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Mittwoch, 4. Oktober 2023

Me Made Mittwoch [Denimshorts und Fleece-Pullover]


Seit Ewigkeiten bin ich mal wieder beim Me Made Mittwoch dabei. Bei kühleren Temperaturen ist dieser letztes Jahr entstandene Pullover aus hellgrauem Fleece mein Lieblingsstück. Grundlage dafür war der Schnitt Monday Basic aus der Ottobre 5/2013, nach dem hier schon mehrere Pullover entstanden sind. Die Ärmel sind so verlängert, dass sie mir übers Handgelenk reichen, wie ich es mag. Die kleine Umhängetasche ist aus einer ehemaligen Jacke entstanden, die ich viel zu selten getragen habe. Den Rautenstoff mag ich sehr, und so kommt er öfter mal ans Tageslicht.


Dazu zeige ich neu entstandene Shorts aus dunkelblauen Denim. Mit einer Strumpfhose darunter tragen sie sich bei herbstlichem Wetter ganz angenehm. Der Schnitt ist Summer Safari aus der Ottobre 2/2017, allerdings mit einigen Anpassungen (u. a. Bund erhöht und Beine unten verschmälert). Der Bund ist nicht mit Einlage verstärkt. Hinten habe ich ein breites Gummiband eingezogen und vorne wird er mit zwei kleinen Knöpfen geschlossen. So drückt die Hose nicht so auf den Bauch. Nach dem selben Schnitt habe ich im Frühjahr schon bunte Patchwork-Shorts genäht. 

Mehr selbstgemachte Kleidung  gibt es heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog, schaut mal vorbei!

Dienstag, 16. Mai 2023

Lauter furchtbare Ideen

In dem ersten Post zu dieser Patchworkjacke habe ich geschrieben: "Neulich ist mir eingefallen, dass ich mich als Studentin mit Mitte Zwanzig mal an einer Patchworkhose versucht habe, die allerdings nie fertig geworden ist. Was eventuell daran lag, dass damals ein Freund zu mir meinte, diese Hose sei die furchtbarste Idee, die ich je gehabt habe. Ich frage mich, was er wohl zu diesem Projekt sagen würde..." Nachdem ich schon einige Jacken und Taschen aus Patchwork genäht habe, ist es nun soweit: meine erste Patchworkhose ist fertig. Es sind Shorts nach dem Schnitt Summer Safari aus der Ottobre 2/2017.
 
Vor ein paar Tagen hatte ich die Idee, und es hat mich nicht losgelassen. Also habe ich - wieder einmal - improvisiert zusammengestückelt. Falls jemand sich für meine Vorgehensweise interessiert: Als Erstes kippe ich meinen Beutel mit unifarbenen Stoffreste aus und suche nach Farben, die mich ansprechen. Bei diesem Projekt sind das (wieder einmal) helle Blau- und Grüntöne, Türkis und Aqua, kombiniert mit Rosa, Pink und Rot sowie Orange und hellem Flieder. Zwei Brauntöne - ein Karamell und ein Dunkelbraun - lassen, wie ich finde, die Farben noch mehr leuchten. Auf Gelb habe ich verzichtet.
 
Ich nehme immer zwei Stoffreste und nähe sie im Chain-Piecing-Verfahren mit kleiner Stichlänge (1,2-1,4) zusammen. Die Nahtzugaben werden auseinander gebügelt und eine der Kanten mit der Schere begradigt. Dann nähe ich jeweils zwei gepatchte Teile aneinander. Nach und nach entstehen so immer größere Teile. Hier und hier seht Ihr Fotos von Zwischenständen. Ich kombiniere gerne Stoffreste unterschiedlicher Größe. Außerdem schneide ich beim Improv-Piecing mit der Schere und nur nach Augenmaß. Ich finde, das macht das Patchwork lebendiger und interessanter.

Sobald ich ein ausreichend großes Stück Patchwork für ein Schnittteil zusammen hatte, habe ich es mit weißem Baumwollstoff hinterlegt, die Umrisse des Schnittteils aufgezeichnet und beide Schichten im Nahtzugabenbereich zusammengeheftet. Die Gesäßtaschen wurden rechts auf rechts zusammengenäht und gewendet. Die Taschenbeutel der vorderen Taschen bestehen nur aus je einer Lage Stoff. Als alle Teile beisammen waren, habe ich die Shorts nach Anleitung genäht. Weil mir der Bund zu niedig war, habe ich den Schnitt an dieser Stelle geändert. Eine herrlich furchtbare Idee war das, finde ich.
 


