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Mittwoch, 15. Februar 2023

Improv in Grün

Eine Idee gehabt, einen Schnitt abgepaust, geändert und in Streifen aufgeteilt, die Restetüte ausgekippt, drauflos improvisiert.

Wie das getragen aussehen wird, weiß ich noch nicht. Erstmal wird gequiltet...

Freitag, 20. Mai 2022

So oder so

Zwei neue Oberteile aus der aktuellen Ottobre 2/2022: Links seht ihr das Wickeloberteil Aisha mit geändertem Halsausschnitt und etwas gekürzten Ärmeln in Größe 36 aus einem Rest dieses geblümten Baumwollstoffs. Obwohl ich es um vier Zentimeter verlängert habe, ist es immer noch sehr kurz. Deshalb passst es wohl eher meiner Tochter, die mit dreizehneinhalb Jahren die gleiche Größe trägt wie ich. Rechts seht ihr das Top Naeemah in Größe 36 aus dünnem schwarz-weiß gestreiften Jersey. Dies war von Anfang an für meine Tochter bestimmt - aber ich kann es mir problemlos ausleihen und selber tragen...

Dienstag, 16. November 2021

Schlappen im November


Diese Bilder habe ich letzte Woche gemacht, als wir - mitten im November - leuchtend blauen Himmel, strahlende Herbstsonne und wundervolle 17 Grad hatten. Das Oberteil ist aus einem Reststück eines angenehm weichen dunkelgrauen Baumwolljerseys, dessen Webstruktur an Denim erinnert, entstanden. Den Schnitt Batik Look aus der Ottobre 2/2019 habe ich jetzt schon in mehreren Varianten genäht.

Beim weißen Blusenshirt mit Biesen wurde der Schnitt original belassen. Bei der getupften Viskosebluse habe ich den Halsausschnitt umgeschlagen und dort und in den Saum Gummibänder eingezogen sowie die Ärmel gekürzt und mit Bündchen abgeschlossen. Das habe ich auch bei diesem dritten Modell so gehandhabt. Das Ergebnis ist ein blusiges Oberteil, das so gemütlich wie ein T-Shirt ist.
 
Die Abmessungen des Reststoffes führten dazu, dass ich an den Ärmeln stückeln und sogar die Zuschneiderichtung des Stoffes ändern musste. Damit diese Stellen schöner aussehen, habe ich sie von Hand mit zweifädrigem schwarzen Stickgarn abgesteppt. Im Nachhinein mag ich dieses eher subtile aber feine Detail. Ein viertes Oberteil nach dem Schnitt ist auch schon fertig - das zeige ich demnächst.

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Me Made Mittwoch [Getupfte Viskose-Bluse]

Nach einem halben Jahr bin ich endlich mal wieder beim Me Made Mittwoch dabei. Das erste Bild ist vorletztes Wochenende in NYC im Central Park entstanden. Das Blusenshirt ist nach dem Schnitt Batik Look aus der Ottobre 2/2019 genäht (hier habe ich schon mal ein Oberteil nach diesem Schnitt gezeigt). Das Material ist eine schön fallende und angenehm zu tragende hellblaue Viskose mit dunklen Tupfen.
 
Anders als im Schnitt vorgesehen, habe ich die Ärmel bis knapp unter die Ellenbogen gekürzt, unten eingehalten und mit einem schmalen Bündchen versehen. Außerdem habe ich auch im Saum ein Gummiband eingezogen, das das Blusenshirt unten etwas zusammenzieht. Das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Es trägt sich so bequem wie ein T-Shirt, sieht aber weniger casual aus.

Die schmale Hose nach dem Schnitt Pencil Shape habe ich vor dreieinhalb Jahren genäht und mittlerweile zweimal nachgefärbt. Die Tasche aus schwarzem Denim ist zweieinhalb Jahre alt. Auch sie wird gern und häufig getragen. Mehr selbstgenähte Kleidung gibt es heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog zu sehen.

Freitag, 25. Juni 2021

Trompeten und Kräusel


Noch gar nicht gezeigt: Zwei Oberteile, die schon vor einiger Zeit fertig geworden sind. Das linke ist ein T-Shirt nach dem Schnitt Jaimee aus der Ottobre 5/2020, genäht aus einem dünnen dunkelblauen French Terry. Das Besondere sind die angesetzten gekräuselten Trompetenärmel. Praktisch sind sie natürlich nicht, dafür liegt ein bisschen Extravaganz und Hippie-Flair in der Luft, wenn man es trägt.
 
