Es ist Sonntag, der 12. Oktober, und deswegen gibt es hier wieder 12 Bilder des Tages. Ich stehe morgens als Erste auf und gehe leise ins Arbeitszimmer. Etwas später kommt der mittlerweile 15-jährige Junge dazu. Er hat Bauchschmerzen. Deswegen bringe ich ihm ein Kissen, einen Quilt, Tee, Reiswaffeln und eine Wärmflasche.
Als der Mann und das Mädchen aufgestanden sind, frühstücken wir. Dann schneide ich meiner Tochter die Haare.
Dann räume ich noch schnell das Arbeitszimmer auf, bis es Zeit ist, aufzubrechen.
Der kranke Junge bleibt zu Hause. Wir drei Anderen fahren mit U-Bahn und Tram quer durch die Stadt zu den Großeltern.
Unterwegs kommen wir an einem fancy Lampengeschäft vorbei. Wer gibt 975 Euro für eine Lampe aus?
Es ist eindeutig Herbst. Ich bin völlig überrascht, dass an einem Stand an der Straßenecke immer noch Erdbeeren verkauft werden.
Wir holen die Großeltern ab und spazieren gemeinsam zu einem nahe gelegenen Café.
Danach drehen wir noch eine kleine Runde. Überall liegt schon gelbes Laub auf dem Boden. Heute bin ich komplett in selbstgenähten Sachen unterwegs: Jeans, T-Shirt, Mantel und Umhängetasche. Ich pflücke eine Handvoll dieser weißen Knallerbsendinger und werfe sie - wie in alten Zeiten, wenn wir die Kinder zum Laufen animieren wollten - dem Mädchen vor die Füße. Sie platzen hörbar, wenn man drauftritt. Die besten Knallerbsen seit langem!
Nach unserem Spaziergang gibt es bei den Großeltern noch Kaffee, Stollen und ein paar Pistazien.
Dann machen wir uns mit Tram und U-Bahn auf den Heimweg.
Zu Hause haben wir einen Videocall mit den Großeltern in Ostwestfalen. Der Junge fühlt sich immer noch nicht wohl. Deswegen setzt sich sein Papa danach zu ihm und liest ihm - ebenfalls wie in alten Zeiten - ein bisschen aus "Michel aus Lönneberga" vor. Ich bearbeite währenddessen meine Bilder. Ab und zu muss ich loslachen. Astrid Lindgrens Geschichten sind auch nach vielen Jahren immer noch herrlich lustig.
Draußen wird es dunkel. Ich koche eine Gemüsesuppe, dazu gibt es Brot. Nachdem wir gestern Abend beim "Festival of Lights" über acht Kilometer durch Berlin gelaufen sind, lassen wir es heute ruhig angehen. Das heißt: Sofa, Quilts und zwei, drei Folgen "Superstore". Wie war Euer Tag?












Der Michel ist meine absolute Lindgren-Lieblingsfigur ( meine armen Enkel müssen sich Weihnachten immer das große Aufräumen in Katthult angucken ). Den Schneebeerentrick kenne ich gar nicht ( war aber auch nie nötig ).
AntwortenLöschenToll finde ich, dass du ganz in Bimbambuki gekleidet bist und ihr euch sonntags so um die Großelternbemüht!
Eine gute neue Woche!
Astrid
Probier es mal mit den Beeren, es macht Spaß ;-)
LöschenAstrid Lindgren ist super kann man immer lesen auch wenn man groß ist. LG Edeline
AntwortenLöschenNicht wahr? Zeitlos, lustig, berührend, weise.
LöschenGute Besserung dem Sohn! Hoffentlich hatte Michel etwas heilende Wirkung.
AntwortenLöschenSonst war es aber ein schöner Tag, auf dem wir Euch begleiten durften. Und ich frag mich bei vielem, wer Geld, also vor allem viel Geld! dafür ausgibt.
Liebe Grüße und guten Wochenstart
Nina
Dankeschön, und auch dir eine gute Woche!
LöschenKlingt nach einem fast gemütlichen Sonntag, hoffentlich geht es eurem Sohn wieder besser. Bei uns ist z.Zt. Lotta von A.Lindgren angesagt. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man komplett mit Selbstgenähten eingekleidet ist.
AntwortenLöschenIn München gibt es auch einen total teuren Lampenladen,.Der Künstler hat mit seinen Lampen aber auch einige U-Bahnstationen ausgestattet. Damit wird er wohl sein Geld verdienen. LG Gabi
Es geht ihm schon besser, danke für die guten Wünsche!
Löschenschneebeeren zerplatzen lassen und michel lesen - herrlich! genau das richtige für mich, auch wenn ich 77 bin :))! noch lieber lese ich bullerbü oder schau mir die filme mit lisa, inga, britta und co an.
AntwortenLöschenschön, dass ihr noch zwei großelternpaare habt und in offensichtlich gutem kontakt steht. bunte blätter und erdbeeren gehen wohl noch zusammen, ich sah heute frische aus niedersachsen im supermarkt.
liebe grüße in die fast-nachbarschaft und dem schon so großen sohn gute besserung!
mano
Lustig, ich mag die Filme ganz gern, aber bevorzuge die Bücher. So viele schöne hat sie geschrieben!
LöschenDer Kontakt zu den Großeltern ist wichtig, und ja, es ist ein Geschenk, sie zu haben.
Viele liebe Grüße!
Beim Foto mit den Stoffresten hätte ich bei einem Ratespiel sofort auf dich getippt ;-) Und ist es nicht ein tolles Gefühl, wenn man komplett Memade unterwegs ist? Es scheint ein Klientel für solche Lampen in dieser Preiskategorie zu geben, unsereins gehört jedenfalls nicht dazu. Schön, so ein Familientreffen, und auch das Vorlesen finde ich toll. Auch wenn der Grund für das Vorlesen nicht ganz so toll ist. Ich hoffe, es geht dem großen Sohn wieder besser? Michel aus Lönneberga war eines der Lieblingsbücher meiner ältesten Nichte, ihr jüngerer Bruder trägt den Namen Michel nicht von ungefähr ;-)
AntwortenLöschenLiebe Grüße, heike
Wie hübsch, ein Michel! Wusstest du, dass er im Original Emil heißt? Ich glaube, in Deutschland haben sie ihn umgetauft, weil es schon einen Emil gab, den mit den Detektiven...
LöschenHoffe es geht ihm wieder besser. Vorlesen ist in jedem Alter wunderbar. Stollen schon im Oktober essen, das irritiert mich. Es war ein richtiger Familiensonntag. Über die Lichtaktion hätte ich gern etwas gesehen.
AntwortenLöschenviele Grüße Karen
Ja, der Stollen im Haus und die Erdbeeren an der Straßenecke, das ist schon speziell!
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