Mittwoch, 24. April 2013

Und dann?


Die Hexagondecke wächst und wächst. Langsam. Es dauert sicher noch ein, zwei Monate, bis sie fertig ist. Aber allmählich stellen sich (etwas bange) allerlei Fragen. Was für einen Stoff nehme ich für die Rückseite? Was für ein Vlies kommt dazwischen? Wie soll der Rand aussehen? Und die allergrößte Frage: Wie soll die Decke gequiltet werden?

Ich bin ja eine Anfängerin und dachte lange, dass man einfach mit der Nähmaschine entlang der Hexagonkanten quilten könne. Aber dann näht man ja nur über die Heftnähte - was vermutlich nicht gut ist, da die Nahtzugaben nicht fixiert werden und und die Oberseite (zumindest theoretisch) nur an den Fäden hängt. Das ist vielleicht ungünstig, wenn die Decke möglichst strapazierfähig sein soll. Oder?
Man könnte auch knappkantig innen entlang der Hexagonkanten nähen - aber die Vorstellung, die Decke ständig drehen zu müssen, um im Sechseck zu nähen, gruselt mich. Alle anderen Muster würden aber doch zur Folge haben, dass die Form der Hexagone übernäht wird, und ich weiß nicht recht, wie ich das finde. 

Habt Ihr Erfahrung im Quilten? Könnt Ihr mir weiter helfen? Ich bin dankbar für jeden Tipp!

Kommentare:

  1. Liebe Mond,

    vielleicht hilft Dir das hier weiter:
    http://nahtzugabe.blogspot.de/2012/09/schoner-sitzen.html
    http://lilaundgelb.blogspot.de/2012/10/buchhulle-aus-hexagons.html


    ... wobei Lucy das besser hinbekommen hat, mit der Maschine genau den Abstand zu bekommen, den die Hexagons "brauchen".
    In der Naht zu quilten ist so eine Sache, denn da man nie genau die Naht trifft, sieht es immer unsauber aus. Mein Tipp wäre deshalb einen schönen sichtbaren Stich zu wählen, der sich unterordnet und sich sehen lassen kann.
    ch bin gespannt wie Du Dich entscheidest und schaue ab und zu mal vorbei.
    viele Grüsse und viel Glück!!!

    Birgit

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    1. Lucy hat mich auf die Idee gebracht, Hexagone von Hand zu nähen, passt also :-) Ich werde mal schauen, wie sie es macht, danke für die Links! Und was den schönen Stich angeht, der sich unterordnet und sich sehen lassen kann - das trifft genau das, was ich suche. Nicht quer rüber auf jeden Fall, oder?

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  2. Wunderbar! Wie weit Du schon mit deiner Decke bist. Wie groß soll sie werden?
    Deine Frage,n wie es weiter geht, stelle ich mir auch. Allerdings wird es bei mir noch etwas dauern. Ein Ende ist noch nicht wirklich in Sicht.
    Ulrike von grenzegebiete gabe mir den Buchtipp: "Liesls Sechseckentechnik". Dort soll wohl alles gut erklärt sein.
    Liebe sonnige Grüße, Jennifer

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    1. Jetzt ist ca. 90x110 cm groß. Sie soll auf jeden Fall eine Decke für eine Person werden, zum Einkuscheln auf dem Sofa, keine Tagesdecke fürs Doppelbett oder so. Vielen Dank für den Buchtipp, Ulrike kennt sich sicher gut aus...

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  3. Ich – absolut keine Ahnung vom Quilten, bewundere dein Werk und erfreue mich daran, beim Wachsen zuzusehen! Liebst, Isabell

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  4. sieht ja schon mal sehr genial aus!
    Leider hab ich sowas selber noch nie gemacht, staune und bewundere aber immer solche Werke.
    LG Andrea

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    1. Dir auch vielen Dank, Andrea. Das Hexagon-Nähen flutscht mittlerweile ganz gut, aber vor den nächsten Schritten habe ich großen Respekt...

