitt verändert und stattdessen einen hohen ovalen Ausschnitt, mit Belegen versehen, genäht.

Das Oberteil ist nur bis zur Taille zugeschnitten. Unten habe ich ein Schößchen aus zwei rechteckigen Reststücken des Stoffs angenäht. Dieses ist nicht eingekräuselt, sondern von Hand in Falten gelegt. Das war etwas mehr Arbeit, aber ich hatte Sorge, den zarten Stoff durch Kräuselfäden zu beschädigen. Perfekt wäre das Oberteil geworden, wenn ich mich dazu aufgerafft hätte, das Overlockgarn zu wechseln, und Weiß statt Hellgrau benutzt hätte - aber ich gebe zu, dazu war ich zu faul. Außerdem sieht man es nicht so. Oder?

Was Andere an selbstgemachter Kleidung tragen, seht Ihr auf dem Me Made Mittwoch Blog.


Donnerstag, 31. Januar 2019

Spontan zerschnitten und bemalt

Gestern Nachmittag habe ich kurzentschlossen ein altes Jersey-Oberteil meines Mannes zerschnitten, um mir daraus ein kurzärmeliges T-Shirt nach dem Schnitt Statement aus der Ottobre 2/2017 zu nähen. Weil die Vorderseite hässlich bedruckt war, reichte der Stoff allerdings nicht. 

Ein Rest eines etwas festeren Jersey in einem leicht dunkleren Grauton war noch vorhanden. Spontan kam mir die Idee, diesen mit weißer Stoffmalfarbe zu bemalen. Gedacht, getan. Mit einem breiten Pinsel habe ich unregelmäßige Striche getupft, nach dem Trocknen gebügelt und dann vernäht.  Fertig ist das T-Shirt...


Montag, 10. Dezember 2018

Kein Jumpsuit. Im Schnee.

Die Idee war irgendwann im Sommer entstanden: einen Jumpsuit zu nähen, der keiner ist, sondern aus Shirt und Shorts besteht, leicht anzuziehen und bequem. Irgendwann im Herbst habe ich mir die entsprechenden Schnitte herausgesucht: für das Shirt einen Schnitt von Herzekleid und für die Shorts Pinstripe Plaid aus der Ottobre 2/2012. Heute sind die beiden Stücke endlich fertig geworden. Funktioniert hat's nicht, nach Jumpsuit sieht das Ensemble nicht aus (näh ich mir halt nächsten Sommer einen richtigen), aber immerhin ist es bequem. Jetzt aber schnell wieder rein, es ist kalt!

Montag, 24. September 2018

Kanariengelb durch den Herbst

Dieser Herbst wird kanariengelb. Im Juli hatte ich das Vergnügen, von Mechthild (MEMA) durch ein paar Stoffläden in Bielefeld und Gütersloh geführt zu werden. Bei Marc Aurel fand ich diesen Stoff, dessen rechte Seite mir gar nicht, dessen linke Seite mir aber umso mehr gefiel.

Als Schnitt habe ich Fall Favorite aus der Ottobre 5/2013 verwendet, einen Schnitt für einen ungefütterten Parka. Ungefüttert ist keine Option in St. Petersburg, wo es nicht nur kühl, sondern auch oft windig ist. Mein luftig gewebtes Material musste, um überhaupt in irgendeiner Weise herbsttauglich zu werden, dichter werden. Deswegen habe ich alle Schnittteile mit Baumwollvlies gedoppelt, das ich normalerweise zum Quilten verwende. Innenseitig besteht die Jacke aus kanariengelbem Fleece, der in den Ärmeln eine zusätzliche oberste Lage aus Futterstoff bekommen hat, damit das An- und Ausziehen leicht fällt. Für richtig üble nass-kalte Herbsttage reicht das natürlich nicht, aber für das jetzige Wetter schon.

Die Jacke lässt sich hoch schließen und hat eine Windschutzleiste, die den Reißverschluss verdeckt. Die im Schnitt vorgesehenen oberen Paspeltaschen und den Kordelzug habe ich weggelassen.

In die Kapuze, ein in diesen Breitengraden wichtiges Feature, habe ich zwei schmale Streifen Reflektorband eingenäht. Die dunkle Jahreszeit beginnt, und Sicherheit/Sichtbarkeit ist mir wichtig.

