Montag, 24. April 2017

Auf dem Tisch

"Platzdeckchen" klingt gruselig, finde ich. Also nenne ich sie Tischbedecker. Oder gibt's dafür ein besseres Wort? Aus allerlei Lieblingsstoffresten zusammengesetzt, mit parallelen Linien gequiltet und mit weißem Schrägband eingefasst.

Mehr Tischbedecker gab's schon hier, hier und hier zu sehen.

Sonntag, 23. April 2017

Frühlingshafte Briefkastenfreuden

Auch hier in der Ferne erreicht mich manchmal fabelhafte Post. Wie ich das liebe! Hier zum Beispiel die schon vor einer ganzen Weile angekommene Karte mit altem Bilderrätsel von Karen (die sich von Schwierigkeiten mit der russischen Post nicht abschrecken lässt - noch nichts weiter da, unglücklicherweise!), ein wunderschöner Umschlag von Svea und eine Karte mit dem Kirschblüten-Mosaikfliesen-Motiv, das ich bei ihren wöchentlichen Farben der Woche bewundert hatte, ein weiteres Frühlingspost-Minibüchlein (das ich aber nochmal gesondert und ausführlich vorstellen werde) und zwei Stofftausch-Umschläge.

Von Margit kamen viele schwarz-weiße Schnipsel für den Piter Map Quilt, dazu noch Karten und ein Bleistift mit dem Aufdruck "May your bobbin always be full" - wunderbar passend für alle Nähverrückten (wie übrigens auch die Nähzimmerlyrik von Tweed & Greet).

Marlene schickte diese schönen Stückchen, die ich teils schon angeschnitten und vernäht habe. Tolle Muster. Habt herzlichen Dank für Eure Post, Ihr Lieben, ich habe mich riesig darüber gefreut!

Freitag, 21. April 2017

Freitags | Rebus #131

Jeden Freitag suchen wir hier ein Buch, einen Film, ein Lied, einen Ort, einen Gegenstand, eine Person oder ein Tier, versteckt in einem oder mehreren Bildern. Wer gerne rät, ist herzlich dazu eingeladen. Eure Kommentare bleiben verdeckt und werden gegen Abend veröffentlicht. Unter allen richtigen Antworten verlose ich ein virtuelles Bienchen - und wer drei Bienchen gesammelt hat, bekommt von mir eine kleine Überraschung per Post.

Gesucht wird heute ein Gegenstand, den immerhin eins meiner Kinder mittlerweile nicht mehr braucht, hurra.

Mittwoch, 19. April 2017

Me Made Mittwoch [Shorts und Shirt]

Me Made Mittwoch mit einem Outfit, das ich gern zu Hause trage, weil es so bequem ist. Es besteht aus Shorts nach dem Schnitt Line Flax aus der Ottobre 2/2015 (der dritten nach diesen beiden) und einem Shirt nach dem zusammengebastelten, mittlerweile schon oft genähten Schnittmix von Modell M aus "Japanisches Modedesign zum Selbernähen - Kleider und Tops zum Kombinieren" und Leo Bohemian aus der Ottobre 5/201. Dieses Mal habe ich mich für einen schlichten U-Boot-Ausschnitt entschieden und die Ärmel unten zu falschen Ärmelbündchen umgeschlagen und genäht.

Das Shirt ist aus weißem Baumwolljersey mit Dreiecksmuster. Für die Hose haben ich den Rest des nachtblauen Polyester-Woll-Stoffes dieses Kleides verwendet. Am rechten Vorderteil hat er nicht mehr ganz gereicht, wie man sieht. Egal, das angestückelte Dreieck verkaufe ich als Designelement. In den hinteren Bund habe ich ein breites Gummiband eingenäht, damit er schön anliegt. Geschlossen wird die Hose mit einem Reißverschluss und einem Druckknopf.

Heute ist wieder Me Made Mittwoch!

