Montag, 12. November 2018

12 von 12 im November

Es ist trüb und grau, aber es ist Montag der 12., und deswegen gibt es hier wieder 12 Bilder des Tages. Als alle aus dem Haus sind, nehme ich meinen Kaffee und verbringe eine Stunde im Arbeitszimmer. Dieser Stoff, ursprünglich für den Postkartenquilt gedacht, soll die Rückseite des Hexie-Quilts werden.

Dann kommt ein Anruf aus der Schule. Das Mädchen hat Bauchschmerzen, wie schon am Wochenende, und muss nach Hause. Ich habe heute zwei wichtige Besprechungen. Deswegen nimmt sich der Mann ein paar Stunden frei und kommt heim, um aufs kranke Kind aufzupassen.

Ich werde abgeholt, und wir fahren mit dem Auto quer durch die Stadt zum ersten Termin.

Anderthalb Stunden Besprechung - dann geht es direkt weiter zum zweiten Termin. Es ist grau, aber das Petersburger Gold leuchtet trotzdem schön, wie hier die Kuppel der Isaaks-Kathedrale.

Diesen Glockenturm mag ich ganz besonders.

Angekommen. Im Vorgarten ein bißchen Herbstgelb an diesem lichtlosen Tag. Der zweite Termin, noch einmal anderthalb Stunden Besprechung.

Ich werde zurück in meine Gegend gebracht, springe an einer Kreuzung aus dem Auto und laufe die letzten Straßen zu Fuß. Es sind knapp über null Grad, der Wind ist eisig, trotz Wintermantel, Mütze und Handschuhen. Ich ziehe mir die Kapuze über den Kopf und eile nach Hause.

Ich löse meinen Mann bei der Kinderbetreuung ab. Er macht sich wieder auf den Weg zur Arbeit. Es ist halb vier, und ich habe seit heute morgen nichts gegessen. Weil nicht viel Zeit ist und wir bald wieder aus dem Haus müssen, mache ich mir nur zwei schnelle Spiegeleibrote.

Heute Nachmittag findet in einer Kirche am Nevski Prospekt die St. Martins-Feier der Schule statt. Das Mädchen fühlt sich gut genug, um mitzukommen und sogar mitzumachen - sie spielt eine der Hauptrollen in der Theateraufführung. Schön, wie die Laternen in der dunklen Kirche leuchten.

Wir sammeln den Jungen ein und machen uns zu dritt auf den Nachhauseweg.

Vor der Blutskirche sieht man selbst Mitte November noch viele Touristen. Ich tue es ihnen gleich und mache ein Foto. Der Blick über den Gribojedow-Kanal bis zum Dom Knigi, dem "Haus des Buches" am Nevski Prospekt, ist aber auch wirklich schön.

Als wir durchgefroren zu Hause angekommen sind, kommt kurz später auch der Mann. Wie so oft am 12. kümmert er sich ums Abendessen, während ich meine Fotos bearbeite und diesen Post schreibe. Feierabend! Jetzt freue ich mich auf ein alkoholfreies Bier und zwei, drei Folgen "That '70s Show". Mehr 12 von 12 gibt es wieder bei Caro.

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Kommentare:

  1. Ein gelb-goldenger Faden zieht sich durch Deine Bilder. Grau auch hier, aber es ist ja schließlich auch November. Gute Besserung an die Patientin und einen schönen Abend Euch!

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    1. Bei dir ist es so viel bunter!
      Grau-gelbe Grüße nach Paris...

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  2. Auch wenn es ein kalter und grauer Tag war, immer wieder scheint es golden oder gelb aus deinen Bildern (da passt auch das Eigelb perfekt).
    Die Blutskirche sieht im Dunkel sehr spannend aus! Gute Besserung an deine Tochter!
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Ich suche das Gelb, das gebe ich zu... und das Gold begegnet einem in dieser Stadt immer wieder.
      Danke und liebe Grüße zurück!

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  3. genau wie meine vorschreiberinnen ist mir der goldton in deinen bildern auch aufgefallen. dadurch sieht alles gleich viel freundlicher im grauen novemberlicht aus!
    ich hoffe, dem töchterchen geht es wieder besser! zum geglitzer auf pullis habe ich dir im vorigen post geantwortet ;))!
    liebe grüße
    mano

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  4. Bei Deinen Bildern von St. Petersburg suche ich immer nach meinen bereits über 20 Jahre alten St. Petersburger Bildern im Kopf. Und ich kriege sie nie übereinander, Dein St. Petersburg sieht so viel fröhlicher, bunter, goldener aus als ich es in Erinnerung habe. Sehr schön.

    Liebe Grüße Christiane

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    1. Ich würde ja, wenn es möglich wäre, zu gern eine Zeitreise ins sowjetische Leningrad unternehmen...
      Das heutige St Petersburg ist wohl wirklich ganz anders, aber ich kann es nicht vergleichen...

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  5. Ich mag ja das “Wirrwarr“ aus Oberleitungen über den Petersburger Straßen. Das hat mir schon bei meinem Besuch dort, vor ein paar Jahren, gefallen und ich freue mich immer, bei Dir, die “bekannten” Orte wieder zu erkennen. LG, von Annette

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  6. Einfach nur schön. Genau die richtige Mischung für mich heute Morgen: Alltag wie ich ihn kenne, manchmal unverhofft stressig, und dann aber doch die vielen kleine Momente und Bilder, die einen beglücken. Du hast beides wunderbar eingefangen. Vielen Dank dafür.
    LG Friedalene

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  7. Wunderschöne fotos trotz grau oder vielleicht gerade deshalb leuchtet das gold so schön ... vielen dank fürs zeigen ! liebe grüsse, bernadette

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    1. Wenn schon nicht die Sonne, dann wenigstens das Gold. Nach vielen vielen grauen Tagen wünsche ich mir jetzt aber wieder mal Sonnenschein!

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