Donnerstag, 4. März 2021

Pop-Art im MoMA

Am letzten Sonntag im März darf ich, was mich sehr freut, die Gastgeberien der Stoffspielereien sein. Die Stoffspielereien sind eine monatliche Gemeinschaftsaktion für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Jeden Monat wird ein Thema vorgegeben, das von den TeilnehmerInnen interpretiert wird. Mitmachen kann jeder, ohne vorherige Anmeldung. Das März-Thema, das ich in diesem Post schon einmal vorgestellt habe, heißt "Pop Art".

Kurz zusammengefasst ist Pop Art die Bezeichnung einer Kunstrichtung, die Mitte des letzten Jahrhunderts in Nordamerika und Europa groß war. Die Abkürzung Pop kommt vom Wort popular (beliebt), kann aber auch knallen oder hervorstehen bedeuten. Diese Bilder des Berliner Pop Art Künstlers Thomas Bayrle heißen "VW Red", "Orson Welles", "Chairs Up" und "Paper Tiger" und stammen aus den Jahren 1969 bis 1971. Auch die lustige Tassen-Tapete im Hintergrund wurde von ihm entworfen.
 
Merkmale der Pop Art sind alltägliche, teils triviale Alltagsgegenstände oder Konsumprodukte, aber auch berühmte Persönlichkeiten, Typographie und Comicelemente. Dargestellt wurden die Motive gerne flächig, plakativ und leuchtend farbig. Berühmt sind die "Campbell's Soup Cans" von Andy Warhol aus dem Jahr 1962. Wie die anderen hier gezeigten Beispiele hängen sie im New Yorker MoMA, wo ich sie - ein großes Glück - ganz einfach besuchen und fotografieren kann.

Die Werke von Roy Lichtenstein gehören ebenfalls dazu, wie das Ölgemälde "Girl with Ball" aus dem Jahr 1961. Vorlage dafür war eine Zeitungsanzeige mit dem Foto einer jungen Frau, das Lichtenstein stark vereinfacht und verfremdet hat. Mit seiner Zweidimensionalität, den leuchtenden Farben und den betonten Konturen erinnert es an ein Comicbild. Von Nahem betrachtet lösen sich die Flächen in Punkte (sogenannte Ben Day Dots) auf, wie man es von alten Drucktechniken kennt.

Keith Haring ist ein weiterer bekannter Pop Art Künstler. Dieses Werk ohne Namen ("Untitled") aus dem Jahr 1982 ist ca. 1,8 m hoch und fast 8 Meter lang und besteht aus Tinte auf großformatigen Papierpaneelen. Es ist teils mit abstrakten Mustern, teils mit erkennbaren Figuren und Symbolen gefüllt, die einen dichten rhythmischen Teppich aus Bildern schaffen. 
 
Weitere berühmte Pop Art Werke, Ideen und Inspirationen findest du auf meinem Pinterest-Board Pop Art. Ich hoffe, das Thema interessiert dich und du machst mit! Es ist weit gefasst und ermöglicht eine freie Herangehensweise. Du kannst nähen, weben, flechten, drucken, sticken, stricken, oder sonstige Techniken ausprobieren. Ob kleine oder große Beiträge, fertige Werke, Zwischenstände oder misslungene Versuche - wir freuen uns über jeden, der teilnimmt. 
 
Am Sonntag, den 28. März, werde ich den Post Stoffspielereien: Pop Art veröffentlichen. Schreib mir einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag, und ich füge ihn im Laufe des Tages ein. Bitte bedenke, dass mein Tag hier in New York aufgrund der Zeitverschiebung später anfängt - es kann also etwas dauern, bis der Post aktualisiert ist. Bis dann, ich freue mich schon!

Mittwoch, 3. März 2021

Me Made Mittwoch [Blusenshirt mit Biesen]

Es mag freundlich aussehen, aber es war windig und bitter kalt, als ich die Fotos gemacht habe (-1 Grad, gefühlt -8). Aber immerhin trage ich nicht mehr ausschließlich Fleecepullover. Dieses Blusenshirt habe ich schon vor ein paar Wochen genäht. Der Schnitt, Batik Look, stammt aus der Ottobre 2/2019. Bisher habe ich ihn nicht beachtet, dabei ist er einfach zu nähen und vielseitig zu tragen.

