Dies sind die Stoffspielereien 2021:
31.01.2021: „Smocking“ bei Machwerk
28.02.2021: „Stoffschichten“ bei Stoffnotizen
28.03.2021: „Pop Art“ bei bimbambuki
25.04.2021: „Fransen“ bei made with Blümchen
30.05.2021: „Exotisch“ bei Petersilie & Co
27.06.2021: „Nähfüße“ bei Nähzimmerplaudereien
Sommerpause
26.09.2021: „Risse und Schlitze“ bei nahtlust
31.10.2021: „Punkte und Kreise“ bei Schnitt für Schnitt
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche
Sonntag, 31. Januar 2021
Stoffspielereien: Smocking
Die
monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente.
Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren
möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema
soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links
mit den neuen Werken gesammelt - auch misslungene Versuche sind gern
gesehen,
zwecks Erfahrungsaustausch. Das Thema der Stoffspielereien im Januar
lautet "Smocking", und Martina vom Blog machwerk sammelt alle Beiträge.
Smocking, habe ich bei der Beschäftigung mit dem Thema gelernt, stammt vom englischen Wort Smock (das Arbeitshemd eines Bauern) ab. Die Sticktechnik wurde vorwiegend im 18. und 19. Jahrhundert eingesetzt, um Stoff so zu raffen, dass er elastisch wurde - zum Beispiel am Halsausschnitt oder an Ärmeln. Damals gab es noch keine elastischen Stoffe und Bänder. Daneben gibt es aber auch das rein dekorative Smocking, mit dem Kleidungsstücke verziert und kostbar gemacht werden - die Technik ist aufwendig!
Mein Beitrag - und mein erstes Smocking überhaupt - ist nur eine ganz kleine Spielerei. Mit einem schwarz-weiß karierten Stoffrest und gelbem Stickgarn habe ich mich an eine der einfachsten Smockingtechniken getraut: Honeycomb. Das Muster des Flanellstoffs erleichterte das Sticken der Heftfäden, mit denen das Stoffstück zusammengerafft wurde. Im zweiten Schritt habe ich immer zwei Falten mit Stickgarn zusammengenäht, so dass die typischen Rauten entstanden.
Dass man mit dieser Technik gut Ärmelabschlüsse herstellen kann, sieht man hier. Ob ich das mal an einem Kleidungsstück probiere? Danke für das mir erst einmal fremde, aber wieder interessante und inspirierende Thema, Martina!
Weiter geht es im Februar mit "Stoffschichten" - und im März bin ich die Gastgeberin mit dem Thema "Pop Art". Macht Ihr mit?
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Montag, 25. Januar 2021
Gedankenblasen
An der Designwand lässt sich wunderbar improvisieren. Hier habe ich Quadrate in unterschiedlichen Größen mit Schwarz kombiniert. Nichts ist geplant, angezeichnet oder abgemessen, geschnitten habe ich mit der Schere, schwungvoll nach Augenmaß, und entsprechend wonky sieht es auch aus.
Manche Farben kamen dazu, andere fielen weg. Ein Stück schwarzer Stoff als Hintergrund half, das endgültige Layout festzulegen. Mich erinnern die tanzenden Quadrate an die Gedankenblasen, die einem beim Arbeiten über dem Kopf schweben. To-Do-Listen. Wünsche. Erinnerungen.
Das Zusammennähen hat eine ganze Weile gedauert, aber das Herstellen des Quilt-Sandwichs ging relativ schnell. Wie immer habe ich es erst mit Nadeln gesteckt und dann mit langen Stichen geheftet. Momentan bin ich dabei, alles von Hand zu quilten. Zeit zum Nachdenken...
