Der kleine Mann will nicht mehr unbedingt Lokführer werden - er schwankt jetzt zwischen den Berufen Polizist und Feuerwehrmann. Eines seiner zwei Lieblingsbücher ist zur Zeit das Wieso-Weshalb-Warum-Polizeibuch (das er hingebungsvoll von einem Zimmer ins nächste schleppt - wo immer sich ein Erwachsener befindet, der es eventuell mit ihm angucken könnte). Mit dreieinviertel Jahren weiß er, was die Spurensicherung macht, wozu ein Polizist Pfefferspray braucht und kennt auch "Eins eins Osterei, die Nummer von der Polizei!" Am lustigsten findet er aber das kleine Bildchen eines Fuchses im Knast, der gestreifte Sträflingskleidung trägt und mißmutig auf eine Tasse Wasser starrt, unter der zu lesen ist:
Schnell hatte ich eine Idee. Aus einem unten löchrigen Männershirt aus schrecklichem superdünnem grauen Flutsch-Jersey wurde ein Räuberfänger-Shirt, mit dem geliebten Spruch und einem Fuchs hinter Gittern. Grundlage war der Schnitt Toy Dog aus der Ottobre 6/2011 in Größe 104. Das Motiv habe ich auf normales weißes Papier gezeichnet und dann mit einer Schere ausgeschnitten. Dünn mit Klebestift bestrichen, auf das Shirt geklebt, mit Schwämmchen und schwarzer Stoffmalfarbe betupft und nach dem Trocknen von hinten gebügelt. Es ging gut, auch ohne Freezer Papier. Die Schrift ist aufgestempelt. Leider sind mir ein paar der kleinen Buchstaben abhanden gekommen, so dass ich dafür andere Lettern verwenden musste.
Weil der Fuchs so schön gestreift ist, schicke ich ihn - leicht verspätet - zu Michaelas Streifen-Muster-Mittwoch. Und irgendwann werde ich ihn dann diesem Füchslein schenken, vorausgesetzt, es ist a) groß genug dafür, b) will auch Polizist werden, c) mag das Motiv und d) das Shirt hält überhaupt so lange - es ist aus wirklich unglaublich dünnem Jersey.