Montag, 21. März 2022

Schwarz und Grau

In solchen Zeiten ein normales Leben leben und normale Dinge tun zu können, kommt mir wie Luxus vor. Selbstgenähte Kleidungsstücke auf meinem Blog zu präsentieren, erscheint mir unglaublich oberflächlich. Nach einigem Grübeln tue ich es aber doch. Denn wenn wir schon nichts ändern können, können wir uns wenigstens ein bisschen ablenken. Das zu sehen, was Andere geschaffen haben, hat mich in den letzten Tagen und Wochen zumindest kurzzeitig auf andere Gedanken gebracht.

In dieser Latzhose aus schwarzem Breitcord steckt einiges an Arbeit und Anpassung. Bei meiner Jeanslatzhose hatte ich vergessen, die Oberteile zu verlängern, weswegen sowohl der Latz als auch die Träger zu kurz waren. Das habe ich dieses Mal berücksichtigt. Weite Hosenbeine wie beim ersten Modell wollte ich dieses Mal nicht. Deshalb habe ich den Schnitt - Babette aus der Ottobre 5/2020 - mit dem Hosenschnitt Loungewear aus der Ottobre 2/2017 kombiniert. Den Übergang von Hose zu Latz habe ich mit einigen Extrazentimetern zugeschnitten und vor dem Zusammennähen gesteckt anprobiert.



Die Knopflöcher im Latz wollte meine Maschine einfach nicht nähen. Nach zweimal Garnwulst und Auftrennen habe ich sie letztlich von Hand genäht.
 
Die seitlichen Eingriffstaschen des Hosenschnitts habe ich übernommen, aber wie immer den Taschenbeutel vergrößert. Auf der Rückseite habe ich aufgesetzte Potaschen hinzugefügt.
 
Anders als im ursprünglichen Latzhosenschnitt vorgesehen, habe ich nicht nur auf einer Seite, sondern auf beiden kurze Reißverschlüsse eingenäht, die ein paar Zentimeter oberhalb der Eingriffstaschen enden. Unsichtbare wären noch eine bessere Wahl gewesen, aber ich habe diese aus dem Fundus genommen. 

Das Oberteil ist eine weiteres Exemplar nach dem Schnitt Batik Look aus der Ottobre 2/2019. Davon habe ich auf dem Blog schon diese, diese und diese Variante gezeigt. Dieses T-Shirt besteht aus weichem, ziemlich dünnen grauen Jersey. Andere mögen sagen, was sie wollen. Ich mag Grau und ich mag Schwarz und ich komme immer wieder darauf zurück.

Dienstag, 25. Januar 2022

Improvisieren mit Resten

Diese
und diese Patchworkjacke habe ich nach dem Schnitt Schnitt Scarab aus der Ottobre 5/2018 genäht, aber für mein neuestes Projekt wollte ich etwas anderes ausprobieren. Dieser Schnitt heißt Bomber und stammt aus der Ottobre 2/2017. Es handelt sich um eine Bomberjacke, wie der Name schon sagt, mit Reißverschluss, Futter und Bündchenabschlüssen.

Entstanden ist die Jacke nach meiner Lieblingsmethode: ich habe die Beutel mit Stoffresten und Jeansresten ausgekippt, mir Stücke genommen, die mir gefielen, und drauflos improvisiert. Nichts wurde im Vorfeld entworfen oder geplant, alles entstand während des Machens. Mir gefällt, dass es sich um ein echtes Recycling-Projekt handelt. Sogar das Futter besteht aus Resten.

Das Patchwork der mittleren Vorderteile ist spiegelsymmetrisch und das des Rückenteils und der Ärmel auch. Ich mag, dass die Jacke wild ist, aber zu chaotisch sollte sie nicht werden. Die seitlichen Vorderteile und die hinteren Ärmel sind deshalb schlicht schwarz. Wenn ein Patchwork-Teil eine gewisse Größe hatte, habe ich das entsprechende Schnittteil darüber gelegt und geguckt, wo ich noch anstückeln muss. 
 