Donnerstag, 21. Januar 2021
Bereit für Hogwarts
Baby, it's cold outside. Außentemperaturen von 3 Grad fühlen sich in einem amerikanischen Holzhaus ungemütlicher an als -20 in einer Stadtwohnung in St. Petersburg. Manchmal trage ich sogar Fleece über Fleece. Der dunkelblaue Pullover ist schon ein paar Jahre alt. Neu ist die gemütliche, wenn auch etwas unförmige Jacke nach dem Schnitt Scarab aus der Ottobre 5/2018, nach dem schon diese, diese und diese Quiltjacke entstanden sind. Dieses Mal habe ich den Schnitt verlängert und vorne riesige Taschen hinzugefügt. Falls ich jemals einen Brief aus Hogwarts bekomme, werde ich am 1. Schultag diese Jacke tragen - ich komme mir daran immer so vor, als müsste ich jeden Moment meinen Zauberstab zücken.
Die alte, im Boro-Stil geflickte Jeans habe ich bereits hier gezeigt.
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Mittwoch, 20. Januar 2021
Gelbes Gummi
"Make something" soll auf meinem Denim-Quilt stehen, und zwar in meiner eigenen Handschrift. Ich habe die Worte auf Papier geschrieben, eingescannt, auf die richtige Größe gebracht und ausgedruckt. So entstand eine Schablone, mit deren Hilfe ich sie auf den Stoff übertragen konnte. Eigentlich hatte ich die Schrift im Needle-Turn-Verfahren applizieren wollen, aber das wäre - zumindest für mich - ein furchtbar zeitaufwendiges und technisch kompliziertes Unterfangen geworden. Jetzt verwende ich ein Gummiband in der entsprechenden Breite. Mehr dazu demnächst.
Dienstag, 19. Januar 2021
Träumen, sehen, schreiben...
Heute zeige ich euch ein Weihnachtsgeschenk für meine 12-jährige Tochter. Die Zeilen stammen aus ihrem derzeitigen Lieblingslied. Ich habe sie mit einem hitzelöslichen Stift auf weißen Stoff geschrieben und dann mit verschiedenen Stichen in rot, orange, pink, blau, lila und gelb umstickt. Ihr gefällt's, was mich freut.
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Freitag, 15. Januar 2021
Was vorher nicht da war
Irgendwo bin ich neulich über einen Artikel oder Post gestolpert, in dem jemand darüber schrieb, wie großartig es sei, zu kreieren - etwas zu schaffen, was vorher nicht da war. Leider habe ich mir nicht gemerkt, wo ich das gefunden habe, aber der Satz geht mir seitdem durch den Kopf: Create something from nothing.
Aus alten Hosen und Denim-Resten habe ich dieses blaue Quilttop genäht und mit engem Matchstick-Quilting versehen. Darauf möchte ich den oben genannten Ausspruch applizieren. Als Erinnerung an mich selbst, dass es etwas Besonderes ist, etwas zu erschaffen.
Dienstag, 12. Januar 2021
12 von 12 im Januar
Es ist Dienstag, der 12. Januar, und hier auf dem Blog gibt es heute zum 10. Mal die 12 von 12 im Januar. Wieviel in der Zwischenzeit passiert ist. Ich mag es, zurückzublicken und mich zu erinnern. Heute kommen die Bilder meines Tages aus NYC.
Es ist ein schöner kalter Wintertag, und ich bin nach dem Frühstück mit dem Zug nach Manhattan gefahren. Ich war seit einem Monat nicht mehr in der City. Eigentlich wollte ich gern mit jemandem zusammen auf Fototour gehen, aber das hat leider nicht geklappt.
Vom Grand Central Terminal laufe ich Richtung Westen, zu den Hudson Yards. Dort wird wild an einem neuen Stadtviertel gearbeitet, eine Riesenbaustelle liegt neben der anderen. Mittendrin steht The Vessel, eine begehbare Skulptur [Edit: geschlossen, habe ich gerade in den Nachrichten gelesen, nachdem es dort gestern den 3. Suizid in weniger als einem Jahr gab].
Ich schaue auf den Hudson River und gehe weiter. Als ich an dieser Treppe vorbeikomme, sehe ich jemanden hinauflaufen und tue es ihm nach. Die High Line hat geöffnet - im Sommer mussten wir vorab Tickets mit einem Zeitfenster bestellen, um sie besuchen zu können.
Als Erstes fällt mein Blick auf diese Skulptur. Sie heißt Brick House und stammt von der Künstlerin Simone Leigh. Der Titel, lese ich, bezieht sich auf den Ausdruck für eine schwarze Frau, die die Stärke, Ausdauer und Rechtschaffenheit eines Hauses aus Stein hat.