Dienstag, 18. April 2017

Piter Map Quilt: Zwischenstand I

Der Piter Map Quilt wächst allmählich. Das Heften und Nähen von Hand (abends auf dem Sofa oder zwischendurch mal) ist angenehm und entspannend. Dieses Projekt macht mir wirklich Freude. Es ist schön, es wachsen zu sehen. Und es fühlt sich "richtig" an, falls Ihr wisst, was ich meine.

Die grünen Flächen sind Parks oder Gärten. Die gemusterten Flächen sind entweder Sehenswürdigkeiten oder Orte mit besonderer Bedeutung für uns oder Gegenden, in denen wir oft unterwegs sind.

Die Flächen dazwischen sind weiß, und nach außen werden die einzelnen Teile größer. Noch sind alle schwarz-weiß gemusterten Stoffe aus meinem eigenen Fundus, aber mit einigen von Euch habe ich mich zum Restetausch verabredet. Meine Stückchen sind unterwegs, bitte habt Geduld, weil der Weg so weit ist. Ich freu mich schon sehr auf Eure Post!


Freitag, 14. April 2017

Freitags | Rebus #130

Jeden Freitag suchen wir hier ein Buch, einen Film, ein Lied, einen Ort, einen Gegenstand, eine Person oder ein Tier, versteckt in einem oder mehreren Bildern. Wer gerne rät, ist herzlich dazu eingeladen. Eure Kommentare bleiben verdeckt und werden gegen Abend veröffentlicht. Unter allen richtigen Antworten verlose ich ein virtuelles Bienchen - und wer drei Bienchen gesammelt hat, bekommt von mir eine kleine Überraschung per Post.

Heute suchen wir den Titel eines Instrumentalstücks einer britischen Band aus dem Jahr 1984, das auf mich die gleiche entspannende Wirkung hat wie ein warmes Schaumbad (gemeint sind nicht der gleichnamigen Songs von Depeche Mode oder den Ventures oder Chantays...). Die Auflösung und einen Link zum Titel gibt es heute Abend, aber die Bienchenliste ausnahmsweise erst nach dem Wochenende.

Mittwoch, 12. April 2017

12 von 12 im April

Es ist Mittwoch der 12. April, und wie an fast jedem 12. des Monats gibt es hier wieder 12 Bilder des Tages. Nr. 1: Die Frühlingsjacken haben wir kaum zwei Tage angehabt und schon wieder in den Schrank gehängt - in St. Petersburg sind heute kaum über null Grad und es schneit leicht. Immerhin blühen drinnen die Frühlingszweige.


Als die Familie aus dem Haus ist, mache ich mich fertig.


Und frühstücke, heute schnell und ohne rechten Appetit. Der Artikel aus dem SPIEGEL passt auch zu unserer Situation. Es ist nicht einfach, ruhig zu sein, wenn jeden Tag irgendeine Metrostation oder ein Bus geräumt wird, weil wieder einmal ein herrenloser Gegenstand gefunden wurde.


Vormittags nähe ich zuerst eine Hülle für unsere kleine Kamera und gehe anschließend einkaufen. Es ist kalt und ungemütlich. Ich besorge Tomaten, Hackfleisch, Salat, Äpfel, Baguette und Schoko-Ostereier.


Die Leute schlagen die Kragen hoch und vergraben sich in ihren Kapuzen. Heute ist alles grau. Aber das seltsame gelbe Auto mit den Periskopen steht wie immer an seinem Platz...

Wieder zu Hause koche ich einen großen Topf Chili con Carne. Das haben sich die Kinder zum Abendessen gewünscht. 

Für mich gibt es zum Mittagessen einen schnellen Salat mit Avocado und Pinienkernen.



Dann muss ich wieder los. Ich mache mich auf den Weg zur Schule. Der Junge hat heute nachmittag Fußballtraining. Er, seine Schwester, zwei weitere Jungs und ich werden vom Vater eines Schulfreunds zur Sporthalle mitgenommen.