Die Jacke besteht aus Karostoffresten dieser Tunika, Cordresten dieses Latzkleids, Jeansresten dieser Latzhose, Sweatresten dieses Hoodies meines Mädchens, Denim von löcherigen Jeans meines Jungen, schwarzem Stoff einer alten Hose meines Mannes, Überresten eines vor Ewigkeiten geschenkt bekommenen schwarz-weißen Sommerkleids, Stücken eines Tauschstoffs usw...

In den Nähten der Vorderteile sind Eingriffstaschen versteckt. Innen besteht die Jacke aus smaragdgrünem Sweat (Rückenteil), dunkelgrauem Baumwollfleece (Vorderteile) und grauem Futterstoff (Ärmel). Der Saum und die Ärmel haben Bündchen aus dunkelgrauem Bündchenstoff. Auch der Kragen besteht daraus. Warm oder winddicht ist die Jacke nicht, aber das muss sie auch nicht sein.


Auf dem Bild oben trage ich nur Selbstgemachtes: Grundlage für den grauen Fleece-Pullover war der Schnitt Rosy Grey aus der Ottobre 4/2015. Der Schnitt für die Hose aus dickem schwarzem Baumwollsweat ist Loungewear aus der Ottobre 2/2017 (danach habe ich schon mal eine Jeans-Patchworkhose genäht). Diese Hose ist nicht nur unheimlich gemütlich, sondern auch schön warm und wird hier im Winter oft getragen.

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Me Made Mittwoch [Getupfte Viskose-Bluse]

Nach einem halben Jahr bin ich endlich mal wieder beim Me Made Mittwoch dabei. Das erste Bild ist vorletztes Wochenende in NYC im Central Park entstanden. Das Blusenshirt ist nach dem Schnitt Batik Look aus der Ottobre 2/2019 genäht (hier habe ich schon mal ein Oberteil nach diesem Schnitt gezeigt). Das Material ist eine schön fallende und angenehm zu tragende hellblaue Viskose mit dunklen Tupfen.
 
Anders als im Schnitt vorgesehen, habe ich die Ärmel bis knapp unter die Ellenbogen gekürzt, unten eingehalten und mit einem schmalen Bündchen versehen. Außerdem habe ich auch im Saum ein Gummiband eingezogen, das das Blusenshirt unten etwas zusammenzieht. Das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Es trägt sich so bequem wie ein T-Shirt, sieht aber weniger casual aus.

Die schmale Hose nach dem Schnitt Pencil Shape habe ich vor dreieinhalb Jahren genäht und mittlerweile zweimal nachgefärbt. Die Tasche aus schwarzem Denim ist zweieinhalb Jahre alt. Auch sie wird gern und häufig getragen. Mehr selbstgenähte Kleidung gibt es heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog zu sehen.

Mittwoch, 3. März 2021

Me Made Mittwoch [Blusenshirt mit Biesen]

Es mag freundlich aussehen, aber es war windig und bitter kalt, als ich die Fotos gemacht habe (-1 Grad, gefühlt -8). Aber immerhin trage ich nicht mehr ausschließlich Fleecepullover. Dieses Blusenshirt habe ich schon vor ein paar Wochen genäht. Der Schnitt, Batik Look, stammt aus der Ottobre 2/2019. Bisher habe ich ihn nicht beachtet, dabei ist er einfach zu nähen und vielseitig zu tragen.

Den Stoff, eine weiße, leicht transparente Baumwolle mit schmalen Biesen, habe ich in einem Stoffgeschäft in Manhattan gekauft. Er fühlt sich sehr natürlich und angenehm an. Momentan trage ich die Bluse mit einem weißem T-Shirt darunter zu einer Hose und einer Jacke, aber im Sommer ist sie sicher schön luftig auf nackter Haut zu Shorts oder einem kurzen Rock.
 

In die Ärmelabschlüsse und in einen Tunnel am Halsausschnitt sind Gummibänder eingezogen. Das war das Aufwendigste an diesem ansonsten simplen Kleidungsstück. Die graue Denimhose, Pencil Shape aus der Ottobre 5/2015, habe ich vor ziemlich genau einem Jahr genäht. Die schwarze Fleecejacke, Scarab aus der Ottobre 5/2018, ist noch nicht so alt.

Alle, die gerne Kleidung nähen, treffen sich heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog, schaut mal vorbei!