Die High Line ist eine ehemalige Bahntrasse, die zu einer Parkanlage
umgebaut wurde. Sie liegt siebeneinhalb Meter über dem Straßenniveau, so dass sich
immer wieder schöne Ausblicke auf Straßen, den Fluss, Hinterhöfe und Gärten ergeben.
Es sind nur wenige Leute unterwegs. So angenehm das ist in Zeiten, in denen man um jeden anderen Menschen einen großen Bogen machen muss - ich sehne mich, wie wir alle, nach dem normalen Leben, nach Begegnungen, Gesprächen, gemeinsamen Unternehmungen.
Ich könnte immer weiter schlendern (die High Line ist fast zweieinhalb Kilometer lang), aber ich bin schon in der 20. Straße und muss mich allmählich auf den Rückweg machen. Ich laufe Richtung Osten und dann die 5th Avenue hoch. Allmählich merke ich meine Füße.
Am Bryant Park mache ich Halt. Auf NYC-Ausflügen kaufe mir mittags gerne etwas bei einem der vielen Food Trucks der Stadt. Manche sehen alt und zerbeult aus, aber das Essen schmeckt meistens lecker. Heute gibt es Chicken over Rice.
Ich setze mich an einen der vielen kleinen Tische, die im Bryant Park stehen. Normalerweise essen dort viele Menschen zu Mittag. Heute ist es auffallend leer. Auf der Eislauffläche nebenan drehen aber trotz Corona und sonstiger Krisen Einige ihre Runden.
An der 41. Straße steigt Wasserdampf aus einem Abzugsrohr. Dann bin ich am Bahnhof, fahre mit dem Zug nach Hause, trinke mit den Kindern Bananenmilch auf den Stufen vor dem Hause, bearbeite meine Bilder, und gleich spielen wir eine Runde Monopoly.
Und wie war Euer Tag? Mehr 12 von 12 gibt es wieder bei Caro.
12 von 12 im Januar 2017
12 von 12 im Januar 2016
12 von 12 im Januar 2015
12 von 12 im Januar 2014
12 von 12 im Januar 2013
12 von 12 im Januar 2012
12 von 12 im Januar 2016
12 von 12 im Januar 2015
12 von 12 im Januar 2014
12 von 12 im Januar 2013
12 von 12 im Januar 2012
... Und drei Bonusbilder:
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12 von 12,
Fotografiert,
New York,
New York City
Samstag, 9. Januar 2021
Ankündigung: Stoffspielerei Pop Art
Auch 2021 gibt es sie wieder, die Stoffspielereien. Die Stoffspielereien sind eine monatliche Gemeinschaftsaktion für
alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Jeden Monat wird ein Thema vorgegeben, das von den TeilnehmerInnen interpretiert wird. Mitmachen kann jeder, ohne vorherige Anmeldung. Ich freue mich, dass ich im März die Gastgeberin der
Stoffspielereien sein darf. Das ist noch lange hin - aber vielleicht macht es euch ja Spaß, schon einmal anzufangen, darüber nachzudenken.
Mein Thema lautet
"Pop Art". Kurz zusammengefasst ist Pop Art die Bezeichnung einer Kunstrichtung, die Mitte des letzten Jahrhunderts in Nordamerika und Europa groß war. Die Abkürzung "Pop" kommt vom Wort "popular" (beliebt), kann aber auch "knallen" oder "hervorstehen" bedeuten. Merkmale der Pop Art sind alltägliche, teils triviale Alltagsgegenstände oder Konsumprodukte, aber auch berühmte Persönlichkeiten, Typographie und Comicelemente. Dargestellt wurden die Motive gerne flächig, plakativ und leuchtend farbig. Berühmte Beispiele sind die Campbell Suppendosen oder das Marilyn-Monroe-Dyptichon von Andy Warhol, die Comicbilder von Roy Lichtenstein oder der LOVE-Schriftzug von Robert Indiana.
