Montag, 28. November 2016

Stoffspielereien: Reste

Eine immer interessante und inspirierende Aktion sind die monatlichen "Stoffspielereien", bei der sich die Teilnehmer etwas zu einem vorgegebenen Thema ausdenken (und bei der ich viel zu selten mitmache, weil ich es immer wieder verschlafe). Das Thema im November lautet "Stoffreste", und Gastgeberin ist dieses Mal Lucy vom Blog Nahtzugabe.

In meinem Stoffrestesack fanden sich alle möglichen Stücke, teilweise größer, teilweise ziemlich klein. Von heißgeliebten Stoffen hebe ich fast jeden Schnipsel auf. Material für ein Stoffresteprojekt war also reichlich vorhanden. Um es nicht zu kunterbunt zu machen, suchte ich mir Reste einer Farbgruppe zusammen: Türkis, Aqua, ein grünliches Blau.


Auch wenn er laut Wikipedia weitgehend aus der Mode gekommen ist, habe ich mir Anfang des Jahres einen Muff genäht, den ich im Winter immer wieder benutze. Besonders, wenn man draußen oft  zu seinem Telefon (oder dem Taschentuch) greifen muss, erweist er sich als praktisch. Nun wollte ich ausprobieren, wie sich ein Muff aus gepatchten Stoffresten macht.

Die Stoffreste für die Vorderseite schnitt ich in 3-5 cm breiten Streifen, die ich aneinandernähte, bis ich die notwendige Breite zusammen hatte. Diese heftete ich dann auf ein passendes Stück Baumwollflanell und quiltete beide Schichten mit parallelen Nähten zusammen. Danach nähte ich das Vorderteil und Hinterteil des Außenstoffs oben zusammen, wobei ich eine Kordel in der richtigen Länge dazwischenfasste.

Die Paspel an den beiden Eingriffseiten des Muffs nähte ich dieses Mal erst dann an, damit nur unten Paspelenden aufeinander stoßen. Das Thermovlies heftete ich auf den Innenstoff, einen dunkelblauen Fleece. Außen und Innen wurde dann zusammengenäht - und fertig war der Patchworkmuff. Wenn er einem zu wild wird, kann man ihn einfach umdrehen...

Den Stoff der Rückseite des Muffs (der in Schnipseln auch auf der Vorderseite vorkommt) muss ich noch einmal gesondert erwähnen. Es handelt sich um den unfassbar schönen, selbst siebbedruckten (!!) Koi-Stoff von Katja vom Blog Glücksmomente. Der eines Tages, einfach so, in meinem Briefkasten lag. Unglaublich - was für ein Geschenk! Lieben Dank nochmal dafür!

Sonntag, 27. November 2016

8 Jahre

Neulich ging unser Mädchen abends, schön herausgeputzt, ins Ballett Schwanensee und schaute zweieinhalb Stunden gebannt zu, ohne zu hibbeln, zu quengeln oder auch nur einmal zu gähnen. Du bist so groß geworden... Herzlichen Glückwunsch zum 8. Geburtstag!

Freitag, 25. November 2016

Freitags | Rebus #115

Jeden Freitag suchen wir hier ein Buch, einen Film, ein Lied, einen Ort, einen Gegenstand, eine Person oder ein Tier, versteckt in einem oder mehreren Bildern. Wer gerne rät, ist herzlich dazu eingeladen. Eure Kommentare bleiben verdeckt und werden gegen Abend veröffentlicht. Unter allen richtigen Antworten verlose ich ein virtuelles Bienchen - und wer drei Bienchen gesammelt hat, bekommt von mir eine kleine Überraschung per Post.

Gesucht wird heute der Name eines Dorfes, in dem Verwandte von uns ein altes Haus hatten. Als ich klein war, haben wir manche Ferien dort verbracht - mit den Eltern, der Oma, Tanten, Onkeln und jeder Menge Cousins und Cousinen. Sand unter den Füßen, über die Dünen zum Meer... Ich denke gern daran zurück.

Mittwoch, 23. November 2016

Me Made Mittwoch [Nussknackerkleid]

Me Made Mittwoch mit dem Kleid, dass ich, ohne die Strickjacke, neulich zum Ballett "Nussknacker" im St. Petersburger Mariinsky-Theater getragen habe. Manche von Euch haben es vielleicht schon in meinen 12 von 12 im November gesehen. Wie Wiebke habe ich bei diesem Outfit zuerst die Stiefel gehabt (in meinem Fall schwarze kniehohe mit flachem Absatz) und dann nach etwas Passendem zum Anziehen gesucht. Meine üblicherweise knieumspielenden Kleider und Röcke sehen dazu nämlich nicht gut aus.