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  5. Meine liebe Frau Mond ich liebe eure Decke jetzt schon.
    Ich habe vor solch einer Arbeit einen absoluten Respekt. Eine Kundin von mir ist in einer Patchwokgruppe und ich durfte die Damen schon bei der Arbeit beobachten. Mensch.....da steckt sooooooo viel Arbeit drin.....öhm.....die Damen machen alles von Hand und helfen sich bei jedem ihrer Projekte gegenseitig....ach.....und sie quilten die Decke zu Viert von Hand .
    Wie auch immer......ich freu mich schon auf eure fertige Decke und bin mir ganz sicher das DU deinen eigenen Weg finden wirst und dieser dann wieder soooooooooo perfekt sein wird !
    Sei ganz lieb gegrüßt....Yvonne

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    1. Liebe Yvonne, ich werde die Decke aber nicht von Hand quilten, dafür habe ich glaube ich keine Geduld mehr nach all den Sechsecken ;-) Irgendwann soll sie dann doch fertig werden. Danke für Deine lieben Worte!

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  6. wahnsinn. Die Decke ist jetzt schon unfassbar toll. Vom Quilten habe ich NULL Ahnung aber auf dein Ergebnis bin ich mehr als gespannt.
    Eigentlich wirds auch mal wieder Zeit für nen Kaffe, oder? Die Spielplatzsaison hat begonnen!

    Liebe Grüße!

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  7. Schön, wie weit Du schon gekommen bist!!!

    Ich habe dieses Projekt vorerst ad Akta gelegt und die zugeschnittenen Sechsecke in einen Schrank geklebt......aber es sind noch welche übrig.....ich guck erstmal bei Dir.
    Denn ehrlich gesagt hab ich echt RESPEKT vor dieser Handarbeit!!! Wahnsinn!

    Liebengruß von Sandra

    Ps.: http://libellein.blogspot.de/2013/03/patchworkschrank.html

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    1. Den Schrank habe ich gerade bei Dir bewundert, er ist wirklich hübsch geworden.

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  8. hat sich ja schon schön entwickelt, bei mir stagniert esg erade wegen anderen Dingen.
    schau dich mal bei http://meinequiltsundich.blogspot.de/search/label/quilts um- ein wenig suchen. sie quiltet grundsätzlich mit der Hand und hat schon viele Decken auch hexagons auch mit der Hand komplett genäht. Von der Art des Quiltens kannst du dich sicher inspirieren lassen, aber nicht erschrecken. Sie kann das so exakt per Hand, das ist einfach unfassbar.
    Sechseckige Grüße schickt kaze

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    1. Ich bin dort hängen geblieben und habe mich von einem Stück zum nächsten geklickt. Sie macht das großartig. Die Quiltlinien sehen einfach perfekt aus. Doch von Hand...? Och nööö...

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  9. Das sieht ja toll aus!!! Meine Decke zeige ich nächste Woche nochmal. Habe schon fleißig weitergenäht, aber das ganze wird ja doch eine längere Geschichte ;) Aber über das Quilten mag ich auch noch gar nicht nachdenken, zumal ich auch gar keine Quiltmaschine habe :/ Mit welcher Maschine wirst Du denn Nähen? Beobachte gespannt wie Du`s machst!
    LG, von Annette

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    1. Deine Häkeldecke aus dem ersten Post finde ich toll. So eine würde sich bei uns auch gut machen... :-)

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    2. ... und nähen werde ich mit der normalen Nähmaschine - wenn ich nicht doch noch beschließe, alles von Hand... aber nein.

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  10. helfen kann ich dir da nicht wirklich, aber sie ist jetzt schon sooooooooooooooooo toll <3

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  11. was hängt an einem faden? ich habe mir gerade mal alle links angeguckt. sehr feine sachen! aber die frage, was mit der nahtzugabe passiert ist ja nicht geklärt, oder? ich hätte die befürchtung, dass diese ränder (wenn man sie nicht alle quiltet) nach einer wäsche oder so, knubbeln und beulen werfen. ach so, meinst du diese stellen hängen an einem faden !? ja ja. alles interessant und ich freue mich auf dein vorwärtskommen ;)

    liebe grüße . tabea

    p.s. blick schaue ich mir noch an! gebündelt alles schön der reihe nach und so.

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    1. Genau das wäre auch meine Sorge. Ich glaube, ich werde mich von der Idee verabschieden, dass man keine Nähte sieht. Schließlich soll die Decke auch benutzt werden (aka gewaschen werden können).

