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Donnerstag, 20. Februar 2020

QuiltCon 2020

In Austin/Texas findet zur Zeit die QuiltCon 2020 statt, und ich freue mich, dass drei meiner Quilts es gerade noch rechtzeitig dorthin geschafft haben, um in der Ausstellung zu hängen. Nachdem sie Ende Dezember aus Russland verschickt worden waren, lagen sie anscheinend über sechs Wochen in New York am Zoll herum, ohne bearbeitet zu werden. Als sie endlich freigegeben wurden, war es zu spät, um am Wettbewerb teilzunehmen.

Es ist surreal, die Quilts (Leaving Marks, Piter Map und Super Blue Blood Moon) in der QuiltCon App zu finden. Jetzt hoffe ich sehr, auf Instagram Bilder von dem einen oder anderen zu entdecken - so richtig glauben kann ich es nämlich immer noch nicht!

Foto: Colleen Molen

Foto: Alex | @hexenweib

Foto: Dorthe Niemann | @lalala.patchwork

Foto: The Modern Quilt Guild

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Von Petersburg nach Texas

Heute Morgen gab es schöne Neuigkeiten! Drei meiner Quilts, die in diesem und letzten Jahr entstanden sind und mit denen ich mich bei der QuiltCon 2020 beworben habe, wurden angenommen - Super Blue Blood Moon, Piter Map und der gerade erst gezeigte Leaving Marks Quilt.

Ich bin glücklich und aufgeregt und ganz durcheinander. QuiltCon ist die größte Modern Quilting Show ihrer Art. Dabei zu sein ist eine große Ehre. Und gleich drei meiner Quilts dürfen nach Austin, Texas, reisen. Ich freu mich riesig!


Freitag, 19. Oktober 2018

Der Piter Map Quilt, fertig

Vor anderthalb Jahren habe ich ihn angefangen, jetzt ist er fertig: der Piter Map Quilt. Er zeigt einen Ausschnitt des Stadtplans von St. Petersburg, den ich mit Hilfe der English Paper Piecing Technik stückchenweise, Block für Block, Viertel für Viertel, von Hand geheftet und zusammengefügt habe. Viele Stunden Arbeit stecken darin, und ich habe viel dabei gelernt.

Entstanden ist mein ganz persönlicher St. Petersburg Stadtplan im Format 125x80 cm, der die Stadt so zeigt, wie ich sie wahrnehme. Für mich wichtige Orte sind gemustert, weniger wichtige sind weiß. Das viele Wasser der Stadt ist grau. Bei diesem Quilt habe ich zum ersten Mal von Hand gequiltet. Und dabei festgestellt, dass das eine schöne, meditative Arbeit sein kann.

Heute war ein wunderschöner Herbsttag. Ich war nach meiner Krankheit zum ersten Mal seit zehn Tagen draußen. Meine Freundin S. aus Mexiko hat mir geholfen, die Fotos zu machen. Hier ist er also: Der Piter Map Quilt draußen in seiner Stadt, vor der Blutskirche und im gelb leuchtenden Michailowski-Garten. Ich kann es noch nicht ganz fassen, dass er jetzt fertig ist.

Wer sich für die Entstehungsgeschichte interessiert - hier ist sie nachzulesen:

Mittwoch, 14. März 2018

Piter Map Quilt - Zwischenstand V

Das ist seit dem letzten Zwischenstand mit dem Piter Map Quilt geschehen: Die noch fehlenden Teile wurden mittels English Paper Piecing hergestellt und von Hand zusammengenäht.

Die Inseln wurden in der Needle Turn Technik appliziert. Darin bin ich noch ein ziemlicher Neuling, aber allmählich komme ich rein. Man kann damit schöne Formen herstellen.

Damit das Weiß auf dem Grau schön leuchtet und die Inseln so erhaben sind wie das Festland, habe ich sie mit Baumwollvlies unterlegt. Ich wollte nicht, dass die Nahtzugaben durchschimmern.

Leider zeigte sich im Weiteren, dass der Quilt sich dort, wo kein Vlies unterlegt war, leicht verschob und in sich zusammensackte. Also wurden diese Bereiche auf der Rückseite mit Vlies unterfüttert.

Die U-Bahnlinien wurden aufgezeichnet und mit dünnen schwarzem Stickgarn nachgestichelt. Die grauen Wasserflächen wurden ebenfalls von Hand gequiltet, allerdings ganz fein mit grauem Nähgarn.