Das zweite Oberteil ist All My Loving aus der Ottobre 2/2021 aus einer feinen Viskose von Atelier Brunette. Dieses Teil, beim Me Made May gezeigt, hat mich einige Nerven gekostet. Im Rücken gibt es ein eingesetztes gesmocktes Mittelteil, und meine Nähmaschine weigerte sich aber einem gewissen Punkt, den elastischen Unterfaden vernünftig zu verarbeiten. Auf dem Bild seht Ihr, dass nur jede zweite Smock-Naht schön ist. Aber so etwas sehen nur wir Näherinnen, oder?

Dienstag, 15. Juni 2021

Neues Leben für alte Bettwäsche - zum Dritten

Was alte, teilweise zerschlissene Bettwäsche angeht, habe ich noch Material im Schrank! Diese hier ist mindestens 15 Jahre alt und war ursprünglich ganz hell blau mit pastelligem Lavendelprint. Vor 15 Jahren war ich offensichtlich deutlich romantischer veranlagt als jetzt. Ich hatte überlegt, noch ein Maxikleid oder ein Fast-Maxikleid daraus zu nähen, habe mich dann aber für einen Maxirock entschieden.

Der Rock ist schlicht (zwei oben geraffte Rechtecke, seitliche Nahttaschen, ein Bundstreifen mit zwei Tunneln für ein Gummiband und ein Bindeband) und sollte eigentlich schwarz gefärbt werden, wurde aber nur dunkelgrau. Die Farbe gefällt mir und vom Lavendel sieht man nichts mehr, das ist das Wichtigste. Beim Oberteil handelt es sich um das Marimekko Crop Top, das ich bereits hier gezeigt habe. Ich habe einen Riesengefallen gefunden an solcher üppiger Walle-Kleidung und trage gerade nichts lieber...

Donnerstag, 15. April 2021

Weiß auf weiß

In zwei Wochen ist der April um, und das bedeutet, dass es auf meinem Blog und Instagram wieder verstärkt selbstgenähte Kleidung zu sehen geben wird. Denn dann ist wieder Me Made May, und ich möchte zum 5. Mal an Zoe's Aktion teilzunehmen. Dieses Mal gibt es noch eine zusätzliche Challenge von Quilterin/Seamstress Hillary (Entropy Always Wins): Sie hat dazu aufgerufen, Selbstgemachtes aus Marimekko-Stoffen zu zeigen. Als Marimekko-Liebhaberin bin ich mit Vergnügen dabei - in meinem Schrank gibt es schon ein Top, einen Pullover, eine Bluse, eine Laptop-Tasche und eine Gürteltasche. Jetzt ist noch ein weiteres Top hinzugekommen.

Den Stoff würde man nicht auf den ersten Blick als Marimekko-Stoff erkennen. Es handelt sich um eine weiße, ziemlich feste, dicht gewebte aber leicht transparente Baumwolle, Ton-in-Ton mit einem weißen Muster bedruckt. Daraus habe ich mir ein Top mit überschnittenen Ärmeln genäht. Grundlage dafür war das Oberteil des Kleiderschnitts Japanese Flowers aus der Ottobre 2/2014, den ich etwas abgeändert habe. Weil ich nur einen halben Yard von dem Stoff gekauft hatte, ist es eher ein Crop Top als ein normales Oberteil geworden. Ob ich so etwas in meinem Alter noch tragen kann (oder sollte)? Ich probier's mal, im Laufe des Me Made May.

Mittwoch, 3. März 2021

Me Made Mittwoch [Blusenshirt mit Biesen]

Es mag freundlich aussehen, aber es war windig und bitter kalt, als ich die Fotos gemacht habe (-1 Grad, gefühlt -8). Aber immerhin trage ich nicht mehr ausschließlich Fleecepullover. Dieses Blusenshirt habe ich schon vor ein paar Wochen genäht. Der Schnitt, Batik Look, stammt aus der Ottobre 2/2019. Bisher habe ich ihn nicht beachtet, dabei ist er einfach zu nähen und vielseitig zu tragen.