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  12. So viel Arbeit aber auch wunderbare Stoffresteverwertung und man kann sie auch mal mitnehmen und unterwegs arbeiten.
    Das hier habe ich gerade entdeckt, auch wenn die Oberseite etwas anders aussieht, finde ich das die parallelen Linien die Form der Hexagons nicht beeinträchtigen.Vielleicht ist das eine Anregung für dich.

    http://www.vanessachristenson.com/2013/04/v-and-co-what-kind-of-quilter-are-you.html

    Liebe Grüße von Margarete

    P.S. Dein Gewinn ist auf dem Weg zu dir;)

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    1. Oh, ein schöner Blog, danke für den Link. Einfach parallele Linien. Ja, vielleicht ist es das!

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  13. Hallo!
    Ich würde mir nicht so viele Sorgen machen, daß die Ränder irgendwie knubbeln und oll aussehen könnten. Bei Quilts sind die Tops ja nicht spiegelglatt, sondern das sieht eben so etwas krinkelig aus - was ja gerade den Charme eines Quilts, und besonders eines handgenähten ausmacht. Ich würde evtl. einfach längs und quer quilten, so daß große Karos entstehen, oder schräg, dann werden es Rauten. Möglich wären sogar Kreise oder Schlangenlinien, also "freestyle-quilten". Oder gar nicht quilten, sondern ab und zu Knoten mit bunten Stickgarnfäden. Das geht auch schneller. Halten tut es bestimmt, und man wäscht so einen Quilt ja auch nicht andauernd. Handgenähte Nähte halten sehr viel aus. Meine Quilts haben an ein paar Stellen schon ein paar kurze Nähte offen durch vieles Benutzen, oder ein Stückchen Stoff ist verschlissen wegen Altersschwäche - aber das kann so bleiben - oder eben nachgenäht werden. Um den Verschleiß zu minimieren, kann man auch einfach mehrere Quilts nähen......:-)
    Für die Füllung geht dünnes Baumwollvlies sehr gut, denn zu dickes ist etwas mühsam zu quilten. Warm genug ist es auch, wenn es dünn ist. Als Unterseite habe ich größtere farbige BW-Stoffe genommen, die farblich passten, und da, wo der Stoff nicht reichte, Stücke angesetzt, das aber alles mit der Maschine. Naturfarbener Nessel (in guter, weicher Qualität, nicht diese harten Stoffe, die extrem einlaufen) sieht auch sehr gut als Unterseite aus, weil es die bunte Oberseite gut ausgleicht.
    Ich habe an meiner Hexagondecke außen Stoffstreifen als Rand angenäht, einfach über die Hexagone drüber. Dadurch verschwindet dann jede zweite Hälfte eines Hexagons am Rand, aber das macht ja nichts, es sind ja noch genügend andere da. Vielleicht gibt es auch bei *flickr* gequiltete Hexagondecken zu sehen, ich hab aber noch nicht da nachgesehen.
    Viel Spaß damit weiterhin!
    Liebe Grüße,
    Ulrike

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  14. Hallo nochmal!
    ich habe die Unterseiten meiner beiden Hexagonquilts in meinem blog fotografiert, wegen der Nahtzugaben und den Heftfäden.
    Ich hoffe, es wird dadurch etwas anschaulicher!
    LG, Ulrike

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    1. Liebe Ulrike, vielen Dank für Deine ausführlichen Tipps! An vereinzelte Knoten habe ich auch schon gedacht - aber meine Kinder sind noch ziemlich klein und toben gerne rum, und die Decke wird wirklich STRAPAZIERFÄHIG sein müssen (die beiden kennen kein Pardon). Man wird sie - auch öfter - mit der Waschmaschine waschen können müssen, denn Schokolade oder Filzstifte tauchen bei uns auf allem möglichem auf - und manchmal fangen Sachen einfach aus undefinierbaren Gründen an, komisch zu kleben.
      Freestyle-Quilten traue ich mir so was von überhaupt nicht zu, aber einfache Längsnähte, das könnte es werden.