Jetzt warte ich auf eine Materiallieferung aus Deutschland. Es fehlen nur noch die Hauptstraßen und Brücken. Dann kann der Quilt zugeschnitten und gebunden werden. Mehr dazu - hoffentlich - bald.

Sonntag, 18. Februar 2018

Piter Map Quilt - Zwischenstand IV

Acht Monate ist es her, dass ich das letzte Mal etwas von meinem Projekt Piter Map Quilt berichtet habe. Es gab ein paar Schwierigkeiten (die Markierungen mit dem Zauberstift verschwanden schon nach wenigen Minuten wieder, ich wusste nicht, wie ich die vielen sich schlängelnden Kanäle und Flüsschen der Stadt und die Newa-Mündung mit ihren Inseln darstellen könnte, ich hatte keinen passenden Stoff für das Wasser) - vor allem aber war die Luft raus. Kennt Ihr das?

So lagen die unfertigen Stücke fast ein Dreivierteljahr im Schrank herum. Und plötzlich, nach dem letzten Quilt, war der Moment wieder da, und es konnte endlich weitergehen. Grauen Baumwollstoff für das Wasser und einen Markierstift, dessen Linien nicht sofort wieder unsichtbar werden, hatte ich mir Anfang des Jahres aus Berlin mitgebracht. Die schmalen Kanäle und Flüsschen, entschied ich spontan, sollen aus grauer Wolle bestehen, mit Zickzackstich aufgenäht. 

Der Zentrale Distrikt, die Wassiljewski-Insel, die Petrograder und die Wyborger Seite sind nun zusammengesetzt, auf entsprechende Stücke Baumwollvlies geheftet und gequiltet. Die breite Newa, der Fluss der Stadt, wird entlang des zentralen Distrikts und östlich der Petrograder Seite als Applikation aufgebracht. Im Bereich der Mündung ins Meer, wo sich das Verhältnis von Land zu Wasser umkehrt, werde ich die Landbereiche als oberste Schicht ausführen. Mehr dazu demnächst...

Mittwoch, 28. Juni 2017

Piter Map Quilt - Zwischenstand III

Neues vom Piter Map Quilt: Die einzelnen Teile des ersten großen Stücks Stadt sind fertig zusammengenäht. Damit es ganz flach liegt, habe ich es vorsichtig gebügelt - allerdings bevor die Papierschablonen entfernt waren. Das war keine gute Idee, denn das Transparentpapier begann sich zu wellen und erschwerte die nächsten Schritte etwas.

Als Nächstes mussten die Fäden gezogen und die Papierschablonen herausgefummelt werden. Danach habe ich das Patchwork auf ein entsprechend großes Stück Quiltvlies gesteckt und mit großen Stichen festgeheftet. Man hätte sicher auch alles mit Nadeln stecken können, aber so geht das Quilten nachher, wie ich finde, viel leichter von der Hand.

Als ich fertig war, habe ich mir den Stadtplan genommen, der als Vorlage diente, und per Augenmaß und mit Hilfe eines Zauberstifts den Verlauf der kleineren Straßen auf den Stoff übertragen. Das war nicht schwer, da die großen Straßen meine Anhaltspunkte und durch das Patchwork gut erkennbar waren. Die aufgezeichneten Linien habe ich dann mit der Maschine nachgenäht. 

Jetzt brauche ich einen neuen Zauberstift. Die Linien verschwenden mittlerweile schneller, als ich nähen kann...

Dienstag, 2. Mai 2017

Piter Map Quilt: Zwischenstand II

Es geht voran mit dem Piter Map Quilt. Nach dem Zentralen Distrikt und der Wassiljewski-Insel wachsen jetzt, ganz gemächlich, auch die Petrograder und die Wyborger Seite.

Jetzt ist es bald an der Zeit, sich so ein zusammenhängendes Stück vorzunehmen, die Flüsschen und Kanäle mit Hilfe von aufgenähten Bändern zu ergänzen und alles im Straßenraster zu quilten. Die fertigen Stadtviertel, so der Plan, werde ich von Hand aneinander nähen. Zum Schluss soll die Newa, der Fluss der Stadt, über den Verbindungsnähten appliziert werden und diese so verdecken.

Zwischendurch knobele ich an der Frage herum, wie ich die Inseln im Nordwesten der Stadt darstellen kann, wo die Arme der Newa schmaler und gewundener sind und es viele kleine Buchten gibt. Vielleicht drehe ich das System dort um - nähe als unterste Lage den Fluss und appliziere darüber die Inseln.