Mittwoch, 6. Januar 2021

Me Made Mittwoch [Denim-Latzhose]

Seit Ewigkeiten bin ich wieder mal beim Me Made Mittwoch dabei. Dieses Mal mit einer Latzhose aus dunkelblauem Denim mit leichtem Stretchanteil. Der Schnitt ist Babette aus der Ottobre 5/2020. Ich habe die Größe 36 genommen und die Hosenbeine um einige Zentimeter verlängert, weil ich fast 1,80 m groß bin. Dummerweise habe ich nicht daran gedacht, auch die Oberteile zu verlängern. Wie lange nähe ich mittlerweile? 10 Jahre? Wie konnte mir das nur passieren?
 
Erst als ich den Latz bzw. die Träger und die Hose verbinden wollte, merkte ich, dass es so nicht passen würde. Ich fügte vorne einen Zwischenstreifen ein, aber hinten nichts, weswegen die Träger jetzt zu kurz sind und knapp über dem Latz enden. Neu nähen wollte ich sie aber nicht. Deswegen habe ich die Knöpfe auf dem Latz angebracht und an die Trägerenden zwei Schlaufen aus dunkelblauer Kordel genäht. Was für ein Gemurkse. Aber immerhin kann ich die Hose so tragen.

Und tragen tut sie sich erstaunlich gut. Ich finde sie sehr gemütlich für einen Tag im Nähzimmer. Den Papierschnitt habe ich schon geändert, damit es beim nächsten Exemplar nicht wieder zu solchen Pannen kommt. Vielleicht nähe ich den Reißverschluss dann auch auf der richtigen Seite ein - bei dieser Hose befindet er sich rechts...

Viel tolle selbstgemachte Kleidung gibt es heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog.

Mittwoch, 4. März 2020

Me Made Mittwoch [Marimekko-Bluse und graue Jeans]

Me Made Mittwoch mit neuer Hose und neuem Blusenshirt. Der Schnitt der Hose ist, zum dritten Mal nach dieser und dieser, Pencil Shape aus der Ottobre 5/2015. Wieder habe ich die Hosenbeine und die Bundhöhe verlängert und hinten aufgesetzte Po-Taschen hinzugefügt. Material ist die linke, hellere Seite eines anthrazitgrauen Denims mit leichtem Stretchanteil. Die Hose trägt sich bequem und lässt sich gut kombinieren.

Das Blusenshirt ist nach dem - offenbar leider nicht mehr kostenlos herunterladbaren - Schnitt Balloon / Puff Sleeve Raglan Dress von Tamanegi-kobo genäht, nach dem hier schon mehrere Kleider entstanden sind. Dieses Mal habe ich ihn auf Blusenlänge gekürzt. Der Stoff stammt von Marimekko in Helsinki. Er besteht, glaube ich, aus Viskose und ist dünn und leicht knitternd, was hoffentlich durch das Blumenmuster nicht so auffällt. 

Alle, die gerne Kleidung nähen, treffen sich heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog.

Mittwoch, 4. September 2019

Allerlei zum Geburtstag

Diese Tasche sieht fast so aus wie die, die ich meinem Mann letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt habe, ist aber eine überarbeitete und verbesserte Version davon - Tasche 2.0 sozusagen. Die erste Tasche hatte keinen Reißverschluss unter der Klappe (weswegen leicht etwas herausfallen konnte) und im Laufe der Zeit einen dicken Fettfleck auf der Rückseite bekommen und einen Magnetverschluss verloren.

Die Tasche 2.0 besteht aus einem olivgraugrauen Cordstoff, dessen linke Seite ich als Außenseite verwendet, imprägniert und mit Baumwollvlies gepolstert habe. Sie ist etwas größer, hat ein offenes Fach und ein Reißverschlussfach außen und ein weiteres Reißverschlussfach, ein Klettverschlussfach und einen Schlüsselkarabiner innen. Der graue Gurt ist verstellbar und im Schulterbereich gepolstert.

Zusätzlich bekam der Mann aber auch etwas Selbstgenähtes zum Anziehen. Nach wie vor beschwert er sich, dass ich ihm zu selten etwas nähe. Zum einen bekam er dieses T-Shirt nach dem Schnitt Every Man's Basic aus der Ottobre 7/2017 aus hellgrauem Jersey mit Bananenprint. Zum Anderen, für Drunter, eine Shorts nach dem Schnitt Urban Classic aus der selben Zeitschrift, aus einem Rest vom Sternenjersey...


