Montag, 22. Januar 2018

Neue Taschen - Nr. 2: schlicht und gepunktet

Nach der kunterbunten Tasche kommt hier eine zweite, die ganz anders ist. Meist mag ich es schlicht doch am liebsten.  Für diese Tasche habe ich einen wunderbar weichen grünlich-grauen Baumwollstoff mit unregelmäßigen schwarzen Punkten verwendet. Die Abmessungen entsprechen mit ca. 35 cm x 49 cm dem Taschenformat, das sich bei mir am besten bewährt hat.

Auf der Rückseite gibt es wieder eine Reißverschlusstasche. Gefüttert ist sie mit einem meiner All Time Favorits, dem Baumwollstoff "Sketch" von Timeless Treasures. Der Reißverschluss stammt von Stoff & Stil. Mit günstigen Reißverschlüssen vom Markt habe ich in letzter Zeit oft Ärger gehabt - ich möchte nur noch welche von guter Qualität vernähen, denen weder Zähne ausfallen noch Schieber abreißen.

Oben wird die Tasche mit einem etwas tiefer liegenden Reißverschluss geschlossen. Das Futter enthält auf einer Seite eine kleine Reißverschlusstasche für Wertsachen und ein offenes Fach für Stifte oder ähnliches. Auch dafür habe ich einen Lieblingsstoff verwendet, auch wenn ihn außer mir kaum einer sieht. (Ihr kennt das, stimmt's?) Ich mag es, dass es mir im Inneren gelb entgegenleuchtet.

Der inklusive Befestigung ca. 60 cm lange Tragegriff besteht aus Gurtband, das ich auf 3 cm Breite zugeschnitten und mit dem Außenstoff der Tasche umnäht habe. Es ist mit Hilfe von messingfarbenen Vierkantringen an extra verstärkten Laschen befestigt. In die Seitennähte der Tasche habe ich außerdem zwei schmale Streifen aus reflektierendem Band eingenäht - dezent, aber trotzdem hoffentlich gut sichtbar.

Freitag, 19. Januar 2018

Neue Taschen - Nr. 1: kunterbunt

Zwei Umhängetaschen habe ich mir in den letzten beiden Monaten genäht. Dies ist eine davon, aus kunterbuntem Patchwork für all die grauen und lichtlosen Wintertage, wenn man ein bißchen Farbe gebrauchen kann. Das Innenfutter der Tasche besteht aus einem hellblauen Baumwollstoff.

Die Tasche ist ca. 35 cm breit und 43 cm hoch und besteht aus vielen Half sqare triangles aus Kona Cotton Stoffen mit einer darunter liegenden Schicht aus Baumwoll-Quiltvlies. Ein Quadrat aus zwei Dreiecken misst ca. 4,9 cm. Gequiltet habe ich etwas krumme horizontale Linien aus weißem Garn.

Auf der Rückseite habe ich, wie bei all meinen Umhängetaschen dieser Art, eine große Außentasche mit Reißverschluss vorgesehen, in der man das Portemonnaie und die Schlüssel unterbringen kann. Darüber gibt es bei dieser Tasche ein Reißverschlussfach für das Telefon.



Als ich mit dem Patchen, Quilten und Nähen fertig war und es um den Tragegurt ging, hatte mich die Lust verlassen. Deswegen besteht er nur aus fertigem dunkelbraunem Gurtband. Die schönere Lösung wäre natürlich gewesen, auch ihn aus gepatchten Stoffen zu nähen. Egal, ich mag die Tasche trotzdem...

Mittwoch, 17. Januar 2018

Unter den Sternen ein Maulwurf

Jacken nach dem Ottobre-Schnitt Henri habe ich schon oft und gern genäht, aber leider gibt es ihn nicht mehr in der jetzigen Größe des Jungen. Ein neuer Schnitt musste her. Wear All Year aus der Ottobre 1/2011 ist ein guter Ersatz, hier in 140 (was noch zu groß ist) aus Sweat mit aufgedruckten Sternen.