Ich unterhalte mich während des Trainings mit einer anderen Mutter. Das Mädchen findet die Zuschauerbank irgendwann langweilig und holt ihre Malsachen hervor.


Normalerweise nehmen wir nach dem Training die Metro, aber heute holt uns ausnahmsweise der Mann mit dem Auto ab. Zum ersten Mal fahren wir über die neue Brücke, die die Wassiljewski- und Krestowski-Inseln mit dem Primorski-Rayon verbindet. Rechts sieht man den im Bau befindlichen Lakhta Tower.



Die Brückenkonstruktion gefällt mir, ich finde sie filigran und elegant.


An der Abfahrt des Zapadniy Skorostnoy Diameter muss man 60 Rubel Maut bezahlen. Zwanzig Minuten später sind wir zu Hause. Der Mann und die Kinder bauen Lego und kümmern sich später um den Abendbrottisch (wie gut, dass das Chilli con Carne schon fertig ist und nur warm gemacht werden muss). Dazu gibt es Salat und Baguette mit Knoblauchbutter. Jetzt wird gegessen. Deshalb schicke ich meine Bilder schnell zu Caro und wünsche Euch einen schönen Abend!

12 von 12 im April 2016
12 von 12 im April 2015

Montag, 10. April 2017

Kleiner geht es kaum

Der Winter ist mittlerweile auch hier in Russland vorbei, und wie jedes Jahr gibt es bei Michaela Müller und Tabea Heinicker Frühlingspost zum Mitmachen. Das Thema lautet diesmal "Frühlingsbücherei". Zehn Gruppenmitglieder gestalten zehn Mini-Büchlein im Hochformat 37x52 mm und verschicken neun davon in einer bestimmten Woche an die anderen Teilnehmerinnen. Die Technik ist freigestellt. Während die Ummantelung mit selbstgestaltetem Papier erfolgen soll, sind im Inneren dieses Mal auch Fotos, Kopien und Ausdrucke erlaubt.

Mein Büchlein enthält lauter Eindrücke aus St. Petersburg. Dafür habe ich Papier, ein paar Zeitungs- und Zeitschriftenausschnitte und Ausschnitte von Postkarten gefaltet und zusammengebunden.

Die Heftlein wurden mit dem Cutter nochmal begradigt. Die Buchdeckel wurden aus Pappe geschnitten und mit Hilfe eines Abstandshalters und Washi Tape zusammengeklebt.

Die noch leeren Seiten wurden dann gefüllt. Mit handschriftlichen Einträgen und allerlei eingeklebtem: einem Busfahrschein, Tafelfolie, selbstgefärbtem Papier zum Beispiel.

Es wurde gemalt, gekleckst, gedruckt, vergoldet (was wäre St. Petersburg ohne Gold?) Für letzteres habe ich Nagellack verwendet, den ich durch Zufall gefunden habe. Ich finde, er passt perfekt.

So sehen sie aus, meine fertigen Minibüchlein. Am schönsten ist bei den Mail Art Projekten immer der Moment, wenn alle zehn (oder zwölf oder vierundzwanzig...) Werke nebeneinander liegen.

Gefüllt mit Ausschnitten von Gemälden aus der Eremitage, dem russischen Alphabet, einem Metroplan, Stadtkarten, Zeitungsseiten, Fotos, den Farben des Winterpalastes und der weißen Nächte...

Die fertigen St. Petersburg-Büchlein wurden mit einer selbstgemachten Karte und einer kurzen Erläuterung eingepackt, von liebem Besuch auf dem Rückweg nach Deutschland mitgenommen und von dort aus an die anderen Teilnehmerinnen meiner Gruppe verschickt. Mittlerweile sind sie hoffentlich gut bei Ulrike, Gabi, Eva, Jorin, Katinka, Edelgard, Andrea, Alexandra und Uta angekommen...