Zusätzlich zu den im Schnitt vorgesehenen Klappentaschen habe ich seitliche Nahttaschen aus einem Lieblingsbaumwollstoff genäht. Darin kann ich beim Laufen die Hände vergraben.

Die Windschutzleiste soll laut Schnitt mit Klettverschluss-Streifen geschlossen werden, aber das war mir bei meinem gewebten Stoff zu riskant. Stattdessen habe ich mehrere kleine Druckknöpfe aufgenäht.

Eigentlich besteht das Rückenteil (mit Fischschwanz) aus zwei Schnitteilen, ich habe es aber im Stoffbruch zugeschnitten. Damit der Einschnitt oben nicht ausfranst, habe ich einen Streifen Reflektorband untergelegt.

Der Rest des Outfits ist auch selbstgenäht: Das Oberteil ist das graue Pünktchenshirt, die dunkelgraue Jeans eine weitere Hose nach dem Schnitt Pencil Shape aus der Ottobre 5/2015 und der Schal ein Loop aus dunkelgrauem Fleece. Der Herbst kann kommen.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Sézane- und Marimekko-eskes Recycling

Das hier war einmal ein langärmeliges weißes Hemd meines Mannes. Es hatte durchgescheuerte Kragenecken und ein, zwei hartnäckige Flecken und lag deshalb schon eine Weile auf dem Recycling-Stapel.
Mindestens genauso lange, wie das alte Hemd auf eine neue Bestimmung wartete, hatte ich vorgehabt, irgendwann einmal die folgenden Dinge auszuprobieren: 

1. ein Männerhemd zu einem Frauenoberteil umzuarbeiten
2. einen Stoff marimekko-esk mit Pinselstrichen zu bemalen (vielleicht so oder so)
3. eine Bluse im Sezane-Stil zu nähen (vielleicht so oder so oder so)

Alles gleichzeitig in einem einzigen Teil umzusetzen, war nicht geplant gewesen - es ergab sich einfach.

Ich schnitt das alte Hemd auseinander, legte die Schnittteile von Accordion (Ottobre 02/2014) so darauf, dass sie irgendwie passten (wobei fast alle Falten und Abnäher daran glauben mussten), schnitt die einzelnen Stoffteile aus und bemalte sie nacheinander mit Hilfe eines dünnen Pinsels mit schwarzer Stoffmalfarbe. Das dauerte zugegebenermaßen ziemlich lange. Aber das Ergebnis gefällt mir richtig, richtig gut.

Nachdem die Farbe getrocknet und alles lange gebügelt worden war, nähte ich das Hemd zusammen. Die Knöpfe liegen nun auf der Rückseite, und inspiriert von diesem Sezane-Oberteil habe ich einen rückwärtigen V-Ausschnitt genäht. Vor dem ersten Waschen war mir etwas bange, aber die Farbe hält! Das Oberteil gefällt mir sehr - und spornt mich an, noch weitere Hemden zu recyclen... und weiteren Stoff zu bemalen...

Mittwoch, 21. März 2018

Me Made Mittwoch [Bleistifthose und graues Pünktchen-Shirt]

Neu und bequem: Eine Bleistifthose nach dem Schnitt Pencil Shape aus der Ottobre 5/2015. Weil ich fast 1,80 bin, habe ich die Schnittteile um 7,5 cm verlängert. Der Bundstreifen wurde 1,5 cm höher zugeschnitten. Außerdem habe ich aufgesetzte Po-Taschen hinzugefügt. Die Hose besteht aus einem nicht sehr festen Jeansstoff mit Elastananteil. Steppnähte gibt es keine, da es sich nicht um einen Jeanshosenschnitt handelt. Bis auf den Hosenreißverschluss war der Schnitt einfach und gut zu nähen (was ist bloß mit dem Reißverschluss? Ich habe beim Nähen immer einen Knoten im Kopf. Oder ist die Ottobre-Anleitung so schlecht?)