Den Stoff, eine weiße, leicht transparente Baumwolle mit schmalen Biesen, habe ich in einem Stoffgeschäft in Manhattan gekauft. Er fühlt sich sehr natürlich und angenehm an. Momentan trage ich die Bluse mit einem weißem T-Shirt darunter zu einer Hose und einer Jacke, aber im Sommer ist sie sicher schön luftig auf nackter Haut zu Shorts oder einem kurzen Rock.
 

In die Ärmelabschlüsse und in einen Tunnel am Halsausschnitt sind Gummibänder eingezogen. Das war das Aufwendigste an diesem ansonsten simplen Kleidungsstück. Die graue Denimhose, Pencil Shape aus der Ottobre 5/2015, habe ich vor ziemlich genau einem Jahr genäht. Die schwarze Fleecejacke, Scarab aus der Ottobre 5/2018, ist noch nicht so alt.

Alle, die gerne Kleidung nähen, treffen sich heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog, schaut mal vorbei!

Montag, 22. Juni 2020

Blumen pressen (zum Zweiten)

Bei der letzten Stoffspielerei habe ich, vielleicht erinnert ihr euch, auf textile Art Blumen gepresst. Seitdem juckte es mich in den Fingern, diese Technik auf einem größeren Stück Stoff anzuwenden und das Ergebnis wie ein Stoffpanel zu verwenden - ein bisschen wie bei diesem T-Shirt, ebenfalls einem Stoffspielerei-Experiment. Aus einer alten schwarzen Hose meines Mannes habe ich die Rückseiten und zwei seitliche Vorderteile eines ärmellosen Tops (Grain Field aus der Ottobre 2/2015) geschnitten. Was noch fehlte, war ein ca. zwanzig Zentimeter breiter Streifen in der Mitte. Gerne hätte ich dafür den selben Stoff verwendet, aber er reichte nicht. Deshalb habe ich das Mittelteil aus einem alten schwarzem T-Shirt geschnitten.

Für die Blumen habe ich die Restetüte ausgekippt und wieder aus Blau-, Lila- und Grüntönen, ein bisschen Gelb und ein bisschen Braun Blütenblätter ausgeschnitten und mit einem Klebestift aufgeklebt. Darüber kam eine Lage weißer Tüll. Als ich mit dem Quilten anfing, war ich zuerst enttäuscht. weil die Nähte hässlich aussahen. Beim letzten Mal hatte ich für die Rückseite Filz verwendet, jetzt war da nur der dünne Jersey. Wenn Stickvlies da gewesen wäre, hätte ich es damit versucht, aber ich musste mit dem auskommen, was ich im Schrank hatte. Also habe ich ein Stück dünnen Baumwollstoff untergelegt und dann mit freien, vertikal verlaufenden Linien gequiltet.

Durch die drei Lagen ist das Panel etwas steifer geworden als beabsichtigt. Notiz an mich selbst (oder euch, falls ihr das auch einmal ausprobieren wollt): Das gequiltete Mittelteil ist ein bisschen breiter als der Abstand zwischen den Brustpunkten. Schöner fiele das Top, glaube ich, wenn es genauso breit oder schmaler wäre. Schöner fiele es natürlich auch, wenn man keinen festen Hosenstoff, sondern weicher fallendes Material verwenden würde. Egal. Ich freu mich, dass es mir gelungen ist, eine alte Hose und ein paar bunte Stoffschnipsel in so ein fröhliches Sommertop zu verwandeln. Und diese Technik bietet noch so viele Möglichkeite - als nächstes möchte ich mich an einem noch großformatigeren Muster versuchen...


Mittwoch, 4. März 2020

Me Made Mittwoch [Marimekko-Bluse und graue Jeans]

Me Made Mittwoch mit neuer Hose und neuem Blusenshirt. Der Schnitt der Hose ist, zum dritten Mal nach dieser und dieser, Pencil Shape aus der Ottobre 5/2015. Wieder habe ich die Hosenbeine und die Bundhöhe verlängert und hinten aufgesetzte Po-Taschen hinzugefügt. Material ist die linke, hellere Seite eines anthrazitgrauen Denims mit leichtem Stretchanteil. Die Hose trägt sich bequem und lässt sich gut kombinieren.