Auf dem Bild oben habe ich die berühmte Banane nachgestickt, die Andy Warhol für das Cover eines Velvet-Underground-Albums entworfen hat. Ideen und Inspirationen findest du auch auf meinem Pinterest-Board Pop Art. Viel Spaß bei der Annäherung an dieses weit gefasste Thema, ich hoffe, du machst mit!
Und das sind alle Termine der Stoffspielereien 2021:
31.01.2021: „Smocking“ bei Machwerk
28.02.2021: „Stoffschichten“ bei Stoffnotizen
28.03.2021: „Pop Art“ bei bimbambuki
25.04.2021: „Fransen“ bei made with Blümchen
30.05.2021: „Exotisch“ bei Petersilie & Co
27.06.2021: „Nähfüße“ bei Nähzimmerplaudereien
Sommerpause
26.09.2021: „Risse und Schlitze“ bei nahtlust
31.10.2021: „Punkte und Kreise“ bei Schnitt für Schnitt
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche
Mittwoch, 6. Januar 2021
Me Made Mittwoch [Denim-Latzhose]
Seit Ewigkeiten bin ich wieder mal beim Me Made Mittwoch dabei. Dieses Mal mit einer Latzhose aus dunkelblauem Denim mit leichtem Stretchanteil. Der Schnitt ist Babette aus der Ottobre 5/2020. Ich habe die Größe 36 genommen und die Hosenbeine um einige Zentimeter verlängert, weil ich fast 1,80 m groß bin. Dummerweise habe ich nicht daran gedacht, auch die Oberteile zu verlängern. Wie lange nähe ich mittlerweile? 10 Jahre? Wie konnte mir das nur passieren?
Erst als ich den Latz bzw. die Träger und die Hose verbinden wollte, merkte ich, dass es so nicht passen würde. Ich fügte vorne einen Zwischenstreifen ein, aber hinten nichts, weswegen die Träger jetzt zu kurz sind und knapp über dem Latz enden. Neu nähen wollte ich sie aber nicht. Deswegen habe ich die Knöpfe auf dem Latz angebracht und an die Trägerenden zwei Schlaufen aus dunkelblauer Kordel genäht. Was für ein Gemurkse. Aber immerhin kann ich die Hose so tragen.
Und tragen tut sie sich erstaunlich gut. Ich finde sie sehr gemütlich für einen Tag im Nähzimmer. Den Papierschnitt habe ich schon geändert, damit es beim nächsten Exemplar nicht wieder zu solchen Pannen kommt. Vielleicht nähe ich den Reißverschluss dann auch auf der richtigen Seite ein - bei dieser Hose befindet er sich rechts...
Viel tolle selbstgemachte Kleidung gibt es heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog.
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Montag, 4. Januar 2021
Vermischtes
Hallo Ihr Lieben, ein gutes Jahr 2021 wünsche ich Euch! Hier beginnt ganz allmählich wieder der Alltag. Meinen Stoffschrank habe ich noch im alten Jahr aufgeräumt, ich habe einige Ideen für neue Nähprojekte.
Das war ein Weihnachtsgeschenk für meinen Mann: eine neue Hülle für einen alten Ofenhandschuh. In der Farbe von Pauls Augen (na, fast zumindest) und mit typischem Zitat bestickt. Wer weiß, worum es geht?
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Dienstag, 22. Dezember 2020
Zurückgeblickt
Das Jahr 2020 ist bald um. Was für ein Jahr! Es gibt wohl niemanden, der
nicht erleichtert ist, dass es bald vorbei ist, auch wenn es noch Monate
dauern wird, bis sich das Leben wieder einigermaßen normal anfühlt. Das
Wichtigste ist, dass unsere Lieben und wir gesund sind. Das
wissen wir - wie alle Anderen auch - dieses Jahr ganz besonders zu schätzen. Hier auf dem Blog
gibt es heute einen Rückblick
auf das, was in den letzten 12 Monaten auf bimbambuki passiert ist. Das Aufregendste und Nervenaufreibendste in diesem Jahr war für mich, zusätzlich zu der für diesen Zweck eigentlich schon völlig ausreichenden Coronavirus-Pandemie, unser Umzug von St. Petersburg nach Westchester County bei New York - mit siebenwöchigem Zwischenstop in Manhattan. Unseren Alltag in Russland bzw. den USA habe ich, wie schon in den Jahren zuvor, fast jeden Monat in meinen 12 Bildern vom 12. dokumentiert.