Innen ist der Sweat mit etwas wie schwarzem weichen Kunstfell beschichtet, das an einen Maulwurfspelz erinnert. Die Bündchen bestehen aus dunkelblauem Fleece, der Reißverschluss ist ebenfalls dunkelblau, und der immer nützliche Jackenaufhänger befindet sich dieses Mal auf der Außenseite.


Montag, 15. Januar 2018

Abschied vom Hahn


Dort, wo letztes Jahr der Wandhänger mit Hahn hing, sollte dieses Jahr (das war zumindest der Plan) ein Miniquilt mit Hund hängen. Schließlich beginnt am 16. Februar 2018 das chinesische Jahr des Hundes. Aber was ich kurz vor Weihnachten spontan genäht habe, hat überhaupt nichts mit Hunden zu tun.

Es erinnert stattdessen an meinen Zou Bisou Bisou Quilt vom letzten Sommer. Der Hintergrund besteht wieder aus dem tollen Baumwollstoff "Sketch" von Timeless Treasures. Für die Linsen habe ich verschiedene Kona Cottons in leuchtenden Farben verwendet. Kein Hund also. Mir gefällt der Miniquilt trotzdem...

Freitag, 12. Januar 2018

12 von 12 im Januar

Es ist Freitag, der 12. Januar, und wie an fast jedem 12. des Monats gibt es hier 12 Bilder des Tages. Dies ist bereits das siebte Jahr in Folge, dass ich mitmache - es ist eine schöne Gewohnheit geworden, die ich nicht mehr missen mag.

Nr. 1: Nachdem der Mann und das Mädchen aus dem Haus gegangen sind, legt sich der Junge auf den Wohnzimmerteppich und spielt. Wegen einer dicken Erkältung ist er die ganze Woche zu Hause geblieben. Ich mache mir einen Kaffee in meiner neuen Lieblingstasse, die ich von einer Freundin geschenkt bekommen habe, und gucke gebannt zu, wie die schwarze Farbe verschwindet und das darunter verborgene Motiv sichtbar wird. 

Es ist Freitag und "mein" Monat, das heißt, ich bin für das Erstellen und Versenden des Weekly Bulletin des Internationalen Clubs zuständig, für den ich ehrenamtlich tätig bin. Den größten Teil habe ich gestern schon gemacht. Heute arbeite ich nur noch eine Stunde daran, dann kann es verschickt werden.

Der Junge und ich essen, während es allmählich hell wird. Nach dem Frühstück machen wir es uns im Arbeitszimmer gemütlich. Er spielt mit seinen Playmobilpolizisten, ich nähe eine neue Sweatjacke für ihn zu Ende, und dabei hören wir, wie so oft, ein "Drei Fragezeichen Kids"-Hörspiel. Ich kenne sie alle...

Um halb eins koche ich uns ein schnelles Mittagessen. Der Junge folgt mir in die Küche und beschließt, auf der Kommode liegend seine Hausaufgaben zu Ende zu machen. Warum nicht. Die Kommode besitze ich seit 18 Jahren; als es noch Festnetztelefone mit Schnur gab, habe ich mich zum Telefonieren darauf gesetzt.

Es gibt leckeres кельтский хлеб, keltisches Vollkornbrot, und Gemüsebrühe mit Erbsen, Bohnen und russischen Buchstabennudeln, die allerdings gar nicht aus Buchstaben bestehen, sondern aus Brezeln, Herzen, Törtchen, Lokomotiven und allem möglichen anderen. Wir vergleichen, was auf unseren Löffeln schwimmt.

Am frühen Nachmittag packen der Junge und ich uns warm an und gehen in den Taurischen Garten. Den Schlitten nehmen wir mit. Es sind minus 4 Grad. Die Straßen und Bürgersteige sind frei, aber auf den Wegen im Park liegt Schnee. Der Junge macht es sich auf dem Schlitten gemütlich. Ich ziehe.