Das Blusenshirt ist nach dem - offenbar leider nicht mehr kostenlos herunterladbaren - Schnitt Balloon / Puff Sleeve Raglan Dress von Tamanegi-kobo genäht, nach dem hier schon mehrere Kleider entstanden sind. Dieses Mal habe ich ihn auf Blusenlänge gekürzt. Der Stoff stammt von Marimekko in Helsinki. Er besteht, glaube ich, aus Viskose und ist dünn und leicht knitternd, was hoffentlich durch das Blumenmuster nicht so auffällt. 

Alle, die gerne Kleidung nähen, treffen sich heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog.

Sonntag, 16. Juni 2019

Riesenblumen

Die letzten Sachen, die ich mir genäht habe, waren schlicht und unifarben. Aber bei diesem Stoff mit unregelmäßigem Riesenblumen-Print konnte ich einfach nicht widerstehen. Ich liebe solch große Muster. Genäht habe ich daraus ein Top nach dem Schnitt Earth & Stone aus der Ottobre 2/2019, das dritte nach einem aus grauem Chambray und einem aus weißer Viskose.

Der Stoff ist etwas zu fest für eine Bluse und fällt deswegen nicht so schön, aber ich mag das Top trotzdem...

Mittwoch, 1. Mai 2019

Me Made Mittwoch [Hose und Top aus Chambray]

Es ist der 1. Mai - der erste Tag des Me Made May und gleichzeitig Me Made Mittwoch. Was ich heute zeige, sieht vielleicht aus wie ein Jumpsuit (ein Kleidungsstück, das ich gerade sehr mag, wie hier oder hier zu sehen), ist aber in Wirklichkeit ein Fake-Einteiler, der aus zwei Teilen besteht (wie - vom Prinzip gleich, aber doch ganz anders - hier oder hier zu sehen). Irgendjemand meinte mal, 2019 würde das Jahr der Jumpsuits. Na dann...


Das Oberteil ist Earth & Stone aus der Ottobre 2/2019, genäht aus grauem Hanf(?)-Baumwoll-Chambray. Der Schnitt gefällt mir, er ist sommerlich-luftig, der Ausschnitt ist schön, und durch die neutrale Farbe lässt sich das Top auch gut zu andersfarbigen Hosen tragen.


Die Hose habe ich nach dem Schnitt Malaysia aus der Ottobre 2/2019 genäht. Dabei handelt es sich um eine 7/8-Hose mit hohem Bund, die um die Hüfte etwas Luft, aber schmal zulaufende Beine hat. Ich war so dumm, sie nicht zu verlängern, was ich wegen meiner Größe von 1,79 m normalerweise immer tue. Jetzt spannt sie um die Waden und rutscht beim Tragen etwas an den Beinen hoch. So angenehm sich das Oberteil trägt - an den Beinen fühlt sich der Stoff kratzig an. Als erste Maßnahme habe ich die Seitennähte unten ein Stück aufgetrennt und frage mich, wie ich das Problem beheben kann. Schmale Keile einsetzen, damit sie unten weiter wird? Die Hose füttern? Immer mit Leggins drunter tragen? Oder in Shorts umarbeiten? Ich überlege noch.


Übrigens: Wie letztes und vorletztes Jahr mache ich beim Me Made May mit. Wieder habe ich mir vorgenommen, einen Monat lang jeden Tag mindestens ein selbstgemachtes Kleidungsstück zu tragen. Was ich anhabe, werde ich täglich auf Instagram zeigen, und am Ende des Monats gibt es eine Zusammenfassung hier auf dem Blog.

Freitag, 16. März 2018

Ananas gegen Benachteiligung

Mein Mann beschwert sich ab und zu, dass ich für mich und die Kinder, aber so gut wie nie für ihn nähe. Ich erwidere dann, dass es mir keinen Spaß macht, nadelgestreifte Business-Hemden oder langweilige Uni-Shirts zu nähen, und dass es schwierig ist, passende Stoffe für Männer zu finden. Würde er etwa ein T-Shirt mit Dinosaurier-Druck tragen? (Ja, würde er. Behauptet er zumindest.)

Ein Freizeithemd (oh, dieses schreckliche Wort) war der Kompromiss. Man braucht nicht soviel Stoff dafür, und wenn man sich für kurze Ärmel entscheidet, kommt man immerhin um Manschetten mit Schlitz und so weiter herum. Der Schnitt ist Four Fellows aus der Ottobre 7/2017.


