Sonntag, 26. Oktober 2025

Stoffspielereien: Applikation

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken gesammelt - auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch. Das Thema der Stoffspielereien im Oktober lautet "Applikation", und Ute sammelt auf ihrem Blog 123-Nadelei alle Beiträge. 
 
Ich hatte schon mal erzählt, dass wir letztes Jahr mehrere graue Werbegeschenk-Sweaters bekommen haben, die sich sehr gemütlich tragen, aber durch die aufgedruckten Sprüche und Motive nicht so ganz unseres  waren, weswegen ich sie mit Applikationen versehen habe. Meinen Sweater mit aufgequilteten English-Paper-Piecing-Formen gibt es hier zu sehen. Nach drei derartigen Verschönerungsaktionen war immer noch ein "Rohling" übrig. Daraus wurde ein weiterer Sweater für mich.
 

Mich interessierte, wie eine fast vollflächige Applikation mit rohen Kanten wirkt. Dafür habe ich in die Restekiste gegriffen, Reste in Lieblingsfarben herausgeholt und mit der Schere nach Augenmaß in ähnlich breite Stücke geschnitten. Mit einem Klebestift habe ich sie über- und nebeneinander geklebt. Sie mussten nur temporär halten, richtig befestigt wurden sie später durch das Quilting. Beim Kleben habe ich darauf geachtet, dass gleiche Farben nicht zu nah beieinander liegen, der Rest ist improvisiert. 
 
Dann habe ich die Stoffstücke mit vertikalen Linien aus unregelmäßigen Stichen aufgequiltet. Als Erstes an den Rändern entlang. Dann wurden die übrigen Bereiche gefüllt. Handquilten ist eine wunderbare Beschäftigung, finde ich, beruhigend und sehr kontemplativ. 
 
Danke für das Thema und das Sammeln der Beiträge, Ute!

Sonntag, 12. Oktober 2025

12 von 12 im Oktober

Es ist Sonntag, der 12. Oktober, und deswegen gibt es hier wieder 12 Bilder des Tages. Ich stehe morgens als Erste auf und gehe leise ins Arbeitszimmer. Etwas später kommt der mittlerweile 15-jährige Junge dazu. Er hat Bauchschmerzen. Deswegen bringe ich ihm ein Kissen, einen Quilt, Tee, Reiswaffeln und eine Wärmflasche.

Als der Mann und das Mädchen aufgestanden sind, frühstücken wir. Dann schneide ich meiner Tochter die Haare.

Dann räume ich noch schnell das Arbeitszimmer auf, bis es Zeit ist, aufzubrechen.

Der kranke Junge bleibt zu Hause. Wir drei Anderen fahren mit U-Bahn und Tram quer durch die Stadt zu den Großeltern.

Unterwegs kommen wir an einem fancy Lampengeschäft vorbei. Wer gibt 975 Euro für eine Lampe aus?

Es ist eindeutig Herbst. Ich bin völlig überrascht, dass an einem Stand an der Straßenecke immer noch Erdbeeren verkauft werden.

Wir holen die Großeltern ab und spazieren gemeinsam zu einem nahe gelegenen Café.

Danach drehen wir noch eine kleine Runde. Überall liegt schon gelbes Laub auf dem Boden. Heute bin ich komplett in selbstgenähten Sachen unterwegs: Jeans, T-Shirt, Mantel und Umhängetasche. Ich pflücke eine Handvoll dieser weißen Knallerbsendinger und werfe sie - wie in alten Zeiten, wenn wir die Kinder zum Laufen animieren wollten - dem Mädchen vor die Füße. Sie platzen hörbar, wenn man drauftritt. Die besten Knallerbsen seit langem!

Nach unserem Spaziergang gibt es bei den Großeltern noch Kaffee, Stollen und ein paar Pistazien.

Dann machen wir uns mit Tram und U-Bahn auf den Heimweg.

Zu Hause haben wir einen Videocall mit den Großeltern in Ostwestfalen. Der Junge fühlt sich immer noch nicht wohl. Deswegen setzt sich sein Papa danach zu ihm und liest ihm - ebenfalls wie in alten Zeiten - ein bisschen aus "Michel aus Lönneberga" vor. Ich bearbeite währenddessen meine Bilder. Ab und zu muss ich loslachen. Astrid Lindgrens Geschichten sind auch nach vielen Jahren immer noch herrlich lustig.

Draußen wird es dunkel. Ich koche eine Gemüsesuppe, dazu gibt es Brot. Nachdem wir gestern Abend beim "Festival of Lights" über acht Kilometer durch Berlin gelaufen sind, lassen wir es heute ruhig angehen. Das heißt: Sofa, Quilts und zwei, drei Folgen "Superstore". Wie war Euer Tag?

Freitag, 12. September 2025

12 von 12 im September

Es ist Freitag, der 12. September 2025. Hier kommen meine 12 von 12. Angefangen mit dem Regenbogen, der heute Morgen über Berlin stand. Hoffnung kann man immer gut gebrauchen.

Das Mädchen (mit Henna-bemalter Hand) macht sich ihre Frühstücksdose. Dann spielen sie und ich wie fast jeden Morgen NYT Connections und Wordle.

Ich gehe heute anderthalb Stunde später als sonst zur Arbeit. Daher habe ich morgens Zeit, an meinem Patchwork-Kleid aus lauter alten Jeans zu nähen. 

Auf dem Weg zur Arbeit wird eine Straße aufgerissen. Das ist jetzt schon die zweite große Baustelle auf dem Weg zwischen U-Bahnhof und Büro.

