Bei Mein gewisses Etwas, Herzekleid, Elle Puls, Frölein Tilia, Fantastisch und Marina werden im Rahmen der Aktion #myessentials momentan wieder die Kleiderschränke geöffnet. Und da ich zum Einem mit Vergnügen in die Schränke Anderer gucke und zum Zweiten selbst gerne planend und vorausschauend nähe, kommt hier auch von mir ein Fazit zu dem, was in den letzten Jahren entstanden ist.
Mittlerweile überwiegen die selbstgenähten Sachen in meinem Kleiderschrank. Von links nach rechts hängen da (ein Klick auf den Namen führt zum jeweiligen Blogpost):
Eine asiatische Seidenjacke (gekauft), ein paar Strickjacken in Dunkelgrau, Schwarz und Hellgrau (gekauft), das dunkelgraues Jersey-Hängerchen, das hellgraue Shirt mit dicken Punkten, die weiße Streifentunika, die Matrosenbluse (genäht, aber noch gebloggt), die hellgrüne Blütenbluse, die japanische Kirschblütenbluse, die handbestickte graue Bluse, die Schwalbenbluse, die grün-weiß gestreifte Bluse (genäht, aber noch nicht gebloggt), die weiße Pünktchenbluse, die blaue Punktetunika, die schwarz-weiß-karierte Tunika, das hellgelbe Zitronenkleid, das graue Jerseykleid, das Joghurt-mit-Mohn-Kleid, ein kurzes hellgraues Sweatkleid (genäht, aber noch nicht gebloggt), das dunkelblaue Jerseykleid mit weißen Punkten, das japanische Jeanskleid, das dunkelblaue Ballondress, das graue Strickkleid mit roten Punkten, das dunkelblaue Kleid mit Riesenblumen, das blaugeblümte Ballondress, das dunkelgrau gemusterte Ballondress, das Nussknackerkleid, ein dunkelblaues Jerseykleid (gekauft) und das dunkelblau-weiß gestreifte Wickelkleid.
Genäht habe ich im Laufe der Jahre viel mehr, aber dies sind die Kleidungsstücke, die es in den Kleiderschrank geschafft haben und die ich tatsächlich gerne trage. Eine Menge, finde ich - und was noch völlig fehlt, sind meine selbstgenähten Jacken, T-Shirts, Röcke und Hosen.
Einen Signature Style, von dem so viel gesprochen wird, habe ich wohl noch nicht gefunden, aber ich kann immer zuverlässiger einschätzen, ob ein Projekt zum Lieblingsstück taugen würde oder ich besser die Finger davon lassen sollte.
Ich weiß mittlerweile ganz gut, welche Schnitte mir nicht stehen oder nicht gefallen würden (z. B. zu unförmige Oberteile, Rollkragen, Stehkragen, zu hoch geschnittene U-Boot-Ausschnitte, knapp über dem Handgelenk endende lange Ärmel, knapp oberhalb der Ellenbogen endende Ärmel...). Ich nähe gerne Schnitte, die ich schon ausprobiert habe und verändere sie dabei auch manchmal.
Ich weiß mittlerweile ganz gut, welche Farben mir stehen (ich bin ein Wintertyp, also Schwarz, Weiß, Grau, Dunkelblau, klare kühle leuchtende Farben, Silber...) und welche nicht (z. B. Sandfarben, warmes Braun, Orange, Gold). Die hier gezeigten Kleidungsstücke passen im Großen und ganzen in dieses Farbschema. Nur die Kirschblütenbluse mit ihrem Beige und Blassrosa nicht, aber ich mag sie einfach.
Ich weiß mittlerweile, dass ich bei schön gemusterten Stoffen schwach werde (z. B. Punkten, wie man oben wunderbar sehen kann) und sehr gerne gemusterte Oberteile zu schlichten einfarbigen Unterteilen kombiniere. Shirt oder Bluse, schmale Hosen und knöchelhohe Boots sind mein Standartoutfit. Zu Hause trage ich gerne Shorts und Strumpfhosen. Zu Kleidern mag ich Stiefel.
Und wie soll es weiter gehen?
Wirklich brauchen tue ich nichts. Wenn ich von nun an etwas nähe, möchte ich gerne schöne Einzelstücke herstellen, die - für mich - etwas Besonderes sind. Vielleicht mit feinen Details oder aus einem außergewöhnlichen Stoff. Mir ist wichtiger, dass meine Kleidungsstücke qualitativ hochwertig als hip sind. Als Material möchte ich nur noch gute Stoffe verwenden, die lange haltbar sind und auch nach vielen Wäschen noch ansehnlich sind. In selbstgenähter Kleidung möchte ich nicht nur eine möglichst gute
Figur machen, sondern mich auch wohlfühlen und frei bewegen können.
Vielleicht nähe ich mir einen grünen Mantel. Ich träume von einer üppig handbestickten Bluse. Und wenn ich irgendwann mal einen schön fallenden Stoff in genau dem richtigen leuchtenden Rot finde, dann mache ich mir daraus ein Kleid...