Das bin ich: Mond (mein Pseudonym, unter dem ich in der Bloggerwelt unterwegs bin), Anfang Vierzig, von Beruf Architektin, seit sechs Jahren Bloggerin und ansonsten passionierte Hobbyschneiderin, Quilterin, Stickerin und Bastlerin. Seit wir im Sommer 2015 von Berlin nach St. Petersburg gezogen sind, arbeite ich nur noch an verschiedenen kleinen Projekten und habe daher mehr Zeit als früher für meine architekturfernen Leidenschaften. Auf meinem Blog zeige ich überwiegend Genähtes für meine Kinder oder mich selbst. Außerdem gibt es hier Quiltprojekte und Stickereien, an jedem 12. des Monats 12 Bilder des Tages und jeden Freitag ein Rebus.
Als Michaela vor fünf Jahren zum allerersten Mal fragte, wer Lust habe, sich gegenseitig Sommerpost zu schicken, habe ich mich sofort gemeldet. Ich habe schon als Teenager gerne Briefe geschrieben und bekommen, aber
im Laufe der Zeit wurden es immer weniger, bis der Briefkasten leer blieb. Festzustellen, dass es durchaus auch Andere gibt, die noch von Hand schreiben, die Briefumschläge aus Zeitschriftenseiten basteln, bestempeln oder bekleben und auf der Post extra nach bunten Marken fragen, war einfach toll.
Seitdem war ich schon oft bei den Post Kunst Aktionen dabei. Ich habe gestemptelte Tannenbäume umstickt und rot-weiße Bänder geflochten, dufte die Gastgeberin für den Sommer in der Schachtel sein, habe Mondmarken bemalt und Vögelchen kartoffelgedruckt, zum allerersten Mal ein Buch gebunden, ein Birkenwäldchen mit Agar gedruckt, das R vom Frühling gestickt, einen Katzen-Tetrapackdruck geschnitzt, Stoff im Siebdruckverfahren mit Fischen bedruckt, ein Rapportmuster entworfen und gestempelt, ein Minibuch gebunden und zum ersten Mal einen Sonnendruck auf Stoff probiert.
Seitdem war ich schon oft bei den Post Kunst Aktionen dabei. Ich habe gestemptelte Tannenbäume umstickt und rot-weiße Bänder geflochten, dufte die Gastgeberin für den Sommer in der Schachtel sein, habe Mondmarken bemalt und Vögelchen kartoffelgedruckt, zum allerersten Mal ein Buch gebunden, ein Birkenwäldchen mit Agar gedruckt, das R vom Frühling gestickt, einen Katzen-Tetrapackdruck geschnitzt, Stoff im Siebdruckverfahren mit Fischen bedruckt, ein Rapportmuster entworfen und gestempelt, ein Minibuch gebunden und zum ersten Mal einen Sonnendruck auf Stoff probiert.
So manches Mal sind die Post Kunst Aktionen eine echte Herausforderung für mich, weil ich aus einer anderen Ecke komme und normalerweise mit anderen Materialien arbeite: Nähen und Sticken, Stoff und Faden sind mir so viel vertrauter als irgendeine bestimmte Art von Druck oder Buchbindung. Manche der Teilnehmerinnen haben sich möglicherweise schon mit der Technik beschäftigt, die bei einem Projekt verwendet werden soll. Bei mir ist das oft nicht der Fall.
Seit Michaela und Tabea den Anspruch der Aktionen hochgeschraubt haben und Kunst fordern, keine Bastelei, habe ich manches Mal Zweifel, ob ich wirklich mitmachen und das leisten kann - besonders, wenn mir die Technik nicht bekannt ist. Aber der Reiz ist dann doch größer als die Unsicherheit (schließlich beschäftige ich mich ja auch bei meinen sonstigen Arbeiten mit Mustern, Farben und Motiven), und deshalb wage ich es doch meistens. Meine Beiträge zu den Post Kunst Aktionen sind sicher nicht perfekt, aber immer mit Herzblut gemacht.
Wie
nähert man sich einem neuen Thema? Bei mir geschieht das oft mit
Hilfe von Skizzen. Als Architektin habe ich früher viel von Hand
gezeichnet, und auch bei den meisten Nähprojekten wird bei mir am Anfang
drauflos gekritzelt. Ich mag es, mit dem Stift in der Hand hin- und
her zu probieren, mal auf losen Zetteln, mal in einem Skizzen- oder im
Tagebuch. Manchmal träume ich auch beim Spazierengehen oder Metrofahren
vor mich hin - Kopfkino, unterwegs.
Oft schiebe ich das Ausprobieren einer neuen Technik erstmal auf, weil ich mich nicht recht traue. Dabei macht es eigentlich immer Spaß und wird bloß unter Zeitdruck nicht besser. Stempelschnitzen und Tetrapackdruck fand ich nicht schwierig. Das erste Agar-Anrühren ging völlig in die Hose, aber dann war das Arbeiten mit der Glibbermasse reizvoll, weil das Ergebnis nicht vorhersehbar war. Siebdruck lässt sich, wie ich herausfand, selbst mit improvisiertem Zubehör machen - einem Stickrahmen, einem Rest Tüll und einer alten Kreditkarte. Die Sonnendruck-Technik ist herrlich einfach und irgendwie magisch. Und selbst das Buchbinden kann man als Laie mit Hilfe einer guten Anleitung lernen.
Jedes Mal lerne ich etwas dazu. Zum Beispiel, dass es wichtig ist, gutes, stabiles, haltbares Material zu verwenden. Und dass es Sinn macht, eine Technik vorher ausreichend zu probieren und, falls nötig, auch mehrere Anläufe zu unternehmen, bis man hundertprozentig zufrieden ist.
Und wenn dann die Werke der Anderen ankommen und man sich täglich oder wöchentlich über aufwendig gestaltete Umschläge und handgeschriebene Karten freuen und all die unterschiedlichen Ausführungen bewundern kann und alles zu einem Gemeinschaftswerk zusammenwächst - dann ist das einfach nur großartig. Wie schön, dass es immer wieder neue Post Kunst Aktionen gibt. Ich freue mich schon auf die nächste!
