Fündig wurde ich in der Ottobre 5/2015. "Paisley Print" ist ein für mich ungewohnter Schnitt - weit und fast gerade geschnitten. Es gibt kleine Schulterabnäher auf der Rückseite, Brustabnäher und eine leicht geformte rückwärtige Mittelnaht, das war's. Das Thema "Sack" ist also auch hier auf dem Blog angekommen. Auf den Fotos sieht es so aus, als sei das Kleid vorne kürzer als hinten - aber das liegt hoffentlich entweder an der tiefen Kameraposition oder daran, dass ich dazu neige, beim Stehen nach hinten zu kippen.

Gemütlich ist das Kleid jedenfalls (auch wenn ich mich an die eher unförmige Silhouette noch gewöhnen muss), und mit der gekauften langen Strickjacke darüber trage ich es auch gern zu Hause. Der Stoff ist der wunderschöne weiche Double Gauze Birds Eye von Nano Iro. Wie im Schnitt vorgesehen, ist das Kleid bis auf die Ärmel gefüttert. Weil ich groß bin, habe ich es im Oberkörperbereich und unten um jeweils 2 cm verlängert. Die zwei wirklichen Änderungen, die ich an dem Schnitt vorgenommen habe, betreffen die Ärmel und die fehlenden Taschen. Die kurz über den Ellenbogen endende Ärmellänge gefiel mir nicht - und ein Kleid ohne Taschen finde ich äußerst unpraktisch...

Frauen in den unterschiedlichsten selbstgemachten Kleidungsstücken treffen sich heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog.

Freitag, 18. November 2016

Freitags | Rebus #114

Jeden Freitag suchen wir hier ein Buch, einen Film, ein Lied, einen Ort, einen Gegenstand, eine Person oder ein Tier, versteckt in einem oder mehreren Bildern. Wer gerne rät, ist herzlich dazu eingeladen. Eure Kommentare bleiben verdeckt und werden gegen Abend veröffentlicht. Unter allen richtigen Antworten verlose ich ein virtuelles Bienchen - und wer drei Bienchen gesammelt hat, bekommt von mir eine kleine Überraschung per Post.

Heute suchen wir den Titel einer amerikanischen Fernsehserie, die hier im Hause bimbambuki gerade genetflixt wird. Kennt Ihr sie auch?

Donnerstag, 17. November 2016

Bißchen Farbe fürs Federkleid

Mein Wintermantel und die gefütterten Gummistiefel sind schwarz, der wollene Schal und die Mütze dunkelgrau. Ich mag diese Nicht-Farben. Damit es aber insgesamt nicht zu trist wird, habe ich mir eine farbenfrohe Umhängetasche genäht. Nach eigenem Schnitt, ca. 38 cm lang, 28 cm hoch und 4 cm breit, mit dunkelgrauer Paspel an der Klappe, leuchtend gelbem Gurtband, Reißverschlusstasche auf der Rückseite, Futter und Innenfächern aus gelb-weiß kariertem Baumwollstoff und Magnetverschluss.




Linked with Rums.

Dienstag, 15. November 2016

Blauer Mohn

Das hier ist das dritte Kleid Lisabeth von Fabelwald, wieder in Größe 134 mit der Länge 140. Nach dem Frühlingsblumenkleid und dem eher strengen grafischen grau-schwarzen Punktekleid (das ich sehr cool finde und gern selber tragen würde) kommt hier wieder eine verspieltere Version aus dem schönen blaugemusterten Poppy go lucky Popeline von Jolijou.

Weil das Mädchen sich beschwert hat, dass Knöpfe auf der Rückseite manchmal drücken, wenn sie sich anlehnt, und weil das Anziehen auf diese Weise einfacher ist, habe ich die Knopfleiste bei diesem Kleid auf die Vorderseite verlegt. Geschlossen wird sie mit knallroten KamSnaps. Die leuchten so schön...

Samstag, 12. November 2016

12 von 12 im November

Es ist Samstag, der 12. November, und deswegen gibt es wieder 12 Bilder des Tages. Nr. 1: Seit mehreren Wochen ist Winter in St. Petersburg. Auf unserer Dachterrasse türmt sich der Schnee mehr als einen halben Meter hoch.
 
Zum Frühstück gibt es neben dem üblichen heute Croissants und Guacamole.

Danach verkleidet sich der Junge als Kavallerist und reitet mit Hut, Halstuch und Schaumstoffschwert (?) durch die Wohnung, eine selbstgebastelte amerikanische Flagge schwenkend. Das Mädchen malt. Der Mann geht erst einkaufen und dann eine Runde laufen, im Schnee. Und ich nähe an meinem Kleid weiter, das heute noch fertig werden soll, und koche dann das Mittagessen.

