Montag, 12. Januar 2026

12 von 12 im Januar

Es ist Montag, der 12. Januar 2026. Hier kommen meine 12 von 12. 
 
Die Berliner U-Bahn ist gefühlt doppelt so voll wie sonst.
 
Ich bin ein paar Minuten früher dran und hole mir auf dem Weg ins Büro einen Salat fürs Mittagessen.
 
Heute ist der Bürohund wieder da.
 
Und Kollege E. schneidet einen großen Teller Obst.

Ansonsten passiert nicht viel Fotogenes. Eine Bürobesprechung, Telefonate, Emails, der besagte Salat und Bananenmilch zum Mittagessen, ein Teams Meeting, ein Kaffee und zwischendurch immer wieder Hilfestellung für den Schülerpraktikanten, den ich gerade betreue. 
 
Bald wird es auch schon wieder dunkel. Ich mache mich auf den Heimweg, muss aber noch etwas erledigen. Es ist ein bisschen Neuschnee gefallen. Die Baustelle unten an der Hauptstraße steht seit Wochen still.

Mit einem Bus fahre ich nach Steglitz und gebe dort in einem Outdoor-Geschäft eine Wollfleecejacke zurück, die ich am Wochenende gekauft habe, die aber nicht richtig passt. Vielleicht sollte ich mir eine nähen.
 
Auf den Stufen zum Bahnhof ist es glatt. Meine U-Bahn fährt nicht normal, deswegen muss ich einen Bus nehmen und zweimal umsteigen. Die Stadt ist voll und schmutzig, die Menschen wirken schroff, draußen ist es kalt und drinnen neonbeleuchtet - gerade reicht mir alles.
 

Wie schön es dann ist, nach Hause zu kommen. Der Mann und der Junge waren einkaufen und haben mir einen Strauß gelbe Tulpen und ein bisschen Schokolade mitgebracht (Das Kochbuch im Hintergrund ist "Knife Drop" von Nick Digiovanni).

Das Mädchen ist mit dem Essen machen dran und schon eifrig dabei.
 
Wir essen alle zusammen und erzählen von unserem Tag. Es schmeckt sehr lecker, vor allem der Rosenkohl aus dem Ofen. Ich bin dankbar für diese wunderbare Familie. 
 
Mehr 12 von 12 findet Ihr bei Caro. Danke, dass du seit so vielen Jahren unsere Beiträge sammelst!

 

Freitag, 12. Dezember 2025

12 von 12 im Dezember

Es ist Freitag, der 12. Dezember. Wie an jedem 12. gibt es hier auf dem Blog 12 Bilder des Tages. Das erste zeigt den Adventskalender, den ich von meiner Freundin B. bekommen habe. Jeden Morgen darf ich eine Rolle öffnen und etwas über eine bestimmte Art von Quilts lernen. Heute ging es um Kapa Lau, hawaiianische Quilts mit riesigen symmetrischen Applikationen, die es seit Ende des 18. Jahrhunderts gibt. So ein schöner und persönlicher Kalender. Herzlichen Dank dafür, liebe B.
 
Nach einem Kaffee und einem schnellen Frühstück mache ich mich auf den Weg zum Bahnhof Zoo und nehme einen Regionalzug nach Potsdam. Dort werde ich von unserem Statiker mit dem Auto abgeholt.

Wir fahren zu unserer Baustelle im Norden Potsdams. Heute findet dort eine Begehung mit einem Sachverständigen statt. Sie beginnt mit einem kurzen Gespräch im Container der Baufirma. 
 
Dann gehen wir rüber ins Gebäude und begutachten die Räume vom Keller bis zum Dach. Es ist ein kalter klarer Wintertag. In den alten Mauern wird einem trotz warmer Sachen irgendwann kühl.



Strukturen und Farben.

Nach dem Termin bringt mich der Statiker netterweise zum U-Bahnhof Spandau. Wir fahren über Land und unterhalten uns dabei über alles Mögliche. In Spandau nehme ich die U-Bahn zu meinem Büro.