Statt Dinosauriern gibt es für den Mann jetzt - etwas dezenter - Ananas. Für ein richtig wild gemustertes Hawaihemd, wie Constanze vom Blog Nahtzugabe eins für ihren Mann genäht hat, reichte der Mut nicht. Der Baumwollstoff ist ziemlich dünn, trägt sich bei warmen Temperaturen aber sicher sehr angenehm.

Auf Taschen habe ich verzichtet. Der Kragen, die doppelte Passe, die Knopfleisten und die seitlichen Einsätze unten nähten sich leichter, als ich befürchtet hatte. Auch vor Knopflöchern gruselt es mich nicht mehr so. Mal sehen. Vielleicht nähe ich irgendwann noch eins...

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Gehackt und repariert oder: Kariert und bestickt

Die Grundlage für diese Tunika aus schwarz-weißem Baumwollstoff war der Schnitt Tova von Wiksten, allerdings "gehackt", wie man so sagt. Das Vorderteil besteht bei diesem Exemplar aus drei Stücken: den zwei oberen, die übereinander gelegt den leicht geschwungenen V-Ausschnitt ergeben, und dem unteren, das verbreitert und eingereiht an den oberen Teil angesetzt wurden.

Zuerst stand das Vorderteil am Halsausschnitt etwas ab, aber dann habe ich - vor dem Einfassen mit Schrägband - Framilonband auf die Kanten genäht. Jetzt liegt es schön flach an. In der etwas längeren Version hat dieser Schnitt etwas Japanisches, wie ich finde, und trägt sich sehr gemütlich.

Die schmalgeschnitte dunkelblaue Jeans habe ich seit vielen Jahren. Zweimal wurde durch Nachfärben die Farbe wieder aufgefrischt, wodurch sie wieder fast wie neu aussah. Aber als sie vor einer Weile neben der rechten Potasche riss, dachte ich, dass sie jetzt wohl hinüber wäre.

Aber dann erwachte mein Widerspruchsgeist. Wegwerfen wollte ich sie einfach nicht. Ich flickte den Riss von hinten mit einem Stück Jeansstoff und versuchte ihn dann so zu übersticken, dass man ihn nicht mehr sah. So sieht die Stelle jetzt aus - ich glaube, ich kann die Hose noch ein, zwei Jahre länger tragen...

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Me Made Mittwoch [Handbestickte Bluse]


Zwei Blusen nach dem Schnitt Wiksten Tova habe ich schon genäht; hier kommt die dritte und vorerst auch letzte. Bei den anderen Exemplaren hat es gut geklappt, den Einsatz einzunähen, aber hier gar nicht, ich habe ziemlich geflucht. Es fältet nicht nur nach unten, sondern auch zur Seite, was natürlich nicht sein soll. Die Ecken sind mitgenommen, hoffentlich reißt der Stoff dort nicht. Von diesem Makel abgesehen, gefällt mir die Bluse aber gut. Im Herzen bin und bleibe ich eine graue Maus.

Ich habe (wie schon beim 1. Exemplar) einen Stoff genommen, der für eine Bluse eigentlich etwas zu fest ist, aber das war mir egal. In erster Linie wollte ich ausprobieren, wie sich eine kleine Handstickerei darauf macht. Dafür fand ich den grauen Baumwollstoff schön. Gestickt habe ich kurze Striche aus einzelnen Fäden schwarzem und zitronengelbem Stickgarn, zufällig verteilt, nach oben loser werdend. Wie sich die Stickerei in der Waschmaschine macht, bleibt zu sehen. Die bisherigen Applikationen haben sich ganz gut gehalten.

Mehr selbstgemachte Kleidung aller Art gibt es heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog. Und weil das Oktobermuster des Muster-Mittwochs von Müllerin Art Mark Making heißt, mache ich auch dort mit, denn ein bißchen erinnern die Striche doch an dahingekritzelte Spuren...