Den Stoff, eine weiße, leicht transparente Baumwolle mit schmalen Biesen, habe ich in einem Stoffgeschäft in Manhattan gekauft. Er fühlt sich sehr natürlich und angenehm an. Momentan trage ich die Bluse mit einem weißem T-Shirt darunter zu einer Hose und einer Jacke, aber im Sommer ist sie sicher schön luftig auf nackter Haut zu Shorts oder einem kurzen Rock.
 

In die Ärmelabschlüsse und in einen Tunnel am Halsausschnitt sind Gummibänder eingezogen. Das war das Aufwendigste an diesem ansonsten simplen Kleidungsstück. Die graue Denimhose, Pencil Shape aus der Ottobre 5/2015, habe ich vor ziemlich genau einem Jahr genäht. Die schwarze Fleecejacke, Scarab aus der Ottobre 5/2018, ist noch nicht so alt.

Alle, die gerne Kleidung nähen, treffen sich heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog, schaut mal vorbei!

Samstag, 27. Februar 2021

Stoffspielereien: Stoffschichten


Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken gesammelt - auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch. Das Thema der Stoffspielereien im Februar lautet "Stoffschichten", und K vom Blog Stoffnotizen sammelt alle Beiträge.


Während ich überlegte, wie mein Beitrag aussehen könnte, ging ich meine Materialien durch und blieb an diesen Stoffreste mit typographischen und handschriftlichen Prints hängen. Ich legte sie neben- und übereinander und fand, das sei ein passendes Bild für das letzte Jahr. All die Gedanken, die einem durch den Kopf gehen, all die Zeitungsartikel, Statistiken, Kurven, all die Sorgen, Schreckungsmeldungen, Hoffnungen und Wünsche überlagern einander und sorgen für ein auf Dauer zermürbendes Hintergrundrauschen.



In einem NY Times Artikel vom 5. Februar 2021 (The Primal Scream) kamen Frauen anonym mit ihren alltäglichen Sorgen und Problemen zu Wort, und eine von ihnen sagte, weinend: "I cannot remember the last time I did not worry, I did not spend my day worrying about so much stuff. Every day ist something different. I just want to wake up and go through my day and not worry, and not wonder, and not know what the future holds. Because this right here sucks. And I'm sick of it. I'm so sick of this."



Dieses Zitat hat mich sehr berührt. Es wird wohl noch dauern, bis unsere Sorgen kleiner werden. Aber der Schnee schmilzt, die Tage werden länger, und irgendwann kommt er, so oder so - der Frühling, das uralte Sinnbild für Hoffnung und Neubeginn. Die Text-Schnipsel habe ich über- und nebeneinander gelegt, mit einer Lage Tüll bedeckt, in einen Stickrahmen gespannt und mit weißem Garn bestickt. "Und irgendwann Frühling". Auf dass die negativen Gedanken immer wieder von optimistischen überlagert werden.

Dies sind die Stoffspielereien 2021:
31.01.2021: „Smocking“ bei Machwerk
28.02.2021: „Stoffschichten“ bei Stoffnotizen
28.03.2021: „Pop Art“ bei bimbambuki
25.04.2021: „Fransen“ bei made with Blümchen
30.05.2021: „Exotisch“ bei Petersilie & Co
27.06.2021: „Nähfüße“ bei Nähzimmerplaudereien
Sommerpause
26.09.2021: „Risse und Schlitze“ bei nahtlust
31.10.2021: „Punkte und Kreise“ bei Schnitt für Schnitt
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche

Freitag, 26. Februar 2021

Silberne Ananas

Bis meine Nähmaschine aus der Reparatur kommt, arbeite ich an lauter maschinenlosen Projekten: Ich sticke, ich quilte von Hand und ich drucke mit Schablonen. Das hier ist eine silbern glänzende Ananas auf dunkelblauem Jersey. Das Mädchen hatte sich so ein T-Shirt gewünscht. Jetzt muss ich es nur noch fertig nähen können.

Sonntag, 21. Februar 2021

Malen mit Stoff


Schon vor einer Weile ist dieser improvisierte Quilt fertig geworden. Hier habe ich beschrieben, wie ich ihn angefangen habe. Der Quilt misst ca. 89x114 cm und passt damit gut auf das Wandstück zwischen dem Stoffschrank und dem einem Fenster meines Arbeitszimmers. Das Schwarz und die tanzenden Vierecke bilden einen schönen Kontrast zu all dem Weiß, finde ich.
 