Mein Lieblingsthema Quilting ist dieses Jahr zu kurz gekommen. Aber trotz Umzug und monatelangem Aus-dem-Koffer-Leben habe ich immerhin drei(einhalb) Quilts fertiggestellt: den Chamäleon In A Bag Of Skittles Quilt, den Mitten im Nirgendwo Quilt und meinen ganz persönlichen Quarantäne-Quilt mit dem Namen Playlist 2020, der mich auf der großen Reise begleitet hat. Der halbe Quilt ist ein Mini, der abends den Glaseinsatz in unserer Haustür bedeckt.Mein schon letztes Jahr entstandener Ausflug zum Park Quilt wurde Anfang Februar auf der Festival Tradizia Ausstellung in St. Petersburg ausgestellt, und drei weitere Quilts waren Ende Februar auf der QuiltCon 2020 in Austin, Texas, zu sehen - kurz bevor es in Russland und den USA durch Corona zum Lockdown kam. Der Leaving Marks Quilt sollte eigentlich im Rahmen der Best of QuiltCon Ausstellung um die Welt reisen, aber daraus wurde nichts.

Quilten kann man aber nicht nur Decken - dieses Jahr habe ich das Quilten von Kleidung für mich entdeckt. Neben einer Weste sind eine zweiseitige Jacke zum Wenden, eine Kimonojacke mit Innenseite aus Fleece, eine Patchworkjacke aus Half Square Triangles und - gerade erst fertig geworden - eine dünne Jacke aus einem Nani Iro Stoff entstanden. Das Quilten von Hand ist eine schöne meditative Tätigkeit und macht mir viel Spaß.
Beim Me Made May gab es wieder jeden Tag selbstgemachte Kleidungsstücke zu sehen. Viel Neues war in der ersten Jahreshälfte nicht dabei - ein mit French Knots besticktes T-Shirt zum Beispiel oder eine graue Hose und ein Blusenshirt, aber mehr Geflicktes und Recyceltes. Als ich meine Nähmaschinen endlich wieder hatte, habe ich mit Vergnügen neue Kleidungstücke genäht wie beispielsweise ein Sweatkleid und eine Jacke aus Frotteejersey.

Neben ein paar Taschen (fürs Notebook, zum Um-die-Hüfte-tragen und als Aufbewahrung für Masken) habe ich auch einen Haufen Masken genäht, einige selbstbedruckt. Sie sind für die Stoffspielerei "Skandinavien" entstanden. Achtmal habe ich dieses Jahr bei den Stoffspielereien mitgemacht. Meine Lieblingsbeiträge waren die zu den Themen Textiler Schmuck, Blumen und XXL - das letzte Thema kam von mir. Es war schön, einmal die Gastgeberin sein zu dürfen.
Ansonsten gab es selbstgenähte Jacken für den Mädchen und den Jungen, einen recycelten Hoodie vom Papa für den Sohn und gemeinsam mit den Kindern fabrizierte und bedruckte T-Shirts. Besonders stolz bin ich auf das T-Shirt mit Schwarze-Insel-Applikation. Gestickt habe ich auch, Kettenanhänger, einen Mini-Quilt oder einen Schriftzug für einen Pulli. An Post-Kunst-Werk-Aktionen konnte ich 2020 leider nur ein Mal teilnehmen, bei der Frühlingspost.
So weit von mir - jetzt zu Euch. Herzlichen Dank, liebe
Leser/innen, Nähfreundinnen und Bloggerkolleginnen für Eure Kommentare,
E-Mails und Briefe, für das schöne Projekt mit den gelben Heften, für unser virtuelles zweiwöchiges Dreiländer-Nähtreffen, für Eure Musik- und Videotipps und sonstigen Anregungen! Ihr habt mir in diesem schwierigen Jahr geholfen, habt mich aufgebaut, angespornt und inspiriert. Ich freue mich immer, von Euch zu hören. Und wenn ab und zu eine Nachricht von einer ansonsten stillen Leserin kommt, ist das ganz besonders schön. Ich hoffe, Ihr verbringt - dieses Mal ja wahrscheinlich in ganz kleinem Kreis - schöne Festtage. Bleibt gesund und munter, rutscht gut ins Neue Jahr und drückt mit mir die Daumen, dass 2021 besser wird. Wir lesen uns im Januar!