Mittwoch, 21. September 2016

Me Made Mittwoch [Schwalbenbluse]

Ganz in Dunkelblau am Me Made Mittwoch. Ich habe mich endlich getraut und Knopflöcher in meinen Blouson genäht, weil mir die Druckknöpfe nicht wirklich gefielen, und jetzt trage ich ihn nochmal lieber. Eine Bluse nach dem Schnitt Tova von Wiksten habe ich auch schon einmal genäht. Dieses Exemplar hier aus dem Double Gauze Flight Dusk von Birch ist mir zu kurz geraten - als ich das Vorderteil ausgeschnitten hatte, merkte ich, dass der Stoff nicht mehr reichte und musste Vorder- und Rückenteil kürzen...



Mittwoch, 4. Mai 2016

Me Made Mittwoch [Rock+Bluse=Kleid]

Das vierte Projekt meiner Projekt Lieblingsstücke Liste ist fertig geworden. Statt eines weißen Kleides aus Voile (Nr. 6) habe ich ein schwarzes mit unregelmäßigen weißen Pünktchen aus Jersey genäht - wobei es sich gar nicht um ein Kleid handelt, sondern eine Kombination aus Oberteil und Rock.

Der Rock ist ohne Schnitt nach meinen Maßen entstanden. Ich habe ihn mit einem Formbund, in den zwei Gummibänder eingezogen sind, seitlichen Nahttaschen und einem pinkfarbenem Futter genäht. Das Rockteil ist etwas ausgestellt und wird durch den elastischen Bund leicht gekräuselt.

Das Oberteil ist (wie schon diese Tuniken: 1, 2, 3) nach dem Schnittmix von Modell M aus "Japanisches Modedesign zum Selbernähen - Kleider und Tops zum Kombinieren" und Leo Bohemian aus der Ottobre 5/2013 entstanden. Dieses Mal habe ich das Vorder- und Rückenteil aber etwas gerader zugeschnitten und die Ärmel umgeschlagen und dort Gummibänder eingezogen. Der Halsausschnitt ist nicht mit Schrägband eingefasst, sondern mit Belegen genäht, weshalb auch das Bindeband fehlt. Vielleicht nähe ich dort noch eine kleine Schlaufe mit Knopf an.




Zusammen getragen sehen die beiden Stücke aus wie ein Kleid mit blusigem Oberteil. Es trägt sich leicht und angenehm. Leider pillt der Stoff nach der ersten Wäsche schon etwas, was ich fürchterlich ärgerlich finde. Falls Ihr Tipps habt, wo man Jerseys bekommt, der schön bleibt, würde ich mich freuen, sie zu hören.


Viele Frauen in selbstgemachter Kleidung treffen sich heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog.

Mittwoch, 2. März 2016

Me Made Mittwoch [Pünktchenbluse und graue Hose]


Das erste Projekt meiner Projekt Lieblingsstücke Liste ist fertig geworden, eine Bluse nach dem Schnitt Tova von Wiksten. Inspiration dafür war ja die Punkte-Tova von Flora Fadenspiel, und mein weißer Baumwollstoff ähnelt ihrem auch ein wenig, nur dass die Pünktchen viel kleiner sind. Die Bluse gefällt mir gut - aber ein 100%iges Lieblingsstück ist sie nicht geworden. Vielleicht ändere ich sie noch einmal...
Die Bluse trage ich zu der Hose Loose Fit aus der Ottobre 2/2015, hier schon gezeigt, die sich, weil sie so gemütlich ist, als Zuhause-Kleidungsstück sehr bewährt hat. Wie auch die Leopardenkuschelsocken, die ich beim Fotos machen gerade anhatte und die Ihr bitte einfach übersehen müsst.

Bis ich den Stehkragen angenäht hatte, gefiel mir der Schnitt sehr gut. Ich habe einen dünnen Hals, und mir ist der Kragen zu groß. Ich hatte nicht daran gedacht, das nachzumessen und vielleicht zu ändern. Geschlossen sieht er komisch aus und offen springt er zu weit auf (daher auch das T-Shirt darunter) und ich fühle mich nicht wirklich wohl damit. Bei einem nächsten Modell würde ich darauf verzichten, mit Belegen arbeiten und außerdem vielleicht ein, zwei Knöpfe oder ein Bindeband vorsehen.

Lauter Frauen in den unterschiedlichsten selbstgemachten Kleidungsstücken treffen sich heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog.

Edit: Das ist der neue Ausschnitt - ohne Kragen, mit zwei kleinen Abnähern im Rücken, mit Schrägband eingefasst. Gefällt mir.