Der morgendliche Regen ist vorbei. Die Sonne scheint, die Jalousien müssen heruntergelassen werden. Ich schicke einige Emails, ändere ein Konzept und zeichne Grundrisse.

Zum Mittagessen gibt es den Rest des Salats von gestern. Normalerweise machen wir freitags früher Schluss, aber heute sind wir nachmittags bei einer Kollegin eingeladen, die in der Nähe wohnt.

Ich bleibe im Büro, bis es Zeit ist, zu gehen. 
 
Es ist ein netter Spätsommertag. Ich genieße es, die kurze Strecke zu Fuß zu laufen.
 
Blauer Himmel und seltsame Murals.
 
Nach und nach kommen alle an. Wir sind zu acht.
 
Kollegin D. hat ein tolles Buffet vorbereitet. Es gibt sehr leckeres iranisch-türkisches Essen, Käse, Nüsse, Obst, zum Nachtisch Brownies und dazu Sekt und Aperol. 

Wir haben einen netten Nachmittag / Abend. Eigentlich wollten mein Mann und ich noch Tango tanzen gehen, aber das schaffe ich heute nicht mehr. Ich fahre mit dem Bus zum Nollendorfplatz und von dort mit der U-Bahn nach Hause. Und weil diese 12 von 12 mit einem Regenbogen begonnen haben, ende ich auch mit einem Regenbogen. Wie war Euer Tag?

Samstag, 16. August 2025

12 von 12 im August

Mit ein paar Tagen Verspätung gibt es hier meine 12 Bilder vom 12. August - von einem Urlaubstag an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Nr. 1: Der Junge und ich stehen früh auf, um an den Pool zu gehen.

Er hat ihn um diese Zeit meist für sich und kann hineinspringen, plantschen und tauchen, wie es ihm gefällt.
 
Als der Mann und das Mädchen aufgestanden sind, gehen wir frühstücken.
 
Danach arbeite ich ein Stündchen an meinem Prächtige Patches Mantel, während die Anderen am Pool sind.

Irgendwann kommt der Junge zurück, und wir gehen zusammen Billard spielen (er gewinnt).

Vom Billardraum kann man in die Lobby sehen, wo gerade zwei neue Gäste einchecken.

Am frühen Nachmittag machen wir uns auf den Weg nach Ahtopol, wo der Mann als Kind viele Sommer verbracht hat. Das kleine Städtchen ist ein Sehnsuchtsort für ihn, voller schöner Erinnerungen.

Es ist ein heißer Tag. Wir schlendern die Hauptstraße entlang und essen ein Eis.

Laufen auf den Steg hinaus und klettern auf die Felsen.

Spazieren am Hafen vorbei und machen eine kleine Pause in einem Café, wo der Mann und ich vor 21 Jahren schon einmal gesessen haben.

Überall Feigenbäume und wilder Wein. Wir laufen an der Griechischen Schule vorbei und durch verschlafene Straßen zum Strand, wo der Mann und der Junge baden gehen.

Auf dem Rückweg müssen wir kurz warten, während ein Schäfer seine Schafe über die Straße treibt. Im Hotel angekommen, essen wir zu Abend, spazieren im letzten Abendlicht noch einmal zum Pool und spielen dann in unserem Zimmer zu viert "Imposter"...
 
Mehr 12 von 12 gibt es wie immer bei Caro.
 

Sonntag, 13. Juli 2025

12 von 12 im Juli

Mit ein bisschen Verspätung kommen hier die 12 Bilder meines Tages von Samstag, dem 12. Juli. Es regnet und ist kühl. Die letzte Woche fühlte sich nicht sehr sommerlich an hier in Berlin.

Ich habe Bauchschmerzen und liege erstmal nur auf dem Sofa herum. Meine Tochter leiht mir ihre Wärmflasche und kocht uns einen Chai.

Dazu gibt es sogar noch Musik. Das Mädchen hat zwar seit Jahren keinen Klavierunterricht mehr, spielt aber immer noch gerne.
 
Der Mann macht Frühstück. Es gibt Rührei, Vollkorntoast und Blaubeeren, und dazu ausnahmsweise gebratenen Speck. Kurz erinnert: Vor einem Jahr waren wir noch in New York.

An so einem regnerischen Tag genießen es alle, einfach zu Hause zu bleiben. Ich wasche Wäsche.
 

Verlängere zwei Unterhemden, die immer aus der Hose rutschen.
 

Und bügele ein paar Oberteile.
 
Grau und Regen den ganzen Tag.
 
 
 
Am frühen Nachmittag mache ich etwas, wovon ich seit Wochen träume, was aber nie geklappt hat: ich nehme ein schönes entspannendes Bad. Dazu höre ich ein Interview der NYT. 
 
Dann bricht das Mädchen auf. Sie geht heute mit einer Freundin auf ein Musikfestival. Der Sohn backt ein Banana Bread mit Haferflocken und Walnüssen.
 
Wir drei Anderen essen früh zu Abend, ziehen uns um und fahren mit der U-Bahn zur Deutschen Oper. Dort wird heute "Die Zauberflöte" aufgeführt.
 

Wir haben einen schönen Abend. Der Mann holt im Anschluss noch die beiden Mädchen vom Festival ab, während mein Sohn und ich mit der U-Bahn heimfahren. Das letzte Stück laufen wir, durch strömenden Regen. Im Kopf: die Arie der Königin der Nacht. 

Mehr Fotos des Tages findet Ihr wie immer bei Caro.