Mit einem warmelöslichen Stift habe ich vertikale und leicht gekippte Linien mit unregelmäßigem Abstand aufgezeichnet und diese mit dunkelgrauem Stickgarn von Hand nachgestichelt. Einzelne farbige Flächen wurden kontrastfarben betont. Bei diesem Projekt hatte ich zum ersten Mal fast das Gefühl, mit Stoff zu "malen" - das möchte ich bald wiederholen.

Dienstag, 16. Februar 2021

Französische Knoten zum Zweiten


Die Farben der French Knots, mit denen ich diesen Pullover verziert habe, erinnern mich ein bisschen an die kunterbunt bestickten Handschuhe aus dem Jahr 2016. Und Französische Knoten auf Grau gab es schon mal auf diesem T-Shirt. So richtig gleichmäßig werden sie bei mir immer noch nicht, aber den Effekt mag ich trotzdem gern.

Als Schnitt habe ich Fly Away aus der Ottobre 2014 in Größe 170 verwendet, ursprünglich für ein T-Shirt für meine Tochter abgepaust. Der dunkelgraue Fleece war ein Rest. Für die kompletten angeschnittenen Ärmel hat er nicht mehr gereicht, weswegen ich den unteren Teil aus farblich passendem Jersey ergänzt habe. Ein Tragebild gibt es irgendwann auch noch.

Freitag, 12. Februar 2021

12 von 12 im Februar


Es ist Freitag, der 12. Februar, und deswegen gibt es hier wieder 12 Fotos des Tages. Heute ist der letzte Schultag vor den Winterferien. Unsere Kinder haben - immer noch, von einigen Tagen Schulschließung abgesehen - Präsenzunterricht.

Der Mann geht ins Homeoffice im Schlafzimmer, wo er jeden zweiten Tag arbeitet. Ich frühstücke urgesunde Haferflocken und Vollkornmüsli mit Milch. Danach mache ich mir noch über zwei Peanut Butter Cups her. Die sind momentan mein Laster.

Eine Freundin holt mich ab, und wir fahren in die Marshlands, ein Naturschutzgebiet in der Nähe. Dort habe ich schon meine 12 von 12 im Dezember fotografiert. Im Auto tragen wir N95-Masken. Auch hier in NY ist Corona noch alles andere als unter Kontrolle.
 

Es sind ein paar Grad unter Null, die Sonne scheint, es ist ein schöner Tag. Ich liebe es, auf die Halbinsel hinauszulaufen. Hier kann man aufatmen und sich richtig durchpusten lassen. Das kann ich momentan gut gebrauchen.

Der Schnee bildet schöne Muster auf dem braunen Gras. Könnte man das in einem Quilt umsetzen? Momentan sprudeln die Ideen nur so. Leider ist seit gestern meine Nähmaschine kaputt. Wer weiß, wann ich sie wieder benutzen kann.

Am Strand stellen wir uns ein bisschen in die Sonne und unterhalten uns. Mit Abstand und mit Stoffmasken vor Mund und Nase. Irgendwann wird es zu kalt, und wir machen uns auf den Rückweg. Der führt erst durch Schilf und dann durch den Wald.

Am Ausgang des Naturschutzgebiets trifft man immer auf ein paar Truthähne. Die hier wirken so, als hätten sie die Nase voll von Winter und Schnee. Ich freue mich dieses Jahr ganz besonders auf den Frühling. Mir reicht es, ständig zu frieren.


Zum Mittagessen gibt es für den Mann und mich ein einfaches Mittagessen aus Omelett, Brot und Radieschen. Danach arbeite ich ein bisschen an einem meiner derzeitigen Projekte weiter. Dafür brauche ich keine Nähmaschine.

Als die Kinder wieder zu Hause sind, wird kurz berichtet, was in der Schule passiert ist. Dann spielt der Junge sein Handyspiel. Wie das T-Shirt, das er heute trägt, entstanden ist, kann man hier nachlesen. Ich mag es immer noch sehr.


Das Mädchen verzieht sich eine Weile, kommt aber später zu mir ins Arbeitszimmer. Sie hilft mir, eine Wunde zu verarzten, und liest mir dann aus "The Witch of Blackbird Pond" vor. Dieses Buch muss sie für den Englischunterricht lesen.


Als der Mann fertig ist mit seiner Arbeit, gehen er und die Kinder eine Runde spazieren und kaufen auf dem Rückweg noch etwas ein. Ich setze mich an den Rechner, bearbeite meine Bilder und schreibe diesen Post. Blaue Stunde.


Heute kümmern sich der Mann und der Junge ums Abendessen. Der Mann steht am Herd und brät, der Junge hört seine Lieblingsmusik, deckt den Tisch, kümmert sich um den Salat - und tanzt. Und wie war Euer Tag?

Mittwoch, 10. Februar 2021

Liebe in den Zeiten...

... von Covid: Für meine drei Lieben habe ich Valentinstag-Masken genäht. Wenn das noch lange so weitergeht, habe ich bald Masken für jeden Anlass.

Freitag, 5. Februar 2021

Was vorher nicht da war [Teil 2]


Wie großartig es ist, zu kreieren - etwas zu schaffen, was vorher nicht da war. Hier habe ich erzählt, wie dieses Projekt begann. Jetzt ist es fertig. Der Quilt besteht aus alten Jeanshosen und Denimresten und misst ca. 94 x 63 cm. Er ist maschinengequiltet und mit schmalem dunkelblauen Schrägband eingefasst. 
 
Mit gelbem Gummiband habe ich in meiner Handschrift "make something" darauf appliziert. Hier kann man nachlesen, wie der Schriftzug übertragen wurde. Das Band habe ich entlang der Seiten von Hand aufgenäht und in einem zweiten Schritt mit Kreuzstichen überstickt, was eine subtile Struktur ergibt. 
 

Unter dem gelben Schriftzug kann man, wenn man den Quilt von Nahem betrachtet, "from nothing" lesen. Die negativ dargestellten Buchstaben sind mit dunkelblauem Stickgarn umstickt. Diesen Quilt hänge ich jetzt in meinem Arbeitszimmer auf. Er soll mich motivieren, immer wieder etwas Neues zu versuchen.
 

Mittwoch, 3. Februar 2021

Aus Resten

Aus einem schmalen Streifen orangefarbenem Jersey und einem grau gestreiften Jerseyrest ist ein neues T-Shirt für meinen Sohn entstanden. Der Schnitt ist, wie beim Milleniumfalken, C'mon aus der Ottobre 1/2014 in Größe 158. Die beiden Stoffe reichten gerade so - nicht. Deshalb habe ich noch ein weiteres Mal angestückelt, am rechten Ärmel. Auch der Kaktusjersey war ein Stoffrest. Jetzt weiß ich, warum ich so viel aufbewahre.

Sonntag, 31. Januar 2021

Stoffspielereien: Smocking

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken gesammelt - auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch. Das Thema der Stoffspielereien im Januar lautet "Smocking", und Martina vom Blog machwerk sammelt alle Beiträge.
 
Smocking, habe ich bei der Beschäftigung mit dem Thema gelernt, stammt vom englischen Wort Smock (das Arbeitshemd eines Bauern) ab. Die Sticktechnik wurde vorwiegend im 18. und 19. Jahrhundert eingesetzt, um Stoff so zu raffen, dass er elastisch wurde - zum Beispiel am Halsausschnitt oder an Ärmeln. Damals gab es noch keine elastischen Stoffe und Bänder. Daneben gibt es aber auch das rein dekorative Smocking, mit dem Kleidungsstücke verziert und kostbar gemacht werden - die Technik ist aufwendig!

Mein Beitrag - und mein erstes Smocking überhaupt - ist nur eine ganz kleine Spielerei. Mit einem schwarz-weiß karierten Stoffrest und gelbem Stickgarn habe ich mich an eine der einfachsten Smockingtechniken getraut: Honeycomb. Das Muster des Flanellstoffs erleichterte das Sticken der Heftfäden, mit denen das Stoffstück zusammengerafft wurde. Im zweiten Schritt habe ich immer zwei Falten mit Stickgarn zusammengenäht, so dass die typischen Rauten entstanden.

Dass man mit dieser Technik gut Ärmelabschlüsse herstellen kann, sieht man hier. Ob ich das mal an einem Kleidungsstück probiere? Danke für das mir erst einmal fremde, aber wieder interessante und inspirierende Thema, Martina!
 
Weiter geht es im Februar mit "Stoffschichten" - und im März bin ich die Gastgeberin mit dem Thema "Pop Art". Macht Ihr mit?

Dies sind die Stoffspielereien 2021:
31.01.2021: „Smocking“ bei Machwerk
28.02.2021: „Stoffschichten“ bei Stoffnotizen
28.03.2021: „Pop Art“ bei bimbambuki
25.04.2021: „Fransen“ bei made with Blümchen
30.05.2021: „Exotisch“ bei Petersilie & Co
27.06.2021: „Nähfüße“ bei Nähzimmerplaudereien
Sommerpause
26.09.2021: „Risse und Schlitze“ bei nahtlust
31.10.2021: „Punkte und Kreise“ bei Schnitt für Schnitt
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche

Montag, 25. Januar 2021

Gedankenblasen

An der Designwand lässt sich wunderbar improvisieren. Hier habe ich Quadrate in unterschiedlichen Größen mit Schwarz kombiniert. Nichts ist geplant, angezeichnet oder abgemessen, geschnitten habe ich mit der Schere, schwungvoll nach Augenmaß, und entsprechend wonky sieht es auch aus.

Manche Farben kamen dazu, andere fielen weg. Ein Stück schwarzer Stoff als Hintergrund half, das endgültige Layout festzulegen. Mich erinnern die tanzenden Quadrate an die Gedankenblasen, die einem beim Arbeiten über dem Kopf schweben. To-Do-Listen. Wünsche. Erinnerungen.

Das Zusammennähen hat eine ganze Weile gedauert, aber das Herstellen des Quilt-Sandwichs ging relativ schnell. Wie immer habe ich es erst mit Nadeln gesteckt und dann mit langen Stichen geheftet. Momentan bin ich dabei, alles von Hand zu quilten. Zeit zum Nachdenken...

Donnerstag, 21. Januar 2021

Bereit für Hogwarts

Baby, it's cold outside. Außentemperaturen von 3 Grad fühlen sich in einem amerikanischen Holzhaus ungemütlicher an als -20 in einer Stadtwohnung in St. Petersburg. Manchmal trage ich sogar Fleece über Fleece. Der dunkelblaue Pullover ist schon ein paar Jahre alt. Neu ist die gemütliche, wenn auch etwas unförmige Jacke nach dem Schnitt Scarab aus der Ottobre 5/2018, nach dem schon diese, diese und diese Quiltjacke entstanden sind. Dieses Mal habe ich den Schnitt verlängert und vorne riesige Taschen hinzugefügt. Falls ich jemals einen Brief aus Hogwarts bekomme, werde ich am 1. Schultag diese Jacke tragen - ich komme mir daran immer so vor, als müsste ich jeden Moment meinen Zauberstab zücken.


Die alte, im Boro-Stil geflickte Jeans habe ich bereits hier gezeigt.

Mittwoch, 20. Januar 2021

Gelbes Gummi

"Make something" soll auf meinem Denim-Quilt stehen, und zwar in meiner eigenen Handschrift. Ich habe die Worte auf Papier geschrieben, eingescannt, auf die richtige Größe gebracht und ausgedruckt. So entstand eine Schablone, mit deren Hilfe ich sie auf den Stoff übertragen konnte. Eigentlich hatte ich die Schrift im Needle-Turn-Verfahren applizieren wollen, aber das wäre - zumindest für mich - ein furchtbar zeitaufwendiges und technisch kompliziertes Unterfangen geworden. Jetzt verwende ich ein Gummiband in der entsprechenden Breite. Mehr dazu demnächst.


Dienstag, 19. Januar 2021

Träumen, sehen, schreiben...

Heute zeige ich euch ein Weihnachtsgeschenk für meine 12-jährige Tochter. Die Zeilen stammen aus ihrem derzeitigen Lieblingslied. Ich habe sie mit einem hitzelöslichen Stift auf weißen Stoff geschrieben und dann mit verschiedenen Stichen in rot, orange, pink, blau, lila und gelb umstickt. Ihr gefällt's, was mich freut.
 

Freitag, 15. Januar 2021

Was vorher nicht da war

Irgendwo bin ich neulich über einen Artikel oder Post gestolpert, in dem jemand darüber schrieb, wie großartig es sei, zu kreieren - etwas zu schaffen, was vorher nicht da war. Leider habe ich mir nicht gemerkt, wo ich das gefunden habe, aber der Satz geht mir seitdem durch den Kopf: Create something from nothing.
 
Aus alten Hosen und Denim-Resten habe ich dieses blaue Quilttop genäht und mit engem Matchstick-Quilting versehen. Darauf möchte ich den oben genannten Ausspruch applizieren. Als Erinnerung an mich selbst, dass es etwas Besonderes ist, etwas zu erschaffen.