Mittwoch, 1. Mai 2019

Me Made Mittwoch [Hose und Top aus Chambray]

Es ist der 1. Mai - der erste Tag des Me Made May und gleichzeitig Me Made Mittwoch. Was ich heute zeige, sieht vielleicht aus wie ein Jumpsuit (ein Kleidungsstück, das ich gerade sehr mag, wie hier oder hier zu sehen), ist aber in Wirklichkeit ein Fake-Einteiler, der aus zwei Teilen besteht (wie - vom Prinzip gleich, aber doch ganz anders - hier oder hier zu sehen). Irgendjemand meinte mal, 2019 würde das Jahr der Jumpsuits. Na dann...


Das Oberteil ist Earth & Stone aus der Ottobre 2/2019, genäht aus grauem Hanf(?)-Baumwoll-Chambray. Der Schnitt gefällt mir, er ist sommerlich-luftig, der Ausschnitt ist schön, und durch die neutrale Farbe lässt sich das Top auch gut zu andersfarbigen Hosen tragen.


Die Hose habe ich nach dem Schnitt Malaysia aus der Ottobre 2/2019 genäht. Dabei handelt es sich um eine 7/8-Hose mit hohem Bund, die um die Hüfte etwas Luft, aber schmal zulaufende Beine hat. Ich war so dumm, sie nicht zu verlängern, was ich wegen meiner Größe von 1,79 m normalerweise immer tue. Jetzt spannt sie um die Waden und rutscht beim Tragen etwas an den Beinen hoch. So angenehm sich das Oberteil trägt - an den Beinen fühlt sich der Stoff kratzig an. Als erste Maßnahme habe ich die Seitennähte unten ein Stück aufgetrennt und frage mich, wie ich das Problem beheben kann. Schmale Keile einsetzen, damit sie unten weiter wird? Die Hose füttern? Immer mit Leggins drunter tragen? Oder in Shorts umarbeiten? Ich überlege noch.


Übrigens: Wie letztes und vorletztes Jahr mache ich beim Me Made May mit. Wieder habe ich mir vorgenommen, einen Monat lang jeden Tag mindestens ein selbstgemachtes Kleidungsstück zu tragen. Was ich anhabe, werde ich täglich auf Instagram zeigen, und am Ende des Monats gibt es eine Zusammenfassung hier auf dem Blog.

Montag, 10. Dezember 2018

Kein Jumpsuit. Im Schnee.

Die Idee war irgendwann im Sommer entstanden: einen Jumpsuit zu nähen, der keiner ist, sondern aus Shirt und Shorts besteht, leicht anzuziehen und bequem. Irgendwann im Herbst habe ich mir die entsprechenden Schnitte herausgesucht: für das Shirt einen Schnitt von Herzekleid und für die Shorts Pinstripe Plaid aus der Ottobre 2/2012. Heute sind die beiden Stücke endlich fertig geworden. Funktioniert hat's nicht, nach Jumpsuit sieht das Ensemble nicht aus (näh ich mir halt nächsten Sommer einen richtigen), aber immerhin ist es bequem. Jetzt aber schnell wieder rein, es ist kalt!

Montag, 24. September 2018

Kanariengelb durch den Herbst

Dieser Herbst wird kanariengelb. Im Juli hatte ich das Vergnügen, von Mechthild (MEMA) durch ein paar Stoffläden in Bielefeld und Gütersloh geführt zu werden. Bei Marc Aurel fand ich diesen Stoff, dessen rechte Seite mir gar nicht, dessen linke Seite mir aber umso mehr gefiel.

Als Schnitt habe ich Fall Favorite aus der Ottobre 5/2013 verwendet, einen Schnitt für einen ungefütterten Parka. Ungefüttert ist keine Option in St. Petersburg, wo es nicht nur kühl, sondern auch oft windig ist. Mein luftig gewebtes Material musste, um überhaupt in irgendeiner Weise herbsttauglich zu werden, dichter werden. Deswegen habe ich alle Schnittteile mit Baumwollvlies gedoppelt, das ich normalerweise zum Quilten verwende. Innenseitig besteht die Jacke aus kanariengelbem Fleece, der in den Ärmeln eine zusätzliche oberste Lage aus Futterstoff bekommen hat, damit das An- und Ausziehen leicht fällt. Für richtig üble nass-kalte Herbsttage reicht das natürlich nicht, aber für das jetzige Wetter schon.