      Hab ein schönes Wochenende!
      Mond

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    2. Hallo Clara!
      Ich finde deine Decke ganz toll,mir gefällt besonders gut, dass du mit schwar abgesetzt hast. dadurch leuchten die Farben noch mehr!
      Grade Längs- und Quernähte quilten geht doch immer: große Quadrate (werde ich bei meinen Decken so machen) oder Rauten - oder locker verteilt auf der Decke: große Hexagone! Ich würde nicht allzu schmal/eng quilten, damit die Decke nicht so fest bzw. steif wird. Aber das ist Geschmackssache. Und vorher alles auf jeden Fall grob heften, damit dir nicht beim quilten alles verrutscht. Ich weiss jetzt aber nicht, ob du per Hand oder mit der Maschine quilten wirst. Ich quilte immer mit der Hand und dann am liebsten "freestyle". Wie das mit der Machine geht, weiß ich nicht. Zum waschen: ab in die Maschine, wenn sie schmutzig geworden ist, und fertig. Falls du einen Trockner hast: darin werden die Quilts wieder schön fluffig. Die Farben werden mit der Zeit natürlich etwas blasser, aber sie sieht dadurch auch "bewohnter" aus, und ich finde, das schadet einer Decke nicht. Dinge werden älter und nutzen sich ab, aber zum Toben und Spielen sind sie doch auch gemacht. Irgendwann kannst du ja mal eine neue nähen, wenn die alte gar nicht mehr geht......
      Ich sah auf deinem Foto, daß du Nähgarn zum Heften benutzt hast. Mit Heftgarn geht das Auftrennen der Heftfäden am Schluß viel, viel leichter als mit Nähgarn. Ich hefte gegen den Uhrzeigersinn, dadurch entsteht nur an jeder Ecke ein einziger X-förmiger Stich,was deutlich schneller geht. Die erste Ecke klemme ich mit meistens mit einer kleinen Klammer fest, die übrigen fixiere ich erst einmal mit den Fingern, weil ich die anderen Klammern verloren habe bzw. weil sie zerbrochen sind. Es waren urspünglich glaube ich 4 oder 5. Es geht aber auch ohne wirklich sehr gut.
      Viel Glück und viel Spaß damit!
      LG, Ulrike

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  15. hallo, deine decke sieht toll aus. ich hab irgendwie den anfang verpasst, bin aber immer mal über die hexagondecken gestolpert. wie fing alles an und was ist in (bzw auf der rückseite) der hexagone?
    liebe grüße

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    1. Durch einen Zufall fing es an
      http://bimbambuki.blogspot.de/2012/09/um-sechs-ecken.html

      ... und als ich erst einmal angefangen hatte, ging es immer weiter
      http://bimbambuki.blogspot.de/2012/10/12-von-12-im-oktober.html

      ... und weiter
      http://bimbambuki.blogspot.de/2013/01/neu-im-arbeitszimmer.html

      :-) Liebe Grüße,
      Mond

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    2. wie schön. mich juckt es jetzt fast ein bisschen in den fingern :-)
      ich schaue erst mal weiter zu und warte gespannt auf deine fertige decke.
      liebe grüße

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  16. Guck mal hier: http://www.flickr.com/photos/theworkroom/2142378572/ (per Hand)
    oder hier: http://www.flickr.com/photos/pitterputterstitch/8212739962/ (Maschine)
    oder dies: http://www.flickr.com/photos/mindboggld/5873686093/
    und dieses: http://www.flickr.com/photos/seasidestitches/6172646428/
    und schräg: http://www.flickr.com/photos/27953607@N05/4518210595/
    Vielleicht findest du da was für dich?
    LG, Ulrike

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  17. Mir wurde mal gesagt, dass die Gefahr, dass sich die Nähte wieder auflösen, nicht allzu groß ist. Auch beim Waschen nicht (alte Kleidung mit Handnähten hält ja auch viele Wäschen aus).

    Ich meine, ein unaufgeregtes, schlichtes Muster über den Hexagonen dürfte nicht stören, denn die werden allein durch die Farben hervorstechen.
    Ich persönlich würde genau diagonal quilten, so dass immer abwechselnd ein Hexi halbiert wird und eins nicht. Ist das verständlich?

    Natürlich bin ich die Heldin im Quilten und als große Koryphäe bekannt, ich habe bereits genau einen Quilt genäht. Mit der Maschine ;)

    Aber das sieht so schön aus, das wird eine Lieblingsdecke zum Vererben...

    LG frifris

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