Wir drehen eine große Runde. Der Junge ist wie ein Hund - er kann an keinem Stock vorbeifahren, alles muss mit. Auf dem Schlitten türmt sich irgendwann ein ganzer Berg Holz. Und das, wo überall im Park Gärtner damit beschäftigt sind, abgefallene Äste zusammenzukehren und mit Traktoren wegzufahren.

Wir kommen am Rodelberg vorbei, und der Junge saust einmal hinunter. Bevor wir den Park verlassen, muss er seine Holzsammlung über Bord werfen, was unter größtem Protest passiert. Eigentlich hatte er alle Äste mitnehmen und mir aus dem größten Knüppel ein Geburtstagsgeschenk schnitzen wollen.

Wir kaufen noch eine Packung Butter. Dann kommt das Mädchen nach Hause und, weil Freitag ist, kurz später auch schon der Mann. Das Mädchen liest ein bißchen, die Männer spielen Fußball im Flur. Dann machen sich die Anderen daran, Apple Crumble zu machen. Ich bearbeite in der Zeit meine Fotos.



Die letzten drei Bilder sind vom Rest des Abends: Wir sind zu viert bei einem Kollegen meines Mannes eingeladen, wo wir mehrere andere nette Bekannte treffen, die Afrika-Dias eines weiteren Kollegen anschauen, Kartoffelsuppe essen, mehr als einen Gin Tonic (die Erwachsenen) und grüne Limonade (die Kinder) trinken und Pläne für den nächsten Datscha-Ausflug schmieden.

Und wie war Euer Tag? Mehr 12 von 12 gibt es wieder bei Caro.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Hallo 2018

Ein gutes gesundes und fröhliches Jahr 2018 Euch allen! Nach der Pause zwischen den Jahren geht es jetzt weiter auf dem Blog. Ein bißchen träge bin ich noch, deswegen gibt es heute nur ein paar Schnappschüsse: Winter in Berlin...
 
Der mittlerweile vollständige bunte Farbstreifenkreis der letztjährigen Adventspost...

Und Stoffmitbringsel aus Herford und Berlin für die Kinder und mich. Bald wird wieder genäht!

Freitag, 22. Dezember 2017

Zurückgeblickt

Das Bloggerjahr 2017 ist fast vorbei. Wenn Ihr Lust habt, nehme ich Euch mit auf einen kurzen Rückblick. Ein neues Lieblingsthema von mir ist zweifellos Patchwork. Fünf Quilts habe ich dieses Jahr genäht: Den Acapulco Quilt, den Study in Pink Quilt, den Zou Bisou Bisou Quilt, den Three Yellow Fish Quilt und den Buntstifte-Quilt. Der Piter Map Quilt ist noch in Arbeit (vielleicht ist 2018 sein Jahr?).

Patchwork gab es aber auch in anderen Formen zu sehen. Die von Marimekko inspirierte Jacke war ein spannendes Projekt. An einem ähnlichem Stück möchte ich mich im neuen Jahr nochmal versuchen. Im Rahmen der russischen Sewing Bee Импровизация habe ich in den letzten drei Monaten des Jahres mehrere Impro-Blöcke genäht. Und nebenbei gab es auch noch ein, zwei Patchworkkissen.

Zum ersten Mal habe ich dieses Jahr am Me Made May teilgenommen. Viel neue Kleidung habe ich mir 2017 nicht genäht, aber ein paar Lieblingsstücke sind trotzdem entstanden. Das graue Sweatkleid zum Beispiel, die Kimonojacke mit Sari Bändern oder das dunkelblaue Viskosekleid. Die geflickte und bestickte (und damit vor dem Wegwerfen gerettete) gekaufte  Jeans trage ich auch gerne und oft.

Was ich auch gern nähe, sind Taschen. Das rechteckige Täschchen mit den dicken Punkten war ein Geburtstagsgeschenk für eine Freundin und das sechseckige aus Breitcord ein Experiment im Rahmen der Stoffspielereien. Eine Yogamattenhülle wurde dringend gebraucht und als Kontrast zur schwarzen Winterjacke aus vielen bunten Baumwollstoffen genäht. Die Nähanleitung findet Ihr im Post dazu.