Die Jacke lässt sich hoch schließen und hat eine Windschutzleiste, die den Reißverschluss verdeckt. Die im Schnitt vorgesehenen oberen Paspeltaschen und den Kordelzug habe ich weggelassen.

In die Kapuze, ein in diesen Breitengraden wichtiges Feature, habe ich zwei schmale Streifen Reflektorband eingenäht. Die dunkle Jahreszeit beginnt, und Sicherheit/Sichtbarkeit ist mir wichtig.

Zusätzlich zu den im Schnitt vorgesehenen Klappentaschen habe ich seitliche Nahttaschen aus einem Lieblingsbaumwollstoff genäht. Darin kann ich beim Laufen die Hände vergraben.

Die Windschutzleiste soll laut Schnitt mit Klettverschluss-Streifen geschlossen werden, aber das war mir bei meinem gewebten Stoff zu riskant. Stattdessen habe ich mehrere kleine Druckknöpfe aufgenäht.

Eigentlich besteht das Rückenteil (mit Fischschwanz) aus zwei Schnitteilen, ich habe es aber im Stoffbruch zugeschnitten. Damit der Einschnitt oben nicht ausfranst, habe ich einen Streifen Reflektorband untergelegt.

Der Rest des Outfits ist auch selbstgenäht: Das Oberteil ist das graue Pünktchenshirt, die dunkelgraue Jeans eine weitere Hose nach dem Schnitt Pencil Shape aus der Ottobre 5/2015 und der Schal ein Loop aus dunkelgrauem Fleece. Der Herbst kann kommen.

Mittwoch, 21. März 2018

Me Made Mittwoch [Bleistifthose und graues Pünktchen-Shirt]

Neu und bequem: Eine Bleistifthose nach dem Schnitt Pencil Shape aus der Ottobre 5/2015. Weil ich fast 1,80 bin, habe ich die Schnittteile um 7,5 cm verlängert. Der Bundstreifen wurde 1,5 cm höher zugeschnitten. Außerdem habe ich aufgesetzte Po-Taschen hinzugefügt. Die Hose besteht aus einem nicht sehr festen Jeansstoff mit Elastananteil. Steppnähte gibt es keine, da es sich nicht um einen Jeanshosenschnitt handelt. Bis auf den Hosenreißverschluss war der Schnitt einfach und gut zu nähen (was ist bloß mit dem Reißverschluss? Ich habe beim Nähen immer einen Knoten im Kopf. Oder ist die Ottobre-Anleitung so schlecht?)

Alt und bequem: Das weiche hellgraue Pünktchenshirt aus dem Jahr 2012. Anfangs sah es so aus, dann habe ich die vorderen Falten wieder aufgetrennt. Lange wurde es als Nachthemd getragen, dann habe ich den mittlerweile gerissen Halsausschnitt neu umgeschlagen, ein Gummi eingezogen und den Saum gekürzt, und jetzt trage ich es wieder als Oberteil. Ein absolutes Lieblingsstück.


Mittwoch, 19. April 2017

Me Made Mittwoch [Shorts und Shirt]

Me Made Mittwoch mit einem Outfit, das ich gern zu Hause trage, weil es so bequem ist. Es besteht aus Shorts nach dem Schnitt Line Flax aus der Ottobre 2/2015 (der dritten nach diesen beiden) und einem Shirt nach dem zusammengebastelten, mittlerweile schon oft genähten Schnittmix von Modell M aus "Japanisches Modedesign zum Selbernähen - Kleider und Tops zum Kombinieren" und Leo Bohemian aus der Ottobre 5/201. Dieses Mal habe ich mich für einen schlichten U-Boot-Ausschnitt entschieden und die Ärmel unten zu falschen Ärmelbündchen umgeschlagen und genäht.

Das Shirt ist aus weißem Baumwolljersey mit Dreiecksmuster. Für die Hose haben ich den Rest des nachtblauen Polyester-Woll-Stoffes dieses Kleides verwendet. Am rechten Vorderteil hat er nicht mehr ganz gereicht, wie man sieht. Egal, das angestückelte Dreieck verkaufe ich als Designelement. In den hinteren Bund habe ich ein breites Gummiband eingenäht, damit er schön anliegt. Geschlossen wird die Hose mit einem Reißverschluss und einem Druckknopf.

Heute ist wieder Me Made Mittwoch!