In der letzten Woche durfte ich mich wieder über Post freuen. Bernadette schickte mir neben lauter schwarz-weiß gemusterten Stoffstückchen für den Piter Map Quilt dieses allerfeinste selbstgenähte Patchworktäschchen, in dem ich jetzt meine Kugelschreiber aufbewahre, die vorher lose in der Tasche herumflogen. Liebe Bernadette, herzlichen Dank dafür!

Von Nannette kam ein Brief mit diesen wunderbar gemusterten Stoffresten. Mein Sohn entdeckte gleich den Lucky Luke und war begeistert. Von diesen Stückchen kann man schon das ein oder andere im Quilt wiederfinden - wie auch von denen, die mit anderer Post bekommen waren. Nannette, vielen lieben Dank dafür, ich habe mich sehr gefreut!

Dienstag, 18. April 2017

Piter Map Quilt: Zwischenstand I

Der Piter Map Quilt wächst allmählich. Das Heften und Nähen von Hand (abends auf dem Sofa oder zwischendurch mal) ist angenehm und entspannend. Dieses Projekt macht mir wirklich Freude. Es ist schön, es wachsen zu sehen. Und es fühlt sich "richtig" an, falls Ihr wisst, was ich meine.

Die grünen Flächen sind Parks oder Gärten. Die gemusterten Flächen sind entweder Sehenswürdigkeiten oder Orte mit besonderer Bedeutung für uns oder Gegenden, in denen wir oft unterwegs sind.

Die Flächen dazwischen sind weiß, und nach außen werden die einzelnen Teile größer. Noch sind alle schwarz-weiß gemusterten Stoffe aus meinem eigenen Fundus, aber mit einigen von Euch habe ich mich zum Restetausch verabredet. Meine Stückchen sind unterwegs, bitte habt Geduld, weil der Weg so weit ist. Ich freu mich schon sehr auf Eure Post!


Mittwoch, 5. April 2017

Piter Map Quilt: Nochmal von vorn

Zwei Tage nach dem Anschlag in St. Petersburg bemühen wir uns, zum normalen Leben zurückzukehren und weiterzumachen mit dem, was wir im Alltag so tun. Bei mir heißt das unter anderem: Nähen. Aber das blau-blau-blaue Projekt, mit dem ich gerade beschäftigt war, habe ich erst einmal beiseite gelegt und stattdessen dieses hier wieder hervor geholt. Den Piter Map Quilt.

Piter ist der Kosename für St. Petersburg, und Map Quilts (ganz oben auf der Liste die umwerfend schönen genähten Stadt- und Landschaftspläne von Ian Hundley) faszinieren mich schon länger. An diesem Thema wollte ich mich auch einmal versuchen. Die Farben standen rasch fest: Viel Weiß und schwarz-weiße graphische Muster, ein bißchen Schwarz, Grau für Wasser, verschiedene Grüntöne für Parks und Gärten.

Ich druckte einen 125x80 cm großen Stadtplan aus, zerschnitt ihn in vier horizontale Streifen und begann. Aber das Ergebnis wurde nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Zu viele seltsame Flächen mit nicht auf einander treffenden Ecken, zu viele Rundungen, zu viele schmale geschwungene Flüsschen! Unmöglich für mich, das mit der Maschine nähen, wie man oben sieht. Es beulte und warf Falten. Ich gab auf.

Der angefangene erste Streifen lag daraufhin ein paar Wochen unberührt hinten im Schrank. Als ich ihn wieder hervorholte, wurde mir klar: Ich muss die Methoden ändern. Mit Hilfe von dickem Transparentpapier erstelle ich English-Paper-Piecing-taugliche Schablonen. Die Neva, breit und geschwungen, wird von Hand appliziert. Und die schmalen Flüsschen werden mit aufgenähten Bändern dargestellt.


Es ist ein langwieriges Projekt. Aber dafür eins, an dem man zwischendurch, sogar unterwegs, arbeiten kann. Wie bei meiner Hexagondecke. Heute morgen scheint die Sonne über St. Petersburg, ich liebe das nördliche Licht, wenn die Tage länger werden. So eine schöne Stadt...

P.S.: Für dieses Projekt könnte ich noch ein paar Schnipsel schwarz-weiß gemusterte Stoffe gebrauchen. Hat jemand Lust, zu tauschen?