Ein bißchen gestickt wurde auch, wenn auch nicht so viel, wie ich Lust gehabt hätte (die Zeit reicht nie für alle Ideen, stimmt's?). Dem Jahr des Hahns habe ich einen schwarz-weißen Wandhänger gewidmet, gelochtes Kunstleder wurde - mit Unmengen von kunterbunten Dreiecken - zu einer Tasche, es wurden Handschuhe mit Kreuzchen bestickt und ein Gürtel mit Blättern und Knötchen.

Es gab noch weitere Projekte, die viel Spaß gemacht haben, wie die Post Kunst Werk Aktionen: Im Frühling wurden Minibücher gebunden, im Sommer habe ich den Sonnendruck ausprobiert und im Advent wurden Streifenpostkarten verschickt. Im Rahmen der 12 von 12 gab es wieder an fast jedem 12. des Monats 12 Bilder des Tages. Und das Freitags | Rebus hat mir auch dieses Jahr Woche für Woche den Freitag versüßt (weswegen mir der Abschied auch nicht leicht fiel). 

Mein Fazit: 2017 war ein schönes und produktives Jahr. Seit Anfang dieses Jahres gibt es bimbambuki auch auf Instagram, aber meinen Blog kann und soll das nicht ersetzen. Ich freue mich, wenn Ihr mich weiterhin hier besucht. Hier soll es auch im neuen Jahr mehr Bilder und ausführlichere Texte geben als drüben, wo man Schnappschüsse und Zwischenstände findet. 

So weit von mir! Euch möchte ich herzlich für Eure Besuche, Kommentare, E-Mails und wunderbare Post danken. Ohne Euch wäre das Bloggen schrecklich langweilig. Habt ein fröhliches Fest mit Euren Lieben, genießt die Zeit und rutscht gesund und munter ins Neue Jahr! Wir lesen uns im Januar.

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Streifen in Gold, Braun und Weiß

Das sechste Jahr in Folge nehme ich an der Adventspost von Michaela Müller und Tabea Heinicker teil, die mittlerweile gemeinsam auf dem Post Kunst Werk Blog zu finden sind. Wie immer gestalten 24 Teilnehmer etwas (dieses Jahr sind es Postkarten im Format 210 x 105 mm, die Technik ist frei) und senden 23 an einem bestimmten Tag per Post an die anderen Teilnehmer des Projektes.






Das Thema lautet dieses Jahr "Farbstreifen". Dazu heißt es: "Stell dein persönliches Farbschema im Streifenmuster zusammen. Gemischt und gemalt, gedruckt, gefunden und geklebt, gefärbt und genäht, ganz wie du magst. Längst-quer-diagonal-breit-schmal-regelmäßig-oder unregelmäßig gestreift, Block-oder Ringel-Streifen, so wie es zu dir passt."

Wie schon bei der diesjährigen Frühlingspost (und auch den Stoffspielereien im Oktober) spielte bei mir die Farbe Gold wieder eine tragende Rolle. St. Petersburg mit all seinen glänzenden Kuppeln und Deckenmalereien und vergoldeten Zaunspitzen scheint auf mich abzufärben. Dazu habe ich verschiedene Brauntöne und Weiß kombiniert. Es wurde gemalt, gestempelt, gerissen und geklebt, auf recht festem ungebleichtem Karton.

Heute sind meine Streifen hoffentlich alle gut bei den anderen Teilnehmern meiner Gruppe angekommen. Herzlichen Dank an Euch für Eure schönen Karten, die hier in St. Petersburg, wie nicht anders zu erwarten war, mit etwas Verspätung eintrudeln - sie machen mir viel Freude. Es war wieder einmal ein wunderbares Projekt! 

Die Liste aller Beiträge findet Ihr auf dem Post Kunst Werk Blog.