Ein schneller Imbiss am Arbeitsplatz: ein Körner-Bagel mit Räucherlachs und Frischkäse. Freitags machen wir früher Schluss, deswegen gibt es an diesem Tag meist keine richtige Mittagspause.

Ich arbeite ein Gutachten durch und schreibe ein paar Emails, dann ist Feierabend.

Zu Hause mache ich ein Arbeitsstand-Foto von meinem handgenähten Berlin Mitte Quilt. Das Quilt Top ist gestern fertig geworden. Ich bin sehr verliebt in die Farben, sie machen mich glücklich.


Die Kinder und ich verbringen den Rest des Nachmittags mit Zimmer-Umräumen (für anstehenden Familienbesuch), Fifa spielen, Bilder bearbeiten, zwei Waschmaschinen waschen, Bäder putzen. Ab und zu schaue ich online nach: meine drei Quilts, die nächstes Jahr auf der QuiltCon ausgestellt werden, sind schon in Austin, Texas angekommen und gerade "out for delivery". Heute Abend gucken wir den neuen "Knives Out" Film, und ich ruhe mich von dem Stress der letzten Woche aus. Und ihr?

Mehr 12 von 12 findet Ihr wie immer bei Caro. 

Mittwoch, 12. November 2025

12 von 12 im November

Es ist Mittwoch, der 12. November. Hier kommen meine Bilder des Tages. 

Die Bilder 1 und 2 zeigen meinen Arbeitsweg. Mit der U-Bahn und zu Fuß ins Büro.

Bild 3 gehört auch dazu - diese Beleuchtung hängt seit kurzem in einem Schaufenster auf dem Weg vom U-Bahnhof.

Heute hat Kollege C. seinen Hund mitgebracht. Die Allermeisten von uns mögen ihn sehr.

Zuerst ist es grau, dann kommt ein wenig die Sonne heraus.

Dann sieht alles freundlicher aus.

Mittags bestellen wir zusammen Indisch. Heute sind wir viele, der Küchentisch ist voll. Der Tag vergeht. Und schon wird es wieder dunkel. Ein Protokoll, ein schnelles Konzept, etliche Emails, ein paar Telefonate, eine lange Excel-Tabelle.

Der Heimweg im Dunkeln, an vielen Baustellen vorbei. 

Feierabend heißt: schnell die Haare hochknödeln.

Und eine Waschmaschine anschmeißen.

Abends sind wir zu dritt, der Mann ist beim Kampfsport. Heute ist der Junge mit dem Abendessen dran. Er macht uns ein UNGLAUBLICH leckeres Essen: Honig-Chili-Lachs aus dem Air-Fryer mit grünem Salat und zum Nachtisch Tiramisu. Alles selbstgemacht, alles köstlich. Und das mit 15 Jahren!

Ich muss jetzt noch den Tisch abräumen. Dann gucken wir "Next Gen Chef". Was ihr heute so gemacht habt, schaue ich mir die nächsten Tage an.
 
Mehr 12 von 12 gibt es wie immer bei Caro.
 

Sonntag, 26. Oktober 2025

Stoffspielereien: Applikation

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat werden die Links mit den neuen Werken gesammelt - auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch. Das Thema der Stoffspielereien im Oktober lautet "Applikation", und Ute sammelt auf ihrem Blog 123-Nadelei alle Beiträge. 
 
Ich hatte schon mal erzählt, dass wir letztes Jahr mehrere graue Werbegeschenk-Sweaters bekommen haben, die sich sehr gemütlich tragen, aber durch die aufgedruckten Sprüche und Motive nicht so ganz unseres  waren, weswegen ich sie mit Applikationen versehen habe. Meinen Sweater mit aufgequilteten English-Paper-Piecing-Formen gibt es hier zu sehen. Nach drei derartigen Verschönerungsaktionen war immer noch ein "Rohling" übrig. Daraus wurde ein weiterer Sweater für mich.
 