Alt und bequem: Das weiche hellgraue Pünktchenshirt aus dem Jahr 2012. Anfangs sah es so aus, dann habe ich die vorderen Falten wieder aufgetrennt. Lange wurde es als Nachthemd getragen, dann habe ich den mittlerweile gerissen Halsausschnitt neu umgeschlagen, ein Gummi eingezogen und den Saum gekürzt, und jetzt trage ich es wieder als Oberteil. Ein absolutes Lieblingsstück.


Mittwoch, 7. Februar 2018

Me Made Mittwoch [Biesen-Shirt]

Me Made Mittwoch mit einem Shirt nach dem Schnitt Accordion (02/2014) aus blauer Viskose mit Kranichmuster. Vor drei Jahren hatte ich mich schon mal an dem Schnitt versucht, aber das Ergebnis sah, weil nicht genug Stoff vorhanden war, ganz anders aus als die Vorlage. 

Auch dieses Mal habe ich ein paar Änderungen vorgenommen:. Die Ärmel sind länger (eigentlich hätte ich gerne 3/4-Ärmel gehabt), die Biesen enden nicht ein Stück unterhalb des Halsausschnitts (der steht schon bei dem Modell in der Zeitschrift so seltsam ab) und den Halsausschnitt habe ich mit Hilfe eines schmalen Bundstreifens (nennt man das so...?) etwas verkleinert.

Hier sieht man die Biesen des Vorderteils (passend zum Thema der letzten Stoffspielerei).

Das Schöne an dem Schnitt ist, dass das Rückenteil nicht nur eine geformte Mittelnaht hat, sondern auch noch mit zwei Abnähern auf Figur gebracht werden kann. Darauf habe ich dieses Mal verzichtet. Dafür habe ich mir Zeit genommen, die Schulterabnäher und den Bund so anzupassen, dass der Ausschnitt hinten schön anliegt.

Mehr selbstgemachte Outfits findet man immer am ersten Mittwoch des Monats auf dem Me Made Mittwoch Blog.

Mittwoch, 19. April 2017

Me Made Mittwoch [Shorts und Shirt]

Me Made Mittwoch mit einem Outfit, das ich gern zu Hause trage, weil es so bequem ist. Es besteht aus Shorts nach dem Schnitt Line Flax aus der Ottobre 2/2015 (der dritten nach diesen beiden) und einem Shirt nach dem zusammengebastelten, mittlerweile schon oft genähten Schnittmix von Modell M aus "Japanisches Modedesign zum Selbernähen - Kleider und Tops zum Kombinieren" und Leo Bohemian aus der Ottobre 5/201. Dieses Mal habe ich mich für einen schlichten U-Boot-Ausschnitt entschieden und die Ärmel unten zu falschen Ärmelbündchen umgeschlagen und genäht.

Das Shirt ist aus weißem Baumwolljersey mit Dreiecksmuster. Für die Hose haben ich den Rest des nachtblauen Polyester-Woll-Stoffes dieses Kleides verwendet. Am rechten Vorderteil hat er nicht mehr ganz gereicht, wie man sieht. Egal, das angestückelte Dreieck verkaufe ich als Designelement. In den hinteren Bund habe ich ein breites Gummiband eingenäht, damit er schön anliegt. Geschlossen wird die Hose mit einem Reißverschluss und einem Druckknopf.

Heute ist wieder Me Made Mittwoch!

Mittwoch, 1. März 2017

Me Made Mittwoch [Kimono-Jacke mit Sari Bändern]

Me Made Mittwoch mit einem schon vor fünf Jahren genähten dunkelblauen Punkteshirt und einer Kimonojacke (der zweiten nach dieser) nach dem Schnitt Japanese Inspired aus der Ottobre 2/2015. Ganz schlicht aus dunkelblauem Fleece mit Belegen aus dunkelblauem Webstoff. Die einzige Zier sind die ungefähr 70 Jahre alten, schon etwas brüchigen, aber wunderschönen indischen Sari Bänder, die mir Svea letztes Jahr geschenkt hat und die ich von Hand auf die Ärmel genäht habe. Die Jacke ist ein Lieblingsstück: herrlich bequem, federleicht und trotzdem warm. Man merkt kaum, dass man etwas trägt.


Vielen lieben Dank nochmal, Svea. Ich freue mich immer noch über dieses Geschenk.

Lauter Frauen in den unterschiedlichsten selbstgemachten Kleidungsstücken treffen sich heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog.