Mittwoch, 1. Juli 2020

Zur Erinnerung

Wir sind dabei, Abschied zu nehmen. Das hier ist ein kleines Geschenk für die beste Freundin des Mädchens. Den Marimekko-Stoff haben wir letzten Sommer in Helsinki gekauft (nein, ich werde von denen nicht gesponsert, ich mag die Prints einfach schrecklich gern). Und der blaue Sweat ist ein Überrest dieses Kleides.

Sonntag, 28. Juni 2020

Stoffspielereien: Monogramme


Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken gesammelt - auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch. Das Thema der Stoffspielereien im Juni lautet "Monogramme", und Gabi vom Blog Made with Blümchen sammelt alle Beiträge.

Ein Monogramm war laut Wikipedia ursprünglich ein Einzelbuchstabe. Später wurden oft die Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamens kombiniert. Mein Beitrag besteht nicht nur aus dem "C" für meinen Vornamen (Clara), sondern auch aus den Anfangsbuchstaben der Namen meines Mannes, meiner Tochter und meines Sohnes. Zusammen ergibt das NCNB.

Dargestellt habe ich sie als Negativ-Buchstaben, die intuitiv umstickt wurden. Kennt Ihr die Stickkünstlerinnen Maricor/Maricar aus Sydney, Australien? Ich bin ein großer Bewunderer ihrer atemberaubenden Werke. Mein Monogramm ist definitiv von ihren Stickereien inspiriert, wenn auch bei weitem nicht so fein und kunstvoll. Ich glaube kaum, dass ihre Rückseiten so chaotisch aussehen wie meine...


Aus der bunten Stickerei habe ich ein eindeutig und unverwechselbar unserer Familie zugehöriges, ca. 26x17 cm großes Täschchen genäht. Darin werden wir auf unserer demnächst anstehenden großen Reise unsere Stoffmasken aufbewahren. Vielen Dank für das anregende Thema, Gabi!

Die nächsten Themen der Stoffspielereien lauten:
27.09.2020: "Texturen aus der Natur" bei Schnitt für Schnitt 
25.10.2020: "Textile Behältnisse" bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020: "Skandinavien" bei Nähzimmerplaudereien
 

Donnerstag, 25. Juni 2020

Punkte! Punkte! Punkte!

Für Kleidungsstücke mit Punkten müsste es auf diesem Blog eigentlich ein eigenes Label geben. Die werden hier nämlich schon immer besonders gern genäht und getragen (siehe zum Beispiel hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier...). Das neueste Punktewerk ist ein Kleid für das Mädchen aus altweißem Jersey, eine Miss Meadow aus der Ottobre 3/2014 in Größe 164, Länge 170. Nach diesem Schnitt gab es hier schon ein Katzen- und ein Wildbeerenkleid. bimbambuki mag nämlich nicht nur Punkte, sondern auch Fauna und Flora.

Montag, 22. Juni 2020

Blumen pressen (zum Zweiten)

Bei der letzten Stoffspielerei habe ich, vielleicht erinnert ihr euch, auf textile Art Blumen gepresst. Seitdem juckte es mich in den Fingern, diese Technik auf einem größeren Stück Stoff anzuwenden und das Ergebnis wie ein Stoffpanel zu verwenden - ein bisschen wie bei diesem T-Shirt, ebenfalls einem Stoffspielerei-Experiment. Aus einer alten schwarzen Hose meines Mannes habe ich die Rückseiten und zwei seitliche Vorderteile eines ärmellosen Tops (Grain Field aus der Ottobre 2/2015) geschnitten. Was noch fehlte, war ein ca. zwanzig Zentimeter breiter Streifen in der Mitte. Gerne hätte ich dafür den selben Stoff verwendet, aber er reichte nicht. Deshalb habe ich das Mittelteil aus einem alten schwarzem T-Shirt geschnitten.

Für die Blumen habe ich die Restetüte ausgekippt und wieder aus Blau-, Lila- und Grüntönen, ein bisschen Gelb und ein bisschen Braun Blütenblätter ausgeschnitten und mit einem Klebestift aufgeklebt. Darüber kam eine Lage weißer Tüll. Als ich mit dem Quilten anfing, war ich zuerst enttäuscht. weil die Nähte hässlich aussahen. Beim letzten Mal hatte ich für die Rückseite Filz verwendet, jetzt war da nur der dünne Jersey. Wenn Stickvlies da gewesen wäre, hätte ich es damit versucht, aber ich musste mit dem auskommen, was ich im Schrank hatte. Also habe ich ein Stück dünnen Baumwollstoff untergelegt und dann mit freien, vertikal verlaufenden Linien gequiltet.

Durch die drei Lagen ist das Panel etwas steifer geworden als beabsichtigt. Notiz an mich selbst (oder euch, falls ihr das auch einmal ausprobieren wollt): Das gequiltete Mittelteil ist ein bisschen breiter als der Abstand zwischen den Brustpunkten. Schöner fiele das Top, glaube ich, wenn es genauso breit oder schmaler wäre. Schöner fiele es natürlich auch, wenn man keinen festen Hosenstoff, sondern weicher fallendes Material verwenden würde. Egal. Ich freu mich, dass es mir gelungen ist, eine alte Hose und ein paar bunte Stoffschnipsel in so ein fröhliches Sommertop zu verwandeln. Und diese Technik bietet noch so viele Möglichkeite - als nächstes möchte ich mich an einem noch großformatigeren Muster versuchen...


Dienstag, 16. Juni 2020

Gequiltete Kimonojacke

Meine gequiltete Kimonojacke ist fertig. Hier und hier hatte ich von dem Projekt erzählt. Das Handquilten hat einige Zeit in Anspruch genommen, was mich aber nicht gestört hat. Handarbeiten kann so entspannend sein. Einzig das allmähliche Verblassen der mit Blei- und Buntstift aufgemalten Linien war unangenehm.

Wie schon gesagt - das Farbspektrum ist ganz anders als meine sonstigen Farben, aber die Jacke gefällt mir gut. Sie ist ganz leicht und bequem. Und die Taschen sind toll. Ich kann mir gut vorstellen, bald noch mal ein ähnliches Projekt anzufangen. Vielleicht ganz in Schwarz? Oder aus blauem Denim? Mal sehen...

Edit: Eine Nahaufnahme der Taschen für Siebensachen. Die aufgesetzten Taschen mit schräger Oberkante sieht man erst auf den zweiten Blick. Ich habe sie erst gequiltet und dann aufgenäht. Auf dem Foto sieht man auch das Futter der Jacke, eine schöne vergissmeinnichtblaue Viskose(?), in Begleitung von Mechthild in Gütersloh gekauft. Die schlammbraunen Dreiecke stammen übrigens aus zwei alten Hosen meines Mannes - die Jacke ist also zur Hälfte ein Recyclingprojekt.

Freitag, 12. Juni 2020

12 von 12 im Juni

Es ist Freitag, der 12. Juni, und deswegen gibt es hier wieder 12 Bilder meines Tages. Heute ist ein Feiertag in Russland. Ich kann also ausschlafen.

Vor dem Frühstück verziehe ich mich mit diesem Buch aufs Sofa. Von diesem Autor habe ich davor "Us" gelesen, was mir richtig RICHTIG gut gefallen hat.

Der Mann macht Rühreier und Toast zum Frühstück.

Weil ein Feiertag ist, haben die Kinder auch keinen Fernunterricht. Das Mädchen hat - aus eigenem Antrieb, ohne dass ich sie im geringsten dazu gedrängt hätte - von Hand eine Minidecke aus Hexagonen für ihr Kuscheltier genäht. Heute sitzt sie zum ersten Mal in ihrem Leben an der Nähmaschine! Ich zeige ihr, wie man quiltet. Sie macht das toll.

Zum Mittagessen gibt es Braun mit Braun und Braun. Linsensuppe mit Möhren, Curry und Kokosmilch. Dazu Toast und Backerbsen.

Am Nachmittag gehen das Mädchen und ich spazieren. Es ist ein herrlicher Sommertag. Wir ziehen die Jacken aus, die Sonne streichelt unsere Haut, es weht ein leicht kühler Wind.

Seit ein paar Tagen gibt es hier in St. Petersburg keine Maskenpflicht mehr. Seitdem hat man draußen noch mehr das Gefühl, als gäbe es kein Covid-19. Die meisten Leute verhalten sich wie vor der Pandemie und achten nicht sonderlich aufs Abstandhalten.

Wir drehen eine Runde und unterhalten uns dabei.

Auf dem Rückweg kommen wir an einem kleinen Obstladen vorbei. Im Schaufenster liegen die schönsten dunklen Kirschen aus. Kurzentschlossen gehen wir hinein und kaufen ein Kilo davon.


Zu Hause setzen wir uns auf unsere Terrasse in die Sonne und essen die Kirschen. Sie schmecken köstlich. Auf einem Dach ein paar Straßen weiter sind neuerdings viele Leute unterwegs. Rooftop-Touren sind hier in St. Petersburg sehr beliebt. Ein Pärchen spaziert den gesamten Schornsteinfegersteg entlang. Das kann ich gar nicht mit ansehen.





Am späten Nachmittag machen wir eine Runde Sport.

Danach ist auch schon Zeit fürs Abendessen. Es gibt Bruschetta. Danach gucken wir "Schräger als Fiktion". Ich lade währenddessen meine Fotos hoch und schreibe diesen Post. Ein Extra-Bild vom Nachthimmel gibt es später auch noch - schließlich sind gerade die berühmten weißen Nächte...



00:30 Uhr.

Wie war euer Tag? Mehr 12 von 12 gibt es bei Caro.

12 von 12 im Juni 2019
12 von 12 im Juni 2018
12 von 12 im Juni 2017
12 von 12 im Juni 2016
12 von 12 im Juni 2015
12 von 12 im Juni 2014
12 von 12 im Juni 2013
12 von 12 im Juni 2012

Mittwoch, 10. Juni 2020

Sechs auf einen Streich

Aus verschieden großen Jerseyresten, einem mindestens siebzehn Jahre alten T-Shirt vom Mann (das taubenblaue), aussortierten Oberteilen von mir (die grauen Punkte, die gelben Blumen), dem Druck eines gekauften Kleinmädchen-T-Shirts (der süße Hund), Bündchenstoff in verschiedenen Farben und ein bisschen Stoffmalfarbe sind diese sechs Sommertops entstanden. Resterverwertung und Recycling, wie ich es liebe.

Links für den Jungen nach dem Schnitt Tools aus der Ottobre 3/2011 in Größe 152. Rechts für das Mädchen nach dem Schnitt Glow-Worm aus der Ottobre 4/2011 in Größe 158, Länge 164.

Montag, 8. Juni 2020

112 Songs

Von meinem Playlist 2020 Projekt habe ich eine ganze Weile nichts gezeigt. In der Zwischenzeit ist der lange erwartete Stoffnachschub angekommen. Die letzten Blöcke sind fertig geworden. Ich habe sie arrangiert, bis mir das Layout gefiel, und sie dann mit einem zwei Zentimeter breiten Sashing aneinandergenäht.


Baumwollvlies ist da, jetzt muss noch ein geeigneter Rückseitenstoff gefunden werden. Das Quilt-Sandwich möchte ich vor der Sommerpause fertigstellen, damit ich dieses Projekt auf unsere große Reise mitnehmen und zwischendurch daran arbeiten kann. Ich habe mir vorgenommen, wieder einmal von Hand zu quilten.

Eine Übersicht aller genähten Songs findet Ihr hier, und alle Blogposts zu diesem Projekt unter dem Label Playlist 2020 Quilt.

Montag, 1. Juni 2020

Me Made May: ein Rückblick

Der Me Made May ist vorbei. Zum vierten Mal war ich bei der Aktion von Zoe (So Zo... What Do You Know?) dabei, bei der es darum geht, einen Monat lang täglich (oder öfter als sonst) etwas Selbstgemachtes zu tragen. Ende April war ich noch unentschlossen, ob ich dieses Jahr mitmachen wollte. War das alles nicht viel zu banal und oberflächlich in diesen schwierigen Zeiten? Letztlich habe ich mich fürs Mitmachen entschieden und bin froh darüber. Es war schön, so viel Selbstgemachtes zu sehen, neue Leute zu treffen und mich als Teil einer Gemeinschaft zu fühlen. Es hat mich aufgemuntert und auf neue Ideen gebracht. Es war ein bisschen Normalität und ein bisschen Ablenkung von den täglichen Sorgen. Und es war eine Freude, so ein Feedback zu bekommen. Vielen Dank für all eure Herzen und netten Kommentare!

Am meisten Herzen gab es von euch für diese Kombinationen: 

- Dunkelgrünes Jerseykleid (eigener Schnitt) mit gekaufter Strickjacke und Ginkgo-Tasche (eigener Schnitt)
- Schwarz-weiß karierte Tunika (Modell M aus "Japanisches Modedesign zum Selbernähen - Kleider und Tops zum Kombinieren" von Yoshiko Tsukiori), Hose aus grauem Denim (Pencil Shape aus der Ottobre 5/2015) und Ginkgo-Tasche (eigener Schnitt)
- Schwarzes Jerseykleid mit weißen Pünktchen (eigener Schnitt)

Meine persönlichen Favoriten waren diese Outfits:

- Hellblaues Double Gauze Kleid (Ottobre 5/2015) und Tasche aus schwarzem Denim (eigener Schnitt)
- Besticktes T-Shirt aus grauem Baumwolljersey (Ottobre), gekaufte Strickjacke und Hose und Tasche im Zakka-Stil (eigener Schnitt)  
- Ursprünglich gemustertes, jetzt gefärbtes schwarzes Jerseykleid (Balloon von Tamanegi-kobo), grauer Fleece-Loop (eigener Schnitt) und Tasche mit Riesenpunkten (eigener Schnitt)
 
Nach letzterem Kleiderschnitt wird übrigens oft gefragt. Vor ein paar Jahren konnte man ihn kostenlos von der Tamanegi-kobo-Webseite herunterladen, aber anscheinend gibt es die leider nicht mehr. Ich persönlich habe nur noch den ausgedruckten Papierschnitt, nicht mehr die Datei.

Das Fotografieren war dieses Jahr einfacher. Musste ich in den vergangenen Jahren viele Bilder mit Selbstauslöser machen (2019, 2018, 2017), gab es dieses Mal meist jemanden in Reichweite, der ein Foto schießen konnte. Dafür sind wir oft einfach runter in den Hof gegangen und haben irgendeine schäbige alte Wand als Hintergrund benutzt. Ich finde es hilfreich, mich selbst aus einiger Entfernung zu sehen, um Farben, Schnitte, Proportionen besser beurteilen zu können. Geht euch das auch so?

Sonntag, 31. Mai 2020

Stoffspielereien: Blumen

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken gesammelt - auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch. Das Thema der Stoffspielereien im Mai lautet "Blumen", und auf dem Blog Petersilie & Co werden alle Beiträge gesammelt.

Ich habe lange gegrübelt, wie mein Beitrag zu diesem Thema aussehen könnte. Erst wollte ich Blumen sticken, dann vielleicht drucken. Aber plötzlich kam mir die Idee, Blumen zu pressen. Mit textilen Methoden natürlich. Das geht so: Zuerst habe ich runde Rückseiten aus Bastelfilz, Hintergründe aus schwarzem Baumwollstoff und eine Menge Blütenblätter aus teilweise kleinsten Stoffresten geschnipselt. Dann wurden die Blüten ohne Plan, so wie es mir in den Sinn kam, mit einem Klebestift aufgeklebt.

Die Blüten wurden natürlich nicht mit Hilfe einer Glasscheibe, sondern mit Tüll "gepresst". Diese Technik habe ich letztes Jahr schon bei den Stoffspielereien zum Thema Geometrie angewandt. Dieses Mal habe ich ein Stück Tüll über jede Blütencollage gelegt und das Sandwich aus Tüll, Collage und Filz mit freien Linien gequiltet. Dann wurde jedes Stück zurechtgeschnitten und mit schwarzem Band eingefasst - und fertig waren sie, vier Mug Rugs mit (auf textile Art) gepressten Blumen.

Ich bin hingerissen von dem Print-Effekt und davon, wie schön die Farben auf dem schwarzen Untergrund leuchten. Irgendwann möchte ich so unbedingt ein großes Stück Stoff bemustern. Was man mit dieser Technik alles machen könnte! Ich habe schon hundert Ideen....

Herzlichen Dank für die monatlichen Herausforderungen und die anregenden Themen - ich liebe sie, die Stoffspielereien!

Die nächsten Themen der Stoffspielereien lauten:
28.06.2020: "Monogramme" bei made with Blümchen 
27.09.2020: "Texturen aus der Natur" bei Schnitt für Schnitt 
25.10.2020: "Textile Behältnisse" bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020: "Skandinavien" bei Nähzimmerplaudereien

Mittwoch, 27. Mai 2020

Bedruckt und umnäht

Nach dem T-Shirt mit der L'Île Noire Applikation, dem mit dem gedruckten Dobby-Elfen, dem mit dem Wolfskopf und dem mit dem appliziertem Piratenmotiv kommt hier das letzte neue T-Shirt für den Jungen (Zen aus der Ottobre 6/2011 in Größe 152), und damit reicht es auch erstmal. Die Buchstaben sind aus Freezer Papier ausgeschnitten und mit weißer und blauer Stoffmalfarbe gedruckt. Zum Schluss habe ich sie drei, vier Mal umnäht. Jetzt ist der Kleiderschrank wieder gut gefüllt.

Montag, 25. Mai 2020

Ein bisschen Seventies

Fortschritt der Quiltjacke. Die Farben sind außerhalb meiner Komfortzone und eigentlich auch nicht 100% geeignet für einen Wintertyp wie mich. Ein bisschen Seventies-Flair haben sie, finde ich. Das Quilten ist zeitaufwendig, macht mir aber wirklich Spaß. Ich kann diese meditative Arbeit gerade gut gebrauchen.

Auf diesem Bild sieht man, wie ich die Nähte der Außenjacke und des Futters aufeinander gesteckt und die Nahtzugaben festgeheftet habe, damit sie richtig liegen. Die Vorderteile und Ärmel sind mittlerweile fertig, und von der Rückseite habe ich ungefähr ein Drittel geschafft - vielleicht kann ich die fertige Jacke beim nächsten Me Made Mittwoch zeigen.

Donnerstag, 21. Mai 2020

Die schwarze Insel

Wenn Mitte Mai eine Woche lang höchstens 9 oder 10 Grad sind, fällt es nicht schwer. Herbstsachen zu nähen. Der Junge ist gewachsen und braucht T-Shirts in der nächsten Größe. In den Schulferien ist eins mit gedrucktem Dobby-Elfen, eins mit gedrucktem Wolfskopf und eins mit appliziertem Piratenmotiv entstanden. Letzteres hat mir Lust gemacht, mich mal wieder an einer komplizierten Applikation zu versuchen.

Neben Asterix und Lucky Luke sind hier gerade besonders die Tintin-Comics beliebt. Einige der Hefte habe ich mir als Studentin vor vielen Jahren in Montpellier gekauft. Zum Beispiel "L'Île Noire", auf deutsch: Die schwarze Insel. Das sollte das Motiv sein. Der Junge war einverstanden.

Als Erstes wurde der zweifarbige Himmel gemacht. Auf diesen applizierte ich den Titel, aus nicht fransendem dünnen Kunstleder ausgeschnitten. Die Burg wurde mit schwarzer Stoffmalfarbe auf grauen Baumwollstoff gemalt. Dann kam das Wasser an die Reihe, darauf das Boot und Tintin und Milou und die Gischt...

Als das Motiv fertig war, habe ich umlaufend ein Paspelband aufgenäht, weil es schwierig geworden wäre, es mit umgeschlagenen Rand zu applizieren. So erhält man einen ziemlich flachen und runden Abschluss, und das Aufnähen im Nahtschatten der Paspel geht auch ganz einfach. Das  Fertignähen dauerte nicht lange - anders als die Stunden und Stunden dauernde Applikation. Eine Heidenarbeit war das, aber ich finde das Ergebnis toll. Schade, dass ich es nicht selbst tragen kann...

Der Schnitt des T-Shirts ist wieder Zen aus der Ottobre 6/2011 in Größe 152, mehr bimbambuki-Applikationen findet Ihr hier, und wer die großartigen Werke der Applikations- und Häkel-Meisterin Christine aka Aennie-Lu noch nicht kennt, sollte sie sich unbedingt angucken!

Montag, 18. Mai 2020

Womöglich die zweitfurchtbarste Idee

Das hier wird keine Patchworkdecke, sondern eine Jacke. Ich experimentiere ja schon seit einer Weile mit gequilteter Kleidung (wie zum Beispiel hier, hier oder hier). Neulich ist mir eingefallen, dass ich mich als Studentin mit Mitte Zwanzig mal an einer Patchworkhose versucht habe, die allerdings nie fertig geworden ist. Was eventuell daran lag, dass damals ein Freund zu mir meinte, diese Hose sei die furchtbarste Idee, die ich je gehabt habe. Ich frage mich, was er wohl zu diesem Projekt sagen würde...

Schnitt: Scarab aus der Ottobre 5/2018 mit so vielen Änderungen, dass es fast ein neuer Schnitt geworden ist: Vorder- und Rückenteile verlängert, Brustabnäher hinzugefügt, Schulterlinie geändert, Ärmel verschmälert und verlängert, Taschen hinzugefügt.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Wolfsrudel und Hauself

Quarantäne-Ferienbeschäftigung mit Kindern zum Zweiten. Dieses Mal haben wir gemeinsam Stoff bedruckt. Beide Kinder durften sich irgendein Motiv aussuchen, wobei meine Vorgabe war, dass aus beiden T-Shirts für den Jungen werden würden. Dessen Kleiderschrank ist nämlich momentan nicht so gefüllt wie der des Mädchens.

Der Junge wählte (na, welcher Star Wars Fan hat es erkannt?) das Symbol des 104. Bataillons, auch "Wolfsrudel" genannt. Das Mädchen entschied sich für einen Umriss von Dobby, dem armen Hauselfen aus den Harry-Potter-Büchern. Als Schnitt für die T-Shirts habe ich Zen aus der Ottobre 6/2011 in Größe 152 verwendet.

Die Kinder recherchierten im Internet, wählten ihre Motive aus und pausten sie auf Freezer Papier ab. Ich schnitt sie mit einem Cutter aus und bügelte sie auf die jeweiligen Vorderteile auf. Das Betupfen mit Stoffmalfarbe übernahmen die Kinder, die danach auch beim Abziehen der Schablonen halfen. Es war herrlich, ihre Begeisterung zu spüren, als sie die Ergebnisse sahen...