Montag, 21. Dezember 2020
Gelbe Blumen auf hellgrauem Sand
Meine Quiltjacke ist fertig. Grundlage war der Schnitt Scarab aus der Ottobre 5/2018, den ich allerdings stark verändert habe (Vorder- und
Rückenteile
wurden verlängert, Brustabnäher hinzugefügt, die Ärmel
verschmälert und verlängert, die Schulterlinien geändert).
Der Außenstoff ist ein Double
Gauze von Nani Iro mit gelbem Blumendruck auf blassem Untergrund,
irgendetwas zwischen Hellgrau und Sandfarben. Gerne hätte ich, wie bei meiner Patchwork-Jacke, große Taschen hinzugefügt, aber ich war beim Stoffkauf zu sparsam gewesen.
Der Nani Iro Stoff ist sehr fein. Dadurch, dass zwei dünne Stoffe miteinander verbunden wurden, bekommt die Jacke mehr Festigkeit, ohne zu steif zu werden. Mit einem hitzelöslichen Stift habe ich vertikale Linien vorgezeichnet, die dann von Hand gequiltet wurden.
Das Material war so knapp, dass ich die Rückseite der Jacke aus zwei Stücken zusammensetzen musste und auf einem der Vorderteile die am Rand aufgedruckte Kennzeichnung des Herstellers zu sehen ist. Ich werde einfach behaupten, dass das so geplant war.
Die Innenseite besteht aus
dunkelgrauem French Terry Knit. Wie Ihr seht, bin ich noch gar nicht komplett fertig. Auf der Innenseite gibt es noch viele Fadenenden zu vernähen. Wenn das einigermaßen sauber wird, könnte man die Jacke auch wenden und mit dieser Seite außen tragen...
Freitag, 18. Dezember 2020
23 Tannenbäumchen
Für den Adventskalender unserer Schule habe ich eine Nähanleitung für eine einfache weihnachtliche Tannenbaum-Girlande erstellt, die ich Euch heute zeigen möchte. Vielleicht habt Ihr ja Lust, Euch auch eine zu nähen?
Für eine Girlande mit 23 Tannenbäumen
braucht Ihr:
- Verschiedene Baumwollstoffe in
Grün- und Weißtönen
- ca. 40x30 cm weißen Filz oder
Kunstfilz
- ca. 2 m dünnes weißes Band
Zeichnet den Umriss eines Tannenbaums
auf kariertes Papier und schneidet ihn aus. Das ist Eure Schablone.
Der hier gezeigte Baum ist 5 Zentimeter breit und 7,5 Zentimeter
hoch. Bügelt die Stoffe. Da die Tannenbäume nicht sehr groß sind,
kann man gut Stoffreste verwenden.
Legt die Schablone auf die Rückseite
eines Stück Stoffs, zeichnet die Umrisse mit einem Stift nach und
schneidet den Tannenbaum aus. Ihr braucht 12 grüne und 11 weiße
Bäume. Legt sie mit etwas Abstand zueinander mit der Vorderseite
nach oben auf den weißen Filz.
Näht die Tannenbäume knapp entlang
der Außenkante auf den Filz. Wer keine Nähmaschine hat, kann das
auch mit großen Stichen von Hand machen. Schneidet die Bäume dann so aus, dass
umlaufend ein schmaler weißer Rand bleibt.
Steckt die Spitze eines grünen Baums
mit einer Stecknadel auf die Mitte des Bandes und arrangiert dann die
eine Hälfte der Bäume links und die andere rechts davon. Achtet
darauf, dass immer ein weißer Baum neben einem grünen liegt. Der
Abstand beträgt ca. 8 Zentimeter.
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