Mich interessierte, wie eine fast vollflächige Applikation mit rohen Kanten wirkt. Dafür habe ich in die Restekiste gegriffen, Reste in Lieblingsfarben herausgeholt und mit der Schere nach Augenmaß in ähnlich breite Stücke geschnitten. Mit einem Klebestift habe ich sie über- und nebeneinander geklebt. Sie mussten nur temporär halten, richtig befestigt wurden sie später durch das Quilting. Beim Kleben habe ich darauf geachtet, dass gleiche Farben nicht zu nah beieinander liegen, der Rest ist improvisiert. 
 
Dann habe ich die Stoffstücke mit vertikalen Linien aus unregelmäßigen Stichen aufgequiltet. Als Erstes an den Rändern entlang. Dann wurden die übrigen Bereiche gefüllt. Handquilten ist eine wunderbare Beschäftigung, finde ich, beruhigend und sehr kontemplativ. 
 
Danke für das Thema und das Sammeln der Beiträge, Ute!

Sonntag, 12. Oktober 2025

12 von 12 im Oktober

Es ist Sonntag, der 12. Oktober, und deswegen gibt es hier wieder 12 Bilder des Tages. Ich stehe morgens als Erste auf und gehe leise ins Arbeitszimmer. Etwas später kommt der mittlerweile 15-jährige Junge dazu. Er hat Bauchschmerzen. Deswegen bringe ich ihm ein Kissen, einen Quilt, Tee, Reiswaffeln und eine Wärmflasche.

Als der Mann und das Mädchen aufgestanden sind, frühstücken wir. Dann schneide ich meiner Tochter die Haare.

Dann räume ich noch schnell das Arbeitszimmer auf, bis es Zeit ist, aufzubrechen.

Der kranke Junge bleibt zu Hause. Wir drei Anderen fahren mit U-Bahn und Tram quer durch die Stadt zu den Großeltern.

Unterwegs kommen wir an einem fancy Lampengeschäft vorbei. Wer gibt 975 Euro für eine Lampe aus?

Es ist eindeutig Herbst. Ich bin völlig überrascht, dass an einem Stand an der Straßenecke immer noch Erdbeeren verkauft werden.

Wir holen die Großeltern ab und spazieren gemeinsam zu einem nahe gelegenen Café.

Danach drehen wir noch eine kleine Runde. Überall liegt schon gelbes Laub auf dem Boden. Heute bin ich komplett in selbstgenähten Sachen unterwegs: Jeans, T-Shirt, Mantel und Umhängetasche. Ich pflücke eine Handvoll dieser weißen Knallerbsendinger und werfe sie - wie in alten Zeiten, wenn wir die Kinder zum Laufen animieren wollten - dem Mädchen vor die Füße. Sie platzen hörbar, wenn man drauftritt. Die besten Knallerbsen seit langem!

Nach unserem Spaziergang gibt es bei den Großeltern noch Kaffee, Stollen und ein paar Pistazien.

Dann machen wir uns mit Tram und U-Bahn auf den Heimweg.

Zu Hause haben wir einen Videocall mit den Großeltern in Ostwestfalen. Der Junge fühlt sich immer noch nicht wohl. Deswegen setzt sich sein Papa danach zu ihm und liest ihm - ebenfalls wie in alten Zeiten - ein bisschen aus "Michel aus Lönneberga" vor. Ich bearbeite währenddessen meine Bilder. Ab und zu muss ich loslachen. Astrid Lindgrens Geschichten sind auch nach vielen Jahren immer noch herrlich lustig.

Draußen wird es dunkel. Ich koche eine Gemüsesuppe, dazu gibt es Brot. Nachdem wir gestern Abend beim "Festival of Lights" über acht Kilometer durch Berlin gelaufen sind, lassen wir es heute ruhig angehen. Das heißt: Sofa, Quilts und zwei, drei Folgen "Superstore". Wie war Euer Tag?