Nach dem Essen ziehen wir uns alle um und brechen gemeinsam auf. Wir haben Tickets für die Kindervorstellung vom Nussknacker! Ich trage mein neues Kleid.

Immer wieder sind Gehwege gesperrt, weil der Schnee von einem Haus geräumt wird. Mehrmals sehen wir Männer, die mit einer Schaufel in der Hand auf dem Dach stehen und den Schnee über die Traufkante schippen oder die Eiszapfen von der Rinne abschlagen.

Wir fahren an der Newa entlang, die schon eisbedeckt ist. Im Hintergrund sieht man die goldene Nadel der Peter-Paul-Festung.

Dann kommen wir am Mariinsky-Theater an. Unsere Vorstellung findet im Neubau statt. Das Mariinsky-Theater ist eines der bekanntesten Ballett- und Opernhäuser der Welt.

Wir geben unsere dicken Wintermäntel ab. An der Garderobe kann man sich kostenlos Sitzpolster für die Kinder ausleihen, damit sie höher sitzen und besser sehen können.

Wir sitzen in der siebten Reihe. Der dritte Gong... gleich geht es los.

Die Vorstellung ist wunderschön, ich bin begeistert. Die phantastischen Bühnenbilder, die spektakulären Kostüme und natürlich die Musik! Den Anderen hat es auch sehr gefallen - nur der Junge ist nach der Pause müde und quengelig geworden. Auf dem Rückweg ist es dunkel. St. Petersburg bei Nacht sieht märchenhaft aus.
 
In einer Straße müssen wir ein paar Minuten warten, während der Autofahrer vor uns versucht, eine Hofeinfahrt hinauf zu fahren. Im hohen Schnee drehen die Räder immer wieder durch. Irgendwann steigt der Fahrer aus und zuckt hilflos mit den Schultern. Mein Mann und zwei andere Männer springen ihm bei und schieben den Wagen hinauf.

Zum Abendessen haben sich die Kinder Pizza gewünscht. Wir holen sie ab, essen aber zu Hause in der Küche. Dann gibt es eine Folge von "Mascha und der Bär", und die Kinder gehen schlafen. Wir machen es uns jetzt gemütlich. Und wie war Euer Tag? Mehr 12 von 12 gibt es wieder bei Caro.

12 von 12 im November 2015
12 von 12 im November 2014

Freitag, 11. November 2016

Freitags | Rebus #113

Jeden Freitag suchen wir hier ein Buch, einen Film, ein Lied, einen Ort, einen Gegenstand, eine Person oder ein Tier, versteckt in einem oder mehreren Bildern. Wer gerne rät, ist herzlich dazu eingeladen. Eure Kommentare bleiben verdeckt und werden gegen Abend veröffentlicht. Unter allen richtigen Antworten verlose ich ein virtuelles Bienchen - und wer drei Bienchen gesammelt hat, bekommt von mir eine kleine Überraschung per Post.

Mittlerweile bin ich fast überzeugt, dass man wirklich jeden Begriff in Bildern darstellen kann. Okay, manchmal ist das "in Bildern darstellen" sehr weit gefasst. Dann wird gemurkst und gemacht und getan und kommt noch die eine oder andere merkwürdige schriftliche Anweisung hinzu. So lange, bis es funktioniert. Ich hoffe, Ihr seht mir das nach ;-)

Das heutige Rätsel ist so ein Das-muss-man-doch-irgendwie-gehen-Rebus. Ich habe mir tagelang den Kopf zerbrochen, wie man dieses verflixte Tier darstellen kann. Kommt Ihr drauf? Und wenn ja - selbst wenn Ihr das Tier kennt - hat einer von Euch diesen Namen schon mal gehört?!

Montag, 7. November 2016

Vermischtes (Winter im Herbst, Türkis mit Apfelgrün und lauter schwarz-weiße Stoffe)

Zurück in St. Petersburg - in einer merkwürdigen Doppeljahreszeit, die ich so noch nicht erlebt habe. Die Bäume sind gelb und verlieren ihre Blätter, aber der Boden ist mit Schnee bedeckt, und im Park wird schon gerodelt. Die momentane Temperatur beträgt -7°.

Das Kleid für das Mädchen, das ich schon vor einer Weile nach irgendeinem T-Shirt-Schnitt genäht habe, kann sie unter der Schneehose trotzdem tragen. Das leuchtende Türkis und Apfelgrün macht richtig gute Laune, finde ich.

Und auf meinem Arbeitstisch stapeln sich (neu erstanden, gewaschen, gebügelt und liebevoll zusammengelegt) die feinsten schwarz-weiß gemusterten Stoffe. Ob sie für den Schwarz-Weiß-Quilt verwendet werden, weiß ich noch nicht. Momentan erfreue ich mich einfach an ihrem Anblick. Habt eine gute Woche!